ASL Starter Kit 1 - Empfehlung?

  • Guten morgen zusammen :)


    Wie Warbear bereits berichtete, ist das Starterkit 1 derzeit wieder erhältlich. Ehe ich mir das zulege, würde ich Euch hier , und Warbear ganz besonders, um ein paar Infos bitten.


    1. Das Spiel sieht erst mal danach aus, dass es große Ähnlichkeiten mit Combat Commander Europe hat. Falls ja, lohnt sich eine Anschaffung BEIDER Spiele?
    2. Bietet das Starterkit 1 allein überhaupt genug Spielspaß? Ich möchte nicht erst zig Erweiterungen kaufen müssen, um Spielspaß zu haben.
    3. Komplexität: Wenn ich lese, dass ASL Fans ein Regelwerk von über 1000 Seiten benutzen, dann wird mir übel. Das liegt jenseits meines Vorstellungsvermögens. Im Starterkit 1 sind wohl nur 11 Seiten Regeln vorhanden, aber sind diese wirklich ausreichend und verständlich genug geschrieben, um Spielspaß zu haben?


    Irgendwie juckt es mich ja schon in den Fingern...


    Ich freue mich über jeden nützlichen Beitrag :)


    Gruß
    Marc

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  • ASL und Combat Commander sind die bekanntesten Vertreter der Wargames auf taktischem Level. Das haben sie gemein. Combat Commander ist allerdings kartengetrieben. ASL hingegen ermöglicht die freie Zugwahl und ist weitaus komplexer. Damit unterscheiden sie sich deutlich.


    Full ASL besticht in der Tat durch ein Monster-Regelwerk. Daher ist man früher wohl gerne über den Vorgänger Squad Leader eingestiegen. Das muss man heutzutage aber nicht mehr. Die Starter Kits begnügen sich mit einem Ausschnitt der Regeln. Starter Kit 1 hat den geringsten Umfang, da man sich hier auf die Infantrie beschränkt.


    Wenn Dich ASL interessiert rate ich Dir auf alle Fälle zum Starter Kit. Regeln lesen, am besten das Tutorial durcharbeiten und dann ran an die ersten Szenarien. Danach weisst Du, ob es Dein Spiel ist. Da der Preis bei ca 20 Euro liegt kann man da kaum etwas falsch machen.

    Gruß aus dem Münsterland
    Herbert

    ______________________________
    I'm old enough to know what's wise
    and young enough not to choose it

    2 Mal editiert, zuletzt von Herbert ()

  • 1. Das Spiel sieht erst mal danach aus, dass es große Ähnlichkeiten mit Combat Commander Europe hat. Falls ja, lohnt sich eine Anschaffung BEIDER Spiele?


    Ob sich etwas lohnt, ist meistens eine rein subjektive Sicht.
    Meiner Meinung nach lohnt sich die Anschaffung beider Spiele.


    Ich selbst besitze beide Spiele (incl. aller Expansions für Combat Commander und incl. aller weiteren ASL Starter Kit Boxen), und ich spiele CC immer noch regelmäßig (bisher 200+ Partien).
    ASLSK (bisher auch 200+ Partien) spiele ich immer noch mit meiner Frau und mit Spielern, die es kennenlernen wollen, und ich habe noch genau so viel Spaß daran wie am Anfang. Ansonsten spiele ich natürlich regelmäßig Full ASL (bisher knapp 500 Partien).

    Beide Spiele sind Squad-Level Games, ansonsten haben sie nicht viel Ähnlichkeit miteinander.
    ASL(SK) ist für mich das bei weitem beste Taktik-Spiel in diesem Bereich. CC ist da für mich eher ein etwas wildes, kaum planbares Fun-Game (aber ich mag's).


    An Squad-Level Games spiele ich sonst nur noch gelegentlich UP Front (ein Kartenspiel).
    Alle anderen fallen für mich klar ab, einige davon habe ich selbst ausprobiert (Tide of Iron, Conflict of Heroes, etc.).


    2. Bietet das Starterkit 1 allein überhaupt genug Spielspaß? Ich möchte nicht erst zig Erweiterungen kaufen müssen, um Spielspaß zu haben.


    ASLSK1 hat nur Infantry zum Thema. Es enthält 6 Scenarios, die locker jeweils 5-10x spielbar sind, wahrscheinlich noch öfter (wenn die nicht ausreichen, kannst Du mir mal schreiben ;) ).
    Schau mal in die ASL Wiki, da siehst Du, welche Scenarios es für welche ASLSK-Box gibt.


    Wenn Dir reine Infantry irgendwann mal nicht mehr ausreicht, kannst Du Dir ASLSK2 besorgen. Das hat dann ca. 20 Seiten Regeln (die ASLSK1-Regeln sind eingearbeitet), und Du kannst mit Guns spielen. Es ist keine Expansion, sondern ein eigenständiges Spiel. Es hat neue Boards, neue Counter und eine Menge neuer Scenarios.


    Wenn Dir reine Infantry und Guns irgendwann mal nicht mehr ausreichen, kannst Du Dir ASLSK3 besorgen. Das hat dann ca. 30 Seiten Regeln (die ASLSK1+2-Regeln sind eingearbeitet), und Du kannst mit Panzern spielen. Es ist keine Expansion, sondern ein eigenständiges Spiel. Es hat neue Boards, neue Counter und eine Menge neuer Scenarios.


    Spielspaß ist subjektiv - aber ich denke, wenn man sich darauf einläßt, ist der Spielspaß garantiert.
    Und man geht kaum ein Risiko, bei Preorder bei UGG mit allen Rabatten hat es gerade weniger als 19 Euro gekostet (Lieferung ab 50 Euro ist portofrei) - dafür bekommt man heutzutage kaum mehr ein Kartenspiel.


