[Malprojekt] Maus & Mystik

  • So, ich starte hier mal meinen Projekt-Thread zur Bemalung von Maus und Mystik. Einfach so. Weil ich Lust drauf habe.
    Wer es langweilig findet, der braucht es ja nicht zu lesen... ;-)


    Also, ich finde Maus & Mystik sehr viel stimmungsvoller mit Miniaturen, die bemalt sind. Ich habe früher schon Tabletop-Figuren bemalt, und will für Maus & Mystik jetzt keinen Vitrinen-Standard malen, sondern eine gute Lösung zwischen Qualität und Aufwand finden.


    In der letzten Woche habe ich meinen Bestand an Farben und Pinseln wieder aufgestockt, und dann einfach mal losgelegt. Als Vorlage dienen mir (zumindest bei den Helden) die Charakterkarten.


    Gestern waren soweit Colin und Rex fertig, sowie der Hundertfüssler:



    "Fertig" ist dabei relativ; zum Einen überlege ich noch, ob ich den Mäusen kleine weiße Lichtpunkte in die schwarzen Augen setze, um den Glanz zu simulieren; zum Anderen müssen die Basen noch bemalt werden - schwarz für die Gegner, und Rot bzw. Gelb für die Helden. Und dann natürlich noch Klarlack drüber, damit die Farbe nicht abgerieben wird.


    Meinungen, Kommentare, Verbesserungsvorschläge? :-)

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  • Sieht gut aus, zum Spielen völlig o.k.
    Einfacher ist es, erst die Basen farblich zu gestalten, dann die Figur. Alternativ kannst du die Basen auch mit Kleber bepinseln und dann einfach durch farbigen Sand ziehen - wirkt plastischer.
    Beim Lack nimm Mattlack und nicht glänzend. Das sieht dann wesentlich natürlicher aus.


    Viel Erfolg!

    Bitte senden Sie mir Ihre E-Mail doppelt, ich brauche eine für´s Archiv :/

  • Sieht gut aus, zum Spielen völlig o.k.
    Einfacher ist es, erst die Basen farblich zu gestalten, dann die Figur. Alternativ kannst du die Basen auch mit Kleber bepinseln und dann einfach durch farbigen Sand ziehen - wirkt plastischer.
    Beim Lack nimm Mattlack und nicht glänzend. Das sieht dann wesentlich natürlicher aus.


    Viel Erfolg!

    Danke für die Hinweise!
    Farbigen Sand werde ich nicht nehmen, das finde ich optisch zu krass, und zudem kann ich da nicht die Farbtöne durch Mischen so abstimmen, wie ich möchte. (Oder färbst Du den Sand selbst ein? Ich kenne alternativ nur das Sanden und danach bemalen).
    Wieso meinst Du, die Farben zu Erst zu bemalen sei einfacher? Mein Plan war eigentlich, um die Füsse der Mäuse ein "Blacklining" zu lassen - also nicht bis an die "Pfoten" heran zu malen...


    Als Lack nehme ich den Marabu Seidenmatt-Lack - mit dem habe ich früher beim Tabletop sehr gute Erfahrungen gemacht; genau die richtige Mischung aus Härte vom Glanzlack und Mattieren vom Mattlack... :-)
    (Ich hoffe nur, der ist nach 4-5 Jahren Lagerung noch gut... die Schwarze Grundierung, die so alt war, war verklumpt... :-/ )

  • Hi,


    Weiss nicht ob ich es schonmal geposted habe, aber hier mein Stand:



    Fehlen noch die Ratten, die Spinne und der Krabbelkrik.


    Atti

  • Sehr cool, @Attila, ist ja schon viel geschafft! :-)


    Ich finde das Spiel mit bemalten Figuren um Längen besser!
    Wir können ja den Fortschritt hier weiter protokollieren, das motiviert bestimmt, selbst weiter zu malen! :-)


    Hi,


    Klar, macht das viel mehr her und macht auch viel mehr Spass mit bemalten Minis. Die Ratten haben mich demotiviert, weil das immer die gleiche Miniatur ist und das find ich immer etwas langweilig zu bemalen. :-)


    Aber der Thread motiviert tatsächlich das Projekt mal weiter zu betreiben. :-)


    Atti

  • Wieso meinst Du, die Farben zu Erst zu bemalen sei einfacher? Mein Plan war eigentlich, um die Füsse der Mäuse ein "Blacklining" zu lassen - also nicht bis an die "Pfoten" heran zu malen...Farbigen Sand werde ich nicht nehmen, das finde ich optisch zu krass, und zudem kann ich da nicht die Farbtöne durch Mischen so abstimmen, wie ich möchte. (Oder färbst Du den Sand selbst ein? Ich kenne alternativ nur das Sanden und danach bemalen).

