Vielspieler vs Wenigspieler: Begriffsuche

  • @Warbear und @PzVIE haben angeregt, nach einem besser geeigneten Begriff für Vielspieler zu suchen (ich persönlich finde den eigentlich recht zutreffend, wenn er als "spielt viele verschiedene Spiele" benutzt wird, und nicht als "spiel viel").


    Meinungen? Vorschläge?

    • Intensivspieler
    • hardcore Spieler
    • Megaspieler
    • Hypespieler
    • Dauerspieler
    • n-Spieler (wobei "n" die Zahl der unterschiedlich gespielten Spiele meint - ich z.B. wäre dann ein 560-Spieler. Quelle könnte die Friendless-Seite sein (distinct games).
    • ...

    Bin gespannt!

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  • "Vielspieler" umfasst eine relativ inhomogene Gruppe. Ist das jetzt so schlecht? Wenn man unbedingt unterscheiden möchte, kann man ja immer noch einfach ein Level x anhängen ;)


    Von den deutschen Begriffen trifft es imho der "Intensivspieler" ganz gut. Allerdings ist das dank Neusprech leider auch schon sehr nahe am "Intensivtäter". Ich mag den Begriff Core Gamer (aus dem Videospiel-Bereich) eigentlich ganz gerne:

    A core gamer is someone who plays a larger variety of games than a casual gamer but doesn't play video games with the intensity and dedication of a hardcore gamer.


    Using an MMORPG as an example, a core gamer would normally progress through their levels at a steady rate and might join a guild but never divulge too seriously into it or use their guild on occasion, a hardcore gamer would want their guild to be the best and constantly do raids and work out techniques.

    Die Grenzen sind selbstverständlich fließend. Eigentlich wäre "Core Gamer" mit "Gernspieler" wohl besser übersetzt. Dann sind wir eben "Hardcore Gamer" :)

  • Einge meiner Bekannten verwenden einen ganz anderen Ausdruck, wenn sie meine Spielesammlung sehen ... aber das sind dann auch "Nicht-Spieler" ... 8o


    Laut Unknowns bin ich ein "Gelegenheitsspieler" ... aber eigentlich finde ich "Vielspieler" gar nicht so schlecht. "Jemand, der sich sehr viel mit dem Thema Brettspiel auseinandersetzt".


    Wie würde man einen Menschen bezeichnen, der ein paar Tausend CDs sein Eigen nennt? Music Enthuast?
    Oder einen, der jede Woche zweimal ins Kino geht? Cineast, das ist vermutlich einfach.
    Einen, der aus Leidenschaft jeden Tag frisch kocht? Ist schon schwieriger ... Hobbykoch? Naaaa ...


    Ich sag einfach "Boardgamegeek" zu mir 8)

  • Ein Begriff alleine ist nicht viel wert ohne Kontext. Wenn aus dem Kontext deutlich wird, dass jemand gemeint ist, der auch komplexere und/oder längere Spiele spielt, die man besser nicht seinen Freunden vorsetzt, die bisher nur maximal Catan, Mensch ärgere dich nicht oder Monopoly kennen, dann finde ich "Vielspieler" völlig und Ordung -- und auf jeden Fall deutlich weniger sperrig als alle Ersatzformulierungen, die ich bisher dafür gesehen habe.

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  • @Sternenfahrer
    Diese Diskussion hatten wir Beide schon mal, wenn ich mich recht erinnere. :-)


    Wir sind damals auf die Bezeichnung "Spiele-Enthusiast" gekommen, was auch die Beschäftigung mit den Spielen ausserhalb der Partien mit einschliesst - wie zum Beispiel Lesen & Schreiben in Foren, Regelstudium, "Pimpen" von Spielen... oder meinst Du was Anderes?

  • Ein Begriff alleine ist nicht viel wert ohne Kontext. Wenn aus dem Kontext deutlich wird, dass jemand gemeint ist, der auch komplexere und/oder längere Spiele spielt...


    Sehe ich grundsätzlich auch so.
    Der Begriff Vielspieler mag zwar falsch sein (ok, er ist falsch) - aber alle die ihn benutzen, wissen genau was gemeint ist.
    Klassischer Fall von "falsa demonstratio non nocet". Es bleibt letztlich ein Hauch von Erbsenzählerei. ;-)


    Verwehren möchte ich mich dem revolutionärem Vorhaben von Sternenfahrer natürlich nicht,
    das Fachgargon an dieser Stelle zu präzisieren. :)

  • Vielspieler ist für mich ein Dauerkandidat für das Unwort des Jahres.


