[Kickstarter] - Gloomhaven

  • Ein echtes Schwergewicht! Schwerer noch als die Cthulhu Wars Grundbox!

    Sind die in der großen Box?

    Ja das sind sie. Es ist ein DIN A 4 Heft. Bei mir lag es nach Öffnen der Schachtel direkt oben auf. Die Schachtel war übrigens versiegelt. Somit dürfte es verschiedene Versionen gegeben haben. Auf dem Umkarton stand dies ebenfalls so verzeichnet. Auf der Spielpackung selbst habe ich keinen Hinweis drauf mehr gefunden.

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  • Seit gestern bin ich nun auch stolzer Besitzer von Gloomhaven und stehe damit nun vor der Problem, wie schon so viele vor mir, Ordnung in das Chaos zu bringen.


    Erste Frage lautet: Welcher Organizer ist empfehlenswert?


    So wie es aussieht, entscheidet man sich entweder für das Modell von MeepleReality oder von BrokenToken.
    Im Moment favorisiere ich den Organizer von BrokenToken und zwar aus dem Grund, dass hier Zusammengehöriges sinnvoll zusammengefasst worden ist. Insbesondere was die Monster angeht.



    Zweite Frage lautet: Welche und wieviele Karten sleeven?


    Auf BGG gibt's einen aktualisierten Sleeving-Guide für Gloomhaven, den ich ganz brauchbar finde - GUIDE. Allerdings bleibt dabei ungeklärt, ob ich die so gesleevten Karten auch in einen Organizer unterbringen kann.
    Folgende Karten kämen momentan für das Sleeven in Betrachtung:

    • Monster Ability Cards (232 Karten)
    • Attack Modifier Cards (150 Karten von 457)
    • Battle Goal Cards (24)
    • Event Cards (150)

    Soweit zu meinen Ideen. Eine letzte Frage wäre aber noch zu klären: Wie habt ihr das Chaos gebändigt?

  • Frage 1:
    a) MeepleRealty, wenn günstig zu bekommen
    b) Broken Token, wenn a) nicht möglich ;)


    Frage 2:
    Ich habe die Spielerkarten, also die großen, gesleeved. Da bin ich noch nicht sicher, ob das so bleibt oder ob auch die kleinen gesleeved werden, allerdings nimmt das dann schon enormen Platz in Anspruch... Zumal die kleinen Karten ja wirklich viele sind und nicht oft in die Hand genommen werden.
    Jetzt bin ich aber leider schon ein typischer "Nahezu-Alles-Sleever", weil ich einerseits den Wert erhalten will und andererseits es mir schon wichtig ist, dass man am Rücken der Karte (durch beschädigungen, Kratzer, Knicke, etc.) nicht erkennen kann, um welche Karte es sich handelt - denn das macht mir jedes Spiel kaputt. Daher aktuell nur die 4 aktiven Charaktere in groß, aber das ist noch nicht endgültig.


    Frage 3:
    Definitiv eine eigene Kiste, weil mein Karton nach 4 Partien in den Ecken einriss - zugegeben ohne Organizer. :)


    EDIT: Zu Frage 1 hatte ich weiter oben schon mal was geschrieben: [Kickstarter] - Gloomhaven

  • Eben die dritte Partie hinter mich gebracht. Im Nachhinein musste ich jedoch leider feststellen, dass wieder Vieles falsch gespielt wurde.

    Das Spiel hat tausend Regeln, die, jede für sich genommen, zwar alle recht einfach sind. Doch zusammen genommen, ist das recht herausfordernd. Saublöd wird es hingegen, wenn einige Regeln unlogisch sind - wie bspw. das Beschwören / Summoning.

    Beschwört ein Charakter ein Monster, hat das Monster Durchschnitts-Abilities von Move +0 & Attack +0 und nutzt das Player Attack-Modifierdeck. Außerdem verschwindet der Beschworene, wenn der Charakter erschöpft ist oder stirbt.

    Beschwört hingegen ein Monster ein Monster, dann nutzt es die Abilitycards seiner eigenen Monsterklasse. Außerdem kämpft es weiter, wenn der Beschwörer stirbt. Es hinterlässt keine Münze wenn es besiegt wird.


    Den fett gedruckten Teil, haben wir falsch gespielt. Bei uns sind die Viecher verschwunden, als der Beschwörer tot war. Wäre es anders gewesen, hätten wir das Szenario vermutlich nicht geschafft.

    Jetzt bin ich jedoch am Überlegen, ob wir das nicht dauerhaft so belassen sollen. Mich nervt einfach, dass zwischen Monster- und Heldenbeschwörer unterschieden wird. Warum sollte der eine besser sein, als der andere? Ich kann gar nicht sagen, wie sehr mich das ankotzt!


    Und weil ich mich gerade aufregen muss, kann ich auch gleich noch über das Regelwerk ablästern.

    Vieles wird zwar ausführlich erklärt, aber einige essentielle Dinge, wie bspw. die Zusammenstellung des Attack-Modifierdecks von Spielern und Monstern, werden hingegen sehr schwammig dargestellt. Wir jedenfalls haben das erst beim dritten Spiel richtig hinbekommen (hoffe ich zumindest).

