Regeln und wie man sie auslegt

  • Mal eine allgemeine Frage, wie haltet ihr es eigentlich mit den Regeln von spielen?


    Ich bin da ein konservativer Spießer, würd ich mal sagen :peinlich: :peinlich: Ich beharre auf die korrekte Einhaltung und mag dadurch auch der Spielspass flöten gehen. Meine Frau dagegen "unterschlägt" gerne mal ungeliebte Regelabschnitte um ein Spiel "flüssiger" zu machen.


    Auch mag ich keine Regelalternativen oder Profi7Anfänger-Regeln, das geht mir auf den Sack irgendwie...


    Wie haltet ihr es? Regelfetischist oder Selbstbastler?

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  • huhu,


    grundsätzlich bin ich auch jemand der sehr genau auf das einhalten aller regeln achtet und andere spieler darauf aufmerksam macht. das hängt auch ein wenig damit zusammen das ich fast immer alle spiele erkläre. profi + anfängerregeln finde ich teilweise auch nicht so gut gelungen. ich spiele gern von anfang an richtig, es gibt aber auch ausnahmen.


    beispiele:


    wikinger (hans im glück)
    das wollte ich gleich "richtig" mit sonderkarten spielen, also in der "profiversion".


    tikal dagegen spiele ich nur in der einfachen version.


    man könnte also sagen: "es kommt drauf an". tendenziell mag ich keine varianten, bin aber für minimale regeländerungen offen wie z.b. bei agricola: "am anfang 10 karten verteilen und davon 3 abwerfen".


    begrüßenswert finde ich spiele die z.b. eine bedruckte rückseite mit einem etwas anderen spielplan haben, wie z.b. funkenschlag oder hazienda. die regeln bleiben gleich und man kann dennoch ein etwas anderes spielgefühl bekommen.


    lg
    velvre

    Mb_adastra.JPG Mb_rftg.jpg


    Ein Bild sagt mehr als 298 Wörter... :floet:

  • Hallo,


    Ich bin eigentlich auch dafür, die Originalregeln so weit wie möglich beizubehalten. Irgendwie hat sich der Autor ja was dabei gedacht (hoffentlich) und manchmal interpretiert man als Spieler vielleicht bestimmte Situationen im Spiel nur falsch, weil man sie unbewusst mit Spiel xy vergleicht und möchte demnach die Regel "zurechtbiegen". Und die wirklich zig Haus- und Hofregeln, die man oft auf BGG findet, sind mir ein Graus.


    Allerdings: wo der Autor gepfuscht hat, MUSS eine Hausregel her; ich hab nix davon, die verkorksten Regeln einhalten zu wollen und deshalb kommt eventuell das Spiel nicht mehr auf den Tisch. Und: es sollte bei einer (1) Hausregel bleiben, sonst ist das Spiel halt zu vermurkst und muss weg! (Jetzt fehlt hier leider ein Papierkorb-Smiley).



    Bei Regelalternativen bin ich komplett anderer Meinung:


    Ich mag es, nach und nach in ein Spiel einzutauchen (vorausgesetzt, die Grundspielregel ist nicht abartig simpel) und hier ein Tröpfchen und da ein Schlückchen Erweiterungsregel zu mir zu nehmen. So lerne ich das Spiel prima kennen und freue mich dann immer wieder über neue Herausforderungen (und darum gehts mir) im Spiel.
    Und falls es einen stört, man mal keine Zeit hat, die Liebste mitspielt, jemand das Spiel lernen möchte, man das Spiel auch mal gewinnen möchte :happy:, lässt man einfach alles weg, was nicht passt und hat immer noch genug Spiel übrig.


    Meine Stimme für: Regelfetischist. Ich mag übrigens ungemein, Regeln zu lesen, ob im Bett oder in der Bahn; manchmal drucke ich mir nur die Regel aus, ohne das Spiel haben zu wollen. Einfach um des Regellesens willen.


    Mit erlesenen Grüßen :lesen:


    Matthias

  • Hiho,


    Ich spiele die Spiele i.d.R. auch nach den Regeln. Irgendwelche "Hausregeln" mag ich eigentlich nicht. NIcht das Hausregeln per Definition mist sind (die meisten sind es allerdings ;-) ), aber wenn man oft mit verschiedenen Leuten spielt, dann geht es einfach nicht anders - ich hab' keine Lust mich vor der Partie erstmal auf die Regeln zu einigen mit denen gespielt wird - oder gar WÄHREND der Partie.


