21.09.-27.09.2015

  • Bei mir ist gerade Spielzeitflaute. Nutze die letzten Sonnenstrahlen in diesem Jahr zum Longboarden. Crokinole ist heute wegen Arbeit ausgefallen.


    Was liegt bei euch so auf dem Tisch rum (an Spielen natürlich)?


    Neue Woche. Essen rückt näher.

    "We are the unknowns. Lower your shields and surrender your ships. We will add your biological and technological distinctiveness to our own. Your culture will adapt to service us. Resistance is futile."


    Meine Spiele: Klick mich

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  • Am Freitag zu Dritt T.I.M.E. Stories über 5 Stunden gespielt. Für mich jetzt schon DAS Highlight.


    Am Sonntag gabs zu Zweit Orleans. Echt ein super Spiel und die 18 Runden gehen Ratz fatz vorbei. Warte immer noch auf das Upgrade Kit.

    Spielerischen Gruß tief aus dem Westen

  • Keine Brettspiele, nur die Freitags-Rollenspielrunde. Da einer auf Grund von Urlaubsfreuden fehlte, hatten wir uns für diesen Abend eigene Characters gebastelt und sind in ein One-Shot-Adventure eingetaucht. "The Third Riddle" hieß es. Endete vorzeitig nach 4 Stunden (während des 2nd Riddles) mit einem Total Party Kill ... :rip:

  • Freitag- und Samstagabend haben wir jeweils zwei Familienspiele zu dritt gespielt.


    #Niagara


    Ein "relativ altes" Spiel des Jahres, das wahrscheinlich die meisten hier kennen. Mir gefallen die Optik und die nicht zu anspruchsvollen, aber auch nicht zu trivialen Entscheidungen, die man treffen muss. Durch das Klauen der Diamanten, die Beeinflussung der Wetterlage und dadurch, dass die insgesamt niedrigste Karte bestimmt, wie viele Flussplättchen nachgefüllt werden, besteht zudem eine hohe Interaktion.


    #AirlinesEurope


    Wird oft mit Zug um Zug verglichen. Ähnlichkeiten: es geht um ein Spiel vom gleichen Autoren, es geht um ein Fortbewegungsmittel und die Art des Aktien-Nachziehens ähnelt dem Kartenziehen in Zug um Zug. Ansonsten aber ein ganz anderes Spiel. Kann man ab und zu mal spielen, ist ganz nett, aber kein Überflieger ;-)


    #DieBaumeistervonArkadia


    Kannte ich bisher von Yucata, die anderen beiden Mitspieler kannten das Spiel noch nicht. Was sich letztlich auch im Spielstand hinterher widerspiegelte. Aber das Spiel hat allen sehr gut gefallen. Man muss extrem darauf aufpassen, den nachfolgenden Spielern keine Vorlagen zu legen und es fordert spannende Entscheidungen. Es ist ein Legespiel, bei dem ich mit Siegeln belohnt werde, wenn ich ein Gebäude vollkommen umschließe. Das kann ich entweder mit anderen Gebäuden machen oder aber mit Arbeitern meiner Farbe oder mit neutralen Gebäuden. Jedes Gebäude hat dabei ein Siegel einer der vier Farben (haben nichts mit den Spielerfarben zu tun). Derjenige, der das Gebäude umschließt bekommt ein Siegel. Darüberhinaus bekommt jeder Spieler pro eigenem Arbeiter, der direkt waagerecht oder senkrecht an das Gebäude grenzt noch ein zusätzliches Siegel der gleichen Farbe. Während des Spiels und am Spielende werden die Siegel dann gegen Gold / Punkte eingetauscht. Jetzt kommt das Besondere des Spiels. Der Gegenwert des Siegels einer bestimmten Farbe ist während des kompletten Spiels variabel. In der Mitte des Spielplans liegt ein Kastell, an dem die Spieler während des Spiels gemeinsam arbeiten. Der Spieler, der ein Gebäude umschließt, darf ein Baustein am Kastell ergänzen. Diese Bausteine tragen oben die vier Farben der oben angesprochenen Siegel.
    Jeder Spieler hat während des Spiels 4x die Möglichkeit, beliebig viele seiner bis dahin eingesammelten Siegel zu werten. Das hat zwei Effekte. Zum einen bekomme ich zwei neue Arbeiter meiner Farbe. Zum anderen erhalte ich so viele Punkte pro Siegel wie Bausteine der korrespondierenden Farbe gerade am Kastell zu sehen sind. Es ist also ganz entscheidend, das richtige Timing zu haben. Am Spielende werden noch einmal alle übrig gebliebenen Siegel zum dann gültigen Wechselkurs eingetauscht. Es gewinnt der Spieler mit dem meisten Geld. Tolles Spiel von Rüdiger Dorn!


    #6nimmt


    mit Abstand der beliebtestes Absacker bei uns.

  • Wir haben gestern einen für heute Abend angesetzten Spieleabend abgesagt. Zum spielen werde ich erst am Freitag kommen, wo ich zu einer Geburtstagsrunde Battlestar Galactica mit fast allen Erweiterungen eingeladen bin. Da es schon um 16:00 Uhr startet darf der Abend ruhig lang werden. Ich freue mich schon sehr darauf!

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    Mein Name ist JASE, ich weiß von nichts! :floet:

  • Gefühlsmäßig hatte der gestrige Abend "Himmel" und "Hölle" für mich parat, beginnen wir mal mit dem himmlischem Erfolgserlebnis: Kemet.
    Im 4. Anlauf konnte ich meinen ersten Sieg erringen, allerdings eher ungeplant - zufällig und vom Glück begleitet. Es brach die Runde an, in der einer mit 10 SP gewinnen würde. Der erste von zwei Kandidaten mit 9 SP wurde erfolgreich daran gehindert. Als 4. (von 5) konnte ich einem weiteren Siegkandidaten einen Tempel abnehmen, dadurch landete dieser SP bei mir, ebenso einer für den gewonnenen Kampf. Somit hatte ich dann lumpige 9 SP, vergass dabei aber einen weiteren SP für 2 eroberte Tempel (einen anderen besaß ich schon). Wenn man 2 temporäre am Ende der Tagphase hat, bekommt man einen dauerhaften dazu. Da der letzte Spieler in seinem Zug dies nicht bemerkte, war der Sieg perfekt. Er wurde zwar nach seiner Entscheidung für die letzte Action noch drauf hingewiesen, nahm diese dann aber nicht mehr zurück! :thumbup:


    Höllenqualen hingegen "durfte" ich mal wieder bei Love-Letter erleiden :cursing: , in insgesamt 3 Spielen konnte ich doch wahrhaftig ein Punkt ergattern... Mal schau´n, vielleicht besorge ich mir in Essen das Love-Letter im Batman Setting - dann klappt´s evtl. besser mit diesem ver........ Spiel. Trotz allem, immer wieder ein schöner Absacker!
    #Kemet #LoveLetter

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  • Diese Woche wird es bei der Doppelkopfrunde von heute Abend bleiben. Schade, schade, aber nächste Woche sieht's dann wieder etwas besser
    aus !! :) . Doppelkopf, ein klassisches Kartenspiel, das ich seit ewigen Zeiten in dieser Runde spiele !! Und wisst ihr was ?! Wegen Urlaub, Job,
    Krankheit, haben wir 7 Wochen lang pausieren müssen und deshalb wird Doppelkopf mein Spiel des Monats September !! Warum ? Ganz einfach:
    ich habe das Spiel und die Runde einfach vermisst ... !! ^^

    Gruß aus Frankfurt, Helmut

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  • Gestern zum ersten Mal seit zwei Wochen wieder gespielt. Planet Steam, und zwar die alte "Kindersarg-Version", in einer 4er-Runde. Die Neuauflage ist grafisch wesentlich aufgeräumter/intuitiver/klarer, bessere Spielerhilfe, etc., aber die Holzteile der alten Ausgabe sind natürlich schicker als die Pappmarker der neuen.

