1960: The Making of the President im spielblog

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  • Ich fühlte mich leider gezwungen, Deine Statistik zu 1960 total zu versauen.


    Nach bisher 4 Partien ist es für mich (und für meine Mitspieler) das bei weitem schlechteste CDG bisher (und Lichtjahre von Twilight Struggle entfernt), und ich würde nur im Ausnahmefall meine Zeit nochmals dafür verschwenden.


    Nach Deiner Bewertungs-Skala gibt's dafür von mir gerade mal 3 Punkte.
    .


    Ich glaube nicht, daß jemand wirklich objektiv sein kann - alle Meinungen sind subjektiv.
    Natürlich gilt das auch für mich.

  • Ist doch völlig OK. So unterschiedlich können Meinungen sein. Nun habe ich ja meine begründet.... nur Du nicht?!?


    Wie gesagt - mir gefällt 1960 als schönes Einstiegs CDG mit interessantem Thema - überschaubaren Regeln und einer angemssenen (für mich angenehmen) Komplexität.


    Vielleicht ist Dein Komplexitätsanspruch aufgrund mehr CDG-Erfahrung einfach höher?


    Liebe Grüße
    Sankt Peter

    "We are the unknowns. Lower your shields and surrender your ships. We will add your biological and technological distinctiveness to our own. Your culture will adapt to service us. Resistance is futile."


    Meine Spiele: Klick mich


  • Begründung (nach 4 Partien):
    Ich habe meine Gründe schon mal irgendwem geschrieben oder irgendwo gepostet, finde das gerade aber nicht mehr. Ich versuche mich mal zu erinnern (was mir nach gerade überstandenen 5 Tagen ASL-Con aber doch etwas schwer fällt):
    - in allen 4 Partien waren jeweils ab der 7. Runde die Holzklötze aufgebraucht
    - Runde 6 ist nur ein besseres Stein/Schere/Papier
    - Endorsements kamen so gut wie gar nicht zum Tragen, da zum Spielende jeweils fast keine Staaten leer waren
    - um die Issues gab es ein ständiges Hin- und Her-Gezerre, wo schlußendlich nur die Kartenhand mit den höheren CPs den Ausschlag gab
    - Momentum hatte praktisch nur passive Bedeutung. Eine Übernahme des gegnerischen Events gab es so gut wie nie.
    - der aktuelle Spielstand ist nie ersichtlich
    - es gibt viel zu viele Events, die aus Leading States wieder nur Carrying States machen können (selbst 8 Holzklötze in New York waren im Nu wieder weg).
    - generell finde ich die Auswirkungen der Events zu wenig differenziert und daher ziemlich langweilig.
    - Advertising ist reines Glücksspiel
    - die Auswirkungen des Campaign Strategy Card Stack zum Schluß sind reines Glücksspiel
    Ich glaube, was waren überwiegend meine Punkte. Im Übrigen habe ich halt auch wenig Bezug zum amerkanischen Wahlkampf. Es interessiert mich nicht wirklich nicht sehr, ob Nixon irgendwo mit Tomaten beworfen wurde oder was auch immer ...


    Komplexität:
    Mit fehlender Komplexität hat das nichts zu tun.
    Twilight Struggle hat in etwa dieselbe Komplexität, ist für mich aber von Anfang an das bei weitem interessantere Spiel (10 Punkte - bisher ca. 30 Partien).


    Im übrigen finde die Produktions-Qualität von 1960 sehr gut, die uninspirierte Grafik (hauptsächlich vom Board) aber sehr bescheiden. Diesen Grafiker würde ich sofort entlassen ...
    .


    Ich glaube nicht, daß jemand wirklich objektiv sein kann - alle Meinungen sind subjektiv.
    Natürlich gilt das auch für mich.

