Plastik, Holz oder Pappe?

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  • Was ist das für Euch schönste Spielmaterial.


    Zu Beginn war ich immer geschockt über die Platikschlacht in amerikanischen Spielen und den dünnen Papierspielplänen bei CoSims. Mittlerweile stört mich das nicht mehr, kann man doch gerade Plastik-Miniaturen, wie z.B. bei Tide of Iron auch viel detailgetreuer und auch günstiger herstellen, als aus Holz.


    Auch die Ledermappe bei Can't Stop von franjos finde ich eine witzige Idee.


    Wo liegen Eure Präferenzen - oder ist das von Spiel zu Spiel anders?

    "We are the unknowns. Lower your shields and surrender your ships. We will add your biological and technological distinctiveness to our own. Your culture will adapt to service us. Resistance is futile."


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  • Grundsätzlich mag ich Holz wohl am liebsten. Aber nicht so, wie bei Spielen, die nur aus Holz sind!!! Eher Brettspiele, deren Figuren dann halt aus Holz sind.


    Pappmarker finde ich auch oft schön, aber nicht nur. Bison z.B. hätte ruhig ein paar Holzfiguren vertragen können. Aber dann wär das mit dem Umdrehen ja schwieriger geworden...


    Wenn ein Spiel die Sachen gut kombiniert, ists am Besten...


    Bin halt typischer Alea- oder Ystari-Liebhaber...


    Beispiel Phoenicia: Da sind halt häßliche, weiße Plastikpöppel und -figuren drin. Schönes Spiel, häßliche Figuren, schöne Pappteile..


    Beispiel Guatemala Cafe: Geile, große Holzteile!!!

  • Das mit dem Spielmaterial ist mir schnuppe, solange es in Ordnung ist und in sich stimmig.
    Ein schlechtes Beispiel war die Erstauflage von Caylus, das Plastikgeld passte überhaupt nicht zum Rest des Materials. Das hat mich extrem gestört. :mad:
    Ich hab mir natürlich sofort die neuen Spielmarken bestellt.


    Ansonsten gibt es tolle Spiele mit Plastik, wenn es hochwertiger Kunststoff ist. Es gibt Holzausgaben, die mir nicht gefallen, weil die Spiefiguren nicht so toll aussehen.


    Spielpläne in einer Rolle finde ich nicht so klasse, die bekommt man meist nicht plan auf den Tisch.


    Wie oben schon gesagt, es kommt mir auf das Ganze und die Qualität an. :up:

  • grundsätzlich bin ich ein holzliebhaber...schon alleine deshalb weil holzteile beständiger sind als plastikteile. da bricht nicht so schnell etwas ab. es gibt aber auch schöne ausnahmen wie z.b. schatten über camelot wo mit flexiblen plastikelementen gearbeitet wurde. das schaut optisch gut aus und da bricht so schnell nichts ab.


    fazit: es kommt drauf an :-)

    Mb_adastra.JPG Mb_rftg.jpg


    Ein Bild sagt mehr als 298 Wörter... :floet:

  • Na ja, vieles kann man ja und wird ja auch gepimpt.


    Da nimmt man dann das Geld von x und die Figuren von y, ... Manchmal kann man mit kleinen Dingen große Wirkung erzielen.


    Z.B. könnte man die Münzen von Marquis für Caylus nehmen. Auch wenn das etwas dekadent wirkt ;)

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  • Zitat

    Original von Sankt Peter
    Z.B. könnte man die Münzen von Marquis für Caylus nehmen. Auch wenn das etwas dekadent wirkt ;)


    Warum dekadent? wenn man Marquis besitzt ist das okay.


    Ich müßte mir Marquis erst kaufen. Das wäre dann dekadent, nur um mein Caylus aufzubrezeln. :weia:

  • Ich finde auch Holzbestandteile von Spielen am besten, oft ist Metall von der Haptik sehr angenehm, aber leider auch nicht günstig und teilweise erhöht es das Gewicht der Packung nicht unerheblich. Danach Pappe und erst zu guter Letzt greife ich zu Kunststoffmaterialien. Ich mag es aber wenn die unterschiedlichsten Materialien, gerne auch mit einer Sortierung je nach Art in einer Schachtel enthalten sind (z.B. Spirit Island)


    :Buddler::frieden:

  • Definitiv Holz! Früher war ich mal von Miniaturen total beeindruckt. Ich denke, das geht vielen so, die in den ersten 1-2 Jahren des Hobbies stecken (Jugendzeit nicht mitgerechnet).


    Mittlerweile nerven mich Minis manchmal. Wegen ihrer Größe, der Handhabung, der Lagerung. Vor allem in Spielen, in denen sie temporär auf den Tisch kommen.