  • Ein für gestern spontan entstandener Spieleabend sollte eigentlich Clash of Cultures beinhalten, leider schwächelte unser 4. Mann. Inspiriert durch @[Tom] ´s letzten Spielbericht zu Race to the Rhine, war das die perfekte Alternative!


    Da 2 Neulinge für dieses Spiel am Tisch sassen, gab es während des Spiels von mir weitere taktische Tips und situativeRegelhinweise. Die beiden sollten ja für das Spiel gewonnen und nicht abgeschreckt werden. Insofern stand der Abend unter dem Motto: Spielen um des Spieles wegen und nicht verbissen um den Sieg fighten.
    So machten sich dann die 3 Generäle auf den Weg durch Frankreich - Monty wurde von @Machiavelli101 geführt, ich durfte Bradley durch die Mitte führen, Patton übernahm unser 3. Mann. Bedingt durch meinen schlechten, sowie Pattons gleichzeitigem rasantem vorrücken, kam uns beiden recht schnell der "Angstschweiß" auf die Stirn. Da Patton auf seinem Weg fleißig die Zivilbevölkerung mit Nahrung versorgte (gibt als Belohnung dafür eine Medaille), standen 2 seiner Corps nun ohne diese auf dem Feld. Spontan dachte ich mir - es wird Zeit, mal den "Supply Intercheck" vorzuführen. Also erstmal die letzten Trucks genommen und dann diese kleine Regelfeinheit durchgeführt (ich hatte den Punkt natürlich im Vorfeld erwähnt). Zwei von Pattons Corps waren damit erstmal außer Gefecht gesetzt und mussten in den folgenden Zügen erstmal mühsam mit Nahrung versorgt werden. Eine kleine Unterbrechung seiner "Markerkette" sorgte für eine weitere Störung im Drang nach vornDies gab Monty und Bradley genügend Zeit, um das eigene Ziel weiter voranzutreiben.


    Monty probierte dabei die Sonderlocken für Ostende (bei Eroberung gibt´s einmalig ein Set Supplys) und Antwerpen (wenn alle 4 mit "A" gekennzeichneten Städte besetzt sind, ist das neue Zentrallager von Monty Antwerpen) aus, ich konnte mit Bradley schon mal eine Fuß an´s Rheinufer setzen. Die Schlußphase war dann wieder spannend und ausgeglichen, und wurde von mir in der Schlußrunde (letzter dt. Marker wurde gelegt) mit einem glücklichem Ausgang siegreich beendet. Hätte ich bei der gezogenen deutschen Karte weniger Glück bzgl. der geforderten Munition gehabt, wäre der Sieger @Machiavelli101 über die Medaillenwertung gewesen. Den beiden hat es super gefallen und sollte auf jeden Fall wieder gespielt werden. Kleine Anmerkung zum Titel: Es wird üblicherweise als Race to the Rhine betitelt, korrekt heißt es aber - 1944: Race to the Rhine.


    @[Tom] Deine Frage zum Sinn von Le Havre - zum einen erstmal die Medaille, zum zweiten ein schnelles weiteres Lager (somit kommst du in der Anfangsphase auf 15 Ressourcen), drittens eröffnet es dir einen neuen Weg um die Ressourcen nach vorn zu bringen.


    #1944RaceToTheRhine

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  • Bei uns gab es gestern zu dritt zum Auftakt #AgeOfSteam mit der Human Body Erweiterung. Bei dieser Erweiterung legt man Teile im menschlichen Körper und verbindet so die unterschiedlichen Organe miteinander. Der Gag dabei: in allen ungeraden Runden atmet der Körper ein und alle blauen Städte werden rot, in allen geraden Runden wird ausgeatmet und alle roten Städte werden blau. Im Spiel zu dritt sind die Aktionen Urbanization und Engineer auch nur abwechselnd alle zwei Runden verfügbar. Durch den Atmungsmechanismus entstand bei uns eine anfangs recht eigenartige Dynamik, das Ganze hat erst nach zwei, drei Runden richtig Klick gemacht und uns die vollen Auswirkungen des Atmens bewußt gemacht. Da wars für mich allerdings schon zu spät und ich konnte dem Führenden die restliche Partie eigentlich nur mehr beim Gewinnen zusehen - hat trotzdem sehr viel Spaß gemacht und ich freu mich auf eine neue Partie, dann hoffentlich zu viert.


    Zum Abschluß dann eine Runde #Istanbul mit der Erweiterung. Das erste Mal, dass ich Istanbul gewinnen konnte - ich wills nie wieder ohne der Erweiterung spielen :)


    Da wir gestern eigentlich mehr getratscht und Schmäh geführt haben als gespielt, lief uns die Zeit davon sodass Churchill und Steam over Holland leider in meinem Spielesackerl verblieben sind - naja, der nächste Spieleabend kommt bestimmt ;)

  • Der Gag dabei: in allen ungeraden Runden atmet der Körper ein und alle blauen Städte werden rot, in allen geraden Runden wird ausgeatmet und alle roten Städte werden blau.

    Das ist ja mal ´ne schrille Idee - kannte ich noch gar nicht :thumbup:

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  • Wir haben in unserer Runde am Dienstag endlich mal Steampunk Rally ausprobiert...
    Bis auf manchmal die Englische Anleitung (Mitspieler, die kein Englisch können sind da besonders schwierig) war es ein gutes Spiel.


    Fährt eigentlich irgendwer auch auf die Münchner Spuiwiesn(6-8.11)?

  • Hallo zusammen,
    wir haben gespielt:


    1. #Nations zu viert -- dieselbe Runde wie vor zwei Wochen. Ich habe konsequent auf Militär verzichtet und Bücher gescheffelt. Ich habe mit 43 Punkten knapp
    gewonnen. Diesmal haben wir mit den B-Seiten gespielt. Unangenehm aufgefallen ist die doch recht große Zufälligkeit bei der Auslage der Fortschrittskarten.
    Wenn jemand drei Kolonieplätze hat und in der ersten Runde keine und in der zweiten zwei Kolonien ausgelegt werden, ist das schon ein ziemlicher Nachteil.
    Auch diesmal hat das Spiel über vier Stunden gedauert -- wir hatten einen Grübler am Tisch.


    Ciao
    Nora

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  • Am Freitagabend in Fünferrunde gespielt:


    Glenn Drover's Empires: Age of Discovery – Deluxe Edition : Erstpartie für mich, nachdem ich vor Jahren mal die Originalversion Age of Empires mitspielen konnte. Auf dem Tisch lag die Karte der AoE-Version, hier nur größer und klarer designed, so dass es nie Übersichts- oder gar Platzprobleme gab. Zusätzlich hatten wir mit Völkersondereigenschaften gespielt, neue Entdeckungskarte bei gescheiterter Expedition, Stärke der Expeditionsgegenwehr gegen Geldzahlung erspähen und offengelegter Gebäude des dritten Zeitalters zu Spielbeginn.