    Morgen, spielen wir dann nochmal, diesmal in voller Besetzung, und ich frage mich jetzt schon, was diesmal falsch laufen wird.

    Und was mich diesbezüglich auch noch wurmt, ist, dass wir die Szenarios nicht regelkonform bestanden haben. Andererseits habe ich NULL Bock, irgendwas davon noch einmal zu spielen und handhaben das daher nach dem Prinzip "Nach bestem Wissen gewonnen". Klingt in meinen Ohren vertretbar und trotzdem nervt es!

    Davon abgesehen ist das Spiel immer noch großartig!

    Allerdings wäre es jetzt langsam an der Zeit, dass die removable Sticker so langsam eintrudeln und ... toll, schon wieder was gefunden über das ich mich aufregen kann. X(

    Wird Zeit, dass ich ins Bett komme.

  • Echt soviele Fitzelregeln? Ich wollte um das Spiel ja einen Bogen machen - Hab noch genug Story-Driven Dungeoncrawler ungespielt hier....Hatte mir nur analog zu 7th Continent überlegt, weil es so ein Ausnahmespiel sein soll das „auf Halde“ liegen zu lassen, bis meine Tochter Englisch-Grundkenntnisse hat. 2 Fliegen mit einer Klappe: Spielen und Nachhilfe :D


    Wenn das nun aber doch so Fitzelregeln hat, bin ich vielleicht doch raus...Die Erfahrung von Toadstool von oben ist für mich genau ein Beispiel für unintuitive Regeln die ich so überhapt nicht (mehr) mag...

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  • Ich stehe damit vermutlich gerade auch eher alleine auf weiter Flur, aber meine Vorfreude hat auch erheblich nachgelassen. Natürlich wurde meine Begeisterung auch von einem gewissen Hype getragen, aber mittlweile habe ich vor allem keine Lust auf die wahnsinnige Materialschlacht, für die man im besten Falle ja noch einen guten Organizer braucht.

  • Um einen Oragnizer kommt man meiner Meinung nach nicht herum, weil man sich sonst dumm und dämlich sucht. Ich würde sagen, dass man sich da schon mit ein paar Hausregeln aushelfen kann - dann stellt man einfach den Schwierigkeitsgrad höher und gleicht das damit aus :)

  • Habe das Spiel schon länger "durchgespielt". Alles ohne zusätzlichen Organizer. Das System in der Box hat mir ausgereicht. Der Auf- und Abbau war etwas lang, da man die pasenden Monsterkarten aus jedem Stapel raussuchen musste. Aber sonst keine Probleme.


    @Toadstool Zu den Regeln:

    Eigentlich vereinfachen beide Regeln das Spiel. Den sie gehören zu zwei übergeordneten Grundregeln des Spiels:

    1. Monster, die nicht beim Aufbau des Raumes auf dem Brett stehen, lassen keine Münzen fallen.

    2. Monster bleiben, bis sie getötet werden oder das Szenario etwas anderes sagt.


    Wenn der Spieler raus ist, ist er raus. Auch die Kreaturen die zu ihm gehören. Auch eine simple Regel.


    Ich kann dich aber gut verstehen. Das geht mir auch bei anderen Spielen oft so. Man investiert viel Zeit und Nerven, schafft ein Szenario und stellt dann fest, dass man etwas falsch gespielt hat. Die Motivation das alles zu wiederholen ist dann sehr gering. Aber es bleibt auch ein Gefühl von Betrug.

    Nehmt es nicht so schwer und spielt das nächste Szenario. Waren die Götter euch eben einmal besonders gut gesinnt.


    Es ist ein komplizierteres Spiel. Das trägt aber sicher auch dazu bei, dass ich es so mag. Bei solch einem Spielen, das auch noch so zeitintensiv ist, wundert es mich eh, dass so viele es haben wollen.

  • Sorry, ich wollte jetzt niemand die (Vor-)Freude auf das Spiel nehmen. Ich war gestern nicht gut drauf und als ich dann über unsere Regelfehler gestolpert bin, musste ich einfach meinen Frust ablassen.

    Was den Organizer betrifft, muss ich Maftiosi zustimmen, man braucht wirklich einen. Aber das war mir eigentlich schon bewusst, bevor ich das Spiel gebacked habe. Im Moment lebe ich aber so eine Art Übergangslösung, die den Spielaufbau etwas beschleunigt. Dadurch, dass ich für viele Spiele Inlays aus Foamcore gebastelt habe und mir auch die Zip-Tüten der Sleeve-Verpackungen aufbewahrt habe, konnte ich ganz viel Material eintüten. Die Materialschlacht hat man zwar nach wie vor, aber den Aufbau bekomme ich jetzt in unter zehn Minuten hin; wobei es umgekehrt, wenn man alles wieder einräumt, natürlich wieder länger dauert.

