28.10 - 03.11.2013

  • In der Woche nach Essen stapeln sich hier ja die neuen Berichte und neugierigen Fragen. Der Wochenbericht wird da natürlich zur ganz besonderen Perle, weshalb ich natürlich schon sehr gespannt auf die ersten Diskussionen zu den diesjährigen Top-Titeln freue und einfach mal den neuen Wochenthread eröffne.


    Hier mal meine Spieleimpressionen der letzten drei Tage, die klar entlang der Glasstraße verlaufen. Kein Wunder, schließlich habe ich mich schon lange Zeit auf den neuen Rosenberg gefreut und sonderlich viel Spielzeit, gibt es unter der Woche, momentan auch nicht unbedingt. Weshalb die 3 Partien (2x2er und ein 4er) sich mit Spielzeiten von 1-1,5 Stunden als genau richtig erwiesen.


    Besonders gefreut hat mich, dass der Zweier sich deutlich anders, aber fast genauso interessant wie die Viererbesetzung spielt und das Anfangs erwartete Glück beim Karten auswählen kaum eine Rolle spielt. Ein wenig skeptisch bin ich noch gegenüber den möglichen Gebäudekombinationen, aber bevor ich nicht mal annähernd in die von Uwe angedeuteten Punktezahlen komme, sollte ich mir darüber wahrscheinlich nicht den Kopf zerbrechen.


    Gestern gabs als Absacker noch eine 4er Runde Händler der Karibik, das durch schöne Illustrationen und ein nettes Push-Your-Luck Element durchaus zu unterhalten verstand. Da kommen sicher noch ein paar Partien, allein weil man rausfinden möchte, wie weit man das Kartenglück mit einer guten Strategie austricksen kann.

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  • wir haben Trains ausprobiert. Nach einer Kennenlernpartie gab es 2 Spiele. Beim ersten ging es eng zu. Jeder versuche lukrative Bahnhöfe anzuschließen. Beim zweiten Spiel wurden die Gleise fast über den gesamten Spielplan verlegt - die Konfliktvermeidung. Uns (wir mögen sehr Dominion) gefällt es sehr gut.


    Gestern haben wir uns an die Besiedlung von Oregon (Neuheit für uns :D ) gewagt. Eine Kennnenlernpartie: Hätte gar nicht gedacht, dass man da so Grübeln kann...


    Und heute wird noch King of Tokyo: Halloween ausprobiert...

  • Dienstag
    Los ging‘s mit Los Incognitos: Alien iacta est zu zweit. Es ist ein Würfelspiel mit ein paar Kniffen und soll eine Weiterentwicklung von Expedition Sumatra - Dadu Dadu sein – was ich nicht kenne. Es hat mit ganz gut gefallen. Man muss bei jedem Wurf Entscheidungen treffen, wie die Würfel am sinnvollsten einzusetzen sind. Plättet man lieber Monster oder baut man lieber Wege? Man muss nämlich aufpassen, vom Mitspieler nicht von lukrativen Orten abgeschnitten zu werden. Was mir prompt passiert ist. Das Thema ist ziemlich aufgesetzt, denn das Spiel an sich ist völlig abstrakt. Die Gestaltung hat mir nicht so zugesagt, war mir zu unübersichtlich. Etwas nüchterner wäre mir lieber gewesen.


    Als zweites ein Griff ins Kinderregal und … äh, da muss ich doch glatt mal in der Spielstatistik nachschauen, wie das Spiel hieß … Waterlilly zu dritt gespielt. Dass ich von heute auf morgen vergessen habe, was wir gespielt haben, sagt eigentlich schon alles. Es ist ein nettes Spiel.


    Dann wurde noch eine Runde Die vergessene Stadt zu zweit gespielt und souverän gewonnen. Es ist in meinen Augen besser als Die verbotene Insel, aber schlechter als Pandemie.

    Mittwoch
    Bei uns kam zum Einstieg Love Letter auf den Tisch. Zunächst auf Grund des Titels und der Illustrationen große Skepsis bei den beiden männlichen Mitspielern, die aber nach der ersten Partie verflogen war. Ein schönes Spiel für eine Runde - dann reicht es aber auch. Um beim Thema zu bleiben, habe ich Liebe und Intrige vorgeschlagen, aber das war dann doch zu viel des Guten. War auch nur ein Scherz.


    Mit Tyranno Ex kam danach ein richtiger Oldie (1990) auf den Tisch. Fragt mich nicht warum, dieses Spiel würde ich mit auf eine einsame Insel nehmen (+ drei Mitspieler). Mir gefällt es sehr, auch wenn es sich gegen Ende hin etwas zieht. Ich mag aber auch fast alles von Karl-Heinz Schmiel. Vor die Wahl gestellt, die Ausgabe von Moskito oder Avalon Hill (der Fanboy hat natürlich beide :) ) zu nehmen, entschied sich die Dame des Hauses für Moskito und gewann denkbar knapp mit 73 Punkten vor 72, 64 und 62 Punkten.


    Am Schluss noch ein Griff ins Kinderregal und eine Runde Burg-Ritter gespielt - ein witziges kooperatives Geschicklichkeitsspiel von Haba. Der originelle Baumechanismus hat allen gut gefallen.

  • reicht es aber auch. Um beim Thema zu bleiben, habe ich Liebe und Intrige vorgeschlagen, aber das war dann doch zu viel des Guten. War auch nur ein Scherz.