    3. Komplexität: Wenn ich lese, dass ASL Fans ein Regelwerk von über 1000 Seiten benutzen, dann wird mir übel. Das liegt jenseits meines Vorstellungsvermögens. Im Starterkit 1 sind wohl nur 11 Seiten Regeln vorhanden, aber sind diese wirklich ausreichend und verständlich genug geschrieben, um Spielspaß zu haben?


    Die Regeln von ASLSK1 sind aktualisiert, alle Errata sind drin.
    Es sind nur 11 Seiten Regeln, die sind zwar perfekt und lassen keine Wünsche offen, sind aber sehr eng und komprimiert geschrieben - man braucht schon Konzentration und Ausdauer dafür.
    Man wird auch mehrere Partien brauchen, bis man einigermaßen regelfest wird - aber das beeinträchtigt den Spielspaß überhaupt nicht (bei CC wäre das auch nicht viel anders).


    Wer will, kann sich irgendwann mal auf Full ASL einlassen, wer mit den Starter Kits zufrieden ist, braucht das nicht (meine Frau z.B. ist mit ASLSK1-3 zufrieden, leider ;) ).


    Nur zur Ergänzung:
    Um Full ASL zu spielen, braucht man nicht alle 1000 Seiten an Regeln, es reichen erst mal ca. 80 - damit kann man hunderte von Scenarios spielen.
    Alles andere sind Spezialregeln, die man nur für spezielle Scenarios braucht (z.B. für Pacific, Flugzeuge, See-Landungen, Nacht, Wetter, Offboard-Artillery, Bocage, etc. etc.) - die lernt man erst wenn man sie anwenden will.


    Ich hoffe, das hilft etwas.
    Wenn Du immer noch Fragen hast, nur zu ...


    Ich glaube nicht, daß jemand wirklich objektiv sein kann - alle Meinungen sind subjektiv.
    Natürlich gilt das auch für mich.

  • 2. Der Spielspaß ist durch die Anzahl der Scenarios (6) begrenzt, man kann die Scenarios natürlich mehrfach spielen, aber irgendwann möchte man mehr, z.B. Panzer und Geschütze. Leider gibt es ASLSK 2 oder 3 momentan nicht zu kaufen, aber Decision at Elst benutzt auch die ASLSK-Regeln plus Fahrzeuge und Geschütze. Zusätzlich kann man bei DaElst auch noch eine Kampagne spielen.


    3. oder du steigst auf Full ASL um. Das Regelwerk ist nicht leicht zu lesen, weil es eher eine Referenz ist, dh. man kann es nicht so einfach von Seite 1 bis zum Ende durchlesen. Man sollte schon einen groben Überblick haben, wie das Spielsystem funktioniert, damit man wirklich erstmal nur die grundlegenden Regeln liest.


    In jedem Fall ist es aber einfacher, wenn dir jemand ASL(SK) erklärt und du ein paar Probepartien spielst.


    Wenn du dich für WWII-Taktik interessierst, dann ist ASLSK auf jeden Fall eine gute Wahl.

  • Guten morgen zusammen :)


    Wie Warbear bereits berichtete, ist das Starterkit 1 derzeit wieder erhältlich. Ehe ich mir das zulege, würde ich Euch hier , und Warbear ganz besonders, um ein paar Infos bitten.


    1. Das Spiel sieht erst mal danach aus, dass es große Ähnlichkeiten mit Combat Commander Europe hat. Falls ja, lohnt sich eine Anschaffung BEIDER Spiele?
    2. Bietet das Starterkit 1 allein überhaupt genug Spielspaß? Ich möchte nicht erst zig Erweiterungen kaufen müssen, um Spielspaß zu haben.
    3. Komplexität: Wenn ich lese, dass ASL Fans ein Regelwerk von über 1000 Seiten benutzen, dann wird mir übel. Das liegt jenseits meines Vorstellungsvermögens. Im Starterkit 1 sind wohl nur 11 Seiten Regeln vorhanden, aber sind diese wirklich ausreichend und verständlich genug geschrieben, um Spielspaß zu haben?


    1. Ich besitze beide Spiele - ASL und CC. Was ASL mit Würfeln simuliert, macht CC mit Karten. Allerdings halte ich das CC Format für recht limitiert (größe der Scenarios nahezu immer dieselbe, keine Tanks). IMHO eine vergebene Chance bei diesem Spiel. Wenn Du auf das Wert legst: die Counter von CC sind weitaus hübscher als die von ASL. Für einen normalen Menschen ist es vermutlich ausreichend, ein System zu besitzen (und zu spielen), allerdings muss ich persönlich die Frage "Lohnt sich eine Anschaffung BEIDER Spiele" mit "JA" beantworten. Wenn ich nur eines haben dürfte, würde ich allerdings ASL wählen.


    2. Ja. Absolut. Mit SK1 bist Du eine ganze Weile beschäftigt. Der Wiederspielreiz der Scenarien ist hoch.


    3. Die SK Regeln halte ich für ausgezeichnet - MMP hat offensichtlich hier großen Wert auf Verständlichkeit gelegt. Ich habe erst vor ein paar Wochen einen "n00b" erfolgreich mit dem SK1 an ASL heranfgeführt. Diese Schauermärchen von 1000 Seiten ASL Regeln sind weitaus übertrieben. Wenn Du einmal die Sequence of Play und die Grundlogik vom Starter Kit durchschaut hast, kannst Du relativ leicht auf "Full ASL" umsteigen. Du brauchst ja nicht in jedem Scenario die Night Rules, Fighter Attacks, Paratroopers, Glider Landings und ähnliche Exoten. Das Grundgerüst von ASL ist im Grunde genommen recht einfach und logisch, und du bekommst es mit dem Starter Kit in einer gekürzten Form perfekt aufbereitet geliefert!