    Vor einiger Zeit hatten wir den Fall das bei einer Partie "Ave Caesar" plötzlich ein (fies blockierter ;-) ) Mitspieler eine Karte spielte, und sein Pferd setzt - allerdings nicht die zugweite der Karte die er gespielt hat (bei Ave Caesar muss man so weit ziehen wie die Karte angibt - geht das nicht, darf man die Karte einfach nicht spielen). Ich meinte dann, das geht nicht er hat eine 5 gespielt, ist aber nur 4 Felder gelaufen. Er meinte dann, das er ja nicht weiter laufen kann. Genau, deswegen muss er eine passende Karte spiele oder passen. Er beharrte darauf das er das darf, also die Regeln konsultiert :lesen: (bei Ave Caeser :punk: ) und ihm den Passus vorgelesen. Er meinte darauf, dass das Spiel mit den Originalregeln ja nicht so gut wäre und sie schon *immer* so gespielt haben weil das auch viel lustiger wäre 8o . Nunja wir haben dann noch zwei Minuten diskutiert :box: und 4 von den 5 Mitspielern haben sie darauf geeinigt das man das Spiel so spielt wie es die Regeln vorsehen. Der Mitspieler musste dann noch ein paar Runden passen :happy: . Seitdem erwähne ich vor jeder Runde Ave Caesar das wir das Spiel so spielen wie es in den Regeln steht (ist nun ein kleiner running Gag).


    Imo ist es essentiell ein Spiel nach den Regeln zu spielen - wenn jeder die Regeln so auslegt wie es ihm passt, dann ist das ganze irgendwie sinnlos.


    Atti

    2 Mal editiert, zuletzt von Attila ()

  • Ich sehe das ganz anders. Zwar finde ich, dass man Regeln einhalten muss, wenn man sich auf welche geeinigt hat, doch sind Spielregeln nicht in Stein gemeißelt!


    Als Beispiel nehme ich immer das Sielder-Kartenspiel. Meine Frau und der Ich haben uns am Anfang da immer völlig entnervt abgebrochen. Es ist halt so, dass einer etwas Glück hat und dann den anderen absolut beherrschen kann. Wenn das Spiel dann gegen den Zurückliegenden arbeitet, entsteht da ein sehr hoher Frustfaktor. Da wir das Spiel prinzipiell aber sehr gut fanden, wollten wir die Sache ausgeglichener gestalten. So haben wir uns Regelnvariationen ausgedacht um das ganze an unseren Spielegeschmack anzupassen. Z.B. wer die Handelsmacht hat, darf nicht auch noch die Rittermacht haben. Man darf mit dem Spion keine Gebäude klauen (ist später in Regelreform auch so gemacht worden, abern nicht auf unsere Empfehlung hin) und die wichtigste Änderung war eigentlich, dass man auf seinen Spielzug verzichten kann und sich dann noch einen beliebigen Rohstoff nehmen darf. Sozusagen, um diesen beschissenen Glücksfaktor auzumerzen, der Partien so unglaublich unfair gestalten kann und in meinen Augen das ganz große Manko an den Siedler-Spielen ist. Viele Siedler-Liebhaber mögen das anders sehen und ich hab auch schon Leute gehört, die gerade das für das große Plus an Siedler halten (warum auch immer geht nicht in meinen Kopf - ein gutes Spiel wird genau dadurch zu einem sehr schlechten).


    Wie auch immer: Wenn man ein Spiel grundsätzlich mag und es an eineigen Regeldetails scheitert und es in die Ecke schmeißt, dann kann man eher mal was dran drehen! Am Ende war das Sielder-Kartenspiel lange Zeit das Spiel, das wir am häufigsten gespielt haben.


    Besonders toll finde ich auch immer die Regeln von Wolfgang Kramer. Der baut oft viele Regelvarianten (Verflixxt!) oder Profi-Varianten mit ein. Allein das bezeugt in meinen Augen, dass Spiele nicht so festgelgt sein müssen. Bison z.B. war ein absolutes Paradebeispiel: In der Grundversion ein schönes Mehrheitenspiel mit einfachen Entscheidungen. In der Profiversion ein geniales Mehrheitenspiel mit Hirnfraßcharakter!