    AoE3 wurde damals nur ein einziges Mal gespielt. Danach habe ich es nie wieder gesehen, allerdings hat es auch niemand wirklich vermisst oder gar danach gefragt. Es war eben ein solides Worker-Placement-Mehrheiten-Spiel mit heftigen Glückselementen bei den Erkundungsexpeditionen, so ist es mir in Erinnerung geblieben. Umso gespannter war ich, ob das Spielgefühl über ein "ganz gut, aber" hinauskommen würde.


    Die verbesserte Neuauflage glänzt in seiner Deluxe-Edition durch die Material-Opulenz, versagt dabei allerdings in Details: Die Metalmünzen fühlen sich wuchtig und wertig an und reichten in unserer Fünferrunde auch locker aus, obwohl zwei Spieler enorme Geldumsätze hatten. Genauso gut sehen die vielen Plastikminiaturen aus, die durch ihre Pose und ihre Basis gut voneinander zu unterscheiden sind. Nur der Kapitän erinnert mit seinem Fernrohr-Gewehr im Anschlag dann doch immer noch zu sehr an einen Soldaten. Im Direktvergleich wird der Unterschied aber klar, ich bin mir aber sicher, mindestens einmal die falsche Figur aufgestellt zu haben. Allerdings waren von den Plastikfiguren etliche schief und krum und damit ein klarer Fall für ein heisses Wasserbad vor der ersten Partie, um die sich geradeziehen zu lassen. Das Plastik ist eher weich und ein wenig gummiartig.


    Die Warenmarker und Gebäudeplättchen sind aus dicker Pappe, wobei die Gebäude allerdings ein wenig zu gross für den Spielplan-Ablageplatz sind, stört im Spielfluss aber nicht. Die Spielablaufübersichten sind hilfreich, um sich durch eine Spielrunde zu hangeln, allerdings mir etwas zu geschwätzig bei den Figuren-Übersichten auf der Rückseite. Da hätte ich mir eine klare Auflistung mit auf der Vorderseite gewünscht, welcher Spezialist welche Sondereigenschaft hat. Gut geraten ist hingegen die Auflistung, in welcher Menge und Wahrscheinlichkeit Expeditionsplättchen und Expeditionskarten im Spiel sind, somit kann man die Wahrscheinlichkeit besser abschätzen.


    Wir haben ohne deutschsprachige Aufkleber auf den Markern und Spielplanelementen gespielt, einfach weil die Aufkleber leicht zu gross für die Pappplättchen sein sollen und damit unschön überstehen. Wenn man die Gebäude bei Rundenbeginn kurz gemeinsam durchgeht, braucht es auch kein englisches Sprachverständnis bei dem Spiel. Alle Textinformationen liegen sowieso offen aus und können ggf nachgefragt werden.


    Spielerisch ist die Neuauflage rund, kurzweilig und durch die Spannung der Einsetzphase, ob und wo Einsetzoptionen frei bleiben, war ich auch jederzeit an das Spielgeschehen meiner Mitspieler interessiert. Wirklich steuern kann man die lieben Mitspieler allerdings nicht und so verbleibt doch eine gehörige Portion Chaos beim Einsetzen. Will man ein bestimmtes Feld sicher besetzen, muss man schon arg früh in der Spielreihenfolge drankommen. Bei vier Waren und fünf Spielern ist klar, dass jemand pro Runde keine davon abbekommen kann. Bei uns kam noch die Sondereigenschaft eines Volkes dazu, zweimal pro Spielpartie vorab eine Ware abgreifen zu können. Somit war die vierte Einsetzposition dort immer arg unsicher und die Waren dadurch nochmals verknappt. Auch die Spezialisten waren sehr begehrt, weil Geld beim Gebäudekauf sparen, Geld bei Reisen in die neue Welt bekommen, stärkere Spielfiguren gegen die Eingeborenen oder in Abstimmung um das Jokerwaren-Schiff, ebenso wie einen weiteren Arbeiter bei Ankunft in der neuen Welt oder mehr Siegpunkte in den Gebietsabrechnungen bei Epochenende zu bekommen, das war alles reizvoll.


    Durch die nach Rundenende aufgefüllten Gebäude mit ihren teils einzigartigen Sondereigenschaften kommt zudem gehörig Varianz ins Spiel. Wer will schon auf einen kostenlosen Missionar jede Runde verzichten oder die Chance verstreichen lassen, Geld von den Mitspielern mit seiner Kaperflotte zu erbeuten. Somit steuern nicht nur die Gebäude sondern auch die Einsetzmöglichkeit von Spezialisten, wie man sich von den Mitspielern abheben kann. Wirklich gezielt bekommt man aber nur das, wenn man Startspieler ist und dann muss man sich auch noch zwischen Erstrecht auf Gebäudebau und freie Auswahl auf den Spezialistenfeldern entscheiden. Alles kann man nicht bekommen, so dass ich allzu oft die Einsetzoption nehmen musste, die noch frei war.


    Reiche Spieler werden in dem Spiel klar bevorzugt. Denn wer es sich leisten kann, der baut auch mindestens ein Gebäude pro Runde. Ebenso schaut man sich potentielle Expeditionsziele gegen Geldzahlung an. Blöd dann nur, wenn liebe Mitspieler vor einem eine Expedition starten können und das ausgespähte Ziel vorab besetzen. Da sind wir dann wieder bei der Wichtigkeit, möglichst Startspieler zu sein bzw aktiv zu werden. Geld ist allerdings bei Spielende nur etwas wert, wenn man zufällig oder gezielt über den Startspieler ein Gebäude bauen kann, das Geld in Siegpunkte sammelt. Übel kann es werden, wenn man genau das eine Geld zu wenig hat, um doch noch ein Gebäude zu bauen. Also entweder dafür sorgen, dass man hochwertige Warenkombinationen hat oder notfalls Händler auf Reisen schicken. Die Entschädigung für die hinteren Plätze auf der Initiativleiste um die neue Spielreihenfolge gleicht kaum den Nachteil aus, dass man eben später einsetzen kann. So zumindest mein Eindruck in unserer Partie.


    Wenn alle Länder erkundet sind, kommt der Expeditionskartenstapel ins Spiel, um dieses Spielelement bis Spielende aufrecht zu erhalten. Hier hat das Spiel dann allerding seine Ecken und Kanten. Ich kann mir zwar die oberste Karte gegen Geldzahlung anschauen und optional unter den Stapel packen, wobei das dann wohl schon in Epoche 2 oder 3 der Fall ist und somit 2 oder 3 Geld kostet, die man nicht einfach so verschwenden mag. Aber wenn das ein Spieler nach mir ebenso macht und dann noch Spieler vor mir eine Expedition durchführen, dann nützt mir mein Wissen nichts mehr. Also spielt man dann doch wieder auf Sicherheit und investiert so viele Figuren, um sicher die Expedition zu gewinnen. Denn der Totalverlust ist viel zu hoch, als dass sich dieses Glücksspiel auszahlen würde. Hier hätte ich mir einen besseren Mechanismus gewünscht.


