Spieleklassiker und die Rosarotebrille

  • In dem Beitrag Bierbarts im letzten Wochenthread in Sachen #AdvancedCivilization und Warbears Ergänzungen wurde ja die (interessante) Frage aufgeworfen, in wie weit Spiele aus den späteren 80ern und frühen 90ern heutzutage noch den gleichen Reiz ausüben, wie früher. Eine Frage, die ich mir auch immer wieder mal stelle, aber deren Beantwortung ich aus verschiedenen Gründen noch nicht spielerisch nachgekommen bin.


    Der Beginn meiner Spielesozialisation liegt gut 25 Jahre hinter mir. Damals zu Schulzeiten, das Abitur vor Augen, war Zeit - auch wenn es sich damals vielleicht nicht so anfühlte - reichlich vorhanden.
    Eine gewisse Rollenspielerfahrung (#DSA, #Midgard, #ArsMagica) war auch bei mir und einigen Freunden vorhanden. Und da ja all die Rollenspiele in der Regel eher komplexere Regelwerke mit sich brachten, war die grundsätzliche Bereitschaft, sich einem anspruchsvolleren Brettspiel zu widmen, gegeben. Und da Rollenspielsitzungen auch nicht in 2 bis 3 Stunden ausgesessen waren, konnte man ausreichend Sitzfleisch als vorausgesetzt ansehen.
    Faktoren, die zumindest heute in meiner Spielerunde keine Selbstverständlichkeit mehr darstellen. Hauptsächlich berufliche und familiäre Verpflichtungen oder Umzüge "wichtiger" Spielepartner machen es schwer, liebgewonnen Klassiker aus "unserer" Brettspielgründerzeit, die eben ihre Zeit brauchen, wieder auf den Tisch zu bringen.


    #1830 hat sich bei uns auf jeden Fall bis heute ganz vorne gehalten. Das Eisenbahnspiel gefiel uns schon beim Erscheinen und konnte bis heute neue begeisterte Spieler finden. Für mich in Sachen Wirtschaftsspiel und Eisenbahn bis heute ungeschlagen. Dafür kann man mich immer begeistern. Bin schon gespannt wie sich dazu #18OE schlägt.


    #MerchantOfVenus haben wir vor einem guten halben Jahr in der neuen FFG-Version wieder auf den Tisch gebracht. Hier spürten wir den Zahn der Zeit deutlich. Aufwand und Ertrag standen für uns leider in keinem vernünftigem Verhältnis. Das würde ich nicht wieder spielen wollen. Die Interaktion kommt für die Spieldauer zu kurz.


    #Civilization das war in kurzer Zeit nach seinem Erscheinen in der WDS-Ausgabe oft auf den Tisch. Heute schreckt mich ab, dass es mindestens 6 Spieler sein und alle 8+ Stunden mitbringen müssten. Aber: Ausbreitung einer Zivilisation, technische Errungenschaften, Konflikte und Warentausch hab ich noch immer in bester Erinnerung. Bei diesem Spiel glaube ich zumindest, dass es auch heute noch das Potenzial hat, zu fesseln. Unvergleichlich die Triumphe, wenn man mal wieder die eine oder andere Katastrophe beim ungeliebten Nachbarn platzieren konnte. Negativ habe ich in Erinnerung, dass wer einmal an einer Entwicklungsgrenze nicht die erforderlichen Voraussetzungen hatte, keine Chance mehr auf den Sieg hat. Vorausgesetzt die anderen marschieren weiter. Da geht heute, glaube ich, eleganter. Ich kann mich an Sitzungen erinnern, als ein Spieler die Hälfte der Spielzeit ohne Chancen vorne mitzuspielen stundenlang marodierend durch die Länder zog oder als Pirat die Weltmeere mehr oder weniger unsicher machte. Bei Civilization ist mein Interesse aber da, es noch einmal zu spielen.


    #PaxBritannica schaffte es im Sog von Civilization auf unseren Tisch. Damals stöberte ich noch im Laden meines Vertrauens nach Neuheiten. Ganz ohne zu wissen, was da eigentlich auf einen Zukommt, denn Internet war noch ferne Zukunft. Pax Britannica war regeltechnisch noch mal eine Hausnummer höher, als alles was wir bis dato anfingen. Aber auch dafür fanden sich ausreichend Spieler, die auch gewillt waren, an zwei aufeinander folgenden Tagen dabei zu sein. Pax Britannica ist bestimmt nicht der heilige Gral des strategischen Brettspiels. Aber es hatten zumindest für mich und ein/ zwei Freunde so was wie ein Erweckungserlebnis. Die Spielfläche riesig und nur aus Papier. Und Pappcounter das hatte was von Freakspiel. Und dann noch Verhandlungen führen - auch hinter der Tür. All das gefiel uns. Pax Britannica aber wollte ich heute nicht mehr spielen. Da behalte ich lieber die rosarote Brille auf und erinnere mich an vergangene Jahre.


    #Junta ist auch so ein Spiel. Damals oft und mit viel Freude und Spaß gespielt. Ob es heute noch funzt, weiß ich nicht. Auch hier war es gut, möglichst 6 oder gar 7 Spieler zusammen zu bekommen, damit die Posten jeweils einem Spieler zugeteilt werden konnten. Ich las mal die rosarote Brille auf und lass es bei Erinnerungen an all die Attentate, den Seitenwechsel von Aufständigen und Regierungstreuen nach einem Kampf und den Löliposten als Admiral bleiben.


    Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?