    4. Viel Spaß und berichte uns, wie Du Dich entschieden hast :)

  • Hi in die Runde,


    nicht zuletzt genau dieser Thread hat mich kürzlich dazu gebracht, mir das ASLSK aselber anzuschaffen. Eigentlich langweilt mich 2. WK heutzutage, aber 25 Euro, um einmal in das nach allgemeinem Dafürhalten beste Wargame auf taktischer Ebene hineinzuschnuppern? Kann man schon mal probieren, auch wenn das Thema erst mal nicht so begeistert, oder? :)


    Vergleichbare Spiele, die ich bisher kennenlernen konnte:

    • Tide of Iron, maximal 20 Partien. Bedient mit seinen Miniaturen eher das Kind im Mann, dauert ewig, ist oft unbalanciert und das Regelwerk ist "buggy".
    • Combat Commander, 3 Lern-Partien. Taktisch ähnlich komplex, aber spielmechanisch viel eleganter gelöst und spielt sich sehr flüssig.
    • Conflict of Heroes, 3 Lern-Partien. Optisch ähnlich ansprechend wie CC, nicht ganz so elegant gelöst, aber das Aktionspunkte-Prinzip fand ich super. Und man würfelt, was mir persönlich aus irrationalen Gründen immer gefällt.
    • (Memoir 44, 2 Lern-Partien, aber das war mir taktisch zu seicht, und es hat abgesehen vom Thema nicht viel mit den anderen hier aufgezählten Spielen zu tun)

    Außerdem habe ich die Regeln von ein paar anderen teils viel komplexeren Wargames wie Elusive Victory schon studiert, ohne sie aber vollsltändig verstanden, geschweigedenn im Spiel ausprobiert zu haben.


    Jetzt lese ich seit Freitag immer wieder in den Regeln zu ASLSK, und schaue nebenher die Tutorials von einem Kerl namens Joe Steadman. Und wisst Ihr was? Ich bin begeistert! Die Regeln sind total intuitiv. Sichtlinie - sofort kapiert. Die herausragende Bedeutung der Moralchecks, die genaue Skalierbarkeit, das detaillierter Routen von Einheiten, die vielen taktischen Möglichkeiten... Das gefällt mir alles sehr sehr gut.


    Die größte Hürde im Regelwerk sind wahrscheinlich ganzen Abkürzungen. Kostprobe? Hier eine willkürlich ausgewählte Passage:

    Zitat

    Whenever a non-leader directed MMC attack rolls original doubles as the ITF resolution DR, it cowers and is resolved on the next lower column on the ITF and results in the cowering unit being marked with a Prep Fire or Final Fire counter (as appropriate).


    Ich muss inzwischen nicht mehr bei jedem Satz in die Tabelle der Abkürzungen schauen, und ich bin nach insgesamt etwa 4 Stunden Regeln lesen und Steadman zuhören noch nicht so weit, die ersten Züge selber anzuspielen, aber das System klingt echt überzeugend und viel interessanter als die der oben erwähnten Spiele. Es ist aber trotz aller Einsteigerfreundlichkeit immer noch eine Ecke komplizierter als diese, weil der Ablauf der Phasen gedanklich nicht so klar getrennt ist, wie wir es von den allermeisten Spielen gewohnt sind. Normalerweise haben wir ja, grob verallgemeinert, immer den Ablauf "Aufräumen - (Planung) - Einheitenaktionen (+ggf Interventionen) - Spielstatus updaten". Klar, ist bei ASLSK schon ähnlich, aber die Einheiten werden nicht einfach aktiviert und gut ist, sondern sie agieren womöglich in mehreren Phasen.


    Das einzige, was mir neben dem Setting nicht so wahnsinnig zusagt, ist natürlich die Optik und das Handling. Dass das aus Kompatibilitätsgründen so sein muss, ist mir natürlich klar, aber die Counter und die Karten sind schon echt klein, und solche Farben würde heute wahrscheinlich auch kein Mensch mit Geschmack mehr wählen.


    Also ich bin gerade schwer angetan und werde mit Sicherheit in den nächsten Tagen zur Not auch solo probieren, was das Spiel sich tatsächlich spielt.

  • Für die Bewegung der Counter kann ich dir eine Pinzette empfehlen, idealerweise so eine "überkreuz". Also eine die beim zusammendrücken aufgeht, du weißt bestimmt was ich meine...
    Hatte ich damals auch für ASL benutzt - vor allem wenn du Counterstapel ansehen/bewegen möchtest, zeigt sich deren Wert.

    Bitte senden Sie mir Ihre E-Mail doppelt, ich brauche eine für´s Archiv :/

  • Jetzt lese ich seit Freitag immer wieder in den Regeln zu ASLSK, und schaue nebenher die Tutorials von einem Kerl namens Joe Steadman.


    Du solltest Dir noch die Tutorials von Jay Richardson runterladen: http://www.boardgamegeek.com/f…er-kit-tutorials-properly
    Die sind wirklich excellent.


    Die größte Hürde im Regelwerk sind wahrscheinlich ganzen Abkürzungen.


    Am Auswendig-Lernen der Abkürzungen führt leider kein Weg vorbei. :)
    Allerdings musst Du daran noch arbeiten: das Ding heißt nicht ITF, sondern IFT (Infantry Fire Table). ;)


    Normalerweise haben wir ja, grob verallgemeinert, immer den Ablauf "Aufräumen - (Planung) - Einheitenaktionen (+ggf Interventionen) - Spielstatus updaten". Klar, ist bei ASLSK schon ähnlich, aber die Einheiten werden nicht einfach aktiviert und gut ist, sondern sie agieren womöglich in mehreren Phasen.