  • Hallo Warbear,


    mit dem Thema habe ich ja geschrieben. Twilight Struggle ist da sicher einen Tick interessanter - gerade für Europäer ;)


    Zu Deinen Punkten:


    Die Holzklötze waren bei uns knapp, haben aber ausgereicht. Das bedeutet natürlich auch, daß am Ende des Spiels einige Staaten bei uns unbesetzt waren und damit die Endorsements spielentscheidend waren. Ich finde die Debatten und den Wahlabend deswegen interessant, da man bereits in den Runden entscheiden muß, welche Karten man nicht spielt und lieber auf den Stack legt, um dann in der Debatte nicht völlig nackig dazustehen. Ich gebe Dir aber Recht, daß man aus zurückgelegten Karten in der Debatte selbst nicht viel mehr durch geschicktes Ausspielen rausholen kann. Schere Stein Papier würde ich das zwar nicht nennen - aber die Debatte ist sozusagen mit den Karten entschieden, die man zur Seite gelegt hat - so daß die Debatte an sich nur noch ein runterspielen ist.


    Den Glücksanteil habe ich ja auch erwähnt. Wir fanden ihn allerdings nicht als störend, da man die Zahl der Würfel im political bag beeinflussen kann. Bei Twilight Struggle ist der Run um die erste Mondlandung ja auch mit Glück verbunden.


    Über die Karten, die Mehrheiten (auch unabhängig von der Position des Kandidatenmarkers) in den Staaten ändern können haben wir am Spielende auch diskutiert. Mich hat das etwas gestört, da aufgebaute Mehrheiten nicht so richtig geschützt werden können. Ich nehm da mal das "Jesneits-von-Theben"-Argument: Es passt aber zum Charakter eines Wahlkampfes und ist deswegen thematisch "sauber" umgesetzt.


    New York wechselte bei uns auch mehrmals. Vielleicht sollte man NY einfach links liegen lassen - könnte ja auch eine Strategie sein?


    Ach so: kann es sein, daß Du leading und carrying verwechselt hast?


    Die Momentum Marker wurden bei uns schon eingesetzt - wenn auch selten. Zum Ende bringt ja jeder MM noch 2 Extraklötzchen.


    Und schlußendlich: Die Issues waren bei uns nicht sehr umkämpft. Ich habe meinem Gegner da mehr oder weniger alleine rumtoben lassen. Über meine Media-Mehrheit konnte ich ihn noch ein bißchen ärgern (vertauschen angrenzender Issues). Man kann sich halt nicht überall engagieren. Und gerade das finde ich ja spannend - die Strategienfindung.


    Die Grafik finde ich übrigens gut. Einzig und allein der aufgemalte Bleistift auf meiner Seite hat mich gestört, wollte ich ihn doch immer aufheben :-)


    PS.: 5 Tage ASL-Con... das sind ja gefühlte 10 Stunden Schlaf - oder?


    Liebe Grüße
    Sankt Peter

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  • Zitat

    Original von Sankt Peter
    Schere Stein Papier würde ich das zwar nicht nennen - aber die Debatte ist sozusagen mit den Karten entschieden, die man zur Seite gelegt hat - so daß die Debatte an sich nur noch ein runterspielen ist.


    Man legt ja in jeder Runde meist die Karte ab, deren Event am unangenehmsten wäre (ähnlich dem Space-Track bei Twilight Struggle).


    Ich finde aber gerade nicht, daß es in Runde 6 ein einfaches Runterspielen ist. Welcher Issue wieviele Klötzchen bringt, hängt ja davon ab, ob er früh oder spät beendet wird. Und dies hängt dann auch davon ab, wann Dein Spielpartner welche Karte spielt. Und genau das kann man höchstens erraten.
    Daher: Stein/Schere/Papier



    Zitat

    Original von Sankt Peter
    New York wechselte bei uns auch mehrmals. Vielleicht sollte man NY einfach links liegen lassen - könnte ja auch eine Strategie sein?


    Ich glaube, eher nicht. Denn Dein Spielpartner hätte dann ja auch seine Ressouecen für die anderen Staaten frei (und New York schon im Sack).



    Zitat

    Original von Sankt Peter
    Ach so: kann es sein, daß Du leading und carrying verwechselt hast?