    Wenn man die Basen erst gestaltet, muss man später nicht umständlich um die Füße rummalen. Farbigen "Bastelsand" gibt' s in vielen Farben in den einschlägigen Hobbyabteilungen oder Läden, den meinte ich. Der Rand, oder eben alternativ der Sand, kann dann der Spielerfarbe entsprechend gestaltet sein. Die Erfahrung meines Juniors hat gezeigt, mit den Figuren wird enormer Aufwand betrieben, die Basen hingegen total vernachlässigt.

    Bitte senden Sie mir Ihre E-Mail doppelt, ich brauche eine für´s Archiv :/

  • @[Tom] Erstmal: Daumen hoch!


    Hättest Du Lust nicht nur das Ergebnis zu posten, sondern auch womit an Materialien etc. begonnen wird und wie die einzelnen Schritte erfolgen. Wird grundiert, poliert vor dem malen? Was wird zuerst bemalt? So eine kleine Anleitung. In 7 oder 8 Schritten.


    Edit: Natürlich können auch andere gerne posten. Mich würde auch interessieren, welche unterschiedliche Techniken zu welchem Ergebnis führen.

    "Ich bin ein Gegner der Religion. Sie lehrt uns damit zufrieden zu sein, dass wir die Welt nicht verstehen." Richard Dawkins

  • Sehr schöner Thread. Ich hatte auch schon überlegt, ob ich ihn aufmache, weil anscheinend mehrere Maus & Mystik bemalen. Mich hat das Spiel enorm motiviert, meine Farben und Pinsel stark aufzustocken, und erstmalig Spielfiguren "ordentlich" zu bemalen. D.h. vor dem Bemalen wurde sich über diverse Techniken informiert und dann auch nach meinen Möglichkeiten angewandt. Kein plumpes Anpinseln und folgendes Dipping mehr, wie Jahre zuvor.


    Ca. vier Wochen habe ich jede freie Minute genutzt, Maus und Mystik zu bemalen. Das hat enormen Spaß bereitet! Ob die Figuren nun fertig sind? Keine Ahnung. Ich traue mich auch noch nicht an einen Abschluss mit Mattlack, u.a. auch deswegen dass man an diversen Stellen lesen kann, dass dabei auch einiges schief gehen kann.


    Fotos folgen

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  • Wenn man die Basen erst gestaltet, muss man später nicht umständlich um die Füße rummalen. Farbigen "Bastelsand" gibt' s in vielen Farben in den einschlägigen Hobbyabteilungen oder Läden, den meinte ich. Der Rand, oder eben alternativ der Sand, kann dann der Spielerfarbe entsprechend gestaltet sein. Die Erfahrung meines Juniors hat gezeigt, mit den Figuren wird enormer Aufwand betrieben, die Basen hingegen total vernachlässigt.

    Oh, keine Sorge - die Basen vernachlässige ich nicht! Aber es sind immer noch Spielfiguren für mich und keine Tabletop-Miniaturen, also ziehe ich eine einfarbige Base in Farbe der Charakterkarte vor - anstelle einer "realistischen" Base mit Steinplatten u.ä. - dazu sind die Figuren auch zu dilettantisch zusammengebaut mit Lücken und so weiter. Ich möchte einfach einen schönen Spielstandard bei den Figuren erreichen - nicht einen Vitrinen-Standard. So viel Zeit investiere ich nicht in ein Brettspiel, schon gar Nicht in Figuren, die nicht sehr schön sind - die Figuren sind nett und besser als das, was man sonst bei einem Brettspiel vorfindet - aber bei Weitem hinter dem, was man von namenhaften Miniaturenherstellern bekommt...
    ( @Torlok Was für Erfahrungen hat Dein Junior denn gemacht?)