    Eine einfache, aber sehr gute Sequence of Play gibt's hier: http://boardgamegeek.com/filep…l-starter-tip-sheet115pdf


    Wenn Du eine Einführungspartie über VASSAL machen möchtest, kannst Du Dich gerne bei mir melden.
    Du kannst aber auch auf eine Partie persönlich vorbeikommen ... ;)


    Ich glaube nicht, daß jemand wirklich objektiv sein kann - alle Meinungen sind subjektiv.
    Natürlich gilt das auch für mich.

    2 Mal editiert, zuletzt von Warbear ()


  • Du solltest Dir noch die Tutorials von Jay Richardson runterladen: http://www.boardgamegeek.com/f…er-kit-tutorials-properly
    Die sind wirklich excellent.

    Woah, 135 Seiten?! Krasse Leistung. Aber nach dem ersten Reinlesen liest sich das ziemlich gut. Merci!



    Allerdings musst Du daran noch arbeiten: das Ding heißt nicht ITF, sondern IFT (Infantry Fire Table). ;)


    Ne, oder?! In meinem Regelheft stand gerade eben noch ganz klar und deutlich "ITF"! Ich schwörs! :D


    Wenn Du eine Einführungspartie über VASSAL machen möchtest, kannst Du Dich gerne bei mir melden.
    Du kannst aber auch auf eine Partie persönlich vorbeikommen ... ;)


    Hast Du Dir das auch gut überlegt? Kann nämlich durchaus sein, dass ich schon in Kürze auf dieses Angebot zurückkommen werde. :D Und was noch viel schlimmer ist: Ich fahre gar nicht mal so selten an Deiner Haustüre vorbei...

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  • Hast Du Dir das auch gut überlegt? Kann nämlich durchaus sein, dass ich schon in Kürze auf dieses Angebot zurückkommen werde. Und was noch viel schlimmer ist: Ich fahre gar nicht mal so selten an Deiner Haustüre vorbei...


    Mit etwas Absprache ist vieles möglich, auch tagsüber (und auch mit Übernachtung) ... :)
    Von mir ist's nur reichlich 10 min. bis zur Autobahn.


    Ich glaube nicht, daß jemand wirklich objektiv sein kann - alle Meinungen sind subjektiv.
    Natürlich gilt das auch für mich.

  • Dann meldet sich hier die nächste Spinne aus Warbears Netz :P


    Ich hatte die für mich froße Ehre, bei Warbear zu einer Kennenlernpartie ASL SK 1 eingeladen worden zu sein, wofür ich mich hier auch nochmals recht herzlich bedanken möchte. Nachdem er mir zuvor die Regeln hat zukommen lassen konnte ich diese lesen (verstehen möchte ich hier nur bedingt sagen) und mir zumindest die wichtigsten Abkürzungen einprägen. Das war auch bitter nötig.


    Wenn ich nun sage, was für mich bisher "komplexe" Spiele waren, werde ich wohl so manches Schmunzeln ernten. Bisher war meine Niveaumesslatte bei den umfangreichen FFG-Titeln wie BattleLore, Descent, Warhammer Invasion oder neuere Spiele wie Zombicide. Mit diesem Hintergrund betrat ich nun am Freitag eine Welt, die ich mir so nie vorgestellt hätte. Und das gleich vorneweg: Ich bin jetzt Feuer und Flamme für ASL :thumbsup:


    Dass das Spielezimmer von Warbear beeindruckend ist, wird niemanden hier überraschen. Aber die ganze Präzision, die Vorbereitung und alles, war einfach nur perfekt. Ich bin Spiele mit meinen Händen als Werkzeug gewohnt, neben mir ein Glas mit Trinken und irgendwo etwas zum Snacken. Hier betrat ich einen Raum, in dem das Trinken in sicherer Entfernung stand und auf dem Tisch 2 Pinzetten lagen 8|


    Warbear, der nebenbei bemerkt ein sehr, sehr netter Gastgeber und sehr angenehmer Zeitgenosse ist, hat sich für mich als Neuling sehr viel Zeit genommen. Ich bekam zuerst einmal einen Eindruck, was ASL insgesamt ist. Die ganzen Kästen mit Countern, die Ordner voller Szenarien und Regeln, die Kisten mit Spielplänen... erschlagen reicht als Gefühl hierfür kaum aus. Von diesem ganzen Material ging eine Faszination für mich aus, die mich total in ihren Bann gezogen hat.


    Nach dem Aufbau des Szenarios erklärte mir Warbear mit einer Geduld das Spiel, die mir alle Freiheiten ließ, das Spiel nach und nach zu durchdringen (soweit das beim ersten Spiel und den Regeln möglich ist). Wir gingen Phase für Phase im Spiel durch, wobei Warbear mir von Anfang an viel Entscheidungsspielraum gab und doch bei groben Fehlern helfend eingriff. Er verlor auch nicht sein Lächeln, als manche Bedenkzeit beinahe biblische Ausmaße annahm. Man muss nicht nur die einzelnen Phasen des Spiels verstehen, man muss auch verstehen, wie sich die Phasen durchdringen. Wann greife ich mit einer Einheit an? Darf sie sich dann noch bewegen? Oder wann bekommt sie auf wen einen stärkeren Angriff?