    Kommen wir zu den Mehrheitenabrechnungen nach Epochenende. Durchaus trickreich, aber nicht wirklich steuerbar - zumindest bei vier Mitspielern und damit die Kontrolle auf ein Fünftel der Aktionen rund um Mehrheiten. Wer von kriegerischen Angriffen verschont bleibt, während andere Spieler die Opfer davon sind, oder wem seine Mehrheit gelassen wird, während woanders Mehrheiten kippen, der hat schlicht Glück. Und dieses Glück empfand ich als recht unbefriedigend, weil eben nicht selbst erarbeitet. Durch die Missionare, die immer auch eine weitere Figur mitbringen und Soldaten, die Voraussetzungen für kriegerische Handlungen bieten, kann schnell ein vorab sicher geglaubte Mehrheit und damit potentielle 6 Punkte zu einem dritten Platz im Land und 0 Punkte werden. Da sind Nehmerqualitäten gefragt und da driftet mir das Spiel zu sehr ins Chaos ab.


    Was bleibt unterm Strich: Ein etwas besseres als "nur gut"-Spiel, das mir in Details aber zu abhängig von Mitspieler-Entscheidungen ist. Die Völker-Sondereigenschaften klingen zunächst interessant, erhöhen aber nur das potentielle Chaos, besonders bei drastischen Einmaleffekten. Vor denen man sich als Mitspieler nur schützen kann, wenn man ganz darauf verzichtet, von deren möglichen Auswirkungen betroffen zu sein, was dann aber zu viele Spieloptionen nimmt. So bleibt das Spiel auf einer Grenzlinie zwischen Kontrolle und Chaos, Eurogame und Amitrash, bietet von den reinen Mechanismen allerdings wenig innovativ Neues. Gut unterhalten habe ich mich trotzdem gefühlt und die 4-Stunden-Partie zu Fünft hatte auch keine Hänger, aber inzwischen gibt es schlicht bessere Workerplacement- (WKP) wie auch Mehrheiten-Spiele (MH) auf dem Markt, die in kürzerer Spielzeit mehr bieten oder sich bei gleicher Spiellänge epischer anfühlen.


    Im Direktvergleich würde ich Dominent Species (WKP+MH), Marco Polo (WKP), Belfort mit Erweiterung (WKP+MH) sowie Chaos in der alten Welt (MH) allerdings vorziehen, da jeder dieser Spiele auf ihre ganz eigene Art dann doch mehr bieten als Age of Discovery, bei dem der Entdeckeraspekt fast völlig nebensächlich ist und sich auf Workerplacement für Mehrheiten reduziert. Wer das alte AoE mochte, wird hier eine gute Neuauflage mit einigen Variationsmöglichkeiten bekommen. Im Kern bleibt es aber ein AoE und das will es ja auch - das kann man mögen oder eben auch nicht. Ab und an mal mitspielen, das reicht mir da. Selbst besitzen oder vorschlagen, wenn obige Alternativen anstehen, würde ich es hingegen nicht.


    Cu / Ralf

    Einmal editiert, zuletzt von ravn ()

  • Am Freitagabend in Fünferrunde gespielt:


    Glenn Drover's Empires: Age of Discovery – Deluxe Edition : Erstpartie für mich, nachdem ich vor Jahren mal die Originalversion Age of Empires mitspielen konnte. Auf dem Tisch lag die Karte der AoE-Version, hier nur größer und klarer designed, so dass es nie Übersichts- oder gar Platzprobleme gab. Zusätzlich hatten wir mit Völkersondereigenschaften gespielt, neue Entdeckungskarte bei gescheiterter Expedition, Stärke der Expeditionsgegenwehr gegen Geldzahlung erspähen und offengelegter Gebäude des dritten Zeitalters zu Spielbeginn.


    Da ich noch die alte Ausgabe von Age of Empires III besitze, kannst du mich ganz kurz erleuchten?
    - Geldzahlung um Expeditionsplättchen zu sheen: Wie funktioniert das?
    - offene Gebäude des 3. Zeitalters: ist das jetzt eine offizielle Variante, Fester Bestandteil des Spiels oder totale Hausregel?


    Zitat

    Kommen wir zu den Mehrheitenabrechnungen nach Epochenende. Durchaus trickreich, aber nicht wirklich steuerbar - zumindest bei vier Mitspielern und damit die Kontrolle auf ein Fünftel der Aktionen rund um Mehrheiten. Wer von kriegerischen Angriffen verschont bleibt, während andere Spieler die Opfer davon sind, oder wem seine Mehrheit gelassen wird, während woanders Mehrheiten kippen, der hat schlicht Glück. Und dieses Glück empfand ich als recht unbefriedigend, weil eben nicht selbst erarbeitet. Durch die Missionare, die immer auch eine weitere Figur mitbringen und Soldaten, die Voraussetzungen für kriegerische Handlungen bieten, kann schnell ein vorab sicher geglaubte Mehrheit und damit potentielle 6 Punkte zu einem dritten Platz im Land und 0 Punkte werden. Da sind Nehmerqualitäten gefragt und da driftet mir das Spiel zu sehr ins Chaos ab.


    Kannst du das etwas genauer erklären, wieso da deiner Meinung nach Glück und Chaos regieren?
    Normalerweise hat man doch in jedem Land in dem man involviert ist einen guten Überblick, wer da potentiell die Führung übernehmen kann oder nicht. Der Platz an den Landungsdocks ist auch begrenzt, dass kein Spieler auf einen Schlag 4 Soldaten rüberbringen kann (es sei denn die Mitspieler lassen ihn). Auch werden die Arbeiter ja reihum eingesetzt - wenn also jemand, der mit mir in Konkurrenz steht einen Missionar oder Soldaten an die Docks schickt, kann ich in der Regel reagieren, indem ich selber Arbeiter (bevorzugt geeignete Spezialisten) hinterherschicke. Das hat doch wenig mit Glück zu tun, sondern damit die Aktionen der Gegner richtig vorherzuahnen und Gegenmaßnahmen vorzubereiten. Solange die Gegner halbwegs rational handeln ist das weitgehend machbar. Ärgerlich wird es nur, wenn mehrere Spieler einen in verschiedenen Regionen herausfordern -. aber das heißt meistens, dass ich vorher meine Leute stark gestreut habe und in der letzten Wertung schon gut Punkte gemacht habe, wissend dass sich das schwerlich komplett verteidigen lässt.
    Am schwierigsten wird es wohl, wenn ein Spieler die Kathedrale hat (Missionar = 3 Siedler) und über ein Gebäude einen freien Missionar pro Runde bekommt. Wenn so etwas passiert muss ich halt rechtzeitig planen, dass ich entweder Wege finde auf andere Weise genug Punkte zu machen oder rechtzeitig genug Soldaten in die neue Welt zu schicken um mich da behaupten zu können und den Missionar dazu verleiten sich mit anderen Mitspielern anzulegen.
    Wer natürlich seine Soldaten konsquent ins Eroberungsfeld setzt und lieber Kapitäne und Händler statt Missionare holt, der muss sihc nicht wundern, wenn er beim Mehrheitenspiel einen schweren Stand hat - dafür hat er deutlich mehr Geld, dass er in Gebäude und somit andere Vorteile stecken kann oder hat seine Punkte in Entdeckungen gemacht und ist auf die Mehrheiten nicht so angewiesen. Man kann nicht in allen Bereichen stark sein.

    most played (01.01.18-31.12.19):

    1. Gloomhaven 2. Schach 3. One Deck Dungeon 4. Spirit Island 5. Gaia Project

    6. Sentinels of the Multiverse 7. 5-Minute-Dungeon 8. Mage Knight 9.The 7th Continent 10. Great Western Trail

  • Wir haben in unserer Runde am Dienstag endlich mal Steampunk Rally ausprobiert...
    Bis auf manchmal die Englische Anleitung (Mitspieler, die kein Englisch können sind da besonders schwierig) war es ein gutes Spiel.