    Oder die tolle Zweierregel für LOUIS XIV., die sich ein Schreiber im Spielbox-Forum ausgedacht hat und die Rüdiger Dorn so gut gefallen hat, dass sie alsbald auf der ALEA-Homepage als Regelvariante auftauchte.


    Das ist doch das besonders schöne an Spielen: Man kann sich auch eigene Regeln ausdenken.


    Wenn man dann allerdings einen Regelkonsens gefunden hat, dann muss man sich auch an die Regeln halten!!!

  • Hiho,


    Solange man sich VOR dem Spiel darauf einigt ist das ja auch alles ok.


    Auf anhieb fällt mir allerdings nur ein Spiel ein wo das notwenig ist: Axis & Allies - hier Spiele ich grundsätzlich mit der "Bidding-Variante" sowie keine Technologien und keine optionalen Regeln.


    Alle anderen Spiele sind so wie sie sind gut, oder da helfen auch "Hausregeln" nicht mehr.


    Atti

  • Das ist dann ja auch immer persönlicher Geschmack.


    Ich denke, an so einem Spiel wie Phönicia könnte man auch noch ein wenig was drehen, da ich so die Vermutung hab, dass da nicht ausreichend getetstet wurde... Ich will aber nichts Böses unterstellen - ich mag das Spiel sehr gerne!!!

  • Zitat

    Original von Attila
    Vor einiger Zeit hatten wir den Fall das bei einer Partie "Ave Caesar" plötzlich ein (fies blockierter ;-) ) Mitspieler eine Karte spielte, und sein Pferd setzt - allerdings nicht die zugweite der Karte die er gespielt hat (bei Ave Caesar muss man so weit ziehen wie die Karte angibt - geht das nicht, darf man die Karte einfach nicht spielen). Ich meinte dann, das geht nicht er hat eine 5 gespielt, ist aber nur 4 Felder gelaufen. Er meinte dann, das er ja nicht weiter laufen kann. Genau, deswegen muss er eine passende Karte spiele oder passen.
    Atti


    Hallo Atti,
    habt ihr mit der alten oder der neuen Ave Cäsar Version gespielt? Wir spielen immer mit der alten und auch so, daß der Spieler ziehen MUSS außer er steht direkt blockiert hinter anderen Wagen. Übrige Bewegungspunkte verfallen, was bei nur 4 bis 6 Reservefelder ganz schön hart sein kann.
    Aber ich habe die Regel jetzt nicht greifbar, vielleicht spielen wir es tatsächlich seit Jahren quasi mit einer Hausregel :weia: ... ist aber in dem Fall vielleicht nicht mal das schlechteste.


    Grundsätzlich versuche ich immer möglichst nach Originalregel zu spielen, bei den meisten Spielen funktioniert das auch ganz gut. Sollten nach einem Spiel bei den Teilnehmern aber der Wunsch nach Änderungen auftauchen habe ich kein Problem, das in der Regel zu vermerken und auch so zu spielen. Als Beispiel der letzten Zeit fällt mir da spontan "War on Terror" ein, da haben wir ein wenig an der Regel gefeilt.


    Grüße
    Hans-Jörg

  • Zitat

    Original von hajott59


    Hallo Atti,
    habt ihr mit der alten oder der neuen Ave Cäsar Version gespielt? Wir spielen immer mit der alten und auch so, daß der Spieler ziehen MUSS außer er steht direkt blockiert hinter anderen Wagen. Übrige Bewegungspunkte verfallen, was bei nur 4 bis 6 Reservefelder ganz schön hart sein kann.
    Aber ich habe die Regel jetzt nicht greifbar, vielleicht spielen wir es tatsächlich seit Jahren quasi mit einer Hausregel :weia: ... ist aber in dem Fall vielleicht nicht mal das schlechteste.


    Grüße
    Hans-Jörg


    ... ich habe eben mal in meine Ravensburger-Ausgabe gesehen - in der Tat sieht es so aus, als ob du seit Jahren eine Haus-(oder auch Fehlinterpretations)regel spielst.


    Schon irgendwie witzig, wenn man Regeln jahrelang falsch spielt (was wohl uns allen irgendwann mal passieren dürfte) - ich erinnere mich da an Advanced Squad Leader Regeln, die nach jahrelangem Falschspielen mit großem AHA erleuchtet wurden...