    Uhi, aber ein böser Scherz! :-)
    Da standen bestimmt die Männer kurz vor'm Kollaps! :-)


    Atti

  • Anfang der Woche gab es mehrere Partieen Kashgar, welches ich ungespielt aufgrund vieler Empfehlungen gekauft habe, und es hat uns gut gefallen. Zu zweit ergibt sich eine angenehm kurze Spielzeit von 30 bis 40 Minuten und so wird schnell eine Revanche gefordert.
    Heute haben wir Madeira - ebenfalls zu zweit - gespielt. Die erste Partie diente definitiv zu Kennenlernen, die Komplexizität hat uns doch etwas erschlagen. Aber in der zweiten Partie wußte man schon gut, wie die einzelnen Möglichkeiten zusammen passen und konnte recht gezielt spielen. Mit 91 zu 86 ist die Partie dann auch denkbar knapp ausgegangen. Beide Spieler hatten am Ende keine Piraten! Vor allem die Gilden bieten eine Menge Möglichkeiten, was wir im ersten Spiel unterschätzt hatten. Spielzeit zu zweit allerdings auch zwei Stunden.
    Auf jeden Fall zählt Madeira neben Russian Railroads zu meinen Essen-Favoriten. Jetzt bin ich sehr gespannt auf Glasstraße.
    Gruß vom
    Spielteufel

    :jester:


    Alle sagten, das geht nicht! Dann kam einer, der wusste das nicht. Und hat es einfach gemacht...

  • Gestern Abend gab es dann auch die erste Viererrunde Madeira, einer der Blindkäufe der Messe. Nach der ziemlich interessanten, angespielten Prototypenpartie von Panamax, hatte ich schon einiges erwartet, aber das es schlussendlich so viel werden würde, darauf waren wir nicht gefasst.


    Nach ungefähr 1,5 Stunden Regelerklärung und Aufbau ging es dann nämlich gute 5 Stunden, über die Insel und quer durch den Ozean. Selten ein so forderndes und verzahntes Spiel gespielt. Wir haben danach echt überlegen müssen, ob wir schon mal so ein Schwergewicht am Tisch hatten und konnten eigentlich keinen Titel mit einer ähnlichen Verzahnung finden.


    Allein die Auswirkungen der Würfelplatzierung auf den Charakteren haben unzählige indirekte und natürlich direkte Auswirkungen:


    Ermöglicht die mit dem Charakter verbundene Gebäudeaktion
    Verändert die Kosten für die Gebäudeaktion
    Wird ein Pirat gespielt, verändert er die Strafe für alle die sich die Gebäudeaktion nicht leisten können
    Platziere ich einen Piraten, kann danach kein Pirat mehr auf den Charakter gesetzt werden
    Verringerung der Plätze auf dem Charakter (Spieleranzahl)


    Außerdem gilt es noch einige andere Faktoren zu bedenken, so hängt z.b. die Stärke meiner Gebäudeaktion von der Anzahl meiner Arbeiter in der Region ab und reguliert auch wie effizient ich mit diesem Charakter ernten kann.


    Ich glaube, dass wenn man die nötige Zeit investiert, man in diesem Spiel viele tolle Entscheidungen finden kann, dafür braucht es aber einiges an Sitzfleisch und Denkarbeit.


    Unsere Spielzeit ist aber vor allem auch deshalb so stark explodiert, weil wir zwei relative Spieleneulinge am Tisch hatten, die sehr viel Zeit mit (verständlichen) Regelfragen und Beschwerden über die lange Spielzeit verbraucht haben. Immer wieder interessant wie selbst verstärkend sich bestimmte Wahrnehmungsäußerungen auf die ganze Gruppe auswirken.

  • Eine lange Spielewoche geht vorbei mit diversen Spieletreffs von Dienstagnachmittag bis Sonntagmorgen:


    Cornish Smugglers : Zu zweit gespielt zeigte sich leider, dass der Spielplan zu gross ist, so dass wir uns fast ungestört ausbreiten konnten mit unseren Schmuggler-Personen. Durch die diversen Personenkarten interessante Partie, wobei offen blieb, wozu man überhaupt Lagerhäuser braucht und welchen Sinn die tetris-artigen Warenplättchen haben in Kombination mit den diversen Schiffslagerräumen, wenn doch eh mindestens zwei Waren problemlos reinpassen und man für mehr kaum Geld hat. Heftige Konfrontativ-Aktionen durch zufällig gezogene Ereigniskarten, die man auf die Mitspieler anwenden kann. In grösserer Runde sicher besser. Ingesamt hätte dem Spiel aber ein redaktioneller Feinschliff gut getan.


    Nations : Zu zweit haben wir die Partie nach vier Runden einvernehmlich abgebrochen, da extrem spannungsarm bis belanglos in den Entscheidungen, weil man scheinbar nur Micro-Schritte voran kam und weder Zwischenwertungen noch Rundenereigniskarten viel daran ändern konnten. Auf der Messe hat es mir in Viererrunde noch so gut gefallen, dass ich es gekauft habe, so dass ich auch hier auf grössere Spielrunden meine Hoffnungen setze.


    Quantum : Gute Mischung aus abstrakten Strategiespiel gepaart mit Würfelduellen und ein SciFi-Thema mitsamt Aufmachung obendrauf. Spielt sich auf einer angenehm intensiven aber nicht zu denklastigen Ebene in überschaubarer Zeit, so dass Revanchen durchaus drin sind. Etwas schade finde ich den hohen Verkaufspreis und die Messe-Promo-Extras, die das Spiel erweitern, bei denen aber fraglich ist, ob die in der Nach-Essen-Version auch noch dabei sind bei diversen Händlern. Hat sich auf meiner "Eventuell-selbst-kaufen"-Liste extrem weit oben eingeordnet.


    UGO : Stichkartenspiel mit Ablage-Wertungen, die man mit seinen Stichen belegt. Wenig spektakulär, weshalb sich mir die überaus gute Fairplay-Note von der Messe in Essen nicht erschliessen will. Aber ok, mir muss ja nicht jedes Spiel zusagen. Zumindest spielt es sich flott.