    Meist wird das Wort im Sinne von "Mitmensch der auch für komplexere Spiele zu haben ist" benutzt.


    Ich habe schon mit Leuten Civilization gespielt, die zuvor 10 Jahre kein Gesellschaftsspiel angerührt hatten. In meiner damaligen Spielerunde haben sich da hingegen die meisten nicht herangetraut.


    Daher glaube ich, dass man da eigentlich kein Wort für braucht. Statt "vielspielertauglich" kann man einfach "komplex" schreiben und gut ist. Statt "wir Vielspieler im Forum" kann man auch "wir Spiele-Enthusiasten im Forum" schreiben und statt die "Vielspieler in meinem Bekanntenkreis" einfach die "Spiele-Affinen in meinem Bekanntenkreis". Unsere Sprache kommt ja auch ohne den Viellleser, den Vielfernseher, den Vielmusikhörer, den Vieltrinker und den Vieljogger aus.

    Gruß aus dem Münsterland
    Herbert


    ______________________________
    I'm old enough to know what's wise
    and young enough not to choose it

  • Ich halte von solchen Begriffen überhaupt nichts. Jeder der spielt (egal was, wie oft oder mit wem) ist schlicht ein "Spieler".


    Leider gibt es bei manchen Bewertungsportalen immer wieder "Spieler" die diese Begrifflichkeiten inflationär benutzen, wobei sich bei dem ein oder anderen doch auch abzeichnet, dass er als "Vielspieler" ein total geiler Hecht ist, der es einfach drauf hat im Gegensatz zum "Familienspieler".

  • Wenn's einen Begriff gäbe, der es kurz und prägnant beschreibt, würde es schon Vorteile bringen - schon alleine die häufige Verwendung des strapazierten Begriffs "Vielspieler" zeugt doch bereits von einem Bedarf ...
    Wenn ich mich als Wargamer bezeichne, weiß sofort jeder, was gemeint ist; auch Traingamer ist ein viel verwendeter Begriff (besonders in englisch-sprachigen Foren).
    Warum also nicht sowas wie "Vielspieler" (in Ermangelung eines besseren Wortes) und das ohne mich als tollen Hecht hinstellen zu wollen ... (auch wenn ich auf diese lächerlichen "Family Gamers" mit Verachtung herabblicke ... SCNR :D )

  • in Ermangelung eines besseren Wortes


    Nimm doch den versierten Spieler, zwei Worte sind manchmal besser als ein Unwort und als versierter Spieler hat man es doch auch drauf. :-)

    Gruß aus dem Münsterland
    Herbert


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  • Letztendlich ist es doch völlig schnurz, ob man nun ein Viel-, Mega-, Entusiast- oder sonstwas Spieler sein soll. Entscheidend wäre die Definition dazu. Wenn man die hat - gehe zum Anfang...
    Ich z..B. kenne und spiele enthusiastisch viele Spiele hardcoremäßig ;)

    Bitte senden Sie mir Ihre E-Mail doppelt, ich brauche eine für´s Archiv :/

  • "Universalspieler" hört sich für mich zu beliebig an.
    Spiele wie Monopoly, Risiko oder MÄDN spiele ich nicht - der "Universalspieler" hört sich für mich aber so an, als wenn er das auch alles spielen würde... ein Spieler ohne Meinung und Geschmack, Hauptsache was spielen... so hört sich das für mich an... ;-)

    Wäre "Besser-Spieler" geeigneter? ;-)

    "We are the unknowns. Lower your shields and surrender your ships. We will add your biological and technological distinctiveness to our own. Your culture will adapt to service us. Resistance is futile."


    Meine Spiele: Klick mich

  • Geiler Macker. So darfste mich nennen ! Passt beim spielen oder auch sonstwo.
    So nu isses raus. Kein Ding.