    Insofern finde ich harte Regeldiskussionen à la "4 von 5 Mitspielern hatten Recht!" auch schwierig. Insbes. dann, wenn jemand im guten Glauben (weil im eigenen Spielerkreis schon immer so gespielt) eine Regel jahrelang falsch gespielt hat ohne es möglicherweise zu wissen.
    Irgendwie sind diese "zufälligen Regeln" keine "Hausregeln" sondern eher sowas wie "falsch implementierte, aber manifestierte Regeln". Ich finde es nur schade, wenn man sich dann darüber lustig macht.

    Einmal editiert, zuletzt von mixo ()

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  • Also wir halten uns meist an die Regeln. Nach der ersten Partie werden meist die Regeln noch einmal gelesen (man hat dann einfach ein anderes Verständnis dafür). Sonst fallen uns Regelmißinterpretationen oder "Nicht-gelesen-nur-überflogen"-Regeln oft während des Spiels auf, weil das Spiel einfach unlogisch oder unausgewogen erscheint.


    Von Hausregeln halte ich nur etwas, wenn ein Spiel wirklich keinen Spaß macht mit den Originalregeln. Wobei ich dann auch nur in soweit Toleranz aufbringe, wie man durch kleine Regelmodifikationen das Problem beheben kann. Ein Origins wäre bei mir unten durch (wenn es so ist, wie Attila es beschreibt). Da helfen dann nur neue Regeln - und ehrlich gesagt ist das eigentliche Spiel doch die Umsetzung einer Idee in eine Spielregel. Material, ... ist doch nur Mittel zum Zweck. Die eigentliche Leistung ist die Reglementierung der Spieler zur Erreichung eines einheitlcihen Huldigens der Autorenidee!

    "We are the unknowns. Lower your shields and surrender your ships. We will add your biological and technological distinctiveness to our own. Your culture will adapt to service us. Resistance is futile."


    Meine Spiele: Klick mich

  • Zitat

    Original von mixo


    ... ich habe eben mal in meine Ravensburger-Ausgabe gesehen - in der Tat sieht es so aus, als ob du seit Jahren eine Haus-(oder auch Fehlinterpretations)regel spielst.


    Tja was soll ich denn dazu sagen, sieht aus als wäre dem tatsächlich so.
    Wir haben immer so gespielt, dass man erst dann als blockiert gilt, wenn man gar kein Feld weit ziehen kann, also aussetzen muss. Wer min. 1 Feld vorwärts gehen kann, MUSS eine Karte spielen und ziehen was geht. Bedeutet im Klartext wer 1 Feld weit fahren kann und nur hohe Karten auf der Hand hat muss spielen und ziehen und im schlechtesten Fall 5 Punkte verfallen lassen. Das macht mMn auch Sinn, denn umso eher geht einem Spieler vor dem Ziel die Luft aus.
    In der Regel steht das so allerdings nicht klar drin, im Gegenteil:


    Seite -10- Kaiserliche Wagenrennen-Ordnung:
    Die angegebene Zahl der Rennkarte muss immer voll gezogen werden, sonst darf die Karte nicht ausgespielt werden.


    Ab wann ein Gespann als blockiert gilt ist nicht erklärt, auch keine weitere Ausnahme dieser Regel.


    So haben wir schon unseren Ausnahmefall, denn ich bin auch ein Regelfetischist. Regeln erleichtern uns das miteinander auskommen und deshalb möchte ich mich grundsätzlich an Regeln halten. Wenn wir allerdings dahinter kommen dass diese Regeln Schwachsinn sind oder nicht funktionieren, ändern wir Sie ab. Allerdings nicht während dem Spiel sondern nach dem Spiel. Diese Änderungsvorschläge wandern in die Schachtel und beim nächsten mal wird vor Spielbeginn entschieden wie gespielt wird.


    Besonders hervorzuheben ist in diesem Fall Bus von Splotter. Hier haben wir mittlerweile einige Regelvarianten zusammen, weil die Standartregel einfach nur bescheuert und destruktiv ist also keinen Spass macht. Beim nächsten mal wird eine Regelvariante vor dem Spiel festgelegt und wenn diese funktioniert auch künftig gespielt, sonnst müßte ich das Spiel wegwerfen. Denn verkaufen könnte ich es mit dem Regelwerk nur an jemanden den ich nicht mag.


