Spielegeschmack?

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  • Ändert sich eigentlich Euer Spielegeschmack auch über die Jahre?


    Passt Ihr dann Eure Spielesammlung daran an?


    Also bei mir hat es eigentlich mit einfachen Spielen (Spiel des Jahres) begonnen, dann kamen die etwas anspruchsvolleren (Funkenschlag, Caylus, ...), anschließend dank Warbear die Blockgames und CoSims. Außerdem schaue ich derzeit auch nach Spielen die etwas außergewöhnlicher sind vom Thema oder Mechanismus (Tannhäuser, Duel in the Dark, ...).


    Mal sehen wo mich das Hobby noch hin entführt.


    Wie ein roter Faden ziehen sich aber auch Spiele, wie z.B. Tichu, Bang!, Bohnanza und andere Klassiker durch.

    "We are the unknowns. Lower your shields and surrender your ships. We will add your biological and technological distinctiveness to our own. Your culture will adapt to service us. Resistance is futile."


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  • Das hat sich im Lauf der Zeit sicher was getan. Als Jugendlicher so Anfang der 70er war die Auswahl nicht so riesig bei uns, da gabs halt Monopoly, Vermögensbildung, Risiko, Öl für uns alle oder auch Klassiker wie Schach, Go, Backgammon und Mah Jongg.
    Das war der Startschuß und mit den Parker-Spielen wie Verlies, Diplomatie, Spiel der Nationen oder Anno 4000, und mit dem Börsenspiel, Jockey und Big Boss (nicht das von Kramer) kamen dann recht schnell Vielfalt hinzu und neue Welten taten sich auf. Der Markt wurde größer und ich habe dann auch Adressen erfahren wo Export-Spiele zu bekommen waren. Das erste war glaube ich Kingmaker und das hat dem Ganzen einen weiteren Schub gegeben.
    Klar, der Geschmack gegenüber dem "Urknall" hat sich geändert, ansonsten ist aber alles eher in die Breite gegangen, die Vielfalt ist enorm gestiegen in den letzten 35 Jahren, teilweise auch die Komplexität. Ich bin jetzt aber nicht nur fixiert auf anspruchsvolle Spiele, ein schönes, einfaches Zockerspiel wie z.B. Can't Stop spiele ich auch sehr gern.
    Auch manche der alten Spiele kommen immer noch ab und an auf den Spieletisch. So Sachen wie Executive Decision, Aquire oder Bazaar von 3M etc. die sind für mich zeitlos.
    Gut, auf Monopoly oder Risiko kann ich verrzichten :)

  • Zitat

    Original von Sankt Peter
    Ändert sich eigentlich Euer Spielegeschmack auch über die Jahre?


    Passt Ihr dann Eure Spielesammlung daran an?


    Klar ändert sich der Geschmack über die Jahre. Mit meinen Eltern wurde viel gespielt, zuerst Rommee. Dann bekam ich mit 10 Jahren ein Börsenspiel und dann halt die üblichen Verdächtigen wie Monopoly, Spiel des Lebens etc. :peinlich:


    Später habe ich dann Verlies (Parker) gekauft, damit hatten wir viel Spaß. Aber dann dümpelte alles so vor sich hin. Mal das Spiel des Jahres. Dann der Durchbruch, ich glaube, es war Adel verpflichtet. Darin war eine Postkarte für ein Schnupperabo der Spielbox. Jetzt waren alle Dämme gebrochen, nicht nur eine Vielfalt an Spielen sondern auch an Versendern. *)


    Nun gab es noch ein Problem, entsprechende Mitspieler zu finden. Für den Mainstream kein Problem. Das komplexeste, was bei uns regelmässig auf den Tisch kommt, sind Spiele wie Zepter v. Zavandor und Funkenschlag.
    Bei den komplexeren Sachen siehts bei uns nicht gut aus, da schiele ich jetzt sehr neidisch auf den Warbear. Das muß bei ihm ja das Paradies sein. :engel:
    Ich freue mich schon, wenn ich 1mal im Jahr ein 18xx spielen kann. :freu:

    Ich hasse Menschen, die mitten im Satz....