    Lost Legends : Zu fünft gespielt, was leider bestätigt hat, dass mir das Spiel nicht wirklich gefällt, weil man die meiste Zeit eben nichts macht und wartet, bis man wieder zum Zuge kommt. Eventuell besser, wenn man es zügiger spielen kann, wozu man aber eine Kennenlernrunde vorab braucht. Zudem hätte ich mir mehr direkte Interaktion gewünscht.


    Citrus : Zu dritt gespielt bauen wir an Obstplantagen in dem wir Plättchen erwerben und an Fincas auf dem Spielplan farblich passend anlegen und erweitern, um Mehrheiten zu bekommen oder vorzeitig Geld, um dieses wieder erneut in Plättchen investieren zu können. Solide Hausmannskost im Bereich der Lege- und Mehrheitenspiele, aber leider wenig aufregend vom Spannungsbogen, da man mehr von den Mitspielern gespielt scheint, als man selbst entscheiden kann. Man kauft eben das, was vorhanden ist und sich augenscheinlich lohnt und versucht Mehrheiten zu sichern oder zu brechen.


    Fünf Gurken : Einfaches Stichkartenspiel mit dem kleinen Kniff, der das Spiel besonders macht. Aber nicht so besonders, dass ich es selbst besitzen muss, aber gerne nochmals mitspielen würde. Für Stichkartenspiel-Freunde, die zudem auf die grüne 2F-Aufmachung stehen, sicherlich ein Anspieltipp.


    Concept : Am häufigsten in diversen Runden die letzten Tage gespielt und immer Spass dabei gehabt. In wenigen Sekunden erklärt und schon kann man neue Mitspieler in den Bahn ziehen. Einzig stört mich ein wenig, dass es nur zwei Übersichtsbögen der Pictogramme gibt und diese dann auch noch auf eine Doppelseite verteilt sind und anders angeordnet als auf dem Spielplan, was dazu führt, dass Erstspieler erstmal mühsam die Begriffe suchen. Das ist aber auch schon das einzige Manko bei dem Spiel, wobei die Punktewertung meist immer in den Hintergrund rückte bei uns, weil der Spielspass aus der Situation heraus das Spiel alleine schon trägt. Hat sich zum Messe-Highlight entwickelt.


    Müll-Stapel-Spiel dessen Name ich vergessen habe : Flaschen, Dosen und Apfelkerngehäuse wollen im Mülleimer gestapelt werden, ohne dass etwas herausfällt. Allzu oft will man zu viel oder es für die Mitspieler zu schwierig machen und scheitert selbst an einer scheinbar einfachen Aufgabe, so dass Abstauberpunkte gesammelt werden können. Gefällt mir gut, auch wenn mir der Spielename entfallen ist.


    Russian Railroads: Zu zweit und dann auch mal zu viert gespielt. Ein Hans im Glück Spiel, dem man die redaktionelle Bearbeitung vom Regelheft bis zum Spielmaterial ansieht und dass dabei glänzen kann. Selten eine so gute Regel gelesen, weil so gut wie alle Fragen direkt an den Stellen geklärt werden, an denen die beim Erstlesen auch auftauchen. Zudem eingängiges wie variationsreiches Spielgeschehen, das viel Raum für eigene Strategien rund um Gleisbau und Industrieausbau bietet. Gerne wieder, weil es eben rund läuft und ohne Downtime auskommt. Einzig die Punktewertung ist ein wenig rechnerisch und inflationär, wenn man in diversen Teilsummen man eben 120 Punkte pro Runde bekommt und den Plan mehr als einmal in einer Abrechnung umrundet.


    Rampage : Herrlich chaotisch und einfach völlig sinnfrei, egal ob zu zweit oder in Vollbesetzung gespielt. Zudem ein echter Hingucker und Anziehungspunkt, wenn auf Spieletreffs gespielt. Wie lange die Faszination des Banalen anhält, weiss ich nicht, aber so lange man das Spiel und den Spielablauf nicht ernst nimmt und sich dem Spass hingibt, erhoffe ich mir noch etliche gute Momente mit dem Spiel. Gezielt auf Sieg spielen? Egal, hauptsache Spass!


    Kill the Overlord : Ein Hot-Potato-Game, dem es allerdings ein wenig an Übersicht fehlt, weil man schon genaus wissen sollte, welche Charaktere im Spiel welche Sonderfunktionen haben. Ansonsten lernt man das auf die harte Tour im Spiel selbst. Funktioniert gut in grosser Runde, ist aber wohl kaum wirklich steuerbar und herrlich unfair zugleich. Am Ende hat halt jemand gewonnen und eigentlich ist dann auch egal, wer das war.


    Nox : Karten auslegen und selbst hohe Werte spielen und die Werte der Mitspieler minimieren. Funktioniert allerdings nur, wenn sich alle Mitspieler untereinander nichts gönnen, weil wenn jeder nur seine Auslage bedient, dann wird es schnell langweilig. Durch das Kartenglück gesteuert, hat man aber wenig selbst in der Hand.


    Fusion : Zeitgleiches Kartenablagen in allgemeiner Hektik, weil es drei Ablagen mit unterschiedlichen Ablagefunktionen gibt, die durch die abgelegten Karten ständig wechseln. Nicht meine Art von Spiel und hebt sich auch zu wenig von den allerlei anderen Ligeretto-Spielchen dieses Genres ab. Schön, es mal kennengelernt zu haben, brauche ich aber nicht nochmals.