    Ein anderes Beispiel ist Shark.
    Es gibt ein Kauflimit von 5 Aktien pro Zug, verkaufen kann man soviel man will, am Anfang und auch am Ende seines Zuges. Man darf ausserdem auch beides in seinem Zug machen. Heißt im Klartext: Ich kann zu Beginn 5 Aktien eines potentiellen Wackelunternehmens kaufen und darauf spekulieren dass ich mit einem Meisterwurf genau das Haus setzen darf das mir in dieser Aktie einen satten Gewinn verschafft. Da die Kette allerdings von stärkeren bedroht wird verkaufe ich die eben gekauften aktien natürlich sofort wieder am Ende meines Zuges. Ist ein reines Spekulationsgeschäft und 100% Regelkonform. Es gibt da allerdings einen mitspieler (ich will jetzt keine Namen nennen), der sich weigert mit dieser Regel zu spielen weil er das blöd findet. Wenn er dabei ist spielen wir immer seine Hausregel, dass die gleichen Aktien nicht innerhalb des selben Zuges gekauft und wieder verkauft werden dürfen. Eher kontraproduktiv bei einem Spiel in dem es darum geht durch Aktienspekulationen Geld zu machen, aber was solls. Sonst ist er ja ganz umgänglich... ;)

    heffernan
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    We have to wear these shorts !
    It's an offical company issue !!!

  • Hiho,


    Zum "Lustig machen" - die betreffende Person ist gerade eine die selber immer mit harten Bandagen und (zu) viel Ehrgeiz - da dürfen neulinge ihren Zug nicht zurücknehmen, es wir immer auf 100% Korrektheit kontrolliert (wieso hast du jetzt 10 Gold?). Das war natürlich ein gefundenes Fressen für die Spielgruppe das gerade er Ave Caesar falsch spielt! (Da zu viel Ehrgeiz, beharrte er natürlich darauf das er 100% Regelkonform spielt ... ;-) ).


    Wenn bei Origins mal jemand vorbei kommt und meint "Hey, da gibt es neue Regeln jetzt ist das Spiel echt Klasse" - wieso nicht? - Ist mir dann auch egal ob der Autor sie die Regel selber ausgedacht hat oder ein Kumpel von mir - wenn was brauchbares rauskommt, ist's doch okay.
    Ich hab manchmal (kurzfristig ;-) ) auch was Ehrgeiz aus einem Murksspiel vieleicht was passables zu machen, frag mich nicht wieso, aber i.d.R. taugt das Spiel mit den Originalregeln was, oder kommt weg.


    Atti

  • Zitat


    In der Regel steht das so allerdings nicht klar drin, im Gegenteil:
    Seite -10- Kaiserliche Wagenrennen-Ordnung:
    Die angegebene Zahl der Rennkarte muss immer voll gezogen werden, sonst darf die Karte nicht ausgespielt werden.


    ?! - Was ist denn an diesem Passus nicht klar???


    Wenn man anders spielt (haben wir mal ausprobiert), dann kommt (zumindest bei uns) nur in Ausnahmefällen jemand ins Ziel! Das kann sicher nicht Sinn der Sache sein! ;-)


    Atti

  • Daran ist alles klar. Nur auf Seite -5- Zugregeln II. steht dass man nur dann aussetzen muss wenn man nicht vorwärts ziehen kann. Wenn ich also 1 Feld gehen kann muss ich spielen weil ich bin nivcht blockiert. So habens wirs "ausgelegt". Falsch aber taktisch sehr effektiv. Es bringt weniger einen Gegner voll zu blockieren, dann hat er keinen Verlust in Sachen Zugweite. Bringe ich Ihn aber dazu seine Bewegungspunkte verfallen zu lassen, kann er wegen mir gerne vorbeiziehen, vor dem Ziel bleibt er liegen, wie Du schon selbst gemerkt hast.
    Taktisch wie gesagt sehr reizvoll, und wenn richtig gespielt wird normalerweis kein Problem ins ziel zu kommen. Du musst natürlich mehr aufpassen, ganz klar.

    heffernan
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    Einmal editiert, zuletzt von heffernan ()

  • Hiho,


    Also mich bringt keiner mehr dazu mit dieser "Auslegung" zu spielen!