    Ja, sorry!



    Zitat

    Original von Sankt Peter
    Die Grafik finde ich übrigens gut. Einzig und allein der aufgemalte Bleistift auf meiner Seite hat mich gestört, wollte ich ihn doch immer aufheben


    Den Bleistift wollte ich auch öfters aufheben.



    Zitat

    Original von Sankt Peter
    PS.: 5 Tage ASL-Con... das sind ja gefühlte 10 Stunden Schlaf - oder?


    Zugegeben, ich bin schon etwas platt. Aber das liegt nicht an extremem Schlafmangel (ASL-Szenarien sind ja meist keine Monsterspiele und dauern daher nicht bis in die Puppen), sondern an der Konzentration, die man ständig aufbringen muss. Vor allem ich als immer noch Newbie ...
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  • Na ja... das war mein Problem bei der Debatte - ich hatte immer meine häßlichste Karte abgelegt. Mein Spielpartner nicht. Da er meinen Kennedy gleich im ersten Spielzug ermüden ließ konnte ich mir auch keine zusätzliche freie Karte schaffen... Häßlich von ihm.


    Sonst kann man die Debatte noch ein bißchen darüber beeinflussen, indem man die Initiative hat...


    MIt NY ist natürlich schon richtig. Lasse ich ihm NY, dann kann er anderweitig weiter stänkern. Vielleicht muß man einfach gelassener spielen. Ich habe zu Beginn wie ein irrer Klötzchen in die Staaten gelegt. Die wurden in den späteren Runden einfach wieder abgeräumt und da mein Gegner die Endorsement Mehrheiten hatte reichte es ihm die Staaten einfach leer zu machen. Ich glaube man darf erst in den späteren Runden Klötzchen in die Staaten werfen (Runden 7/8). Werde ich das nächste Mal versuchen.


    Ja, der Bleistift ist häßlich. Gut das die Tasse nicht so plastisch wirkt ;)


    Zu Deinem letzten Punkt: Newbie in ASL... wie lange willst Du das noch als Rechtfertigung bringen ;) Immerhin spielst Du jetzt schon mindestens 12 Monate und hast bestimmt schon über 100 Spiele hinter Dir. Newbie - hüstel. :watt:

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  • Zitat

    Original von Sankt Peter
    Zu Deinem letzten Punkt: Newbie in ASL... wie lange willst Du das noch als Rechtfertigung bringen ;) Immerhin spielst Du jetzt schon mindestens 12 Monate und hast bestimmt schon über 100 Spiele hinter Dir. Newbie - hüstel. :watt:


    Seit Frühjahr letzten Jahres habe ich gespielt:
    80x ASl Starter Kits
    34x Full ASL


    Die Regeln der Starter Kits beherrsche ich natürlich weitgehend, und das Spielen funktioniert narürlich auch.


    Die Full ASL Regeln habe ich bis jetzt noch nicht 1x gelesen, nur Teile daraus. Ich habe meine Counter noch nicht vollständig ausgepöppelt, meine Boards noch nicht aus den verschiedenen Modulen zusammengesucht, die Overlays nicht sortiert, und und und ...
    Ich habe bisher noch kaum Zeit gehabt, ASL Strategie-Artikel zu lesen (obwohl ich jede Menge davon habe). Das kommt jetzt als nächstes dran und ist dringend notwendig.
    Die Spielpartner meiner bisherigen ASL-Partien waren immer erfahrene ASL-Veteranen, die mir geduldig erklärt haben, was ich zum jeweiligen Szenario noch nicht wusste.

    Von daher fühle ich mich bei den Starter Kits natürlich nicht als Newbie, bei Full ASL aber immer noch. Da bin ich ein halbwegs brauchbarer Mitspieler für einen efahrenen Spieler. Wenn ich aber mit jemand spielen würde, der ähnlich viele Regel-Löcher hat wie ich, so würde das wegen ständigem Nachlesen eine ziemlich zähe Partie werden ...
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    Natürlich gilt das auch für mich.