    Panic Tower : Aufgabenkarten geben vor, welche Bauklötze auf welche Farbfelder gestapelt werden sollen. Dabei entstehen herrlich schiefe, teils aber erstaunlich stabile Bauwerke. Noch besser, wenn die Mitspieler absichtlich schief bauen, um keine zu einfachen Vorlagen zu liefern. Gut!


    Glasstrasse : Ein erstaunlich komprimierter Rosenberg mit trickreichem Karten-Ausspiel-und-Folge-Mechanismus. Gutes Handling durch die zwei Lagerräder pro Spieler, auf denen die Anzahl der Waren ablesbar sind. Da es recht kurz ist, gibt es auch keine langen Warenketten. Stattdessen wandelt man meist Rohstoffe direkt in Gebäude oder in Siegpunkte um. Dabei spielt die passenden gemeinsame Auslage eine entscheidende Rolle - entweder weil man das Spiel überblickt und zudem vorausahnen kann, was die Mitspieler ausspielen, so dass man dabei mitprofitiert und zeitgleich deren Rollen-Funktion schwächt. Oder man hat einfach Glück. Ich hatte allerdings mehr spielerische Substanz erwartet. Gut, aber kein Überflieger für mich.


    City Council : Zu viert gespielt und dabei zum weiteren Essen-Highlight für mich geworden, schlicht weil wir in der Spielrunde mit dem Geschachere um Posten und Stadtausbauten unseren kommunikativen Spass hatten. Zudem ist das Spiel herrlich nah an der Realität auf eine mir sympathisch zynische Ebene rund um Lobbyisten-Interessen. Einzig ein paar Regellöcher müssen noch gestopft werden, weil die Rotation der Ämter nicht wirklich spielerisch sinnvoll schien und unklar war, ob man sich zu Anfang ohne Energie nicht in eine Sackgasse spielt. Braucht aber wohl schon vier oder fünf Spieler, damit ausreichend gegenteilige Interessen der Mitspieler aufeinander treffen und sich daraus dann das Spannungsmoment ergibt, weil man um Zustimmung buhlen muss, um erfolgreich sein zu können.


    12 Realms : Sieht bunt und nett aus und das war es dann auch. Vom Regelwerk stümperhaft und vom Spielablauf langweilig und vorhersehbar langweilig, weil alle Aktionen offensichtlich sind. Da spiele ich lieber das spielerisch bessere "Defenders of the Realm", wenn ich in etwas im kooperativen Fantasy-Genre auf den Tisch bringen will. Zum Glück habe ich so ein unausgereiftes und zusammengestückeltes Spiel nicht mitfinanziert oder gekauft. Die handbemalten Miniaturen sehen aber schön aus, tragen aber keineswegs das Spiel.


    Naufragos : Zu viert sind wir teilerfolgreich von der Insel gerettet worden, während zwei Mitspieler derweil verschollen gegangen sind und somit mit dem Spielende nichts mehr zu tun hatten. Schon interessant, wie man die Balance zwischen Egoismus und Allgemeinwohl finden muss, um am Ende nicht nur gerettet, sondern auch gewonnen zu haben. Diesmal schien es fast schon zu einfach, spielte sich aber angenehm entspannt.


    Rokkoko : Zu später Nachtstunden abschliessend noch zu fünft kennengelernt. Das Thema Modeschneiderei ist neu, die Mechanismen aber im Grossteil altbekannt. Es geht um diverse Mehrheiten im Schloss, bei denen man Kleider schneidern und ausstellen muss, um Siegpunkte sammeln zu können. Die sieben Runden spielten sich für mich etwas zu gleichförmig, weil man eben Stoff braucht, Kleider schneidert und zwischendurch neue Personen anheuert, um die Auswahl an eigenen Aktionen zu vergrössern. Spiele ich gerne wieder mit, war aber zu fünft fast schon zu heftig, weil fast alle Pläne durchkreuzt worden sind von den Mitspielern, bis man wieder selbst am Zug war. Solide, aber für mich kein Neuheiten-Highlight, sondern eben "nur gut".


    Cu / n8 / Ralf

  • Müll-Stapel-Spiel dessen Name ich vergessen habe : Flaschen, Dosen und Apfelkerngehäuse wollen im Mülleimer gestapelt werden, ohne dass etwas herausfällt. Allzu oft will man zu viel oder es für die Mitspieler zu schwierig machen und scheitert selbst an einer scheinbar einfachen Aufgabe, so dass Abstauberpunkte gesammelt werden können. Gefällt mir gut, auch wenn mir der Spielename entfallen ist.


    Das könnte AB IN DIE TONNE von Abacus gewesen sein. Schachtelgröße ist in etwa die von Thurn & Taxis, Schachtelfarbe überwiegend blau... Treffer?

  • Am Freitag auf der Spielwiesn gleich mal Russian Railroads ausprobiert. Eigentlich war es schon ein gesetzter Kauf für mich, aber wenn direkt vor mir ein Demotisch frei ist, dann kann ich das Spiel ja auch gleich mal ausprobieren.
    Super, das Spiel hat mich restlos überzeugt! Ich habe es gleich auf der Spielwiesn gekauft - das Spiel ist sehr schön gestaltet, wirkt sehr austariert auf mich und bietet durchaus verschiedene (Misch-)Strategien. Mischstrategien, da meiner Meinung nach eine einzige Strategie mehr als erfüllt werden kann in einem Spiel - man muss also noch an anderer Stelle Punkte holen.