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  • Ein schönes Thema, das gefällt mir sehr - ich bin gespannt, was dazu noch alles geschrieben wird.
    Ich denke, ich werde da auch noch einiges beitragen können, denn ich spiele immer noch überwiegend ältere Spiele.
    Aber dazu fehlt mir gerade etwas die Zeit - und ich muß mich ja auch nicht immer vordrängen. ;)


    Deshalb nur kurz zu den von Dir genannten Spielen:
    - Junta habe ich nur 1x gespielt, Pax Britannica gar nicht. Beide haben ein ausgeprägtes Verhandlungs-Element, und genau das mag ich überhaupt nicht.
    - Meine Rollenspielerfahrung ist gering - sie beschränkt sich auf Das Schwarze Auge (ein halbes Jahr lang). Der Spaßfaktor ließ wegen allzu dominanter Mitspieler immer mehr nach.
    - Merchant of Venus habe ich ca. 150x gespielt, meistens zu zweit - dafür bin ich auch jetzt noch gelegentlich zu haben, aber nur zu zweit, und nur die Avalon-Hill-Version mit der Erweiterung aus dem General.
    - aus dem 18xx-Bereich habe ich ca. 35 Spiele, und die meisten davon schon gespielt, teilweise ziemlich oft. 18OE durfte ich bisher 1x mitspielen, und ich hoffe auf mehr.
    - Advanced Civilization hat mehrere Probleme von Civilization entscheidend verbessert. Eins davon war, daß man meistens nicht mehr gewinnen konnte, wenn man 1x auf der AST steckengeblieben war. Bei AdvCivi gibt's jetzt eine Punkte-Wertung zum Schluß.


    Ich glaube nicht, daß jemand wirklich objektiv sein kann - alle Meinungen sind subjektiv.
    Natürlich gilt das auch für mich.

  • Von den erwähnten Klassikern kannte ich in den 90ern nur #Junta, und das fand ich genial, obwohl mir auch damals schon inhärente Design-Schwächen aufgefallen waren. Konkret war das um 1996. Wiederentdeckt habe ich es mit Erscheinen der Neuauflage, gespielt seit dem insgesamt aber nur 3 mal. Weil: Es dauert und dauert und dauert.... Wenn wir 6 oder 7 Leute haben, dann entscheiden wir uns eben meistens doch für etwas anderes, was in der selben Zeit mehr Spielspaß bietet. Wie fühlt es sich an im Vergleich zu damals? Eigentlich nicht anders, aber es ist gealtert, und zwar heftig. Heute stehen halt viel mehr Alternativen zur Auswahl, Spiele, bei denen man bestimmte Dinge einfach besser gelöst hat. Damals fiel es aufgrund mangelnder Verleichsmöglichkeiten nicht auf, heute schon. Gut, wir hatten damals mit 16, 17 Jahren auch alle überhaupt keine Ahnung davon, was es sonst noch so an Spielen jenseits von Risiko gab, war ja alles vor dem Internet. Allerdings war das vielleicht aber auch ne blöde Zeit, um coole Brettspiele kennenzulernen, damals in den mittleren 90ern, als die "wahren" Klassiker schon wieder vom deutschen Markt verschwunden waren? In den 80ern war ich jedenfalls noch zu jung für komplexere Spiele.


    Anderes Beispiel: #Heroquest. Ein Freund, mit dem ich damals in einer AD&D-Runde war, hatte das Ding, und wir haben es ein mal gespielt. Ich fand das super, aber irgendwie kam es trotzdem nicht mehr zum Zug. Dann habe ich es vor 3 Jahren zufällig bei jemandem im Regal gesehen und vorgeschlagen.

    • Er: "Wann hast Du das zum letzten mal gespielt?"
    • "So vor 15 Jahren vielleicht".
    • "Ging mir auch so. Ich wünschte, ich hätte es dabei belassen."

    Soziale Medien fügen Ihnen und den Menschen in Ihrer Umgebung erheblichen Schaden zu.

  • Ich kann lediglich heutige Erfahrungen mit neuaufgelegten "Klassikern" beitragen. Mir ging es da wie Bierbart: in meiner Jugend war die Blüte der coolen Importspiele schon wieder vorbei, und von dem noch existierenden kleinen Rest bekam ich auf dem Dorf nichts mit. Erst während des Studiums stellte ich dann nach und nach fest, was es alles gegeben hätte (und zu der Zeit dann aber schon lange OOP war).


    Deshalb habe ich auch nicht lange gezögert und mir die Neuauflage dreier Spiele ungetestet (aber gut belesen) gekauft.


    Space Hulk: ich habe keinen Vergleich zur Erstauflage mit Erweiterungen, aber ich liebe dieses Spiel. Kein anderes Spiel schafft es, eine so dichte Atmosphäre und Spannung zu erzeugen - und meine Sammlung hat definitiv einen überproportional hohen Anteil an dieser Art Spiel. Und dennoch hat sich dieses alte Design gegenüber seinen moderneren Konkurrenten (Earth Reborn, Level 7 Omega Protocol, Claustrophobia, etc...) durchgesetzt.


    OGRE: auch hier fehlen mir Erfahrungen, auf die ich verträumt zurückblicken könnte. Aber auch hier ist mein Fazit sehr positiv, da mich dieses Spiel auch auf eine Art fesselt, die noch kein Hex-Game zuvor erreicht hat. Classic Battletech hat das nie in diesem Ausmass geschafft, World at War schafft es auch nicht. Auf BGG scheint es zwar durchaus Leute zu geben, denen die Neuauflage von OGRE die rosarote Brille ausgezogen hat, ich persönlich finde es jedoch sehr gut.