    @[Tom] Erstmal: Daumen hoch!


    Hättest Du Lust nicht nur das Ergebnis zu posten, sondern auch womit an Materialien etc. begonnen wird und wie die einzelnen Schritte erfolgen. Wird grundiert, poliert vor dem malen? Was wird zuerst bemalt? So eine kleine Anleitung. In 7 oder 8 Schritten.


    Edit: Natürlich können auch andere gerne posten. Mich würde auch interessieren, welche unterschiedliche Techniken zu welchem Ergebnis führen.

    Tja, Tutorials gibt es im Netz sehr viele und ich bin bei Weitem kein so guter Maler, dass ich da was Schreiben sollte... ich kann nur sagen:


    1. Wascht die Figuren gründlich! Ich habe festgestellt, dass noch SEHR viel "Schmiere" an den Figuren ist, also habe ich sie gleich zweimal gewaschen: 2 Stunden in lauwarmen Spüli-Wasser eingelegt, und dann gründlich von allen Seiten (und vor Allem an allen Stellen, die auch schwer zugänglich sind!) mit einer Zahnbürste (am Besten eine sehr weiche kaufen) geschrubbt. Nicht zu fest, sonst beschädigt man die Figur. Dann mit klarem Wasser (nicht zu heiß!) abspülen und 24h lang auf einem Küchentuch trocken lassen.
    Tut man es nicht, habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Farbe abperlt.


    2. Und Grundieren. Ich finde es sehr essentiell die Figuren mit einer Grundierung zu überziehen - ich bevorzuge Schwarz, und eine Grundierung mit einem Pinsel. Schwarz ist zwar lästig bei hellen Figuren wie Tilda, aber letztendlich deckt auch weiß darauf - und eine Nische, die man mit dem Pinsel nicht erreicht beim eigentlich bemalen, ist dann eben Schwarz, wie ein Schatten - und leuchtet nicht als weiße Lücke...


    3. Was das Bemalen angeht, da bin ich sehr kreativ was Techniken angeht. Tilda ist fast nur mit Highlights versehen, während der Hundertfüssler Wash und Brush Techniken abbekommen hat. Manchmal male ich auch einfach so drauf los, und schaue, was passiert... meistens schaut es gut aus... ^^


    Sehr schöner Thread. Ich hatte auch schon überlegt, ob ich ihn aufmache, weil anscheinend mehrere Maus & Mystik bemalen. Mich hat das Spiel enorm motiviert, meine Farben und Pinsel stark aufzustocken, und erstmalig Spielfiguren "ordentlich" zu bemalen. D.h. vor dem Bemalen wurde sich über diverse Techniken informiert und dann auch nach meinen Möglichkeiten angewandt. Kein plumpes Anpinseln und folgendes Dipping mehr, wie Jahre zuvor.


    Ca. vier Wochen habe ich jede freie Minute genutzt, Maus und Mystik zu bemalen. Das hat enormen Spaß bereitet! Ob die Figuren nun fertig sind? Keine Ahnung. Ich traue mich auch noch nicht an einen Abschluss mit Mattlack, u.a. auch deswegen dass man an diversen Stellen lesen kann, dass dabei auch einiges schief gehen kann.

    Ja, die Angst, dass man beim LETZTEN Schritt - der Lackierung - was falsch macht, die kenne ich.
    Aber letztendlich ist es immer gut gegangen.
    Welche Angst hast Du denn grundsätzlich? Schlimmer finde ich übrigens, wenn man die Figuren NICHT lackiert, und sie dann die Farbe abreiben... :-(


    Übrigens kannst Du für mehr Kontrolle auch (Seiden)Mattlack zum Aufpinseln kaufen. Dauert länger, aber Du kannst mehr kontrollieren, was passiert.
    Ich selbst verwende den Seidenmattlack von Marabu, mit dem habe ich tolle Ergebnisse erzielt...

    Der Glanz auf den Miniaturen kommt durch die Belichtung - ich habe recht viel Licht auf dem Foto eingesetzt...