    Gestern habe ich es gleich nochmal als Zweier mit meiner Freundin gespielt (auf der Spielwiesn mit Freunden zu viert, allerdings ohne meine Freundin). Auch zu zweit finde ich es, durch den reduzierten Plan auf der Rückseite, sehr gut! (Sehr schön übrigens, dass es für das Spiel zu zweit einen anderen Plan gibt!). Ich habe dieses Mal konzentriert auf die "Medallie von Kiev" gesetzt und dann sehr früh 45 Punkte pro Runde bekommen! Dann habe ich die obere Strecke mit verbesserten Punkten ausgebaut und in der letzten Runde die Weiße Schiene ins Spiel gebracht, drei Mal vorangeschoben und 2 Verdoppler liegen gehabt. In Summe brachte mir die Trans-Sib in der letzten Runde 90 Punkte!


    Auf der anderen Seite des Tischs hat meine Freundin schon recht effektiv fürs erste Spiel eine Doppel-Industrie-Strategie gefahren! Da kann man auch ordentlich Punkte abgreifen!


    Das Spiel ist einfach toll, ich finde es klasse!


    Ansonsten haben wir auf der Spielwiesn Trains & Stations gespielt. Selten ein so schlechtes Spiel gespielt! Angefangen bei dem Material:
    - Winzige Plastik-Häuschen, kaum zu greifen (Gerade die Hundehaufen, äh, Bergwerke)
    - Hässliche Bilder auf den Warenkarten, also, richtig hässlich! Lieblos ausgewählt, wie bei einem Prototyp. Nein, selbst Prototypen haben meist schon bessere Bilder!
    - Vollkommen verwirrende Anleitung. Lange war uns nicht klar, was wir eigentlich tun sollen, und wozu die Warenkarten nun gut sein sollen...
    Das Spiel selbst ist dann belanglos. Ein paar Mal würfeln, entweder eine Strecke abschliessen, oder sich irgendwo beteiligen. Das ganze wird dann ohne jede echte Interaktion wieder und wieder ausgeführt, bis dann ein Spieler aus nicht wirklich nachvollziehbaren Gründen gewonnen hat. Schade. Denn die Würfel - und ein Eisenbahn-Würfelspiel - fand ich schon interessant.


    Schliesslich haben wir uns noch Dungeon Roll erklären lassen. Schöne Würfel, eine ungewöhnliche Box, und Abwechslung durch verschiedene Helden. Aber weshalb man das Spiel mit mehr als keinem Mitspieler spielen sollte, erschliesst sich mir nicht. Die Mitspieler sind dazu verdammt entweder zuzusehen, oder als Würfelturm zu dienen. Eine echte Beteiligung während des Zugs des aktiven Spielers gibt es nicht.
    Für 5 Euro nehme ich es - für 15 Euro finde ich es zu teuer...

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  • Dann mal ran an die Essen-Neuheiten.


    Tash Kalar: Nach einem halben dutzend Partien zum ersten mal das volle erhabene Spiel inklusive Legenden gespielt (immer zu zweit). Ein wunderschön gestalteter und zutiefst abstrakter Brainburner. Einfach mal keine Siegpunkte durch Würfel/Klötzchenkonvertieren holen kann so erholsam sein. Das usuterlegen geht von mal zu mal besser und irgendwann klappts auch mit dem Spiegeln von Figuren im Kopf, da wünsch ich mir manchmal transparente Karten. Mit den Flares wurde ein passender Catch Up Mechanismus geschaffen und die Spiele können verdammt spannend werden.
    Trotz allem kann ich mir vorstellen, dass eine mögliche App das Spiel auch sehr gut transportieren kann, vor allem wenn ich dabei mit den Formationen etwas experimentieren/rotieren/spiegeln kann, bevor ich sie setze. Für mich ein erfrischend anderes Spiel, allerdings seh ich es primär als Zweispielerspiel, die Regeln für Teamspiel bzw. Multiplayerdeathmach schrecken mich eher ab und wirken aufgesetzt.


    Quantum: Das war gar nichts. Die Würfel geistern über den Spielplan, Superpowers kommen durch Karten dazu. Das Spiel verläuft mir etwas zu gleichförmig, irgendwann waren dann alle 4 Spieler im Bereich der benötigten Siegpunkte. Solche durchschnittlichen Würfelspiele sind mir ein Graus (wie auch Alien Frontiers...).


    Glasstraße: Ein Rosenberg ohne Ernährungsdruck, ich bin erleichtert. Nach anfänglicher Orientierungslosigkeit gelang es schon im ersten Spiel, die zwei Rohstoffräder über die Karten zu befüllen und zu steuern, um bestimmte Gebäudekombos auf der Auslage zu errichten. Vielleicht ein bisschen zu lang für das gebotene. Die Rollenwahl mit der Möglichkeit vom Mitspieler zu profitieren oder aus zu manövrieren gefällt mir sehr gut (erinnert an Wie verhext, spricht aber auch Puerto Rico oder RFTG Freunde an). Ich bin schon gespannt auf die nächsten Partien, insbesondere auf drei und vier Spielerrunden.


    Nations: Übersichtliche Regel und Mechanismen. Für erfahrene IWDZ-Spieler gar kein Problem. Doch, das Problem entsteht wie immer aus der Situation, wie spiel ich effizienter als die Mitspieler?
    Die Runden laufen angenehm schnell, ab und an mal ein wenig Wartezeit, aber die lädt ja zum Planen ein. Sehr gefallen hat mir, dass militärische Stärke nicht zwingend notwendig ist, das Wettrüsten wie in IWDZ findet so in Nations nicht statt. Aufgrund der Spieldauer (zu viert ca. 3h ohne Regelerklären ) wird es sicher noch öfter gespielt werden, ob es allerdings bis zur nächsten Messe mehr als fünf mal auf den Tisch kommt bleibt aufgrund der Länge zu bezweifeln. Abwechslung von Partie zu Partie dürfte genug vorhanden sein.