    Merchant of Venus: hier hatte ich sehr hohe Erwartungen, die sich leider nur zum Teil bestätigt haben. Mir gefällt das Spiel, allerdings fühlt es sich manchmal schon etwas zäh an, da jeder nur so vor sich hinspielt; Interaktion wird sehr klein geschrieben. Weshalb es dann doch eher selten den Weg auf den Tisch findet. Dennoch bleibt es in der Sammlung, da wir kein vergleichbares Spiel haben. Und hin und wieder macht es eben doch Spass, ein wenig durch den Weltraum zu gondeln und mal zu schauen, was sich so an Waren und Passagieren findet.

    Wenn dir egal ist, wo du bist, kannst du dich auch nicht verlaufen.

  • Schöner Threat! :) Ich werd' gleich ganz nostalgisch!


    1830 - das steht immer noch ganz oben. Ich bin mittlerweile bei ca. 70 18xx-Titeln angelangt und kaufe immer noch alle, die ich kriegen kann. Dieses Spielsystem ist einfach fantastisch genial! 18OE habe ich bis jetzt 2x gespielt und lechze nach mehr!


    (Advanced) Civilization habe ich vor ca. 10 Jahren zum letzten Mal gespielt und wir waren uns damals einig: das war unsere letzte Partie. Obwohl, wenn es wer vorschlagen würde, würde ich mich heute wieder auf ein Spiel einlassen.


    Pax Britannica habe ich damals nur einmal gespielt und das war's dann. Dafür ist Merchant of Venus immer noch ein Dauerbrenner, besonders als 2-Personen Spiel mit meiner Frau (im Gegensatz zu Warbear allerdings in der neuen FFG Version).


    Junta würde ich gerne wieder probleren - ich glaube, das ist immer noch gut.


    Was sich sonst noch gehalten hat? #CosmicEncounter - immer noch ein Klassiker, genauso wie #Kreml oder #McMulti bzw. #Crude. Auch #Talisman spielen wir immer noch - allerdings in der überarbeiteten 4. Auflage von FFG. Rollenspielmäßig ist seit Anbeginn der (Spiele-)Zeiten #WFRP das System unserer Wahl - kein anderes Rollenspiel bringt IMHO einen so guten Hintergrund!


    Und nicht vergessen möchte ich #SquadLeader bzw. #AdvancedSquadLeader ... das werde ich bis zum Tod spielen. Und wenn es soweit ist, begrabt mich unter meinen 10.000+ Countern!. ;)

  • Interessant ist auch der Vergleich mit Computerspielen. Da spielt auch kaum jemand mehr Sachen, die mehr als 5 bis 10 Jahre alt sind. Von daher ist eine "Haltbarkeit" von ~20 Jahren bei Brettspiel so schlecht nicht. Klar, bei Computerspielen ist die Grafik schnell(er) ein KO-Kriterium, aber eben nicht nur. Es sind auch die Mechanismen, die sich in beiden Bereichen weiterentwickelt haben.


    Was vor 10 oder 20 Jahren noch Stand der Technik unter der Spieleautorenzunft war, wirkt heute oft hölzern, weil man mittlerweile elegantere Mechanismen gewohnt ist. Beispiel: irgendetwas kostet einen Betrag X, niemand der Spieler will es dafür. Stand 2014 erwartet man dann Mechanismen, die es attraktiver machen, sei es durch Erhöhen des Gegenwertes oder sei es durch Reduzieren der Kosten (z.B. durch Verschieben auf einer Kostenleiste). Vor 20 Jahren hat's dann einfach niemand gekauft und dieses "irgendwas" lag dann halt wie Blei in der öffentlichen Kaufauslage, ohne dass es jemand gestört hätte. Heute geht das nicht mehr, weil es sofort als Mangel empfunden würde.


    Insbesondere alles, was mit größerem Aufwand an Tabellennachschlagen oder kompliziertem Rechnen zu tun hat, ist heute kaum mehr vermittelbar (ja, ich weiß, die älteren Wargamer in ihrer Exoten-Nische sehen das anders 8)) ). Hier gibt's natürlich eine ganz direkte Beeinflussung durch Computerspiele: der moderne Mensch erwartet einfach, dass einem ein Computer diesen aufwändigen, fummeligen Teil des Spielerlebnisses abnimmt. Das klassische Pen&Paper-Rollenspiel ist vom Computer-Rollenspiel bereits verdrängt worden und unter denjenigen, die freiwillig 300+ Papier- und Pappschnippsel über Landkarten schieben, um Krieg zu spielen, kann ich auch keine jüngeren Menschen mehr erkennen.


    Aber um das Ganze nicht mit einem negativ-lästernden Ton zu beenden, mal zwei positive Beispiele "alter" Spiele, die ich auch heute noch gerne spiele: #Tikal und #LostCities. Sind zwar nicht, wie vom Originalposter gewünscht, End-80er / Anfang-90er, sondern "nur" End-90er, aber das sind auch immerhin 15 Jahre.