    Ich mag aufwändiges Holzmaterial am liebsten, wie in den Lacerdas.

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  • Holz ist von der Hauptik und vom Gefühl für mich definitiv an der Spitze.

    Ich bin aber auch beim anderen Spielmaterial grundsätzlich nicht abgeneigt, nur es muss passen.

    Einerseits der Verwendungszweck, andererseits die Menge.

    Zum Beispiel bei den Dungeon Crawlern sind die Charaktere sehr cool als Minis, aber ich brauche keine 200 Minis als Gegner, die ich raushole, besiege und nie wieder sehe.

    Dann lieber platzsparender die Gegner aus Pappe wie beim Gloomhaven. Wenn man alle Gegner schon aus Kunststoff macht, dann sollte man sie öfters verwenden. Hier Blood Rage als Beispiel.

    Dazu kommt, daß ich unbemalte Minis nicht ausstehen kann.

    Es muss nicht viel sein, eine Schattierung reicht schon, nur nicht so lieblos farblos, oder in beliebiger Farbe komplett ohne Extras.

    Das wird dann auch den schönen Figuren nicht gerecht.

    Lustigerweise passt es genau so bei Spirit Island. Da sind die unbemalten Kunststoff Invasoren genau richtig. Es hilft eine Abneigung dem Gegner gegenüber zu entwickeln ;)


    Es ist irgendwie witzig, weil ich gewisse Parallelen zu meinem anderen Hobby, der Fotografie sehe.

    Man entdeckt die modernen Techniken, HDR, diverse Filter, übersättigt die Bilder und dann hat man sich schnell satt gesehen und stellt fest, daß es doch zu viel ist und eigentlich die Schönheit in der Schlichtheit und klaren Strukturen zu finden ist. Auch kleinere Makeln nimmt man anders wahr. Dann fängt man wieder bei den Basics an und dosiert deutlich dezenter mögliche Extras.

    Was nutzen die schönsten Bilder, wenn sie nicht aufgestellt/aufgehängt werden uns stattdessen nur auf der Festplatte rumliegen? Ist es bei den Minis nicht ähnlich?


    Von den üppigen KS Kampagnen zurück zu den Basics entdecke ich gerade Concordia. So wenig und doch so viel.

  • Es ist irgendwie witzig, weil ich gewisse Parallelen zu meinem anderen Hobby, der Fotografie sehe.

    Man entdeckt die modernen Techniken, HDR, diverse Filter, übersättigt die Bilder und dann hat man sich schnell satt gesehen und stellt fest, daß es doch zu viel ist und eigentlich die Schönheit in der Schlichtheit und klaren Strukturen zu finden ist. Auch kleinere Makeln nimmt man anders wahr. Dann fängt man wieder bei den Basics an und dosiert deutlich dezenter mögliche Extras.

    Was nutzen die schönsten Bilder, wenn sie nicht aufgestellt/aufgehängt werden uns stattdessen nur auf der Festplatte rumliegen? Ist es bei den Minis nicht ähnlich?

    SPANNEND ... Fotografie ist auch mein weiteres Hobby, welches ich schon deutlich länger als das Brettspielen betreibe :sonne:

    -...einen ähnlichen Entwicklungsprozess habe ich dort erlebt wie du ihn beschreibst, ich fotografiere seit 7-8 Jahren (fast) nur noch mit adaptierten alten manuellen Objektiven aus den 30er bis 80er Jahren ... Fokus und Blende sind von Hand einzustellen auf Zoom wurde weitestgehend verzichtet 8-))

    ...auch das Nachbearbeiten von RAW Dateien spare ich mir zu 100% und schieße nur noch in JPG aus sehr ähnlichen Gründen wie du sie darlegst!!!


    Ach ja bei Brettspielen rate mal was meine letzte Einkauf war???


    Concordia Venus ... weil es Eleganz und Tiefe sehr schön miteinander verbinden soll ^^


    ...auch mit "Haspelknecht" und "Altiplano" zogen im März zwei Klassiker bei uns ein!!! 8-))

  • Früher war ich mal von Miniaturen total beeindruckt. Ich denke, das geht vielen so, die in den ersten 1-2 Jahren des Hobbies stecken

    Eindeutig nein. Ich fand Plastikfiguren immer doof.

    Eindeutig nein. Ich fand Plastikfiguren immer besser und das seit mehr wie 10 Jahren.

  • Wie von Pnin schon angedeutet ist Plastik nicht gleich Plastik. Ich liebe zum Beispiel die Ressourcen aus Scythe, bemaltes, schweres Kunstharz. Diese Art hat sich ja inzwischen etwas verbreitet (siehe z.B. momentane RC Kampagne) und ist Holz m.E. mindestens ebenbürtig.