  • Ja, die Angst, dass man beim LETZTEN Schritt - der Lackierung - was falsch macht, die kenne ich.Aber letztendlich ist es immer gut gegangen.
    Welche Angst hast Du denn grundsätzlich? Schlimmer finde ich übrigens, wenn man die Figuren NICHT lackiert, und sie dann die Farbe abreiben... :-(


    Übrigens kannst Du für mehr Kontrolle auch (Seiden)Mattlack zum Aufpinseln kaufen. Dauert länger, aber Du kannst mehr kontrollieren, was passiert.
    Ich selbst verwende den Seidenmattlack von Marabu, mit dem habe ich tolle Ergebnisse erzielt...

    Vor allem das sogenannte Frosting macht mir Angst. Auch verursacht Mattlack komische Ergebnisse mit Metallicfarben. (Gut, da muss man halt nacharbeiten.) Ich nutze Citadel Farben und habe bisher nicht das Gefühl, dass diese abreiben. Dennoch hat man ein besseres Gefühl, wenn in irgendeiner Weise geschützt sind.


    Ich werde mir mal den Marabu Lack angucken.

  • @[Tom] schrieb:
    ( @Torlok Was für Erfahrungen hat Dein Junior denn gemacht?)


    Naja, genau die das kahle Basen unter wirklich toll bemalten Figuren einfach nur Sch.... aussehen. Sein aha-Erlebnis war dann ein Event von GW in Köln, da waren absolute Profiarbeiten zu sehen. Anschließend war er öfters in einem GW- Laden und setzte dann seine kreative Kraft frei :)

    Bitte senden Sie mir Ihre E-Mail doppelt, ich brauche eine für´s Archiv :/

  • Vor allem das sogenannte Frosting macht mir Angst. Auch verursacht Mattlack komische Ergebnisse mit Metallicfarben. (Gut, da muss man halt nacharbeiten.) Ich nutze Citadel Farben und habe bisher nicht das Gefühl, dass diese abreiben. Dennoch hat man ein besseres Gefühl, wenn in irgendeiner Weise geschützt sind.
    Ich werde mir mal den Marabu Lack angucken.

    Vor "Frosting" bist Du nicht gefeit - das liegt nicht an der Marke des Lacks, sondern an der Technik, ihn aufzubringen. Das hatte ich auch schon, lässt sich aber mit dem mutigen Einsatz von viel mehr Lack wieder korrigieren.
    Im Grunde gilt: Nicht zu wenig Lack aus zu großer Entfernung aufsprühen; sonst trocknen die Partikel in der Luft schon zu kleinen "Körnern" und ergeben dann diesen "Frosting" genannten Effekt.
    Das hatte ich nur einmal bei einer Miniatur, bei der eben auch noch sehr warme (Sommer) Temperaturen dazu kamen...

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  • Also sprühen in der Kühlkammer ;)

    :-D
    Nein...
    Was ich sagen will: Mutig voran! Ich würde einfach mal eine Miniatur nehmen, und daran testen. Eine Kakerlake. Eine Ratte. Aber nicht unbedingt meinen schönsten Helden.


    Und dann ruhig immer nur eine Miniatur lackieren - ja, dabei verbrauche ich mehr Spray - aber was solls? Die paar Euro für das Spray spare ich doch nicht, und habe dafür schlecht aussehende/ schlecht lackierte Miniaturen?

  • Da ja die Frage nach Bemaltechniken hoch kam. Die genannten Farben sind nahezu alle von Vallejo, es sei denn, ich habe einen anderen Hersteller angegeben... :-)


    Also zu oben abgebildeter Tilda.
    Nach dem Waschen und Trocknen habe ich die Gute erst Mal in Schwarz grundiert. Zwei Schichten haben gereicht, damit sie deckend schwarz war.