  • Zu den Klassikern kann ich mich relativ kurz halten, da ich als Teenie in den 90ern so gut wie gar nicht gespielt habeund die o. g. alle nur aus der Post-Siedler-Ära kenne. Also mal ganz ohne rosa-rote Brille:
    #McMulti einmal gespielt, elende Würfel, werde ich höchstens unter Zwang wieder spielen, weil ich keine Lust habe mir für die Würfelei Alternativen auszudenken
    #Kreml einmal gespielt, hat vor allem dank des den "Game Master" mimenden Erklärbären Spaß gemacht, aber im Nachhinein betrachtet darf es bei der guten Erinnerung bleiben...
    #CosmicEncounter einmal gespielt, reicht vollkommen. Nicht mein Thema und außerdem mag ich's nicht sonderlich, wenn jeder andere Fähigkeiten hat.
    #MerchantOfVenus einmal gespielt und obwohl ich pick up and deliver liebe (s. u.), hat es nur mäßig gezündet. Es ist mir einfach zu langatmig für den gebotenen Spielspaß. Außerdem: elende Würfelei...
    #1830 2 mal mit erfahrenen 18xx-ern gespielt, allerdings mit 1,5 Jahren Abstand. Ich war auf ein eher frustiges Spielerlebnis eingestellt, dafür war's ok. Ich habe mir jedenfalls nach beiden Partien vorgenommen, das PC-Spiel zum Lernen zu nutzen, um ansatzweise mithalten zu können. Das habe ich in den letzten 4 Jahren leider nicht geschafft und seither auch keine Partie mehr gespielt. Mal gucken, Potential ist da. Immerhin mag ich #AgeOfSteam sehr und liebe Wirtschaftsspiele.


    Im Geiste des threads kann ich aber meine Erfahrungen mit #AufAchse beitragen. Das hatte ich Ende der 80er mit 8 oder 9 Jahren mit meinem Kumpel gefühlt ohne Ende gespielt. Mit Erscheinen der Neuauflage in der #Brettspielwelt 2007 habe ich mich wieder damit beschäftigt. Beim Betrachten der Änderungen, musste ich mich dann schon fragen, wieso mir das damals so viel Spaß machen konnte. Wir waren klein und naiv ;) Nun ja, die Neuauflage hat mir ganz gut gefallen. Die Änderungen passen und für einige flotte Spiele online hat es auch getragen. Früher oder später wird es wohl in meiner Sammlung landen, um meine Kurze mit dem Genre vertraut zu machen. Mal sehen, wie es mir dann gefällt :)

  • Stimmt, #Kremlin liegt zusammen mit der Erweiterung "realer" Politiker der KPD auch noch in meinem Schrank. Das Thema war in der 80zigern erfrischend, satirisch und aktuell. Wurde dann aber von der damals aktuellen politischen Entwicklung recht plötzlich aufs Abstellgleis gefahren. Ich habe es als solides Mehrheitenspiel mit Interaktion in Erinnerung. Ich würde es wohl wieder spielen, insbesondere da ich die Spieldauer als nicht überbordend in Erinnerung habe. Ob es sich heute noch trägt? Das gilt es noch herauszufinden.


    Damals hatte ich mir auch #Kingmaker von Avalon Hill gekauft. Die Kritiken damals waren überschwänglich. Leider kam es bei mir nie auf den Tisch. Wie sind eure Erfahrungen mit Kingmaker? Das dem Vernehmen nach von Kingmaker inspirierte #CrownOfRoses von GMT habe ich. Aber die Regeln erschienen mir allzu umständlich und wenig intuitiv. Leider ein Fall von Verstauben im Schrank.


    Grundsätzlich, das kann ich schon mal sagen, schreckt mich altes Material grundsätzlich nicht ab. Kleine, dünne Karten ohne grafischen Schnickschnack nehme ich auch heute noch dankbar an und sind kein Kriterium, ein Spiel nicht zu spielen. Um aber neue Spieler zu gewinnen, ist natürlich ein Mehr an Überzeugungsarbeit zu leisten...

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  • Damals hatte ich mir auch #Kingmaker von Avalon Hill gekauft. Die Kritiken damals waren überschwänglich. Leider kam es bei mir nie auf den Tisch. Wie sind eure Erfahrungen mit Kingmaker? Das dem Vernehmen nach von Kingmaker inspirierte #CrownOfRoses von GMT habe ich. Aber die Regeln erschienen mir allzu umständlich und wenig intuitiv. Leider ein Fall von Verstauben im Schrank.


    Kingmaker hatte ich öfters gespielt, als es raus kam. Und es hat Spaß gemacht - außer wenn man die Insel als Startfeld hatte, aber lange Zeit kein Schiff bekam, um davon runterzukommen. :|
    Ich hab's immer noch auf meiner Replay-Liste und verfolge sogar einen Thread bei BGG, wo einer die ganzen Karten neu designen will.
    Damals war's Spiel des Jahres in England, aber allzu viel sollte man davon heutzutage nicht mehr erwarten.


    Ich glaube nicht, daß jemand wirklich objektiv sein kann - alle Meinungen sind subjektiv.
    Natürlich gilt das auch für mich.

  • Im Geiste des threads kann ich aber meine Erfahrungen mit #AufAchse beitragen. Das hatte ich Ende der 80er mit 8 oder 9 Jahren mit meinem Kumpel gefühlt ohne Ende gespielt. Mit Erscheinen der Neuauflage in der #Brettspielwelt 2007 habe ich mich wieder damit beschäftigt. Beim Betrachten der Änderungen, musste ich mich dann schon fragen, wieso mir das damals so viel Spaß machen konnte. Wir waren klein und naiv ;) Nun ja, die Neuauflage hat mir ganz gut gefallen. Die Änderungen passen und für einige flotte Spiele online hat es auch getragen. Früher oder später wird es wohl in meiner Sammlung landen, um meine Kurze mit dem Genre vertraut zu machen. Mal sehen, wie es mir dann gefällt :)


    Das scheint aber auch ein Jungs-Spiel zu sein. Habe es neulich wieder beim Umzug in die Hände bekommen und mit meinem 6-jährigen Sohn gespielt - der war begeistert. Ebenso wie ich, der es damals als Pimpf zu Weihnachten geschenkt bekommen hatte. Ich selbst spiele aber mittlerweile andere Spiele. =O


    Zu den Klassikern: #Diplomacy geht immer noch! Ganz selten vielleicht mit Freunden (alle 5 Jahre), dafür aber regelmäßig als E-Mail-Spiel!