    Beim theoretischen Lesen der Regeln war mir das Spiel hinterher nur sehr grob klar, dank der Erklärung im Spiel von Warbear war es für mich sehr viel einfacher, das Spiel zu verstehen. Ich kann daher eine solche Erklärrunde nur jedem ASL-Interessierten empfehlen. Nun lese ich die Regeln nochmals und die Begriffe ergeben auf einmal einen Sinn :S


    Eines muss aber noch gesagt sein: Ich war kurzzeitig ein wenig sauer auf meinen Gastgeber, weil er mir die zwei Würfel gab, die immer nur eine 1-3 gewürfelt haben. Die Wut verflog aber als ich endlich kapiert hatte, dass bei ASL niedrig würfeln gut ist. Daher an dieser Stelle nochmals Verzeihung für so manches Würfelglück, dass mir an diesem Abend hold war. Gewonnen hat trotzdem Warbear aber mit dieser Erfahrung kann ich mich trotzdem auch gut als Sieger fühlen.


    Und noch als letztes Wort zum Sonntag: Ich habe gleich ein ASL SK1 von Warbear abgekauft und bin auf der dringenden Suche nach einem neuen Termin mit ihm. Und die Geschichte wird sicher nicht bei SK1 enden...


    To be continued...

  • ... bin auf der dringenden Suche nach einem neuen Termin mit ihm. Und die Geschichte wird sicher nicht bei SK1 enden...


    Ich kann die Komplimente nur zurückgeben: Meister Yoda war ein sehr angenehmer Besuch und ein aufmerksamer Mitspieler - ein neuer Termin wird sich sicherlich bald finden lassen. :)


    Ich glaube nicht, daß jemand wirklich objektiv sein kann - alle Meinungen sind subjektiv.
    Natürlich gilt das auch für mich.

  • Hi,
    gestern ist mein ASLSP 1 angekommen.
    Die Counter haben mich zunächst ernüchtert da die Qualität doch recht schlecht ist - sogar für amerikanische Verhältnisse. Sie lassen sich schlecht aus dem Bogen trennen und sind auf der Rückseite "verknittert". Ich nehme an, das kommt vom Stanzen. Ich denke das wird sich auf Dauer als un relevant erweisen.
    Auf der anderen Seite machen die Pläne einen sehr wertigen Eindruck, sehen stabil aus.
    Ich bin gespannt ob mir das System zusagt.


    Jetzt meine Fragen.
    - gibt es eine Empfehlung wie die Counter zu sortieren sind? (abgesehen von der Nationalität und den "Markierungsarten")
    - ist eine Pinzette wirklich zu empfehlen, wenn ja was für eine?


    MfG
    fleXfuX

  • Die Counter haben mich zunächst ernüchtert da die Qualität doch recht schlecht ist - sogar für amerikanische Verhältnisse. Sie lassen sich schlecht aus dem Bogen trennen und sind auf der Rückseite "verknittert". Ich nehme an, das kommt vom Stanzen. Ich denke das wird sich auf Dauer als un relevant erweisen.


    Ganz glatt sind meine Counter auf der Rückseite auch nicht, aber als "verknittert" würde ich sie nicht bezeichnen.
    Vielleicht kannst Du ja mal ein Photo posten?


    Auf der anderen Seite machen die Pläne einen sehr wertigen Eindruck, sehen stabil aus.


    Die Pläne sind stabil, die Faltkante bekommt auch nach Jahren des Gebrauchs keine Probleme.
    Ich spiele allerdings fast immer mit Plexiglasplatte, dann kann nichts mehr verrutschen, und die Faltkanten können nicht aufstehen.


    Jetzt meine Fragen.
    - gibt es eine Empfehlung wie die Counter zu sortieren sind? (abgesehen von der Nationalität und den "Markierungsarten")
    - ist eine Pinzette wirklich zu empfehlen, wenn ja was für eine?


    Die Sortierung kommt darauf an, welche Sortierschachteln Du verwendest - ich habe Conrad-Tays mit Lochrand in einem Leitz-Ordner, nur für ASLSK #1 wäre das aber schon etwas überdimensioniert.
    Ich habe pro Nation 1 Box, und noch eine für allgemeine Counter.
    Bei der Nation machst Du 1 Reihe Fullsquads, absteigend nach Wertigkeit (Elite, 1st Line, 2nd Line, Conscript/Green), angelehnt an die Nationality Chart auf der letzten Seite des Rulebook.
    Draunter kommt 1 korrespondierende Reihe mit Halfsquads.
    Der Rest nach Belieben.


    Du solltest relativ feine Pinzetten verwenden, die sich auch etwas nach innen biegen lassen - damit Du bei Counterstapeln auch immer den untersten Counter greifen kannst (sonst wird's mit der Zeit etwas nervig).
    Frag doch mal Meister Yoda, was er zur Pinzetten-Verwendung meint - er hat kürzlich bei mir erstmals welche verwendet. ;)


    Ich glaube nicht, daß jemand wirklich objektiv sein kann - alle Meinungen sind subjektiv.
    Natürlich gilt das auch für mich.


  • ...
    Du solltest relativ feine Pinzetten verwenden, die sich auch etwas nach innen biegen lassen - damit Du bei Counterstapeln auch immer den untersten Counter greifen kannst (sonst wird's mit der Zeit etwas nervig).
    ...


    Könntest du mal ein Bild oder ein Link zu solch einer Pinzette posten? Tut mir leid aber mein Vorstellungsvermögen reicht dafür nicht aus :-(.
    Eventuell könnte das doch noch ein Eintrag für das Wiki sein - geeignete Pinzette :-)


    Die Countertrays hab ich auch und finde die wirklich klasse.


    MfG
    fleXfuX

  • Könntest du mal ein Bild oder ein Link zu solch einer Pinzette posten? Tut mir leid aber mein Vorstellungsvermögen reicht dafür nicht aus


    Hier sind mal ein paar Pinzetten aus meinem Fundus (beide Bilder zeigen dieselben Pinzetten, nur anders gedreht).