    Angefangen habe ich mit der Kleidung: Ich hatte wenig Lust auf Washen von Weiß, also habe ich Khaki und Weiß gemischt (immer noch recht dunkel) und dann das gesamte Gewand damit angemalt.
    In Tierra/Earth habe ich den Gürtel und die Kordeln bemalt.
    Dann habe ich auf meiner Palette immer mehr Weiß in die Khaki/Weiß-Mischung gegeben und damit die Gewandung immer weiter hochgemalt, bis ich die letzten Akzente in reinem Weiß aufgetragen habe. Insgesamt sind es nur 4 oder 5 Stufen, was recht harte Übergänge erzeugt, aber auf Armeslänge (was ja ungefähr der Entfernung zum Spielbrett entspricht) immer noch gut aussieht.
    Die Kappe und den Umhang habe ich simpel mit einem sehr dunklen Lila bemalt und dann dieses ein wenig mit weiß aufgehellt, um es ein wenig zu Highlighten an den Kanten und auf der Stirn.
    Die Kordel habe ich vorsichtig mit unverdünnter Sepia Wash nachgezogen, was zu einem feinen Blacklining führt. Highlights in Tierra habe ich nur auf den Knoten und den Beutel gesetzt.
    Das Fell selbst habe ich deckend pur Weiß bemalt (Oh Gott, die gekalkte Maus!! ^^) und dann selbst einen Wash aus Administrative Grey (Games Workshop) und Wasser abgedunkelt, so dass ein Weiß-Graues Fell entstand, mit dem ich zufrieden bin.


    Augen, Ohren, Details noch nachgemalt, fertig. :-)

  • Dann habe ich auf meiner Palette immer mehr Weiß in die Khaki/Weiß-Mischung gegeben und damit die Gewandung immer weiter hochgemalt, bis ich die letzten Akzente in reinem Weiß aufgetragen habe. Insgesamt sind es nur 4 oder 5 Stufen, was recht harte Übergänge erzeugt, aber auf Armeslänge (was ja ungefähr der Entfernung zum Spielbrett entspricht) immer noch gut aussieht.

    Aber würde nicht auch ein Grundanstrich reichen, wenn du danach noch mit 1 bis 2 Farben trocken drüber bürstest?


    Quickshade kommt nicht in Frage oder? Wobei ich mir selbst nicht sicher bin ob ich das überhaupt wirklich brauche...

  • Aber würde nicht auch ein Grundanstrich reichen, wenn du danach noch mit 1 bis 2 Farben trocken drüber bürstest?
    Quickshade kommt nicht in Frage oder? Wobei ich mir selbst nicht sicher bin ob ich das überhaupt wirklich brauche...

    Also, in diesem Fall ging es ja um das Gewand. Trockenbürsten nutze ich schon, aber eigentlich nur bei sehr feinen Mustern/Reliefs, wie zum Beispiel der Holzmaserung an den Waffen und Stäben oder auch bei den Panzerplatten des Hundertfüsslers (die haben ganz feine Längsrillen). Ansonsten ist es bei einer so großen Fläche wie der Kutte nicht sinnvoll, meiner Meinung nach, weil die Erhebungen und Vertiefungen viel zu groß sind - Trockenbürsten basiert ja auf der Idee, mit dem Pinsel, an dem nur noch minimal Farbe ist, über die Fläche zu streichen, so dass nur an den erhabenen Stellen Farbe zurück bleibt. ( @Kermeur weiß das, nehme ich an, aber für die Neugierigen schreibe ich es nochmal)
    Wie gesagt, ich halte die Robe für zu großflächig, da geht es schneller, wenn man einfach die Erhöhungen mit einer helleren Mischung nachzieht, dann den Pinsel wäscht, Weiß aufnimmt, in die Mischung rührt, nochmal über die NOCH höheren Partien geht, wäscht, weiß aufnimmt, mischt... etc... das geht wirklich sehr schnell - sogar schneller als Trockenbürsten, da dabei ja auch immer eine Menge Zeit damit vergeht, den Pinsel auf Papier auszustreichen, und dann bleibt immer nur ein sehr kleines Zeitfenster, in dem die Farbe am Pinsel noch feucht ist - danach ist sie getrocknet, und man muss neue Farbe ausstreichen...


    Quickshade ist halt ein Hammer. Das ist eben Dippen, und auf Dippen habe ich keine Lust. Ja, damit kann man gute Ergebnisse schnell erzielen, aber es ist optisch einfach noch mal was ganz Anderes.
    Zudem wirkt Alles, was man dippt - "schmutzig". Das passt bei der Imperialen Armee von Warhammer 40k oder den Marines... aber ich mag in diesem Fall auch ein wenig helle Farben, wie beim Gewand von Tilda, haben. Korrigieren ist auch schlecht - wenn ich nach dem Dippen sehe, dass ich eine Stelle vergessen habe beim Bemalen, dann ist es mühsam die gut nachzubessern.