    Dazu auch immer mal wieder ein #Scotland Yard, da dieses doch auf seine eigene Art spannend ist.


    PS: beim Umzug sind mir auch noch #Deutschlandreise (natürlich noch ein Exemplar vor der Wiedervereinigung - sehr interessant) und meine #DSA Sachen in die Hände gefallen. Auch wenn ich die wohl nie spielen würde, konnte ich sie doch nicht wegschmeißen (im Gegensatz zu meiner alten #Scrabble Ausgabe, die dran glauben musste)

    "Menschen hören nicht auf zu spielen, weil sie alt werden, sie werden alt, weil sie aufhören zu spielen!" Oliver Wendell Holmes


    "Das wenigste, das man liest, kann man brauchen; aber das meiste, was man braucht, hat man gelesen." Ernst R. Hauschka


    ...und auch ich bin einer dieser Blogger: www.fjelfras.de - Brettspielblog mit Biss

  • Wie sind eure Erfahrungen mit Kingmaker?


    Ich habe Kingmaker 1989 auf Empfehlung in Detroit erworben und bin damit in mehreren Runden nie glücklich geworden. Nachdem wir die Regeln verstanden hatten war uns immer noch nicht klar, wo da das Spiel ist.

  • Im Geiste des threads kann ich aber meine Erfahrungen mit #AufAchse beitragen.


    Auf Achse haben wir in diesem Sommer in unserer Ferienwohnung vorgefunden. So gut ich es in Erinnerung habe, wir haben dann doch zu den mitgebrachten Kartenspielen gegriffen und es nicht gespielt. Der Reiz der neueren Spiele war einfach größer.

  • Interessantes Thema, zu dem ich allerdings wenig beitragen kann. Bin etwas zu jung und das Spielehobby noch zu frisch,
    als das ich viele Klassiker mitbekommen habe. So ganz ohne rosarote Brille ist zum Beispiel #McMulti durchgefallen.
    Sehr positiv zu erwähnen ist #Junta, welches in der richtigen Gruppe, am besten ab 6 Spielern, sehr viel Spaß macht (wir kennen nur die Neuauflage).
    Das hat seine Daseinsberechtigung in der Spielesammlung also auch heute noch.

  • Was ist denn mit #Outpost ? Das hat hier noch keiner bisher genannt...


    Eine schwere Unterlassungssünde :)


    Das gute, alte Outpost ... es hat viel Konkurrenz bekommen: #ZepterVonZavandor, #Phoenicia, #Fleet ... die basieren alle auf diesem Konzept und brauchen nur einen Bruchteil der Spielzeit von #Outpost. Nichtsdestotrotz ist mir von allen Outpost noch am liebsten. Schon alleine wegen dem SciFi Thema!

  • Auf Achse haben wir in diesem Sommer in unserer Ferienwohnung vorgefunden. So gut ich es in Erinnerung habe, wir haben dann doch zu den mitgebrachten Kartenspielen gegriffen und es nicht gespielt. Der Reiz der neueren Spiele war einfach größer.

    Verständlich. Die alte Auflage sollte man getrost liegen lassen. Ohne die online-Umsetzung wäre ich auch nie auf die Idee gekommen, nochmal Auf Achse zu spielen. Für Kids halte ich die Neuauflage als Einstieg aber durchaus für sinnvoll. Aber da habe ich noch ein paar Jahre, mal gucken... :)

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  • #Outpost wäre von mir gekommen :D Da habe ich ungefähr 150 Partien auf dem Buckel, immer noch hervorragend. Ich kann mich noch an unsere Originalversion von TimJim erinnern, Gott waren die Karten angeschmuddelt - und gestunken habe sie auch...
    Im großen und ganzen wurde schon alles gesagt, wenige "Klassiker" haben bis heute überdauert. Was ich gut finde, sind die in letzter Zeit erschienenen Neuauflagen bestimmter Titel, wie z. B. #Outpost (mit herrlich frischem Duft), #MerchantofVenus, #Cosmic Encounter, #SidMeierCivilisation...
    Da ASL schon genannt wurde, #UpFront (quasi ASL als Kartenspiel) ist ebenfalls ein die Zeiten überdauernder Knaller! Schade, das die Kickstarterkampagne für eine Neuauflage dafür den Bach runter gegangen ist.
    Was ich auch gern gespielt habe war #WarriorKnights. #PaxBritannica habe ich einmal gespielt, im weiteren Verlauf scheiterte es am passenden Tisch. Der Spielplan ist ist ja doch was größer.
    Von den 18xx reizt mich heute am meisten #1835, eine wie ich finde gelungene Mischung von Wirtschaft und bauen. Dieses "in den Ruin treiben" wie z.B. bei #1830 ist nicht so meins. Allerdings kenne ich aus diesem Genre auch nicht viele Ableger, 6 oder 7 vielleicht..
    Was ist eigentlich mit #SiedlervonCatan - ist doch auch schon ca. 20 Jahre alt, oder? Hat bestimmt jeder von uns gespielt, und tut es ab und an bestimmt auch noch!?

    Bitte senden Sie mir Ihre E-Mail doppelt, ich brauche eine für´s Archiv :/

  • Ich kann nur Spiele aus den frühen 90ern nennen, davor habe ich keine Brettspiele gespielt. Eher Lego und Co...


    Adel verpflichtet ist mein erstes Brettspiel, lag Weihnachten 1990 unterm Baum und ich habe meine Ausgabe heute noch ist sie doch der Stammvater meiner kleinen Spielesammlung. Spielen tue ich das Spiel alle paar Jahre mal, denn es macht immer noch in Vollbesetzung viel Freude.