    Und "nur" eine ganzen Zug zu verlieren finde ich viel böser! - Wenn man mal 3-5 Runde aussetzt bringt es einem herzlich wenig das man ins Ziel kommt, weil alle anderen vor einem im Ziel sind! ;-)


    Dieses Spiel braucht sicherlich keine Variante! - Das ist so wie es ist ziemlich gut! ;-)


    Atti

  • Zitat

    Original von Attila
    Und "nur" eine ganzen Zug zu verlieren finde ich viel böser! - Wenn man mal 3-5 Runde aussetzt bringt es einem herzlich wenig das man ins Ziel kommt, weil alle anderen vor einem im Ziel sind! ;-)


    dann ists ja auch egal ob du ankommst oder nicht...


    Zitat

    Dieses Spiel braucht sicherlich keine Variante! - Das ist so wie es ist ziemlich gut! ;-) Atti


    100% Zustimmung. War ja auch nicht als zwingend erfroderliche Variante gedacht sondern nur aus der Not, bzw. der Schlampigkeit im Regelstudium geboren.


    P.S.: Wenn Du rundenlang blockiert wirst aber eigentlich ja noch 1 oder 2 Felder ziehen könntest, würde dir unsere Auslegung sicherlich helfen, denn Du wärst flexibler in Sachen Karten ausspielen, würdest neue Karten auf die Hand bekommen und würdest Deinerseits Felder für andere blockieren und hättest somit nicht immer die kurzen hosen an.
    Diese, ich nenns mal Variante, kann das Spiel flüssiger machen. Bei uns wird man selten länger als 1-2 Runden blockiert.

    heffernan
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  • Hiho,


    Och das geht schnell.
    Wenn du z.B. auf dem blauen Kurs im Uhrzeigersinn zu 5 oder 6 Leuten spielst und Startspieler bist und keine 6 auf der Hand hast. Dann spielst du halt irgendwas anderes und du kannst darauf Wetten das irgendjemand die 6 hat. Wenn's dann der zweite Spieler ist, dann zieht der natürlich in den Engpass. Alle anderen Spieler ziehen dann auch und dann bist du der erste, der passt (oder eine kleine Karte spielst, wenn auf der Hand) - der dritte Spieler hat es natürlich so gedreht das er genau in den Engpass kommt. Und schon kommst du wieder nicht vorbei. Dann der vierte, fünfte und manchmal auch der sechste Spieler und dann kann man frisch und frei das Feld von hinten aufrollen! ;-)


    Ist gar nicht so ungewöhlich!


    Atti

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  • stimmt absolut. Viele Wege führen nach Rom und auch innerhalb Roms gibts deren viele. Ich denke auch es kann bei dieser Diskussion kein richtig oder falsch geben. Beide spielweisen haben vor und nachteile. Welche nun überwiegen hängt von der Spielerzahl, der mentalität (Spielweise) und vom Kartenglück ab. Genauso wenig wie ich dich von "Meiner" Variante" überzeugen kann kannst Du mich davon abbringen. In 2 Punkten stimmen wir zu 100% überein:


    1. "Deine" Spielweise ist 100% Regelkonform, meine nicht.
    2. Es ist ein geiles Spiel

    heffernan
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  • Zitat


    1. "Deine" Spielweise ist 100% Regelkonform, meine nicht.
    2. Es ist ein geiles Spiel


    3. Das Spiel benötigt keine Regelvariante! ;-)


    Atti

  • Zitat

    Original von heffernan
    Ein anderes Beispiel ist Shark.
    Es gibt ein Kauflimit von 5 Aktien pro Zug, verkaufen kann man soviel man will, am Anfang und auch am Ende seines Zuges. Man darf ausserdem auch beides in seinem Zug machen. Heißt im Klartext: Ich kann zu Beginn 5 Aktien eines potentiellen Wackelunternehmens kaufen und darauf spekulieren dass ich mit einem Meisterwurf genau das Haus setzen darf das mir in dieser Aktie einen satten Gewinn verschafft. Da die Kette allerdings von stärkeren bedroht wird verkaufe ich die eben gekauften aktien natürlich sofort wieder am Ende meines Zuges. Ist ein reines Spekulationsgeschäft und 100% Regelkonform. Es gibt da allerdings einen mitspieler (ich will jetzt keine Namen nennen), der sich weigert mit dieser Regel zu spielen weil er das blöd findet. Wenn er dabei ist spielen wir immer seine Hausregel, dass die gleichen Aktien nicht innerhalb des selben Zuges gekauft und wieder verkauft werden dürfen. Eher kontraproduktiv bei einem Spiel in dem es darum geht durch Aktienspekulationen Geld zu machen, aber was solls. Sonst ist er ja ganz umgänglich... ;)