    Lewis & Clark: Hier war ich doch etwas enttäuscht. Nachdem im ersten Teil des Spiels eine Expedition über ein leichtes Deckbuilding kombiniert mit Workerplacement ausgerüstet wird, ging es in den letzten Zügen quasi nur noch um das performen des so zusammengestellten Decks, um als erster den Pazifik zu erreichen. Durch die Berge, die eine andere Art der Fortbewegung benötigen, muss ein Deck schon einigermaßen differenziert spielbar sein. Das Spiel weiß durchaus zu gefallen, vielleicht war der schleppende Start auch der nächtlichen Uhrzeit geschuldet. Auf die Wiederspielbarkeit bin ich schon gespannt, werden doch bei weitem nicht alle vorhandenen Karten in einem Spiel benutzt.

  • Die einzige Messeneuheit, die es bisher bei uns auf den Tisch geschafft hat, ist #Nauticus.
    Ein sehr solides Eurogame, in dem es primär darum geht Schiffe zu bauen und Waren zu verschiffen (die vorher eingekauft werden müssen).
    Interessant ist, dass es keine Einkommensphase gibt und die oft benötigten Ressourcen Arbeiter und Geld behutsam eingesetzt werden müssen,
    weil man nur über Boni bzw. 1 der 8 Aktionen wieder Nachschub erhält. Das führt aber auch dazu, dass selbst meine aus dem Bauch spielende Frau ins Grübeln gerät,
    da will man einfach nichts verschenken und das Spiel hat (gefühlt?) nicht so viel Tiefgang, dass man nicht komplett durchrechnen könnte. Von daher bietet sich Grübeln gleich ein 2. Mal an.
    Pfiffig ist der Mechanismus, dass die Reihenfolge der 7 (von 8) Aktionen jeder Runde von den Spielern selbst bestimmt wird, wobei das auch eine gewisse Planungsunsicherheit mich sich bringt
    (um das Auszugleichen kann man 1x im Spiel eine der Aktionen zusätzlich machen). Insgesamt kann man sicher mal die ein oder andere Strategie probieren (viele kleine Schiffe mit frühzeitigen
    Boni und der entsprechenden Liquidität an Arbeitern/Geld oder doch wenige große Schiffe mit der Gefahr der kurzzeitigen Handlungsunfähigkeit, dafür massig Siegpunkten am Ende).
    Vorstellen kann ich mir nicht, dass es auf Dauer begeistern kann, wir sind bereits nach 2 Partien ein wenig saturiert. Dafür bietet es insgesamt trotz pfiffiger Mechanismen im Detail zu wenig Abwechslung.


  • Quantum: Das war gar nichts. Die Würfel geistern über den Spielplan, Superpowers kommen durch Karten dazu. Das Spiel verläuft mir etwas zu gleichförmig, irgendwann waren dann alle 4 Spieler im Bereich der benötigten Siegpunkte. Solche durchschnittlichen Würfelspiele sind mir ein Graus (wie auch Alien Frontiers...).


    ...wobei meiner Meinung nach Alien Frontiers deutlich dazu gewinnt, wenn man mit der Factions-Erweiterung spielt, da die Spieler dann unterschiedliche "Kräfte" haben, und je nachdem, welche Fraktionen im Spiel sind, andere Sonderaktionen zur Verfügung stehen...

  • Hat jemand eine Ahnung ob und wo es Quantum mit der Messe-Erweiterung gibt? Oder doch lieber ein Jahr warten und darauf setzen, dass es genau so wie Pony Express vom selben Verlag für nen 10er verramscht wird?

  • Russian Railroads: solides Workerplacement. Hat mich nicht begeistert, aber es funktioniert. Ob man es häufiger spielen kann ... ich bin skeptisch.
    Nations: lang-weilig.
    Glasstraße: Güter produzieren und hin und her tauschen. Ich mag solche Spiele nicht, deshalb muss ich zu diesem auch nichts weiter sagen.
    Concordia: genauso sinnfreies Rumgetausche. Ich denke es wird seine Fans finden, ich mache einen weiten Bogen.
    A Study in Emerald: 3er Partie. Hat geholfen die Regeln zu verstehen. Ein Urteil gibt es erst nach einer 5er Partie.
    Magister Navis: gut
    Affentennis: genial, wie immer
    The Hell of Stalingrad: kurzweilig und brutal.


    Gibt es denn gute Spiele aus Essen 2013?

  • Am Wochenende gespielt:


    - Nauticus: Kennenlernrunde. Mein erster Eindruck ganz positiv. Habe
    knapp gewonnen mit einem vierer und einer Schiff! Muß ich unbedingt noch
    mal spielen. Es gibt ja noch einige Strategien auszuprobieren.


    - 3x Pandemie: Neuauflage von Z-Man Games! Ich habe die alte Ausgabe mit
    Erweiterung im Keller. Die neue wirkt Kompakter, da alles ein wenig
    kleiner gehalten ist. Das neue Layout ist wiederum Geschmacksache. Mir
    gefällt es! Leider haben wir es nicht einmal geschafft das Spiel zu
    gewinnen.