  • Zitat

    Original von Ralf
    Nun gab es noch ein Problem, entsprechende Mitspieler zu finden. Für den Mainstream kein Problem. Das komplexeste, was bei uns regelmässig auf den Tisch kommt, sind Spiele wie Zepter v. Zavandor und Funkenschlag.
    Bei den komplexeren Sachen siehts bei uns nicht gut aus, da schiele ich jetzt sehr neidisch auf den Warbear. Das muß bei ihm ja das Paradies sein. :engel:
    Ich freue mich schon, wenn ich 1mal im Jahr ein 18xx spielen kann. :freu:


    Leider ist bei mir auch kein Paradies, denn auch mir fehlen Mitspieler.
    Zwar habe ich offensichtlich etwas mehr Gelegenheiten als Du, aber bei weitem nicht genug ...


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    Es kann sich gerne jeder melden, der sich angesprochen fühlt. :winke:
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    .


    Ich glaube nicht, daß jemand wirklich objektiv sein kann - alle Meinungen sind subjektiv.
    Natürlich gilt das auch für mich.

  • Ja ja, die lieben Mitspieler sind auch bei mir immer der Engpaß.


    Wobei ich 2'er Partien eigentlich ganz gut hinbekomme. Aber die etwas länger dauernden Spiele mit mehr als zwei Spielern sind schon schwieriger. Auch das Englisch-Thema ist teilweise hinderlich.


    Wahrscheinlich sollte man sich doch einem Spieleclub anschließen - allerdings geht man damit ja auch eine Verpflichtung ein. Blöd wenn man dann immer die anderen hängen läßt!

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  • Zitat

    Original von Sankt Peter
    Wahrscheinlich sollte man sich doch einem Spieleclub anschließen - allerdings geht man damit ja auch eine Verpflichtung ein. Blöd wenn man dann immer die anderen hängen läßt!


    Das mit dem Spieleclub haben wir auch eine Zeitlang probiert. Hat für mich nur einen Nachteil: Man weiß nie wer kommt und wieviele. Damit war eine Planung immer sehr schwierig. Dann hingen wir plötzlich zu sechst an einem Tisch, es gab aber nur zwei Spiele für 6 Personen, darauf konnte sich die Gruppe nicht einigen. Dann dauerte es eine halbe Stunde bis man sich in 2 Dreiergruppen aufgeteilt hat usw. :tap2:


    Wir sind wieder dazu übergegangen, privat zu spielen. Dann weiß ich wer kommt, und kann besser planen. Ich weiß auch nicht, warum es bei uns in Wuppertal so wenige Mitspieler für komplexere Sachen gibt.
    Immerhin 400000 Einwohner mit Uni.

    Ich hasse Menschen, die mitten im Satz....

  • Zitat

    Original von Ralf
    Man weiß nie wer kommt und wieviele. Damit war eine Planung immer sehr schwierig.


    Ehrlich gesagt ist das in abgeschwächter Form auch bei unseren selbst organisierten Spieleabenden oft so... Man weiß zwar wer kommen wollte, aber das war es auch schon!!!

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  • Definitiv ändert sich der Geschmack mit der Zeit.

    Dies liegt aber viel auch daran was man alles schon kennt.

    So manches Spiel hört sich anfänglich hoch komplex an, wenn man aber ein vergleichbares Spiel mit niedrigerem Niveau bereits gespielt hat merkt man wie viel einem bereits bekannt vorkommt unnd die Einstiegshürde ist daher geringer.


    Der weitere Faktor ist die Häufigkeit. Wenn ich ein Spielmechanismus schon zig mal gespielt habe, bin ich manchmal empfänglicher für andere Mechanismen die mich ursprünglich gar nicht so angesprochen haben.


    Alleine in meiner Spielerunde merke ich wie sich über die Jahre die Spiele am Tisch merklich gewandelt haben.