    Fährt eigentlich irgendwer auch auf die Münchner Spuiwiesn(6-8.11)?

    vielleicht. Bin mir noch nicht sicher.

    Mein Spieleblog ** Meine Bücher

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  • Vorgestern war es so weit: 8 Spieler kamen zusammen und wollten bei Battlestar Galactica die Menschheit retten. Na ja, zumindest war das so, bevor die Loyalitätskarten verteilt wurden. Die Karten wurden so vorbereitet, dass ganz sicher von Anfang an ein Zylone mit an Bord sein konnte und in der Schläferphase mindestens ein weiterer hinzu kommt. Wir wollten vermeiden, dass gleich von Anfang an alle 3 Zylonen dabei sind. Ungewiss war also wann der 3. Zylon in Erscheinung treten sollte.


    Unsere Partie war in jeder Hinsicht sehr ungewöhnlich, da jeder Titelträger von Anfang bis zum Ende seinen Titel behalten hat und kein Zylon war. Ich als Präsident hatte im gesamten Spiel nur 3 Zwölferratskarten und kurz vor der Schläferphase spielten wir eine neue Auftragskarte mit der wir das Auferstehungsschiff der Zylonen zerstören konnten! Das hatte zur Folge, dass Zylonen schwerer an Superkrisenkarten herankamen. Ungewöhnlich war auch unser Glück mit den Zielkarten. Mit den Erweiterungen mußten wir insgesamt einen 10er Sprung hinlegen (statt 8). Wir sprangen 3+3+2 und holten noch einmal 2 am Ende durch eine Auftragskarte, die wir trotz 3 Zylonen mit einem überirdischen Ergebnis von glatten 60 (!) bestanden. Die Karte hieß glaube ich "Die Suche nach der Erde". Tja, da war die Menschheit natürlich hochmotiviert. Weiterhin höchst ungewöhnlich war es, dass alle 3 Zylonen in einem "Block" also zusammen saßen, was vor Spielbeginn noch als "worst case" gewitzelt wurde. Die Ressourcen haben wir ziemlich gemischt verloren und auch so ergab sich nicht wirklich eine ernsthafte Gefahr, auch wenn der Treibstoff zwischenzweitlich schon auf 3 reduziert war. Hier kam aber unser Geburtstagskind in's Spiel der von anderen Spielern den Markierchip für Einmalfähigkeiten klauen und bis zu 3 davon speichern konnte. Mit 3 Chips konnte er eine Ressource um 2 erhöhen, so dass wir kurz vor Spielende wieder 5 Treibstoff hatten. Passend zur Geburtstagsrunde sah es mit Nahrung am besten aus. Da gab es wirklich die wenigsten Probleme. Als siegbringende Aktion konnte ich als Präsident glänzen und die Menschheit mit enem Blindsprung in's Ziel manövrieren. Damit dürfte mir eine Widerwahl sicher sein, zumal ich mich auch immer ganz stark dafür eingesetzt habe keine Bevölkerung, also Wählerstimmen zu verlieren... :D
    Das Experiment mit 8 Spielern ist geglückt. Es dauert zwar lange bis man wieder vollständig am Zug ist aber man ist dennoch immer dabei Entscheidungen mitzutragen, zu diskutieren und analysieren und zu beobachten was die anderen so treiben. Mein Charaker, ich glaube es war der junge Adama, konnte übrigens nach dem spielen eines "Befehl von oben" auch noch seinen Ort aktivieren. Das war eine echt super Fähigkeit. Das Glück war uns hold und ich denke, dass die Menschheit es beim nächsten Mal nicht mehr so leicht haben wird.

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    Mein Name ist JASE, ich weiß von nichts! :floet:

  • Da ich noch die alte Ausgabe von Age of Empires III besitze, kannst du mich ganz kurz erleuchten?
    - Geldzahlung um Expeditionsplättchen zu sheen: Wie funktioniert das?
    - offene Gebäude des 3. Zeitalters: ist das jetzt eine offizielle Variante, Fester Bestandteil des Spiels oder totale Hausregel?


    Kannst du das etwas genauer erklären, wieso da deiner Meinung nach Glück und Chaos regieren?

    Man konnte in unserer Partie zusätzlich zu seinem Spielzug je nach Epoche 1, 2 oder 3 Goldmünzen bezahlen, um sich das Expeditionsplättchen in einem unentdeckten Land geheim anzuschauen. Das hat dem Spiel ein wenig das Glücksmoment genommen, knapp und alleine durch die Zufall bestimmt an der Gegenwehr der Ureinwohner zu scheitern. Ist wohl eine offizielle aber optionale Regelvariante der neuen Version.


    Ebenso eine offizielle Variante war es, dass zu Spielbeginn alle der 10 gezogenen 3er-Gebäude offen ausliegen, so dass man gezielter auf diese Gebäude spielen kann. In Epoche 3 werden die dann gemischt und die ersten fünf davon aufgedeckt. In der Folgerunde dann leergekaufte Plätze ergänzt, so dass nicht zwingend alle dieser 10 Gebäude ins Spiel kommen müssen, sofern eben nicht alle 5 der ersten Runde in Epoche 3 gebaut werden.


    Mit "zu sehr ins Chaos abdriften" in der Neuen Welt meinte ich, dass ich in einer 5er-Partie nur ein fünftel der Kontrolle darüber habe, was dort wo passiert im Zuge der Mehrheitenbildung. Zwar sehe ich in der Einsetzphase, ob und wer seine Figuren dort hinschickt, aber ich weiss eben nicht, wohin die Figuren platziert werden. Setze ich zuerst ein, können meine Mitspieler darauf reagieren bei der Mehrheitsbildung. Setze ich später ein, passierte es in unserer Fünferpartie arg schnell, dass alle Einsetzfelder gefüllt waren, bevor man selbst mit Masse (= mehr als 1 Figur) reagieren konnte. Wenn man dann noch in mehreren Ländern um die Mehrheit ringt, reichte es aus, wenn ein Mitspieler einem in dem einen Land übertrumpft und ein anderer Mitspieler in einem anderen Land. In beiden Ländern gegenhalten kann man kaum. Schon garnicht, wenn man früh seine Figuren platzieren muss. Und dann kamen noch zusätzlich die Angriffe dazu.


    In unserer Partie gab es nur einen Spieler, der aktiv mit Angriffen seine Mitspielerfiguren dezimiert hat. Die vier anderen Spieler hatten eben andere Prioritäten, denn Soldaten zu erzeugen, dass kostet Zeit und das passende Einsetzfeld oder passende Gebäude, die wir nicht hatten. Er aber wurde in seiner Sondereigenschaft seines Volkes bei Angriffen bevorteilt. Deshalb kein Wunder, dass er auf so oft wie eben möglich auf Angriff gesetzt hat. Das hat eben unsere Figuren dezimiert, die kaum vorab zu berechnen waren, besonders wenn dann noch neu Soldaten platziert werden. Wer da kein Opfer wurde, hatte eben Glück gehabt. Das meinte ich mit Glück in dem Zusammenhang.