    Aber vielleicht beschreibe ich mal, wie sich so eine Partie Gloomhaven anfühlt:

    1. Szenario auswählen und alles Zugehörige aus der Schachtel nehmen. Alles Überflüssige wird in den Deckel gelegt und das Zeug auf dem Tisch wird aufgebaut.
    2. Da man jetzt schon ungefähr weiß, was einen erwartet, beginnt ein kurzes Regelstudium. Fallen bspw. machen nicht einfach nur Schaden. es gibt auch Fallen, die nur eine Zustandsänderung (z.B. "stunned") bewirken. Oder man schaut sich das mit dem Beschwören noch mal an. Usw.
    3. Das Spiel selbst, spielt sich dann 80% der Zeit recht locker dahin. Jeder Spieler hat eine Übersichtskarte, auf der Zustände (Gift / Betäubt / etc.) kurz dargestellt sind. Außerdem gibt es auf der letzten Seite eine größere Übersicht mit Seitenverweisen, so dass das Wichtigste im Normalfall immer schnell geklärt ist.
    4. Nach den ersten paar Runden, holt einen das Spiel ab. Man schaut nicht mehr in den Regeln nach, sondern spielt einfach und taucht damit in die Spielwelt ab. Und das ist toll! Schön ist auch, dass der eigentliche Spielzug einerseits einfach ist, was den Ablauf angeht; andererseits sehr komplex ist, was die Handlungsmöglichkeiten betrifft. Wenn man nicht rastet, spielt man immer zwei Handkarten. Jeder Karte hat einen oberen Teil und einen unteren Teil. Beide Teile müssen gespielt werden, jedoch verteilen sich "Oben" und "Unten" auf beide Karten. Ich darf also die obere Aktion nur von einer Karte wählen, womit das Untere von der anderen Karte genommen werden muss. Jede Aktion ist dabei einzigartig und es ist jedes mal eine harte Wahl sich für etwas zu entscheiden, denn die Initiative wird ebenfalls über die Karten abgehandelt. Was mir ebenfalls gut gefällt, ist, dass es ein Zeitlimit gibt, Jede gespielte Karte landet auf einem Ablagestapel. Wenn man seinen Ablagestapel wiederhaben will, muss man rasten. Jede Rast kostet jedoch eine Handkarte, die man dauerhaft ablegen muss. Es gibt auch einige Karten mit sehr mächtigen Aktionen, die man im Anschluss sofort dauerhaft ablegen muss. Auch Schaden kann Karten kosten. Es kann also ganz schnell gehen, dass man plötzlich keine Karten mehr hat und man erschöpft zusammenbricht. Interessanterweise bleibt das Handkartenlimit im Laufe des Spiels unverändert, womit auch höher stufige Charaktere vor den gleichen Problemen stehen.
    5. Szenario-Ende und Spielnachbesprechung: Ob man es nun geschafft hat oder nicht, jeder bekommt Erfahrungspunkte und behält alles was er im Szenario gefunden hat. Jetzt ist auch der Zeitpunkt, wo neu entdeckte Orte auf die Landschaftskarte geklebt werden. Außerdem ist man wieder in Gloomhaven, wo man sein Geld sofort wieder verprassen kann. Eventuell erhält die Heldengruppe auch Ansehen, so dass die Händlerpreise eventuell günstiger werden und man überlegt, wo es als nächstes hingehen soll.
    6. Man räumt auf, anschließend liest Regeln man nach, schaut sich FAQs auf BGG an und entdeckt ... was Neues oder etwas, das man falsch gespielt hat und ärgert sich.
  • Also ich würde behaupten das so gut wie jeder das eine oder andere in gloomhaven falsch gespielt/verstanden/interpretiert hat.


    Oftmals wirken sich kleinere Regelfehler aber gar nicht so stark aus wie man meint, manchmal macht man es sich sogar schwerer. Auch wir haben im Laufe der Kampagne, gerade in den ersten paar Missionen Fehler gemacht. Den Spass haben wir uns aber nicht verderben lassen. Die Missionen machten trotzdem immer einen Heidenspass und das ist das wichtigste.


    Eine Missionen gingen wir sogar dreimal an weil ich den Schwierigkeitsgrad falsch berechnet habe :hau: Spass hatten wir trotzdem daran.

  • Toadstool : Ich empfehle den hinteren Teil von "6." einfach wegzulassen ;)


    Es gibt auf BGG aber sehr hilfreiche Materialien, z.B. eine Regel-Kurzübersicht auf ein paar Seiten, die auch schön geordnet ist. Die Anleitung von Gloomhaven ist zwar hübsch und einfach zu lesen, liest sich aber irgendwie auch fast wie ein Roman. Ähnliches stört mich auch bei #Anachrony - da sind die Änderungen für 2/3/4 Spieler teilweise im Fließtext irgendwo untergebracht.


    Darüber hinaus gibt es für Gloomhaven ein Glossar zum Regelheft - ebenfalls sehr hilfreich! Dann Spielerhilfen für jeden Spieler und auch zur Not eine Übersetzung der Charakterkarte. Selbst die Battle- und Lifegoals gibt es dort im Originaldesign in deutscher Übersetzung.


    Einiges davon gibt es sogar auf Deutsch.

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