    :Buddler::frieden:

  • Mmmh kann ich so nicht sagen, ich bin relativ breit aufgestellt. Natürlich hab ich auch mit eher einfachen Sachen angefangen und wurde dann aber schnell angefixt, der Sprung von Catan Kartenspiel, Carcassonne usw. zu Ringkrieg hat nich so lange gedauert. Es gibt aber Sachen die ich einfach weniger mag (Mangelwirtschaftsoptimierungsorgien, Logistikspiele, stark Abstrakte "Schachartige" Spiele). Was ich auch nie mochte sind alle Arten von "Sammelspielen" ala CCG oder LCG oder sowas wie X-Wing und Konsorten. Mit klassischem Tabletop Systemen kann ich auch nichts anfangen.

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  • Auch wenn das hier wieder die hohe Kunst der Threadnekromantie ist, das Thema ist gut ;). Bei mir ist das tatsächlich aktiv oder reaktiv von meinen Spielegruppen abhängig. Nach intensiver Rollenspiel- und Hero/Starquest-Phase in den 1980ern hatte ich in den 90er und 00er Jahren nur Runden im Freundeskreis, denen war meistens schon Alea eine Spur zu hart, mit Schwierigerem durfte man da gar nicht ankommen - also gab es einfache Kost wie Acquire, Formula De, Big Boss, Modern Art. Außerdem habe ich in der Phase extrem viel Area-Majority gespielt, weil das damals im Nachgang zu El Grande einer der populärsten und meistgenutzten Mechanismen war (Siedler wollte bei uns damals fast niemand spielen, weil alle den Eindruck hatten, man habe bereits beim Aussuchen der Startposition Sieger und Verlierer festgelegt). Nach einer ersten längeren Pause bin ich dann 2008 wieder voll eingestiegen, habe öffentliche Spielerunden besucht und an meiner damaligen Uni auch eine eigene aufgebaut. Da kamen dann erstmals die komplizierteren Titel, die z.T. schon lange in meinen Regalen überwintert hatten, zum Zuge, aber natürlich auch die Blütezeit des Worker-Placement-Genres. Durch mehrere Umzüge und viel Reisetätigkeit waren es dann erstmal nur Zweierrunden mit der Angetrauten, also viel Dominion, BuBu etc., und parallel eine Runde mit reinen Dudes-on-a-map-Spielern. Seit zwei Jahren bin ich wieder seßhaft geworden und versuche immer wieder, eine feste Spielegruppe zu bilden, mit wechselndem Erfolg. Da werden vorrangig die ultra-komplexen Euros gespielt.

    Was ich damit sagen will: Je länger und öfter ich ein Genre gespielt habe, desto weniger Lust habe ich darauf. Bis auf Ringkrieg möchte ich Dudes-Spiele einfach nicht mehr sehen, und bei Area-Majority verliere ich auch schnell jegliche Lust am Spiel. Aktuell merke ich, dass Deckbuilder ihren Reiz massiv verlieren und Engine Builder sind auch nicht mehr das sind, was sie mal waren. Worker-Placement-Spiele scheinen davon noch nicht betroffen zu sein, obwohl die ja gerade mit zu den repetitivsten Titeln gehören. Dafür aktuell viel Neugier auf Dungeon Crawler.

    Einmal editiert, zuletzt von Graboid ()

  • Als Kind und Jugendlicher habe ich gerne Spiele wie Schach und Mühle gespielt und später gerne Stichspiele wie Skat. Das Ganze war wie man sieht eher klassisch geprägt, auch wenn ich natürlich auch mal gerne andere Spiele wie Um Reifenbreite gezockt habe. Eine Zeit lang war dann aufgrund des Einflusses von Videospielen etwas Ruhe mit Gesellschaftspielen. Als junger Erwachsener mit Partnerin brachten vor allem Partyspiele den Spaß an Gesellschaftsspielen wieder zurück. Tick Tack Bumm, Tabu etc. waren ein häufiger Begleiter auf unseren Partys. Mit der Frau wurden dann zudem gerne Set-Collection und Zockerspiele gespielt. Mit Heranreifen des Kindes wuchs die Spielesammlung dann ziemlich schnell (und viel zu umfangreich) an. Wir spielen uns heute quer durch alle Genres, wobei natürlich zeitweise immer wieder andere bevorzugt werden.