    Cu / Ralf

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  • Da ich nun endlich fertig bin, das letzte Vierteljahr mit seinen ~2000 Posts nachzuholen, kann ich auch selbst endlich mal einen Post machen, was bei uns in der Zwischenzeit alles so auf den Tisch gekommen ist. Knapp vier Monate Games. Ein riesen Pardon schonmal im Voraus für die Länge :D


    #AufdenSpurenvonMarcoPolo


    Das schon im Voraus von mir stark gehypte Game und der gleichzeitige, wohl verdiente DSP-Gewinner. Die Anspannung war im Vorfeld wirklich groß, aber die erste, "erlösende" Partie auf der H&C Brettspiel Con hat für mich persönlich gezeigt, dass das Spiel und sein Ruf halten, was sie versprechen. Wir haben zu dritt gespielt und gleich alle verfügbaren Charakteren benutzt, anstatt uns den Restriktionen der Einstiegsvariante zu unterwerfen. Ich habe mir nach Sichtung der ausgelegten Plättchen hiervon den "Oasenspringer", wie er im Forum so schön betitelt wird, ausgesucht und einen für mein Empfinden ordentlichen zweiten Platz errungen, knapp hinter dem "Mercator". Am Ende des Spiels haben mir nur zwei Züge/Aktionen für die Erfüllung des vierten Ziels gefehlt und somit hatte ich quasi neben ein paar Aufträgen und vielen Häusern leider nur drei gewünschte Städte erreicht. Knapp, aber kann man nichts machen. Hierbei hat sich auch das Einzige gezeigt, was ich persönlich überhaupt an dem Spiel kritisieren würde - die Länge. Fünf Durchgänge sind wirklich sehr schnell gespielt - meiner Meinung nach selbst mit Grüblern - und ich würde ein "Marco Polo Extended" (sozusagen) wirklich toll finden, in dem man einfach noch ein oder zwei weitere Runden spielt. Sicherlich gehört es zum Reiz des Spiels selbst, mit sehr wenigen Aktionen sehr viel herauszuholen, auf jeden Fall, aber einen Tick länger hätte es für mich schon laufen können, ohne dass die Gamebalance komplett bricht. Vielleicht bin ich hier aber auch auf dem Holzweg und einige Charaktere würden dadurch noch wesentlich stärker werden, wodurch man sie neu anpassen müsste, klar. Das sehe ich ein und deswegen ist das auch wirklich nur ein minimaler Punkt und eher semi-ernst gemeint. Meine Votes für das jeweilige Spiel des Monats waren somit aber jedenfalls nicht umsonst gesetzt :)


    #Deus


    Das zweite Spiel von der H&C Messe und auch ein Vorab-Favorit von mir, den ich letztes Jahr in Essen verpasst hatte. Hier war es eine Viererpartie, in der mir ebenfalls noch exakt zwei Züge gefehlt haben, um meine letzten beiden aufgehobenen Tempel zu bauen. Ich hatte mich das ganze Spiel über einen Tick zu sehr auf das Board, meine Engine und die Maximierung der Punkte für Tempel 1 versteift und dann war es hintenraus durch die neutralen, einnehmbaren Felder zu zügig vorbei, als dass ich meine beiden verbliebenen noch bauen konnte. Extrem schade, da mir dadurch locker flockig ~30 Siegpunkte durch die Lappen gegangen sind. Ich bin somit hier mit superschwachen 29 Punkten als letzter vom Tisch gegangen :sorry: , wusste aber wenigstens, wo meine Fehler lagen. Unter dem Strich auch ein tolles Spiel, für mich aber hinter Marco Polo.


    #AquaSphere


    Und Turnierspiel nummer drei. Der letzte Feld-Kracher von Essen, der ja mittlerweile sehr stark unter dem Radar zu fliegen scheint und bei den Meisten scheinbar schon gar nicht mehr auf den Tisch kommt. Ich kann mir auch gut denken, warum, da wir vorher locker fünfundvierzig Minuten lang Regelerklärung hatten, obwohl wir alle das Handbuch ausgedruckt mithatten und dies auch auf der Hinfahrt alle nochmal durchgegangen waren. Hier muss ich auch sagen, dass mir jenes nicht gut genug strukturiert ist. Viele Infos sind versteckt oder an anderen Orten, als man sie vermutet (einfach kontraintuitiv). Unter dem Strich hatten wir bei unserer Viererpartie Gott sei Dank jemanden dabei, der es schon oft gespielt hat, und welchen ich sogar überraschenderweise direkt schlagen konnte. Ein imaginärer Dank geht an dieser Stelle raus an rahdo, dessen Vorstellungsvideo ich voriges Jahr gesehen hatte und somit bezüglich der schwarzen Steine schon sehr gut "vorgewarnt" war. Ich habe somit nur in einer einzigen Scoringphase mal 8 Punkte verloren und trotzdem noch vernichtend gewonnen, was völlig unerwartet kam und mich superhappy gemacht hat. Nach Luna sowie Brügge mit Erweiterung ist dies nun schon der dritte Feld-Titel, in dem ich bei meiner Erstpartie trotz firmen Gegenspielern mit großem Abstand gewinnen konnte. Ich sollte wohl mehr seiner Siegpunktsalate ausprobieren, es scheint mir hier und da wohl zu liegen :D


    #Hyperborea


    Eines meiner absoluten Lieblingsspiele, diesmal in einer Dreierpartie. Ich persönlich mag es bei den Bagbuildern wesentlich lieber als Orleans und finde es auch schade, dass es derart krass vernachlässigt wird. Orleans bekommt jetzt eine Expansion sowie eine Deluxe Edition und Andrea Chiarvesio muss seine schon fertige Hyperborea-Expansion zurückhalten, weil der Publisher noch nicht weiß, wie gut es sich verkaufen wird...klasse. Nicht.
    Ich habe jedenfalls mit Lila gespielt und mit 39 eine für mich völlig legitime Punktzahl erzielt. Der erste hatte bahnbrechende 51, wir haben hier aber auch den Fehler gemacht, dass er mit Gelb seine Spezialfähigkeit laut der Errata 2.0 ja nur einmal pro Reset anstatt einmal pro Zug machen darf. Kam uns im Spiel auch schon zu stark vor, wir haben es aber dann einfach so zu Ende gespielt :) Trotzdem stark, trotzdem immer wieder gern gesehen. Ich liebe es und werde es auch in Zukunft verteidigen.


    #StarRealms


    Auch immer wieder toll und für mich einfach ein unglaublich schnelles Vergnügen. Leider nur, wenn ich überhaupt mal zu einer Zweierpartie Brettspiele komme (für gewöhnlich sind wir in den jeweiligen Gruppen mehr). Die brilliante App schafft hier glücklicherweise Abhilfe.


    #IsleofTrains


    Der zweite Dud von Seth Jaffee nach Eminent Domain - beides Spiele die leider für mich persönlich überhaupt nicht gezündet haben. Viel zu lang für was es wollte und vor allem viel zu glückslastig. Sollte diesen Designer wohl in Zukunft meiden :aufgeb:


    #Belfort


    An und für sich ein spaßiges Worker Placement-Game mit witzigem Artwork und tollen Ideen, leider aber auch zu lang (knapp 4h bei uns zu viert) und vor allem einen Tick zu glückslastig. Wenn einem die Auslage nichts bringt und man schlechte oder unpassende Karten nachzieht, während die Gegner mehrere Vermehrungs-Karten ziehen, bringt einem auch die beste Strategie nichts.