    - 3x Rampage: Was für ein lustiges Spiel. Ideal mit Kindern spielbar.
    Optisch auf alle Fälle ein Hingucker. Auch spielerisch macht es eine
    Menge Spaß. Man muß sich halt auf das Thema einlassen können.
    Spielverlauf total chaotisch und nicht Planbar. Aber dafür gab es eine
    Menge zum Lachen. :-)


    Für mich irgendwie ein Geheimtipp. Vor allem wenn man Kinder im Hause hat. ;)

  • Am Wochenende gab es bei uns zwei Essen-Neukäufe:


    Als erstes wurde Flash Point: 2nd Story gespielt. Durch das zweite Stockwerk und die Leitern kommen nun ganz neue Elemente und Möglichkeiten ins Spiel. Etwas schade ist, das der Fahrzeugmaschinist auf dem kleinen Plan fast überflüssig ist, da er viel schwerer zu spielen ist. Unser Löschschaumspezialist hat das untere Stockwerk gut sauber gehalten, währen der Gefahrstoffexperte (später dann Einsatzleiter) und der Mann mit der Wärmebildkamera das ober Stockwerk unter Kontrolle hielten. Der vierte im Bunde war der Rettungsspezialist, der ein Opfer nach dem anderen aus dem Haus zog.
    Wir spielten übrigens zu zweit mit jeweils zwei Feuerwehrleuten.


    Danach gabs noch zu zweit das neu gekaufte Love Letter.
    Uns zwei macht dieses kurzweilige Spiel sehr viel Spaß und wir spielten gleich mehrere Runden/Durchgänge. Definitiv ein tolles Spiel .
    Bis jetzt haben wir es leider nur zu zweit gespielt, aber ich kann es mir mit mehr Spielern auch sehr gut vorstellen.

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  • Gibt es denn gute Spiele aus Essen 2013?


    Es tut mir wirklich leid für dich falls unter den 869 gelisteten Neuheiten (Referenz: Spielbox-Liste) so rein gar nichts für deinen exquisiten Geschmack dabei war. Es muss wirklich traurig sein wenn man sich an so gar nichts mehr erfreuen kann... :/;)

    Status 12M12S 2019: 2M0S
    ---------------------------------------
    2018: 8 | 2017: 6 | 2016: 6 | 2015: 12 | 2014: 12 | 2013: 15 | 2012: 20


  • Es tut mir wirklich leid für dich falls unter den 869 gelisteten Neuheiten (Referenz: Spielbox-Liste) so rein gar nichts für deinen exquisiten Geschmack dabei war. Es muss wirklich traurig sein wenn man sich an so gar nichts mehr erfreuen kann... :/;)


    rojack hat einen etwas anderen Geschmack als der Durchschnitt in diesem Forum, deshalb muß der noch lange nicht exquisit sein - und ich denke, daß ähnliches für andere hier im Forum auch gilt (für mich auch, glaube ich).
    Es gilt auch zu bedenken, daß in diesem Jahr außer den Essen-Neuheiten auch noch eine Menge anderer Spiele erschienen sind, die hier im Forum kaum oder gar nicht wahrgenommen werden, und unter denen sich auch Spitzenspiele befinden können.
    Und drittens muß sich die Essen-Neuheiten-Liste auch an den Vorjahres-Spielen messen lassen, und die waren in der Spitze überdurchschnittlich gut (in meinen Augen jedenfalls).


    Von daher ist rojack's Frage doch absolut berechtigt.
    Sie könnte genauso gut von mir sein, denn ich habe bisher, ohne viel gespielt zu haben, auch nicht viel gefunden, was mich interessieren könnte. Russian Railroad und Amerigo hatte ich vorbestellt, Madeira habe ich gekauft, Nations habe ich zurückgestellt, Lewis & Clark werde ich mal ausprobieren, aber das war's dann wohl auch schon. Ich lese mit Interesse, was geschrieben wird, aber richtig interessant klang da bisher nichts für mich.


    Was Elektro mit obiger Antwort bezweckte, erschließt sich mir leider nicht ...


    Ich glaube nicht, daß jemand wirklich objektiv sein kann - alle Meinungen sind subjektiv.
    Natürlich gilt das auch für mich.


  • Apropo Affentennis, Spiel und Verlag gibts wohl nicht mehr,oder?


    Ich bin mir nicht sicher, aber war das ohnehin nicht "nur" das Projekt eines schwäbischen Schullehrers im Werkunterricht? Ich meine, es sollte ursprünglich ein "Schlumpftennis" werden, aber da gab es wohl Lizenzschwierigkeiten, weswegen der Autor auf das schwäbische "Äfle und Pferdle" zurückgegriffen hat (die Baden-Württembergischen Heinzelmännchen sozusagen - der "Hafer und Banane-Blues" war in meiner Kindheit unschlagbar) .


    Insofern ist es nicht verwunderlich, dass es den "Verlag" nicht mehr gibt (oder geben sollte), weil wahrscheinlich ohnehin nie Nachfolgeprojekte geplant waren. Die Affentenniserweiterung hat er wohl auch nur gemacht, weil sein Spiel auf der Spiel so erfolgreich war und in der Spielbox beschrieben wurde.


    Das Spiel selbst gibt es aber noch - liegt bei mir im Regal und anderswo sicher auch ;-)

  • Affentenniserweiterung


    Erzähl mal bitte mehr, weil das Grundspiel liegt auch bei mir im Schrank.


    Tolles Spiel, nur braucht es einen grossen Tisch zum Aufbau und dann muss man auch erst einmal wieder ins Spiel finden, weil ist gar nicht so einfach.


    Cu / Ralf

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  • Erzähl mal bitte mehr, weil das Grundspiel liegt auch bei mir im Schrank.


    Es handelt sich um eine Doppelerweiterung, du bekommst zwei weitere Äffchen, zwei Abschussvorrichtungen und eine Spielanleitung zum Doppelspiel. Dazu kommt ein Volleyblock (kleiner als der Alte), der ein Bluffelement beinhaltet, rät der Verteidiger an welcher Seite der Angreifer vorbeispielen will, darf er einen kleinen Zusatzblock aufstellen. Von den Regeln her gesehen ist die Erweiterung nicht wirklich nötig, es macht aber einfach Spaß mit vier Spielern spielen zu können.