    Unbemalte Minis sind so eine Sache.

    Je ähnlicher die sich grundsätzlich sehen, um so mehr bräuchten sie Farbe, um einen Mehrwert zu bieten. Bei Arcadia Quest fand ich den Chibistil deshalb sehr angenehm, weil dadurch die einzelnen Skulpturen sehr gut unterscheidbar waren.

  • Kommt auf das Spiel an, aber ich finde Plastik vielseitiger und oft hübscher.

    Zur Pappe: wichtig ist dort, dass sie schön dick und damit stabil ist.

  • Nachdem Descent 1 ausgelaufen war, reichen mir eigentlich Pappaufsteller wie z.B. bei Arkham Horror oder Eldritch.
    Nehmen wenig Platz ein und sind kostengünstig in der Produktion - außerdem schauen sie schön aus.
    Die Zeiten, in denen extrem viel Plastik im Spiel vorkommen musste, sind bei mir jedenfalls vorbei.

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  • Ich besitze genau 4 Spiele, bei denen Plastik für mich besser funktioniert als Holz (für Figuren):

    - Blood Rage

    - Rising Sun

    - Cyclades

    - Kemet


    Wirklich bewusst, wie viel besser Holz im Vergleich zu Plastik ist, wurde mir bei In the Hall of the Mountain King bewusst.

    Die Plastik Ressourcen fühlten sich billig an und waren „viel zu leicht“ (Gewicht). Abgesehen davon, dass mir das Spiel selbst nicht so wirklich zugesagt hat, hatte ich auch die Holz Ressourcen bestellt, welche das Spielgefühl - für mich - ziemlich aufgewertet haben, da sie "praktischer" waren. Konkret waren sie einfach ein wenig schwerer und sind weniger leicht "verrutscht", was bei dem Spiel schon relevant war.


    Ich glaube das Beispiel von In the Hall of the Mountain King lässt sich wahrscheinlich für mich auch verallgemeinern: Für mich ist Plastik und Holz nur dann nützlich, wenn es auch einen "praktischen Nutzen" im Spiel hat. Bei Orleans sind die Holz Meeple einfach um einiges einfacher aus dem Beutel zu holen (keiner verklemmt sich in einem Zipfel des Beutels und war nie mehr gesehen).

    In Kemet und Cyclades sind die farbigen mini plastik Figuren einfach thematischer und "schneller abzählbar" als Würfelhäufchen und sie stechen auch ein wenig besser auf der doch eher "bunten" Karte hervor (speziell Kemet).

    In Rising Sun und Blood Rage sind die Minis groß genug, dass man sofort erkennt um wen es sich handelt.

    Und die wirkliche Kunst bei den genannten Spielen (Rising Sun und Blood Rage sind hart am Limit): Sie verlängern den Aufbau/Abbau des Spiels nicht. Es gibt keine zusätzlichen Kartons die man öffnen und schließen muss. Die Figuren sind "einfach ins Basisspiel" integriert. Konträr dazu: Anachrony oder Kingdom Rush. Die Boxen sind unglaublich groß, schwer und der Aufbau/Abbau ist - trotz der Game Trayz - mühsamer als er sein müsste.

  • Pappe für alles zweidimensionale, weil man da schöne Bildchen drauftun kann.

    Holz für alles haptische, Resourcengeklimper und co.

    Für mich beide gleichwertig bzw nicht vergleichbar, weil anderes Aufgabengebiet.


    Plastikfiguren geben mir nichts (mehr). Die Zeit, dass ich die Dinger anmalen würde, ist lang vorbei, die sind für mich größtenteils nur Ballast.

    Ein paar meiner Lieblingsspiele haben Plastikgerümpel drin, aber es wäre mir eigentlich lieber, sie hätten keines.

    Mein Blog (Illustrationen, Brettspieldesign, Angespielte Spiele)

  • Holz! Das darf dann aber auch gerne etwas "schöner" bzw. spezieller sein als nur einfache Holzwürfel - freue mich da sehr über Kühe, Pferde, Getreideähren oder schöne Spielfiguren wie in Marco Polo, Gugong oder Viticulture. Minis brauche ich nicht - liegt aber auch vielleicht daran, dass ich doch 100% Euro bin und (mich bisher?) Dungeon Crawler o.ä. überhaupt nicht reizen. Und auch bei der Robinson Crusoe Aktion jetzt hätte mich maximal das modulare Camp gereizt, aber die Figuren? Das ist finde ich wie bei Büchern und Filmen - so, wie ich mir die Charaktere anhand ihrer Bezeichnung Soldat, Koch usw. vorgestellt hätte, hat meine Vorstellung schon wenig bis nichts mit der Illustration auf der Karte zu tun. Somit brauche ich einen in meinen Augen falsch dargestellten Charakter nicht auch noch als (teilweise wirklich hässliche) 3D-Figur...