    Anyway - Quickshade von Armypainter ist eine schöne Alternative zum Highlighten/Washen/Drybrushen - wer überlegt, seine Figuren ohne große Erfahrung anzumalen, der sollte mal einen Blick drauf werfen... :-)


    Abschliessend noch gesagt: "Aber würde nicht auch ein Grundanstrich reichen, wenn ..." - also, es würde schon viel, viel weniger reichen - aber ich habe auch Meeps bei Maginos die 4 weißen Flecken im "Gesicht" gemalt, damit der Marienkäfer "echter" aussieht. "Gereicht" hätte einfach schwarz, ohne einen weißen Fleck. Aber mir geht es ja nicht ums "Reichen", sondern auch ein wenig darum, meine eingerosteten Kenntnisse wieder aufzufrischen... ;-)

  • So, gestern habe ich an zwei Figuren gearbeitet - den letzten beiden Mäusen: Finger und Lily.
    Heute Abend sind sie dann fertig geworden.


    Während bei Lily der Umhang mit immer helleren Farben hochgemalt wurde, habe ich bei Finger getuscht und dann mit der ursprünglichen Farbe wieder aufgehellt - damit habe ich den gewünschten "speckigen" Leder-Look hinbekommen. Kleine Details, wie die Naht an der Kapuze, seine Schwanzspitze oder bei Lily die Gürtelschnalle, runden die Figuren ab:


    IMG_20150429_175759.jpg
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  • Ich habe mal ein wenig aufgerüstet:
    Leere Vallejo-Fläschchen, um die Farben von Games Workshop umzufüllen. Weshalb? Weil die Töpfchen von GW eher ungeeignet sind, um Farbe abzunehmen und auf die Palette zu geben. Es ist ein Farbtopf, also muss man mit einem Pinsel die Farbe heraus heben und das ist eher blöd. Die Alternative sind die Pipetten-Ähnlichen Farbfläschchen von Vallejo. Da man die für 0,75€ nachkaufen kann, habe ich mal ein paar davon geordert, zum Umfüllen.


    Ausserdem gleich noch Agitator-Kugeln. Sehr praktisch, quasi dasselbe System wie bei Sprayflaschen: Eine Metallkugel sorgt dafür, dass beim Schütteln der Farbflaschen auch eine ordentliche Durchmischung von Farbe und Trägerflüssigkeit gewährleistet ist. 2-3€ für 50 Kügelchen - da probiere ich das gerne mal aus... :-)

  • Die Agitatorkugeln kann ich auch nur wärmstens empfehlen, ewiges Geschüttele fällt mit denen endlich weg, und die Farben werden flott und sehr gleichmäßig durchgemischt.
    Ich bin jetzt auch komplett auf Vallejo umgestiegen. Zum einen wegen der viel besseren Flaschen, zum anderen sind mir meine GW Farben zum Teil komplett vertrocknet - das soll mit den Vallejos angeblich nicht passieren, schau ma amal... Mit der Farbqualität bin ich sehr zufrieden, sie decken super, lassen sich sehr gut mischen und trocknen auch rasch. Ich hab mir da den großen Game Color Koffer geleistet, somit ist auch das Aufbewahrungsproblem gelöst und die helleren Game Color Farben finde ich für meine Ansprüche passender als die eher düsteren Model Colors.
    Am günstigsten hab ich den bei Fantasywelt gefunden, zumal die auch nach Österreich gratis liefern.

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  • @stmountain ich sehe GW-Farben im Hintergrund.
    Die habe ich bei mir gestern umgefüllt in die Vallejo-Fläschchen, wobei mir dann aufgefallen ist: Füllmenge GW 12ml vs Füllmenge Vallejo 21ml...
    Tjoa... damit ist für mich endgültig klar, welche Marke ich kaufe, zukünftig!
    Der Preisunterschied UND die Füllmenge sind schon Entscheidungskriterium genug für mich...


    Ansonsten: Schicker Goblin! Du arbeitest komplett ohne Brushen und Washen? Oder ist der Goblin noch WiP?