    #TheWitcher


    Das Adventure Game habe ich zu zweit gespielt und hier hat es mir besser gefallen, als das kollektive Medienecho einem bis dato vermittelt. Genau die richtige Länge, recht fies mit den vielen Aktionen die man irgendwann nicht mehr machen kann oder was einem alles Negatives passieren kann, aber immer noch lösbar und spaßig. Mit mehr Spielern kann ich mir aber gut vorstellen, dass es größere Downtimes gibt und das Spielprinzip an sich nutzt sich sicherlich auch recht schnell ab. Für zwischendurch zu zweit aber sehr gern wieder. Die Programmvariante ist übrigens auch grandios, spielt sich super am PC.


    #Jamaica


    Megaseicht, aber es hat Laune gemacht. Von allein würde ich es wahrscheinlich nicht nochmal spielen, aber wenn mich jemand fragt oder die Gruppe es möchte, wäre ich schon dabei.


    #SnakeOil


    Genau meine Art von Filler. Innovativ, witzig und mit einem großen kreativen Anspruch. Was ich hier schon alles gepitched bekommen habe...meine Güte. Furzfreiheit für den Politiker, eine Bergtür als Rückzugsort für den Priester, ein Bumerangboot als Freizeitmöglichkeit auf Klassenfahrt für den Lehrer, usw usw. Echt spaßige Sachen dabei - in der richtigen Runde top.


    #Elysium


    Die verschiedenen Artworks haben mich sofort fasziniert und auch ansonsten hat das Spiel viel Spaß bereitet; manchmal kann man aber wenig machen, wenn einem alle Mitspieler die selbst gebrauchten Karten wegschnappen und auch generell betrachtet hätte ich gern noch mehr gemacht, noch mehr Karten ins Elysium gebracht, noch mehr Combos ausgespielt, ...! Ging mir persönlich zu schnell vorbei. Sollte ich wohl bald mal wieder spielen.


    #Descent2.0


    Neben Imperial Assault wohl aktuell der König der Dungeon Crawler. Ich selbst hatte offen gestanden das Gefühl, nicht soo viel machen zu können. Ich laufe meine paar Schritte, mache meinen Angriff und ggf. noch eine Spezialaktion, nächster. Der macht das Gleiche, der Übernächste auch, usw. Wer was angreift und tötet ist relativ klar. Die Monster sehen super aus, der Overlord hat sicherlich auch ein cooles und noch wesentlich taktischeres Spiel, aber in der Gruppe fand ich meistens den nächsten Zug obvious und wenn man sich schnell geeinigt hat, gab es da auch nie Unstimmigkeiten oder superlange Absprachen. Das Würfeln und die Reiseevents waren nett und haben die ganze Sache etwas aufgehübscht, insgesamt bin ich aber wohl eher kein Spieler für solche wiederkehrenden Spiele an verschiedenen Abenden. Meine Stammgruppe mag es sowieso nicht, und ja. Ich werde die begonnene Kampagne sicher noch mit zu Ende spielen, aber ich denke, das war es dann. Das Spiel ist okay und cool für was es will, sicherlich sogar überragend für Genreliebhaber, aber ich selbst muss wohl entweder Overlord spielen oder ein noch komplexeres System suchen..


    #FlashPoint


    Seit längerem kam auch mal wieder ein kooperatives Spiel auf den Tisch, hier diesmal Flash Point Fire Rescue. Die Charakterwahl fand ich schonmal sehr toll, da ich spielereigene Spezialfähigkeiten generell liebe, und somit hatte ich erstmal schnell alle Damen und Herren durchgelesen und mich dann für den "Löschmeister" entschieden (ich habe keine Ahnung mehr, wie die Karte/Person explizit hieß, pardon!). Wir haben zu fünft die Einführungspartie gespielt und auch relativ problemlos gewonnen. Das Spiel hat Spaß gemacht und es war spannend zu diskutieren, wer jetzt zu erst gerettet wird, bzw. wer wen herausträgt usw. Hat echt thematisch etwas herübergebracht und ich freue mich auch schon auf eine weitere Partie. Jetzt bin ich überdies natürlich auch noch angefixter für Police Precinct, was auch in unserer Spielgruppe vorhanden ist, aber bisher noch nicht auf den Tisch kam. Vasel, wehe du enttäuschst mich hier! :D


    #Eclipse


    Superstarkes 4X-Game; das einzige was mich durchgehend genervt hat, war die randomness beim Ziehen der Hexfelder. Wenn ich permanent double ancients bekomme und mein Nachbar nur kostenlose, weiße Planeten, na dann kann ich auch gleich vom Tisch gehen :D Das sind jeweils drei verschwendete Aktionen bei mir und bei ihm nicht nur drei gut genutzte, sondern auch stark "bevorteiligende" (duch weiße Planeten > normale Planeten). Unter dem Strich der Grund, warum ich hesitant bin, es noch oft zu spielen. Ja, ich möchte andere Rassen ausprobieren und ja, ich möchte auch die beiden Expansions mal testen, aber ich schwöre, wenn ich wieder so schlecht Plättchen ziehe, bringe ich mir zur dritten Partie eine Packung Beruhigungstee mit.
    Ps: Ja, mir ist bewusst, dass ich das double ancient-Plättchen auch nehmen kann, einfach aufgedeckt lassen kann und später mit Schiffen reinfliegen+angreifen kann. Das dauert mir persönlich aber zu lange und diese Taktik entspricht nicht wirklich meinem Spielstil. Ich breite mich gern sehr schnell sehr weit aus (Zerg!) und das geht in Eclipse eben nicht oder zumindestens schlecht, wenn ich die ganze Zeit schlecht ziehe. Ich muss demnach beim nächsten Mal wohl die Rasse spielen, die mit den Ancients befreundet ist, damit mir diese Plättchen nichts mehr ausmachen.


    #AndroidNetrunner


    Ich bin fasziniert, wie viele Expansion Packs da permanent released werden, bin mir aber ganz offen gestanden unsicher, welcher Mensch das überhaupt alles verfolgen, geschweigedenn kaufen und spielen kann. Wenn man nicht gerade 24/7 auf Turniere rennt, kommt mir das schon sehr übertrieben vor. Nicht mal Magic oder Yu-Gi-Oh haben solche Releaseintervalle. Auch das allumfassende, alternative Sprachspiel mit "Klicks" und "Credits" etc. geht mir ehrlich gesagt auf den Geist, aber was will man machen. Mechanisch ist es sehr solide, das Artwork ist stimmig und die Asymmetrie macht wirklich Freude. Ich bin weiteren Partien demnach also alles andere als abgeneigt.