    Nun, der sonst umgängliche Mitspieler, den Du nicht nennen willst, möchte sich dazu äußern :tap2: : Es werden ja nicht nur die Aktien verkauft die Gewinne machen sondern auch die welche ich gekauft habe aber dann keine Steigerung erfahren und ich aber nicht riskieren möchte, daß denen was passiert bis ich wieder dran bin. Das bedeutet in der Praxis daß jeder Spieler an der Reihe immer Geld in Akien tauscht und das am Ende seines Zuges gerade 1:1 wieder zurücktauscht. Für mich eine unsägliche, zeitraubende und sinnlose Aktion :nein: :nein: Riskant und spekulativ ist nur wenn Du den Kram auch mindestens 1 Runde halten mußt. Dies wird im guten alten Börsenspiel von anno 1974 auch so gemacht und die wussten schon damals warum! :denk:
    Aber das war halt noch vor Deiner Zeit :alter: , so will ich dem Eifer der Jugend nicht schelten :teach:
    Bis heute abend
    Hans-Jörg

  • Zitat

    Original von Attila


    3. Das Spiel benötigt keine Regelvariante! ;-)


    Atti


    :happy: nein, eigentlich nicht :happy:

    heffernan
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  • Zitat

    Original von hajott59
    ... Riskant und spekulativ ist nur wenn Du den Kram auch mindestens 1 Runde halten mußt. Dies wird im guten alten Börsenspiel von anno 1974 auch so gemacht und die wussten schon damals warum! :denk:
    Aber das war halt noch vor Deiner Zeit :alter: , so will ich dem Eifer der Jugend nicht schelten :teach: Hans-Jörg


    Ach so :weia: damals war das so. Damals als es noch keine farbe im Fernsehen gab, Beppo Brehm noch ein junger Mann und der Mond noch unerreichbar war. So ein Damals meinst Du


    Entschuldigung, dass ich von einem Mann in solch gehobenem Alter Aufgeschlossenheit und Toleranz gegenüber Neuerungen erwartet hatte. :D


    Wie siehts aus, soll ich heut abend einen extra Stuhl für Deinen Zivi bereitstellen ??? :hahaha:

    heffernan
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  • Hallo,


    Ihr scheint ja eine liustige Spieletruppe zu seinen mit einem fiesen Humor. Euch geht eine Pointe wahrscheinlich auch über eine langjährige Freundschaft. So etwas darf man nicht auslassen - oder.


    Und Euer armer Erklärbär muß wohl am meisten einstecken. Armer hajott22. Das hat er nicht verdient - wo er doch schon unter den Grafiken in der Titelleiste so doll leiden muß. Ich möchte an der Stelle mal eine Lanze für hajott brechen - und rufe insbesondere heffernan dazu auf hajott zukünftig nicht mehr so niederzumachen!


    :hahaha:


    Danke!
    ;) ;) ;)

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    Meine Spiele: Klick mich

  • Zitat

    Original von heffernan
    Ach so :weia: damals war das so. Damals als es noch keine farbe im Fernsehen gab, Beppo Brehm noch ein junger Mann und der Mond noch unerreichbar war. So ein Damals meinst Du


    Entschuldigung, dass ich von einem Mann in solch gehobenem Alter Aufgeschlossenheit und Toleranz gegenüber Neuerungen erwartet hatte. :D


    Wie siehts aus, soll ich heut abend einen extra Stuhl für Deinen Zivi bereitstellen ??? :hahaha:


    1. Farbe gabs schon vorher, 2. Beppo war schon alt und 3. der Mond schon mehrmals betreten .... 1974 - DU HAST JA ÜBERHAUPT KEINE AHNUNG :weia:


    Aufgeschlossenheit und Toleranz setzen nun mal ein gewisses NIVEAU voraus :D


    Stuhl brauchst Du heute abend keinen extra, meine Zivis können ruhig stehen, das mach denen überhaupt nix und sie behalten so auch den Überblick .... und wenn mein Kurzzeitgedächtnis mal wieder versagt und ich nicht mehr weiss mit wem und warum ich hier überhaupt sitze dann spielen die für mich zu Ende und gewinnen :winke:

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