    Die Siedler von Catan und die ersten Erweiterung in der schönen Holzausgabe. Gekauft 1995 für 35 Mark im Kaufland vom Taschengeld, in der Hoffnung das kommt im Freundeskreis an. Ja kam es! Letztmals 2006 gespielt, was vor allem daran liegt, dass das Spiel nicht zu zweit spielbar ist. Würde es aber sicher wieder einmal spielen wollen. Höhepunkt meiner Catankarriere ist die selbstgebaute Version von Sachsen Catan.


    El Grande. Für mich immer noch das beste Mehrheitenspiel, obwohl ich auch dieses Spiel seit 8 Jahren nicht mehr gespielt habe.


    Spiel des Lebens, Auf Achse, Mankomania indes sind Spiele die spiele ich nie wieder.

  • Klassiker aus der Kindheit: Natürlich die üblichen Verdächtigen wie Monopoly, Mädn, Schach, Deutschlandreise etc. Darüber hinaus:
    - #DasBörsenspiel. Damals toll, heute wohl uninteressant.
    - #ÖlFürUnsAlle. dito.
    - #Stratego. Einer der wenigen Klassiker, den ich vermutlich auch heute noch gut fände, wenn er auf den Tisch käme.
    - #Slotter. Immer wieder gut.
    - #Panzerschlacht. Kaum zu glauben, dass MB mal ein Spiel mit diesem Titel in Deutschland auf dem Markt hatte. War aber gar nicht schlecht, eine Art vereinfachtes Stratego, wenn ich es richtig in Erinnerung habe.


    Während des Studiums waren die meistgespielten Spiele:
    - #Doppelkopf. Hat für mich völlig den Reiz verloren, seit ich Tichu kenne.
    - #Acquire = #Hotelkönig. Ich glaube, das würde ich heute auch nicht mehr so toll finden wie damals.
    - #Kreml. Auch hier glaube ich, dass ich es heute nicht mehr mögen würde, wenn es auf den Tisch käme.


    Bei #Outpost hatte ich immer das "rich gets richer" Gefühl, weshalb ich nach ca. 5-6 Partien aufgehört habe, es zu spielen. Vielleicht habe ich aber auch bloß nicht verstanden, wie man nach einem schlechten Start noch mal aufholt. Okay, man kann alles auf eine Karte setzen, einmal sparen und hoffen, dass die passende Karte zum Kauf angeboten wird. Aber das kam mir etwas sehr glücksabhängig vor.


    Zu #SpaceHulk: Wäre aus der heutigen Zeit nicht #SpaceAlert der bessere Nachfolger? Oder habe ich Space Hulk so falsch in Erinnerung?

    André Zottmann (geb. Bronswijk)
    Thygra Spiele
    (u. a. für Pegasus Spiele tätig)

  • Was ist eigentlich mit #SiedlervonCatan - ist doch auch schon ca. 20 Jahre alt, oder? Hat bestimmt jeder von uns gespielt, und tut es ab und an bestimmt auch noch!?


    Vor ein paar Wochen verkauft, incl. der vorhandenen Erweiterungen. Die ältesten Spiele, die jetzt noch bei mir im Schrank sind (wenn man mal sowas wie Skatkarten weglässt...), sind: El Grande, Euphrat & Tigris, Caesar & Cleopatra, Lost Cities, Ra, Tikal, Torres, Die Händler. Alles noch aus den (End-)90ern. Da sind schon ein paar schöne Schätzchen dabei, aber bei der nächsen "Aufräumrunde" ist garantiert wieder die Hälfte davon gefährdet, verkauft zu werden bzw. direkt in die Tonne zu wandern, weil sich verkaufen gar nicht mehr lohnt. Caesar & Cleopatra habe ich z.B. selbst für nur 1 EUR + Versand bei ebay ersteigert.

  • bzw. direkt in die Tonne zu wandern, weil sich verkaufen gar nicht mehr lohnt

    Spielepakete hier im Marktplatz sind nie verkehrt ;)


  • (...)
    Zu #SpaceHulk: Wäre aus der heutigen Zeit nicht #SpaceAlert der bessere Nachfolger? Oder habe ich Space Hulk so falsch in Erinnerung?


    Ja, hast du offenbar. ;)
    Space Hulk: taktisches Miniaturenspiel (elitäre Minderheit gegen gesichtslose Masse) für 2 Spieler in engen Korridoren, Zeitdruck für den Spieler der Terminatoren; BGG-Link
    Space Alert: kooperatives "Programmieren" eines Raumschiffs in Echtzeit, Zeitdruck für alle; BGG-Link
    Ausser Zeitdruck (und das beide an Bord eines "Raumschiffs" spielen) haben sie nicht viel gemein.

    Wenn dir egal ist, wo du bist, kannst du dich auch nicht verlaufen.

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  • Neben den genannten, üblichen Verdächtigen möchte ich noch #FullMetalPlanete und Isaac Asimov's #Sternenhändler in die Runde werfen. Mit beiden Spielen haben wir viel Spaß gehabt.
    Nach wie vor gerne und durchaus regelmäßig werden bei uns noch #HaseundIgel und #UmReifenbreite (als #HomasTour 1979 erschienen) gespielt.


    Was ich in diesem Leben wirklich nicht mehr spielen möchte sind #Monopoly, #Cluedo und #ScotlandYard. Das waren auf Jahre die einzigen „richtigen“ Spiele in meinen Freundeskreis, die vor dem Mauerfall irgendwie ihren Weg in die Zone gefunden hatten. Die habe ich mir sowas von überspielt…

  • Aber um das Ganze nicht mit einem negativ-lästernden Ton zu beenden, mal zwei positive Beispiele "alter" Spiele, die ich auch heute noch gerne spiele: #Tikal und #LostCities. Sind zwar nicht, wie vom Originalposter gewünscht, End-80er / Anfang-90er, sondern "nur" End-90er, aber das sind auch immerhin 15 Jahre.