    Schönes Holz-Spielmaterial finde ich klasse, für manche Spiele (wie z.B. #Tzolk'in - gibt's da schöne Alternativen zu den Plastik-Maiskolben als Upgrade?) habe ich bisher leider keine schönen Upgrades aus Holz gefunden.

    #Orleans habe ich bisher noch nie mit den Original-Pappmarkern gespielt. Mit den Holzfiguren finde ich es genial und kann es mir mit Pappmarkern (auch wegen der Erfahrungen mit den Quacksalbern, wo sich dann doch irgendwie immer wieder ein entscheidendes Plättchen in irgendeiner Ecke des Beutels versteckt, obwohl man der Ansicht war, auch dort regelmäßig "rumgerührt" zu haben) aber inzwischen gar nicht mehr vorstellen. Und das ist dann leider auch der Punkt, weshalb Altiplano noch unausgepöppelt hier herumsteht. Ich hätte ja wirklich Lust drauf, aber...

  • Eigentlich finde ich Plastik als Spielmaterial Schei...benkleister.

    Andererseits habe ich kein Interesse daran Pappe zu bemalen.

    Bei Holz kommt das in manchen Fällen schon mal vor.


    Bedruckte Pappe ist super,

    double Layer noch besser,

    im Verbund mit Holz am besten.


    Mein liebstes Spielmaterial: Pappe und Holz in Kombination.


    Bekloppt aber wahr, mit Plastik verbringe ich dennoch deutlich mehr Zeit.

  • Holz ist fast immer schöner als Plastik. Beispiel: aus der Catan-Welt habe ich mir nichts mehr dazu gekauft, als das Spiel am Markt mit Plastik erneuert wurde.

    Als Euro-Spieler sind mir Minis eher unbekannt, aber es gibt eben wenige Ausnahmen und da wirkte ein wenig Farbe dann doch Wunder, siehe Tang Garden. Übrigens auch ein hübsches Beispiel, dass die Kombination Pappe/Plastik ein Spiel haptisch bereichern kann, erinnert mich so an die alten MB-Spiele wie Heroquest oder Starquest,

    "So viele Spiele... wann hast Du denn damit angefangen?" - "Wann hast Du damit aufgehört?"

    "pimp my game" - Bauanleitungen zu Inserts aus Schaumkern, Bemalungen, ... siehe Linkliste auf meiner Pinnwand

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  • Dann oute ich mich mal als Plastik-Liebhaber. Mir geben Holzmeeple und Figürchen gar nichts. Das bricht bei mir sämtliche Immersion und ich verliere direkt (!) die Lust, das Spiel wirklich auszuprobieren - was ich natürlich trotzdem tue ... aber der Holzkram reißt bei mir eher die Motivation runter. Witzigerweise kann ein Spiel für mich (!) nicht thematisch sein, wenn es nur Holzmeeple hat. Dann lieber einfach nur Papp-Aufsteller mit hübschen Bildchen drauf. Oder eben sehr hübsche Miniaturen, die ich anmalen kann. Es gibt mir auch einfach ein weitaus besseres Gefühl, wenn ich ein Spiel auf den Tisch bringe, das ich komplett selbst bemalt habe. Das ist eine ganz andere Erfahrung.

  • Ich gebe schicken Papp-Standees immer den Vorzug vor Miniaturen, und freue mir einen Keks, wenn ein Spiel Standees bietet. Diese grauen Klumpen geben mir null, das einzige, was mir noch weniger gibt, ist, das Zeug auch noch anzumalen...


    In allem was Euro oder Euro-Familie ist bin ich mit Holz sehr glücklich, stabile Pappe geht aber auch gut.

  • Wo liegen Eure Präferenzen - oder ist das von Spiel zu Spiel anders?

    Genau, je nach Spiel ist es das eine oder andere. Counter machen einfach am meisten Sinn bei Wargames/CoSims, Euros mit ihren oft verwendeten Ressourcen/Meeples sind mit Holz bestens bedient, Plastikminis sind für die Art von Spielen die sie repräsentieren prädestiniert. Ich habe bsw. für Monumental sowohl Minis als auch Papptoken für die Einheiten - Minis machen da einfach mehr her. Zu viele sollten es aber auch nicht sein, sie sind nur Mittel zum Zweck und kein “zweckentfremdendes Mittel” für ein ansonsten belangloses Spiel..

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