    [xattach=519][/xattach] [xattach=520][/xattach]


    Die beiden linken sind ungeeignet - sie haben Schaufeln an der Spitze und lassen sich nicht nach innen biegen. Außerdem sind sie zu klein.
    Die beiden rechten sind zu grob und zu groß.


    Die dritte von links hat eine gute Spitze, ist aber etwas klein.


    Die beiden roten rechts daneben verwende ich regelmäßig (allerdings sind sie etwas gröber an der Spitze als die Pinzette links daneben).
    Vor längerer Zeit gab es beide als Pack bei Conrad für ca. 5 Euro, das ist unschlagbar.


    Wenn man bei Conrad und Konsorten nichts findet, bleibt m.W. nur der Optik-Fachhandel. Dort ist's aber richtig teuer.


    EDIT:
    Um das noch klar zu stellen: Die Verwendung von Pinzetten ist nicht Voraussetzung zum Spielen von Wargames, und schon gar nicht zum Spielen von ASLSK #1.
    Pinzetten helfen bei Spielen, wo die Counterdichte groß ist und mehrere Counterstacks nebeneinander stehen können - da stehen Grobmotoriker auf verlorenem Posten, und selbst feinfühlige Spieler richten hier öfters mal Schaden an ... ;)

    Dateien

    • Pinzetten 1.JPG

      (160,53 kB, 94 Mal heruntergeladen, zuletzt: )
    • Pinzetten 2.JPG

      (179,9 kB, 84 Mal heruntergeladen, zuletzt: )


    Ich glaube nicht, daß jemand wirklich objektiv sein kann - alle Meinungen sind subjektiv.
    Natürlich gilt das auch für mich.

    4 Mal editiert, zuletzt von Warbear ()

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  • Ich achte beim Pinzettenkauf immer darauf, dass sie aus Plastik sind.
    Ein Metallende kann unschöne Kratzer auf den Countern hinterlassen ...


    Ich habe bisher noch keine Pinzetten aus Plastik gesehen, die meinen Ansprüchen genügt hätten - hast Du Beispiele?
    Ich und meine Mitspieler haben allerdings auch noch keine Kratzer in meine Counter gemacht - wie sollte das passieren?


    Ich glaube nicht, daß jemand wirklich objektiv sein kann - alle Meinungen sind subjektiv.
    Natürlich gilt das auch für mich.

  • Ich achte beim Pinzettenkauf immer darauf, dass sie aus Plastik sind.


    Ein Metallende kann unschöne Kratzer auf den Countern hinterlassen ...


    Ein gummiartiger Überzug an der Spitze tut es auch - sofern er nicht abfärbt =O

  • Habe meine Pinzetten von einer Freundin - Ihres Zeichens AUA Stewardess - bekommen. Die haben die Dinger für die Businessclass verwendet, um den Kunden heiße Tücher zu reichen. Die sind aus Vollplastik und funktionieren für meine Bedürfnisse perfekt.


    Ein ASL Freund von mir hatte eine Metallpinzette und sich damit ein paar Counter zerkratzt - Du willst einen Aufnehmen, die Pinzette rutscht ab und kratzt oben drüber. Kann eigentlich nur passieren, wenn das Metall scharfe Kanten hat, aber ich war etwas abgeschreckt :)

  • Ich nehme auch gerne so ein Teil. Habe ich im Münzhandel erworben. Vorne gummiert und man kann die Counter auch mal eine Zeit am Haken hängen lassen.


    331264.jpg


    Greift die denn auch bei größeren Counterstapeln zuverlässig den untersten Counter?
    Und kommt man gut zwischen die Counterstapel (sie erscheint vorne doch etwas dick)?
    Rein von diesem Bild her hätte ich da doch etwas Bedenken.


    Und was kostet sie ungefähr?


    Ich glaube nicht, daß jemand wirklich objektiv sein kann - alle Meinungen sind subjektiv.
    Natürlich gilt das auch für mich.

  • Und was kostet sie ungefähr?


    Die kosten so 10 bis 15 Euro im Handel und sind unter dem Begriff Lötpinzette oder Kreuzpinzette auch online zu finden. Meine habe ich mal in einem Münzgeschäft erworben.
    Ein ganzer Stapel kann schwer werden, dicht liegende Stapel auch. Dafür habe ich dann noch ein paar andere Modelle bereitliegen :)

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  • Frag doch mal Meister Yoda, was er zur Pinzetten-Verwendung meint - er hat kürzlich bei mir erstmals welche verwendet. ;)


    Ich kann nur sagen: Top. Im ersten Moment wirkt es sehr fremd aber nach 5 Minuten wollte ich die Pinzette nicht mehr missen. Wir haben "nur" das erste Szenario von ASL SK1 gespielt aber die Stapel haben sich schnell gebildet und natürlich auch schnell auf engem Raum konzentriert. Ein Beschädigen der Counter habe ich nie bemerkt und auf die Idee wäre ich auch nie gekommen.


    Oder um es anders zu sagen, heute kam von Conrad.de folgendes Paket:


    2x http://www.conrad.de/ce/de/pro…e-821025?ref=searchDetail = Pinzetten
    3x http://www.conrad.de/ce/de/pro…-x-H-x-T-66-x-36?ref=list = Sortimentsmagazin 20 Fächer
    1x http://www.conrad.de/ce/de/pro…-x-H-x-T-465-x-3?ref=list = Sortimentsmagazin 32 Fächer


    Das alles in einen großen Ordner und ein schönes Bild von ASL SK1 drauf und schon kann ich mein Starterkit problemlos in die Welt mitnehmen. Ist vielleicht alles ein wenig übertrieben aber ich liebe es, wenn meine Spiele a) gut sortiert und b) einzeln verpackt sind. Vielleicht geht das irgendwann nicht mehr, wenn Full ASL Einzug hält aber bis dahin... :D

  • Glückwunsch an @Warbear zum anfixen :D
    Solltest du, Meister Yoda, wirklich mal zu Full ASL kommen, stelle dich auf viele (und ich meine wirklich viele) Plastikboxen ein! Ich hatte damals alles bis Module 10 und für die Counteraufbewahrung nochmal ca. 80-100DM ausgegeben. Ideal fand ich damals die mit einer 12'er Einteilung sowie einzelne in der Größe ähnlich einer Streichholzschachtel. Letztere sind perfekt für Artillerie und Panzer/Fahrzeuge.
    Aber jeder findet sein eigenes System, wichtig ist nur, zu wissen wo welcher Counter ist...