    Grüße Nupsi


    Zur Begriffsdefinition:
    Ein gesonderter Begriff an sich hört doch immer dämlich an. Dann fängt für mich gleich wieder die Kunst- oder Kulturgutdebatte an.
    Auf jeden Fall wird man damit noch komischer beäugt als es das Hobby eh schon mit sich bringt.
    Liegt halt immer am Gesprächspartner, ob die vorurteilsbelastet sind oder nicht.

  • Bevor man eine Bezeichnung sucht, sollte man sich doch erst mal überlegen, was genau diese Bezeichnung abdecken soll.
    "Vielspieler" deckt ja alles ab, was nicht unter "Wenigspieler" fällt - und genau das ist ja das Unschöne.


    Als "Vielspieler" wird bezeichnet,
    - wer viele unterschiedliche Spiele spielt,
    - wer viele Partien spielt (auch von gleichen Spielen)
    - wer auch anspruchsvolle Spiele spielt
    - wer nur anspruchsvolle Spiele spielt
    - wer viel Zeit für's Spielen aufwendet
    - wer an allem interessiert ist, was zum Spielen gehört
    - wasauchsonstnochimmer


    Ich finde nicht, daß man für das alles unterschiedliche Bezeichnungen braucht.
    Ich finde aber, daß man den Begriff "Vielspieler" (für das alles) auch nicht braucht, denn er sagt wirklich gar nichts aus.
    Ich jedenfalls habe ihn wahrscheinlich noch nie verwendet ...


    Ich glaube nicht, daß jemand wirklich objektiv sein kann - alle Meinungen sind subjektiv.
    Natürlich gilt das auch für mich.

    Einmal editiert, zuletzt von Warbear ()

  • im eigentlichen ist ja nicht nur der Begriff "Viel-Spieler" der schwammig ist, sondern auch die Umschreibungen der Spiele :
    Familienspiel. Bin ich Familienspieler nur weil ich ein Familienspiel wie z.Bsp Finca auch spiele ? Bin ich Vielspieler nur weil ich viel spiele ?
    Opa Schulze aus der Kneipe nebenan ist vermutlich noch viel mehr Vielspieler weil er jeden Tag 12 Blätter Skat kartet und 10x den Schock-Würfel-Becher bechert, äh würfelt.


    Wie wäre es mit einer mentalen Einstellungsbeschreibung ...


    1-Spaßspieler ( hat kaum oder keine eigenen Spiele und spielt zum Zeitvertreib mal mit )
    2-Hobbyspieler ( hat ein paar Spiele daheim und spielt in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen )
    3-Leidenschaftsspieler ( hat mehrere verschiedene Spiele daheim und besucht/organisiert regelmäßig Treffen mit wechselnd gespielten Spielen )
    4-Spielefreak ( ist im Besitz einer kleinen Sammlung und ist frequent über Neuheiten und Entwicklungen informiert )
    5-Spielsüchtiger ( jeder freie Cent wird in Spiele gesteckt und alle Freizeitunternehmungen sind auf Brettspiele spielen oder beschaffen ausgerichtet )


    Ich würde mich mal in Kategorie 3 packen

    Besucht uns auf unserer Seite unter "www.mister-x.de" oder liked uns bei facebook um regelmäßig Neuigkeiten zu erfahren.

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  • Vor allem informiert dich regelmäßiges lesen dieses Forums frequent über Neuheiten und Entwicklungen.
    Also würde ich alle Leser hier in Kategorie 4 packen ;)
    Ansonsten würde ich mich auch eher unter Leidenschaftsspieler verorten.


  • 876 Spiele hast Du am Geek als "owned" eingetragen ... ab wann hat man denn eine Sammlung? :thumbsup:


    Für mich ist nicht die Zahl der Spiele im Besitz ausschlaggebend, sondern die Intention. Wenn ich zB alle drei Puerto Ricos besitzen möchte, weil ich alle Aleaspiele haben will, bin ich ein Sammler; besitze ich nur eins, um es zu spielen, dann nicht.

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  • Ich finde, Warbear hat das eigentliche Problem sehr gut erkannt: Die Definition dessen, was wir bezeichnen wollen!


    Für mich ist ein Vielspieler ein Mensch, der oft spielt und der auch viele unterschiedliche Spiele spielt. Für andere mag der Begriff aber anders gelten!