    Tatsächlich wollte ich den Begriff "Spieleklassiker" nicht auf einen bestimmten Zeitraum eingeschränkt wissen. Nur war es eben bei mir so, dass "meine" Klassiker aus den später 80ern/ frühen 90ern stammen. Aber ich glaube, zusammen mit #MagicTheGathering (1993/ 1994) setzte sich dann auch hier in Deutschland ein stetiges Wachstum anspruchsvollerer Spiele und ein breiteres Angebot durch.

  • Hi,


    Also ich kann auch heute noch alten Spielen was abgewinnen.


    - Advanced Civ / Civ
    - Age of Renaissance
    - Sternenhändler
    - Merchant of Venus
    - Diplomacy
    - Axis & Allies
    - Scottland Yard
    - Auf Achse
    - Space Hilk
    - Space Crusade / Starquest
    - Heroquest
    - McMulti


    In der richtigen Runde machen die Spiele richtig laune. Probleme gibt es imo nur wenn die Leute mit einer falschen Erwartungshaltung an das Spiel gehen.
    es muss (für manche immer alles total ausrechenbar sein, egal was man für'n Scheiss spielt muss man "im Spiel" bleiben und um den Sieg mitspielen können und die Mechanismen müssen möglichst simpel sein. Das sind ja im Grunde die Kernanforderungen von "modernen" Spielen.
    Wenn man sich davon mal befreit, dann wird man feststellen wie gut so manches "altes" ist.
    Viele der alten habe ich erst vor wenigen Jahren das erste mal gespielt. Von daher hab ich da gar keine "rosarote Brille" auf.


    Atti

  • Hi,
    kann nicht wirklich viel dazu beitragen aber ein wenig.
    McMulti -nach dem Schnäppchen Thread für 13€ gekauft. Ich kenne kein Spiel das für den Preis so eine Ausstattung hat. Der Mechanismus ist hart da relativ unvorhersehbar. Es hat richtig Bock gemacht das es so simpel ist und für uns die richtige Mischung aus Glück und "Strategie".


    Monopoly - ok ist viel älter aber warum denn nicht. Wir haben es zuletzt in einer sehr erfahrenen Runde gespielt. 45 oder 60 Minuten waren wir durch. Aber es hat echt Spaß gemacht. Auf dauer natürlich untragbar aber quasi als Absacker - warum nicht.


    MfG
    fleXufX

    Wer die Weisheit mit Löffeln gegessen hat, neigt zu geistigem Durchfall.

  • Ab wann ist denn ein Spiel ein Klassiker?
    Wie alt muss es denn sein?
    Sind Carcassonne oder El Grande schon Klassiker, gar ein Zug um Zug?


    Oliver schreibt ja oben Ende 80ziger, Anfang 90er.
    Für mich wäre El Grande ein Klassiker, weil ich dadurch wieder zum Spielen gekommen bin.
    Und das Spiel mag ich auch heute noch.


    Sherlock Holmes Kriminal Cabinett mag ich auch noch, Bluff spiele ich auch immer wieder gerne.
    Die sind wohl noch nicht genannt worden.


    Von den o,g, konnte ich Outpost noch nie was abgewinnen. Das Spiel spiele ich einfach nicht mehr mit. :-)

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  • Von den o,g, konnte ich Outpost noch nie was abgewinnen. Das Spiel spiele ich einfach nicht mehr mit. :-)


    Da spielen wir dann ja zusammen nicht mit. Prima, dann können wir was anständiges machen. :-)


    Ich halte Zepter auch für das bessere Outpost.


    El Grande ist einer der "klassiker" (ich finde schon das es einer ist), welchen ich heute nicht mehr so mag. Kam vor einem Jahr mal auf den Tisch und ich habe mich echt gefragt was ich an dem Spiel mal gefunden habe. Boah, war das grottig.


    Atti

  • Stratego!!! Dem schließe ich mich an!

    Ich nicht! Ich spiele es im Moment ab und an bei der Arbeit. Ich bin aber selbst schuld, ich habe es auf den Tisch gebracht, weil ich dachte es ist ein seichter Einstieg in Spiele mit niedrigem strategischem Niveau. Und es funktioniert auch. Die Jugendlichen, mit denen ich es spiele, mögen es. Es erfüllt somit seinen Zweck, aber ich sehne mich danach, auf andere Spiele umzusteigen.

  • Aber gerade der Zeitdruck war doch das Tolle an Space Hulk!?


    Und weil Space Alert auch Zeitdruck hat, ist es damit das moderne Äquivalent zu Space Hulk? Auch wenn die Spiele sonst einfach überhaupt nichts miteinander gemein haben? Kann ich nicht wirklich nachvollziehen.


    Um mal wieder auf das eigentlich Thema zurückzukommen: zwei Spiele sind mir noch eingefallen.
    Da wäre Fury of Dracula, von dem ich fast nur Gutes gelesen habe, es aber nie selbst hatte. Bis ich dann vor etwa einem Jahr die FFG-Version geschenkt bekam und wir es endlich mal spielen konnten. Die ersten 3 Stunden war es spannend, die Rezensionen schienen Recht zu haben. Aber als dann Dracula, kurz vor seinem Tod, wieder und wieder und wieder entwischte und das Spiel weitere 3 Stunden einfach nicht vom Fleck kam (was natürlich durchaus für den Dracula-Spieler spricht und nicht für uns als Jäger - für ihn war's sicher spannend), begann ich ein egal wie geartetes Ende herbeizusehnen. Hauptsache, das Spiel ist aus. Und seitdem bin ich etwas hin- und hergerissen, wenn ich Fury of Dracula im Schrank sehe: einerseits hat es wirklich Spass gemacht, andererseits schrecke ich ein wenig davor zurück, wieder mehrere Stunden am Spiel zu sitzen, ohne dass sich irgendwas nennenswert verändert.