  • @stmountain ich sehe GW-Farben im Hintergrund.
    Die habe ich bei mir gestern umgefüllt in die Vallejo-Fläschchen, wobei mir dann aufgefallen ist: Füllmenge GW 12ml vs Füllmenge Vallejo 21ml...
    Tjoa... damit ist für mich endgültig klar, welche Marke ich kaufe, zukünftig!
    Der Preisunterschied UND die Füllmenge sind schon Entscheidungskriterium genug für mich...


    Ansonsten: Schicker Goblin! Du arbeitest komplett ohne Brushen und Washen? Oder ist der Goblin noch WiP?

    Ja, ich habe fast ausschließlich GW Farben, ein paar Pegasus Farben sind auch noch dabei, diese konnten mich aber nicht wirklich überzeugen. Die Füllmenge und die Fläschenen sind wirklich ein Argument für Vallejo, aber leider hat mein lokaler Spieleladen nur GW, dafür aber unter UVP. Die neueren Töpfchen sind anscheinend auch besser konzipiert als die älteren, die gerne mal verklebten. Aber ich gucke mal, ob ich mittelfristig nicht doch zu Vallejo wechsele.


    Der Goblin ist noch Wip. Die Haare sind noch gar nicht gemalt, es fehlen noch etliche Details, wie z.B. die Holzstruktur des Bogens und die Kriegsbemalung, und das Highlighting. Ein Wash ist auf der Haut des Models schon zu sehen, weitere werden folgen. Mein Plan ist es, diese Figur heute noch fertigzustellen, ohne Basegestaltung, da ich mir darüber noch keine Gedanken gemacht habe.

  • @[Tom], hast du eine Empfehlung für mich, womit ich solch MiniDetails, wie Augenpunkte, einfach anbringen kann? Mit meinen Pinseln ist das ein wahres Geduldsspiel.

    Tja, was soll ich sagen? Mit einem Pinsel.
    Ich habe einen feinen Detailpinsel, der hat eine schöne Spitze und wenn ich den mit weißer Farbe glattstreiche, so dass die Spitze bleibt, kann ich die Reflektionen in den Augen gut setzen.
    Vielleicht ein Problem Deiner Technik?
    Ich "tupfe" nicht, also stoße den Pinsel mit der Spitze auf die Oberfläche, sondern "touchiere" mit der Spitze - also eigentlich streiche ich mit dem Pinsel drüber. Aber da die Berührung so minimal/kurz ist, bleibt nur mehr ein "Punkt" zurück.
    Ausserdem mache ich das mit einem verdünnten Weiß, so dass ich da 2-3x drüber gehe, und damit an der Stelle, an der ich in der Tat 3x "getroffen" habe, auch am Meisten Weiß zurück bleibt...


    Aber ja, man muss schon sehr ruhige Hände dabei haben. Wenn ich sowas mache, dann halte ich die Figur meist direkt am Kopf, und meine beiden Hände ruhen am Daumenballen aneinander, um möglichst wenig "Spiel" bei den Bewegungen zu haben...


    Zahnstocher ?

    Halte ich nicht viel von. Einige benutzen eine Nadel. Ebenso sinnfrei, finde ich.

  • Ja, ich habe fast ausschließlich GW Farben, ein paar Pegasus Farben sind auch noch dabei, diese konnten mich aber nicht wirklich überzeugen. Die Füllmenge und die Fläschenen sind wirklich ein Argument für Vallejo, aber leider hat mein lokaler Spieleladen nur GW, dafür aber unter UVP. Die neueren Töpfchen sind anscheinend auch besser konzipiert als die älteren, die gerne mal verklebten. Aber ich gucke mal, ob ich mittelfristig nicht doch zu Vallejo wechsele.

    Ich würde wechseln. Ich finde die Vallejo-Farben um Längen besser als GW. Alternativ auch sehr gut sind die P3-Farben von Privateer Press.
    Die neuen GW-Töpfe sind genauso schlecht wie die alten, meiner Meinung nach. Ich male einfach nie aus dem Topf (der dabei auch einfach eintrocknet). sondern immer mit einer nassen Palette.
    Da die meisten Farben (ok, ALLE Farben) zu dickflüssig sind, verdünne ich sie vor dem Malen mit ein wenig Wasser, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
    Also ziehe ich das Pipetten-System von Vallejo vor. Und damit trocknet auch nix aus...

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