    Das Problem ist aus meiner Sicht nicht der Begriff Vielspieler, sondern dass dieser Begriff manchmal unpassend verwendet wird. Es kommt zum Beispiel immer mal wieder vor, dass jemand über ein recht einfaches Spiel schreibt: "Nichts für Vielspieler". Das halte ich für falsch. Gemeint ist hier nämlich "Nichts für Nur-komplexe-Spiele-Spieler", und das ist etwas Anderes. In diesem Fall wird also einfach ein falscher Begriff verwendet. Würde so etwas nicht immer wieder passieren, könnte man mit dem Begriff Vielspieler vermutlich deutlich besser leben und müsste hier nicht nach Alternativen suchen.


    Allerdings bräuchte man dann vielleicht doch noch einen Begriff für den "Nur-komplexe-Spiele-Spieler" ...

    André Bronswijk
    Thygra Spiele
    (u. a. für Pegasus Spiele tätig)

  • nicht zu vergessen den "sowohl-als-auch-Spieler" ;)


    den Unterschied zw . Spiele haben und kleine Sammlung liegt auch für mich in der Intention. Habe ich 200 Spiele die alle immer wieder mal auf den Tisch kommen ists das eine, habe ich 200 Spiele von denen ein gutteil als Bestimmung den Komplettierungsgedanken verfolgen , dann ists ne Sammlung.

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  • Für mich ist nicht die Zahl der Spiele im Besitz ausschlaggebend, sondern die Intention. Wenn ich zB alle drei Puerto Ricos besitzen möchte, weil ich alle Aleaspiele haben will, bin ich ein Sammler; besitze ich nur eins, um es zu spielen, dann nicht.


    Nun, das finde ich etwas spitzfindig. Ich behaupte für 95% der Brettspielbesitzer (so ab 15 Spielen) würden einen Brettspieler mit 500 Spielen als Sammler bezeichnen. Vielleicht mit einer unsystematischen Sammlung, aber dennoch als Sammler.


    Anderes Beispiel:
    In meinen Regalen, Kisten, etc. sind bestimmt über 1000 Comics. Zwar insgesamt wenige Reihen voll, von keinem einzigen Verlag alles (wie auch?), Jahrgänge und Auflagen schon mal gar nicht. Wenn ich mich jetzt hinstelle und sage dass ich kein Sammler wäre, da meine Intention bzgl. Sammlung unsystematisch und wahllos sei, nimmt mir das auch keiner ab ;)

  • Passt mal auf, ich erkläre Euch jetzt, wie die Sache aussieht: Alle, die mehr Spiele in der Sammlung haben als man selbst, sind pathologische Sammler. Alle, die weniger haben, sind keine echten Brettspieler. :D

  • Nun, das finde ich etwas spitzfindig. Ich behaupte für 95% der Brettspielbesitzer (so ab 15 Spielen) würden einen Brettspieler mit 500 Spielen als Sammler bezeichnen. Vielleicht mit einer unsystematischen Sammlung, aber dennoch als Sammler.


    Ich würde einen Brettspieler mit 500 Spielen nicht zwangsläufig als Sammler bezeichnen.
    Das hängt meiner Meinung nach unter anderem davon ab, wie und zu welchem Zweck er zu seinen Spielen gekommen ist und warum er sie hat.
    War und ist das nur zum Spielen, ist und bleibt er nur ein Spieler.
    Ich selbst habe ein Vielfaches davon an Spielen und bezeichne mich auch nicht als Sammler (obwohl ich vor langer Zeit mal einer war).


    Anderes Beispiel:
    In meinen Regalen, Kisten, etc. sind bestimmt über 1000 Comics. Zwar insgesamt wenige Reihen voll, von keinem einzigen Verlag alles (wie auch?), Jahrgänge und Auflagen schon mal gar nicht. Wenn ich mich jetzt hinstelle und sage dass ich kein Sammler wäre, da meine Intention bzgl. Sammlung unsystematisch und wahllos sei, nimmt mir das auch keiner ab


    Ich schon - und offenbar hältst Du Dich selbst ja auch nicht für einen Sammler. ;)
    Ob Dir das jemand abnimmt oder nicht, spielt dabei meiner Meinung nach überhaupt keine Rolle.


    Ich glaube nicht, daß jemand wirklich objektiv sein kann - alle Meinungen sind subjektiv.
    Natürlich gilt das auch für mich.

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