    Bitte senden Sie mir Ihre E-Mail doppelt, ich brauche eine für´s Archiv :/

  • hier das gewünschte Bild.
    Diese "Knicke" meinte ich mit verknittert.
    [xattach=524][/xattach]


    Wenn wir schon dran sind. Was hat es mit den Buchstaben auf sich? Bis jetzt habe ich dazu noch nichts gelesen.


    Manche Rückseiten sind bei mir ähnlich - so "verknittert" sehen Einheiten halt aus, wenn sie gebrochen sind. ;)


    Die Buchstaben sind einfach nur "hochnummeriert", um gleiche Einheiten unique zu machen (ich glaube für Notationen) - sie haben sonst keine wirkliche Bedeutung.


    Ich glaube nicht, daß jemand wirklich objektiv sein kann - alle Meinungen sind subjektiv.
    Natürlich gilt das auch für mich.

  • Und noch als letztes Wort zum Sonntag: Ich habe gleich ein ASL SK1 von Warbear abgekauft und bin auf der dringenden Suche nach einem neuen Termin mit ihm. Und die Geschichte wird sicher nicht bei SK1 enden...


    To be continued...


    Gestern war Meister Yoda zum zweiten Mail für eine Partie ASLSK #1 zu Besuch.


    Kurzes Resümee: er hat auch das 2. Scenario ohne sichtbare körperliche, geistige und seelische Schäden überstanden ... :)


    Ich glaube nicht, daß jemand wirklich objektiv sein kann - alle Meinungen sind subjektiv.
    Natürlich gilt das auch für mich.

  • Kurzes Resümee: er hat auch das 2. Scenario ohne sichtbare körperliche, geistige und seelische Schäden überstanden ...

    Ich habe mir mal erlaubt, die Betonung korrekt zu setzen ;)
    Bevor du weitere Opfer findest, sollte erstmal eine Studie zu den Langzeitfolgen erstellt werden ;) (=> Geld-- Zeit-- Spaß++ Spieltischgröße++ ...?!)

  • Dann melde ich mich mal wieder aus der Opfersicht :S


    Gespielt wurde das 2. Szenario aus SK1, die Russen (Warbear) und die Deutschen (Meister Yoda) trafen sich in Stalingrad. Ich hatte die Rolle des Angreifers inne, der nach 6 Runden 3 Gebäude komplett kontrollieren musste. Warbear hatte zur Verteidigung sehr viele C-Einheiten mit wenigen 1st-Einheiten durchsetzt, während ich eine recht elitäre Truppe mit Unterstützung von 1st-Einheiten in die Schlacht führte. Zudem war es die 1. Schlacht, in welcher SW-Waffen zum Einsatz kamen (zumindest auf meiner Seite aber dazu später mehr).


    Warbear stellte sich sehr breit auf, um mich am Übergang über die zentrale Straße des Spielplans zu hindern. In völliger Unwissenheit, wie ich mich sinnvoll auftellen soll, wählte ich meine Aufstellung als 2ter. Warbear gab mir dabei einige wertvolle Hinweise. Ich eröffnete das Spiel mit einem Feuerregen auf die gegnerische Straßenseite und schnell mussten wir (mal) wieder feststellen, dass ich ein schlechter Würfler bin, denn meistens würfelte ich kleine Zahlen :D


    Um die ersten 3 Runden kurz zusammenzufassen: Ich zerschoss die Russen nach Strich und Faden während ich selbst als Angreifer erst in Runde 4 zum ersten Mal eine gebrochene Einheit hatte. Laut Warbear ist das wohl nicht normal :whistling:


    Zu den Spezialwaffen: Ich hatte einen Flammenwerfer, 2 Demolition Charges, ein MMG und drei LMGs während Warbear nur mit zwei LMGs und einem MMG ausgerüstet war. Hinzu kam, dass das MMG der Russen nach kurzer Zeit beschädigt war und beim Reparaturversuch einfach in seine Bestandteile zerbrach. Dagegen erwies sich mein Flammenwerfer als unzerstörbar, wer würfelt bei einem Angriff mit 2W6 auch schon mal eine 10 oder höher? ?(


    So kam es, dass ich auf meiner rechten Flanke in Runde 3 das erste Gebäude gesichert hatte, in der Mitte bekam ich die Überhand und auf meiner linken Flanke... ups, da war ja noch was. Ich habe zu lange gewartet, meine linke Flanke in Bewegung zu setzen. Hier konnte sich Warbear extrem stark einigeln und das letzte Gebäude komplett halten. Hinzu kam, dass ich in der Mitte es nicht schaffte, mit drei 4er-Einheiten eine Half-Squad im Nahkampf umzubringen. In den letzten 2 Runden des Spiels bekam dann Warbear auch etwas von meinem Würfelglück ab, besiegte meinen stärksten Stack auf meiner linken Flange vernichtend und bekam auf eben dieser Flanke seine Verstärkung. In der letzten Runde versuchte ich noch einen Verzweiflungsangriff auf das verblieben Gebäude, der aber wirkungslos an der Häuserfassade verpuffte. Warbears letzte Runde wurde nicht mehr ausgespielt, da ein Sieg für mich nicht mehr möglich war.