  • Hört sich nach harter Arbeit an. Na dann weiterhin viel Erfolg auf Deinem Weg in die Full-ASL Welt.


    Ist ja Wahnsinn... da benötigt man ja am Ende mindestens 2 Jahre und über 200 Partien, um das Regelheft zur Seite legen zu können...


    Da liest Du ja so eine lächerliche Here I Stand Regel in 15 Minuten und legst los?

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  • Zitat

    Original von Sankt Peter
    Hört sich nach harter Arbeit an. Na dann weiterhin viel Erfolg auf Deinem Weg in die Full-ASL Welt.


    Ist ja Wahnsinn... da benötigt man ja am Ende mindestens 2 Jahre und über 200 Partien, um das Regelheft zur Seite legen zu können...


    Das ist schon sehr heftig, jedenfalls für mich. Man wird ja schließlich nicht jünger. Ich weiß auch nicht recht, warum ich mir das noch angetan habe, in meinem Alter (auch wenn es wirklich richtig Spaß macht). Vielleicht, damit man später nicht das Gefühl haben kann, etwas versäumt zu haben?


    Man wird die ASL Regelbücher niemals zur Seite legen können, auch nach 20 Jahren nicht. Auch für die Veteranen war beim ASL Con wieder ständiges Nachschlagen und Diskutieren angesagt. Und die haben meist 1000 Partien und mehr hinter sich. Da bin ich mit meinen 34 Partien doch noch ein reiner Waisenknabe. Newbie halt ...



    Zitat

    Original von Sankt Peter
    Da liest Du ja so eine lächerliche Here I Stand Regel in 15 Minuten und legst los?


    natürlich nicht.
    .


    Ich glaube nicht, daß jemand wirklich objektiv sein kann - alle Meinungen sind subjektiv.
    Natürlich gilt das auch für mich.

  • Zitat

    Original von Sankt Peter
    Nur kurze Nachfrage: Deine Frau spielt aber kein ASL - oder?


    Wir haben bisher ca. 10 Szenarien vom Starter Kit 1 zusammen gespielt.
    Sie würde im Prinzip gerne weitermachen, auch bis Full ASL, aber ihr recht anspruchsvoller Job hindert sie doch (derzeit noch?) daran.


    Warum fragst Du?
    Weil sie eine Frau ist?
    Weil sie meine Frau ist?
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  • Warum frage ich...


    Sowohl als auch.


    Eher untypisch für eine Frau - oder? Zumindest in meiner Erfahrungswelt. Aber schön ,wenn man sein Hobby mit seiner Liebsten teilen kann!

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  • Hiho,


    Wir haben gestern auch mal 1960 ausprobiert und umgehauen hat es uns nicht.


    Kommt (zumindest nach einer Partie) nicht ansatzweise an TS herran, obwohl durchaus Ähnlichkeiten da sind.


    Mehr als 'ne 5 springt da nicht bei rum. Wieso die Amis wir bescheuert 9er und 10er vergeben, ist mir schleierhaft.
    Muss tatsächlich was mit dem Thema zu tun haben (was ich auch nicht besser oder schlechter finde als den 30-Jähirgen Krieg (wen interessiert das?) oder Irgendwelche Kreuzzüge oder ob im alten Rom ein Senator im beisein des Kaisers gepupst hat.


    Das Spiel konnte in der ersten Partie so erstmal nicht überzeugen


    Atti

  • Na, endlich mal einer, der meine negative Meinung zu diesem Spiel weitgehend teilt. :winke:


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    Ich glaube nicht, daß jemand wirklich objektiv sein kann - alle Meinungen sind subjektiv.
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  • Hiho,


    Die BGG Bewertung und die Tatsache das jetzt sogar auf Wargamersroom eine Betaversion von einem Java-Programm für Onlineplay existiert macht mich aber langsam echt nachdenklich ob ich nicht einfach zu blöd für das Spiel bin!


    Atti

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