    Hinsichtlich der Komplexität habe ich einen bilderbuchmäßigen Rebound-Effekt erlebt. Mit Anwachsen der Sammlung und Steigerung der Spielerfahrung landeten natürlich auch immer komplexere Spiele im Regal. Nicht, weil Familie oder Freunde danach fragten, sondern weil ich natürlich auch unbedingt die fetten Brocken spielen wollte. Mit der Zeit kam aber die Ernüchterung und damit die Erkenntnis. Zu den fetten Brocken fehlen die Mitspieler und die Titel kommen nur sehr selten auf den Tisch. Dafür darf man sich anders herum aber ewig darauf vorbereiten, das einzelne Spiel verläuft unter Umständen etwas zäh und wenn man es endlich mal wieder auf den Tisch holen kann, beginnt die ganze Chose wieder von vorne. Aus diesem Grund hole ich heute lieber wieder einfachere Spiele, welche dafür auch öfters auf den Tisch kommen. Lieber nur ein gutes Familienspiel eingepackt als ein hochgelobtes Expertenspiel, welches anschließend im Regal verstaubt. Genug komplexe Titel habe ich in der Sammlung, so dass ich bei Bedarf und vor allem Möglichkeit auch mal etwas Schwereres auf den Tisch packen kann. Mein Hobby leben lassen aber tatsächlich die zugänglichen Spiele (welche ja nicht zwingend banal sein müssen), die nicht allzu schwer zu erklären sind und sich gut in maximal 1 bis 2 Stunden spielen lassen.

    Einmal editiert, zuletzt von MarS ()

  • Unser Spielegeschmack hat sich durch unsere Arbeitssituation grundlegend verändert. (Dadurch habe ich sogar verkaufte Spiele neu gekauft).


    Angefangen haben wir mir Brettspielen als Studenten/innen. Da hat man natürlich (trotz Mathe und nicht (nur) Kulturwissenschaftsstudium ;) ) schon viel Zeit und möchte sich fordern und ausprobieren. Daher haben wir hier natürlich auch erst klein angefangen, aber es hat uns zu komplexen Spielen gerufen.


    Dann kam das Ref und jetzt für uns beide der volle Lehrerberuf und wir haben kaum noch Zeit und sind dort schon gefordert genug, sodass wir vor allem entspannte Spiele spielen wollen bzw. vor allem einfach eins direkt greifen und spielen wollen. Daher sind wirklich viele komplexe Spiele geflogen und nur einige ausgewählte geblieben, von denen wir die Regeln intuitiv finden, aber die Tiefe beim Spielen bemerken. Einige gute Spiele, bei denen wir aber immer einige Feinheiten der Regeln vergessen hatten, sind schon allein deswegen geflogen, weil wir nicht jedes Mal Regeln lesen wollen (und das trotz geschriebener Notizen bzw. Kurzanleitung zu jedem Spiel).

    Dazu kamen dann noch mehr gute Gateway und eher seichte Kennerspiele, die wir vorher zu seicht fanden und teilweise verkauft hatten. Einige davon mochte ich damals nicht einmal und finde sie jetzt wirklich gut (Splendor, Luxor, ...).


    Und in sehr sehr sehr weit entfernter Zukunft wird sich das alles vermutlich noch einmal ändern, wenn man Rentner/in ist und vielleicht wieder richtig Lust auf etwas Forderndes hat.


    (Die Phase meiner Jugendzeit ignoriere ich, denn dort kannte ich auch nur die Mainstream Brettspiele wie Das verrückte Labyrinth, Monopoly und Phase 10, die ich alle geliebt habe, weil ich aber auch nichts besseres kannte.)