    Fazit: Mit Würfelglück kann man in ASL vieles erreichen. ABER: Jeder kleine Fehler zu Beginn des Spiels (Aufstellung, Verteilung SW-Weapons, 1 Runde zu lange gewartet,...) rächt sich im Laufe des Spiels. Und genau das mag ich an ASL. In vielen anderen Spielen läuft man mit glücklichen Würfeln durch, hier reicht das nicht. Ich hatte vor meiner 2ten Partie keinen Schlachtplan, dem ich gefolgt wäre, sondern handelte immer situationsgemäß. Gerade als Angreifer muss man aber sich selbst klar sein, wo man wann mit wem Druck ausüben kann/muss. Daher freue ich mich tierisch auf die dritte Runde, dann mit Schlachtplan.


    Und zum Abschluss noch meine Eindrücke für die Langzeitstudie:


    Geld: ++ (Warbear hat eh alles, ich MUSS mir garnichts kaufen).
    Zeit: + Unsere Partie hat ca. 6 Stunden gedauert, später werden es laut Warbear 2-3 Stunden.
    Spaß: ++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ (Das Unendlich-Zeichen fehlt leider).
    Spieltischgröße: ++ Eine Partie ASL SK1 könnte man auf jedem LACK von IKEA spielen.


    Oder um es auszuformulieren: Ja, man kann Unmengen von Geld in ASL investieren. Warbear und ich haben viel über das System und die vorhandene Produkte geredet. Größter Nachteil des Systems ist die schwierige Liefersituation vieler Komponenten. Das könnte Leute durchaus abschrecken. Daraus resultieren bei Ebay hohe Preise für Module, die es seit Jahren nicht gibt und irgendwann wieder aufgelegt werden. Und ich selbst bin ein Sammler-Freak, wenn ich etwas anfange dann meisten unkontrolliert riesig. Der Blick auf Warbears Sammlung macht mir aber auch klar, dass man nie alles für ASL haben kann. Neben den Produkten von MMP gibt es noch unzählige Produkte von Drittanbietern, darunter extrem viele Zeitschriften mit Countern, Szenarien, neuen Boards,...


    Mein langfristiges Ziel: Ich möchte alle MMP-Grundprodukte für ASL haben. Alles andere (Packs zu CONS, Zeitschriften,...) möchte ich nicht haben und werde ich mir auch nicht kaufen. Ich mache mit ASL etwas, was ich mir sonst bei vielen Spielen nie gönne: Ich lasse mir Zeit. Viel Zeit. Ich möchte ausgibig SK1 spielen, danach SK2 und dann SK3. Wenn ich SK1 schnell durch habe, kaufe ich (vielleicht) die anderen SKs bei Ebay oder in entsprechenden Foren. Aber die großen Boxen alle jagen, nur damit sie jahrelang im Schrank stehen, weil ich so schnell nicht alles spielen kann, das möchte ich diesmal nicht. Zeit ist das, was ASL braucht und verdient hat.

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  • Spieltischgröße: ++ Eine Partie ASL SK1 könnte man auf jedem LACK von IKEA spielen.


    Beim 2. Scenario war die Boardgröße 28x20 cm, beim 1. Scenario war sie noch etwas kleiner.


    Zur Veranschaulichung, und zum besseren Verständnis der beiden Spielberichte von Meister Yoda, zeige ich hier mal Boards plus Einheiten für beide Partien (natürlich nur für diejenigen, die sich dafür interessieren ;) ) .
    Leider sind die Bilder etwas unscharf wegen der zu geringen Größe.


    [xattach=529][/xattach]



    [xattach=530][/xattach]

  • Zeit: + Unsere Partie hat ca. 6 Stunden gedauert, später werden es laut Warbear 2-3 Stunden.
    [...]
    Spieltischgröße: ++ Eine Partie ASL SK1 könnte man auf jedem LACK von IKEA spielen.

    Ich sprach ja auch von Langzeitfolgen. Irgendwann geht man doch dann sicher zu The Campaign for North Africa über :D
    Und ja, ich habe überhaupt keine Ahnung von wargames und ihren kleinen Brüdern und Schwestern...

  • Ich sprach ja auch von Langzeitfolgen. Irgendwann geht man doch dann sicher zu The Campaign for North Africa über


    Die Langzeitfolgen von ASL sind immer nur ASL selbst. ;)


    Campaign For North Africa von SPI habe ich auch, aber noch nicht mal angespielt. Vielleicht ein Fall für die Löffel-.Liste?


    Und ja, ich habe überhaupt keine Ahnung von wargames und ihren kleinen Brüdern und Schwestern...


    Jetzt, wo Du's sagst ... :)


    Ich glaube nicht, daß jemand wirklich objektiv sein kann - alle Meinungen sind subjektiv.
    Natürlich gilt das auch für mich.

  • Leider sind die Bilder etwas unscharf wegen der zu geringen Größe.


    Hier noch mal nur die Boards der der beiden Scenarios in besserer Auflösung ("V" sind die jeweiligen Siegpunkt-Gebäude):


    S01:
    [xattach=531][/xattach]


    S02:
    [xattach=532][/xattach]

    Dateien

    • ASL S01 b.png

      (177,45 kB, 93 Mal heruntergeladen, zuletzt: )
    • ASL S02 b.png

      (148,4 kB, 83 Mal heruntergeladen, zuletzt: )


    Ich glaube nicht, daß jemand wirklich objektiv sein kann - alle Meinungen sind subjektiv.
    Natürlich gilt das auch für mich.

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