  • Hat jemand eine Ahnung ob und wo es Quantum mit der Messe-Erweiterung gibt? Oder doch lieber ein Jahr warten und darauf setzen, dass es genau so wie Pony Express vom selben Verlag für nen 10er verramscht wird?


    Im Moment ist es, denke ich, zu gut dafür, als daß jemand es hertauschen wollen würde so kurz nach der Messe. Das kann sich allerdings schon bald ändern, bzw., es dürfte doch bald normal im Handel erhältlich sein?
    Meine Prognose wäre, daß es nicht wie PONY EXPRESS verramscht werden wird, weil es ein deutlich besseres Spiel ist. Aber ich kann mich natürlich auch irren.


  • Was Elektro mit obiger Antwort bezweckte, erschließt sich mir leider nicht ...


    Naja ich stehe da voll hinter Elektro. Die Aussage von rojack fand ich auch sehr anmaßend. Eine Formulierung im Sinne "Gibt es denn gar keine Essen 2013 Spiele, die mich begeistern könnten?" hätte sicher niemanden gestört, da jeder Verständnis für die verschiedenen Spielegeschmäcker hat.
    Aber pauschal zu behaupten es hätte unter allen Spielen keine guten gegeben, ist eine Beleidigung aller Spieleautoren und Verläge.


    Ich persönlich denke dass heute kaum noch Spiele auf den Markt kommen, die man objektiv als schlecht bezeichnen kann. In der Masse der Spiele wird es für jeden nur eine mehr oder weniger große Teilmenge an herausragenden und für ihn interessanten Spielen geben. Aber nur weil mich ein Spiel nicht interessiert ist es noch lange nicht "kein gutes Spiel".

    There is freedom - just behind the fences we build ourselves.

  • Hi,
    Und es hat 4 Jahre gebraucht bis es verramscht wurde, nicht eins.


    Waren das echt vier Jahre Pony Express? Ich hatte mir das Spiel in der deutschen Version erst letztes Jahr zum Niedrigstpreis auf der Messe bei den Heidelbergern gekauft, nachdem es ein Brettspiel-Kollege direkt zur Veröffentlichung der Messe-Version damals auf englisch erworben und in diversen Spielrunden auf den Tisch gebracht hatte. Aber stimmt, das war 2009.

  • Aber pauschal zu behaupten es hätte unter allen Spielen keine guten gegeben, ist eine Beleidigung aller Spieleautoren und Verläge.


    Das sehe ich etwas anders. Ich spiele seit einige Jahrzehnten, wie einige hier. In den Jahren sieht man viele unterschiedliche Spiele.
    Ich erwarte von einem guten neuen Spiel, dass es nicht zum 10. Mal dasselbe System aufkocht und in neuer Verpackung auf den Markt wirft.
    Ein Spiel mit einem Workerplacement-Mechanismus (nur ein Beispiel) ist in der ersten Version neu, vielleicht auch gut. Aber wenn man die gleichen Mechaniken dann jedes Jahr wieder präsentiert bekommt, nur etwas umarrangiert und neu angemalt, dann nutzt sich das ab. Was vor 10 Jahren gut ist ist heute bestenfalls durchschnitt, auch wenn es einen neuen Anstrich bekommen hat.


    Und ich habe leider den Eindruck, dass zwar in der breiten Masse einen großen Output gibt, jedoch die Qualität darunter leidet.
    Sicherlich verstehe ich die Verlage: wenn sich etwas gut verkauft, warum soll ich etwas ändern. Aber ich denke mir: wenn ich etwas schon im Schrank habe, warum soll ich es dann nochmal kaufen?


    Wenn ich also nach "guten Spielen" frage, dann meine ich keinen Spieleeintopf (ohne jemand beleidigen zu wollen). Ich meine neue Idee oder neue Kombinationen von alten Ideen. Nur so überlege ich ein neues Spiel zu kaufen anstatt einfach ein altes mit dem gleichen Mechanismus aus dem Regal zu holen.
    Wir haben doch eh alle genug "alte" aber dennoch sehr gute Spiele im Schrank stehen :-)

  • Wenn ich also nach "guten Spielen" frage, dann meine ich keinen Spieleeintopf (ohne jemand beleidigen zu wollen).


    Du hast also eigentlich nicht nach "guten" Spielen gefragt, nicht mal nach "sehr guten" Spielen, sondern nach "herausragenden" Spielen!? ;)

    André Bronswijk
    Thygra Spiele
    (u. a. für Pegasus Spiele tätig)

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  • Hi,


    Doch es gibt ein paar geile Schlitten:


    - Russian Railroads (darf ja nicht mehr als RRR abgekürzt werden)


    - Nations (heisst so, ist keine Abkürzung)


    - Madeira


    Nur um mal 3 zu nennen. Ja natürlich wird der Einheitsbrei immer mehr (was nicht verwundert, sondern zu erwarten ist) - dafür gibt es auch jedes Jahr mehr sehr gute Spiele.


    Was für einen persönlich nun das Highlight ist und was nicht, nun das ist Geschmacksache und darüber könnt ihr euch jetzt streiten. Los geht es.


    Atti



  • Bei Russian RailRoads kann ich Atti 100% zustimmen, Nations kommt wohl heute auf den Tisch.



    Ich möchte auch noch Kohle & Kolonie in den Raum werfen ein Spiel in bester Wallace Tradition.. ("Wie bitte nur 10 Aktionen im Spiel"...)

  • Hi,


    Ne, Railroads ist richtig. Oder RAILROADS, aber im Leben nicht RailRoads.


    Zu Kohle: Ohja, Kohle & Kolonie ist echt genial.


    Atti

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