    Und... Hotel.
    Als Kind habe ich es geliebt. Und - Schande über meine Spieler-Haupt - hin und wieder, wenn wir meine Eltern besuchen, spiele ich es auch heute noch. Schlimmer noch, ich habe irrsinnigerweise auch noch Spass dabei, mit meinem roten Plastikauto würfelgesteuert zwischen Pappgebäuden rumzukurven und Geld an meine Mitspieler abzugeben, in der Hoffnung, dass ich diese Runde vielleicht doch noch den Freizeitpark für mein Waikiki-Hotel bauen kann...

    Wenn dir egal ist, wo du bist, kannst du dich auch nicht verlaufen.

  • Hi,


    Ohja, Fury of Dracula habe ich auch in der FFG Version erst kennen gelernt und auch das hat mir gut gefallen. Wie man an dem Teil 6 Stunden zubringen kann ist mir zwar ein wenig rätselhaft, aber sei es drum.
    Dracula muss man nicht nur erwischen, sondern man muss ihn halt dann noch besiegen. Das muss einem klar sein, ansonsten kann es was frustrierend
    werden. Esgibt durchaus auch die möglichkeit das Dracula nachts "auf Jagdt" geht. Je nachdem was die Jäger Nachts so treiben. :-)


    Zumindest die FFG Version gefällt mir sehr gut.
    Es gibt zuwenig von solchen Spielen und zu viele gleichgeschaltete Spiele.


    Atti

  • Ich spiele immer noch gern

    • Britannia (das le. Mal so vor 6Monaten, die gute alte Gibson Games Ausgabe...)
    • Junta , zuletzt vor 6 Wochen, ist aber auch das einzige Spiel, wo ich Tränen am Spieltisch fließen sah - ist halt nicht jedermanns Sache.
    • mcmulti, zuletzt vor 6 Monaten,
    • Kreml, leider schon wieder 3 Jahre her, aber in Sachen Spielspass immer wieder schön!

    Civilization haben wir früher auch sehr gern gespielt, aber auch ich kann mich an als Piraten umherziehende Mitspieler erinnern: Einmal eine Entwicklungsstufe verpasst, dann mache ich den anderen wenigstens noch ordentlich was kaputt!
    1835 habe ich erst vor 6 Monaten entdeckt, fand ich superb.
    Klar verklärt sich die Vergangenheit ein wenig, hach, wir waren jung...bei der Schwemme an neuen Spielen muss ich persönlich nicht das 465. Workerplacement Optimierungsspiel haben: Es gibt halt immer auch noch bereits Erschienenes zu entdecken/auszuschöpfen. Das gemeinsame Spielerlebnis ist mir da viel wichtiger als der Spielgewinn oder die Siegerstrategie möglichst schnell erkannt zu haben.
    Und immer noch steht einiges Ungespieltes im Regal...

  • Und... Hotel.
    Als Kind habe ich es geliebt. Und - Schande über meine Spieler-Haupt - hin und wieder, wenn wir meine Eltern besuchen, spiele ich es auch heute noch. Schlimmer noch, ich habe irrsinnigerweise auch noch Spass dabei, mit meinem roten Plastikauto würfelgesteuert zwischen Pappgebäuden rumzukurven und Geld an meine Mitspieler abzugeben, in der Hoffnung, dass ich diese Runde vielleicht doch noch den Freizeitpark für mein Waikiki-Hotel bauen kann...

    :thumbsup: Mann, das habe ich als Kind immer mal anspielen wollen! War das nicht eines der wenigen Brettspiele, für die Werbung gemacht wurde im Fernsehen? Nebenbei bemerkt: Würfel und Bewegen ist völlig zu unrecht verpönt in der Spielerszene heutzutage. :)

    Soziale Medien fügen Ihnen und den Menschen in Ihrer Umgebung erheblichen Schaden zu.


  • Und... Hotel.
    Als Kind habe ich es geliebt. Und - Schande über meine Spieler-Haupt - hin und wieder, wenn wir meine Eltern besuchen, spiele ich es auch heute noch. Schlimmer noch, ich habe irrsinnigerweise auch noch Spass dabei, mit meinem roten Plastikauto würfelgesteuert zwischen Pappgebäuden rumzukurven und Geld an meine Mitspieler abzugeben, in der Hoffnung, dass ich diese Runde vielleicht doch noch den Freizeitpark für mein Waikiki-Hotel bauen kann...


    Nein! Das Waikikki ist ein Groschengrab! Erst das Bumerang schnell fertig stellen und dann mit Royal oder President den Sack zumachen ;-)


    Britannia von Avalon Hill (1987) ist auch mein Klassiker. Ewig nicht mehr gespielt, aber es hat mich damals stundenlang - oft alleine - gefesselt.


    Anonsten ganz klar:
    - Stratego
    - Axis & Allies
    - Hotel
    - Windjammer

    Mit Gewaltlosigkeit hat noch nie jemand etwas erreicht. (Montgomery Burns)

    Ich habe zwar keine Lösung, aber ich bewundere das Problem. Präsident der EZB. (Das Känguru)


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