    #LeHavre


    Partien zu zweit und zu dritt haben mir gezeigt, dass ich es in jeder Besetzung mag, es aber nicht mein liebster Rosenberg ist. Die Glaßstraße bleibt hier für mich immer noch auf Platz 1, wobei ich damit aber relativ einsam im Wald stehe, was ich auch weiß :D Ich finde Kartenspiele wunderbar, keine Frage, aber Glaßstraße hat einfach zusätzlich noch das private Board, den Tile Placement-Aspekt sowie das genial-unvergebende Ressourcenrad; und in Le Havre sind offen gestanden die ersten paar Züge alle sehr "mechanisch". Meistens nimmt man die Ware, von der am meisten in der Auslage liegen, erstmal egal, welche Langzeitstrategie man fahren will. Daraus dann das beste zu machen ist denke ich der Trick, bzw. eben zu wissen, wann man auch mal eine hohe Anzahl von Waren liegen lassen kann. Später natürlich dann Schiffe & Gebäude horten, die Kartenauslage richtig lesen, gute Combos erzielen und aus seiner Engine das beste herausholen. Ich mag es wie gesagt wirklich gern und es funktioniert in diesen beiden Playercounts auch absolut super, aber Glaßstraße hat aktuell noch einen ganz leichten Vorsprung bei mir. Geschmäcker.. :)


    #Viceroy


    Ich habe zwar nur erklärt und dann einer Viererpartie zugeschaut, das allein hat aber schon wieder viel Spaß bereitet und ich bin schon in freudiger Erwartung auf meine nächsten eigenen Partien. Gott sei Dank schon seit Essen 2014 in meinem Regal.


    #Navegador


    Meine Güte, dieses Spiel. Nach der Regelerläuterung war ich erst kurz skeptisch und ich war zum Zeitpunkt auch schon ein wenig müde (letztes Spiel des Abends in dem Moment), Navegador hat aber wirklich von Runde zu Runde mehr Sog entwickelt und die letzten paar Züge waren dermaßen spannend und vollgepackt mit Ressourcen und Möglichkeiten, mein Gott. Absolut überragend. Ich habe danach wirklich noch mehrere Tage an das Spiel und diese spezielle erste Partie nachgedacht und somit ist es nun auf meiner Wunschliste einen ganzen Sprung nach oben gewandert. Mac Gerdts, wir sehen uns sehr bald wieder!


    #Finca


    Wieder ein Spiel mit Rondell und wieder ein Spiel das ich mochte. Die Erweiterung El Razul fügt sich sehr gut und sinnvoll ein, für ein erneutes Spielen war mir Finca aber dann doch einen Tick zu seicht.


    #Spinderella


    Verrückte Idee, aber echt gut umgesetzt. Der KdJ-Preis geht demnach in Ordnung. Es war schnell gespielt, hat kurz für ein, zwei Lacher gesorgt, war dann aber bei uns "Erwachsenen" auch schnell wieder abgeräumt. Für Kinder denke ich optimal, sind ja auch die Zielgruppe.


    #TheGame


    Hat mir super gefallen und war tausend Mal besser als das seelenlose und unendlich glückslastige Machi Koro; ich bin aber trotzdem froh, dass Colt Express dieses Jahr gewonnen hat und empfand letzteres auch als die beste Wahl. Gut gemacht, SdJ-Jury! :)


    ------------------------


    Abschließend meine Top 5 "persönlichen Neuentdeckungen":


    5. #Metropolys


    Zee Garcias Hypetrain hat mich schon vor über einem Jahr erreicht, den Kauf konnte ich jedoch erst vor ein paar Monaten tätigen. Doch wie es scheint, hat sich dieser doppelt und dreifach gelohnt. Das Spiel funktioniert weltklasse zu zweit und immer noch sehr gut zu dritt und in Vollbesetzung. Weiterhin habe ich von einem guten Freund aus meiner neuen Gruppe die Promo-Zielkarten dazubekommen, welche nochmal zusätzlichen Pfiff in die strategische Ausrichtung sowie die Siegpunktverteilung geben. Ich werde mich in nächster Zeit mal daran machen, die Charakterkarten auszudrucken und zu laminieren, damit ich Metropolys dann endlich in voller Blüte bewundern kann. Stand jetzt ist es auf jeden Fall problemlos in meine Top-30 eingestiegen, Tendenz steigend.


    4. #BioShockInfinite


    ...The Siege Of Columbia. Die Brettspielumsetzung des PC-Spiels ist meiner Meinung nach superb gelungen und ich finde es sträflich und traurig, warum dieser Titel bei Release so wenig Buzz bekommen hat. Die Qualität der Components (Miniaturen, Cardboard, Karten usw.) als auch der Schachtel selbst ist nicht weniger als Weltniveau und auch das Gameplay lässt keinesfalls zu wünschen übrig. Eine Zweierpartie ist in rund 75 Minuten problemlos gespielt und bringt durch politische Abstimmungen und sich ständig verändernde victory conditions spannende Wendungen in einen Siegpunktmix, der auf den ersten Blick wie ein reines "dudes on a map"-Game aussieht. Das Regelbuch ist das einzige kleine Minus, aber wenn man vorhat, sich das Spiel zuzulegen, kann man auch gleich Rodney Smiths "Watch it played"-Episode zum Titel anschauen, welcher das Spiel (wie immer!) wunderbar erläutert :) Nach Star Realms wohl unter dem Strich momentan mein liebster 2-Spieler-Titel.


    3. #TimeMasters


    Der beste unbekannte Deckbuilder auf dem Markt. Ein derart interessantes und denkförderndes/-belohnendes Kartenspiel á la Dominion habe ich bisher wirklich noch nicht in die Finger bekommen. Es gibt neben dem "normalen Ablauf" von Kartenkauf, gleichen Startdecks und variablem Startaufbau von Kartenstapeln so viele tolle Innovationen, dass ich kaum glauben kann, wie underrated dieses Spiel ist.
    -> Man kann unendlich viele Karten auf der Hand behalten wenn man möchte und muss sie nicht am Ende seines Zuges ablegen.
    -> Man bekommt gekaufte Karten sofort auf die Hand.
    -> Siegpunkte müllen das Deck nicht zu, sondern sind auf den jeweiligen Karten gleich mit aufgedruckt.
    -> Die Anzahl und Stärke der kaufbaren Karten wird nicht durch Geld bestimmt, sondern durch die Anzahl an gespielten Zaubersprüchen in der jeweiligen Runde (1 Spell = 1 Karte von Stärke 1 | 5 Spells = 1 Karte von Stärke 5 oder zwei im Gesamtwert 5, z.B. 2+3; usw.).
    -> Man kann Zaubersprüche mit Sonderkarten, sogenannten "Timern", in die Zukunft hineinbauen - somit triggern sie erst im nächsten Zug, wenn man wieder dran ist (dies lässt sich sogar auf noch mehr Runden erweitern), und man kann noch größere Comboketten bauen. Und es geht noch ewig so weiter..
    Ja, das Spiel ist nicht vollends perfekt ausbalanciert, da es ein paar Karten gibt, die stärker als andere sind oder Gegenspieler relativ stark stören können, aber jene kann man auch aus dem Spiel nehmen wenn man möchte und andererseits kann man sie auch drinlassen, wenn alle Leute das Spiel eh schon kennen und damit umzugehen wissen. Letztlich ist die Anleitung die größte Hürde denke ich. Auch hier braucht es leider wieder(!) ein wenig, bis man das gesamte Konzept verstanden hat. Ich denke, nach ein, zwei Probepartien "fließt" Time Masters aber wirklich toll und das generelle Feedback was ich bisher zum Game bekommen habe, ist auch überwiegend positiv gewesen. Einer einzigen Person hat es bisher nicht gefallen, jener gefällt aber auch fast gar nichts sehr gut :D


    2. #ImperialSettlers


    Ignacy, du alter Haudegen, was hast du hier nur wieder für ein wunderbares Spiel erschaffen. Ich war sofort drin, ab Minute eins. Der Look, das Gameplay, die Ressourcen, die Möglichkeiten...oh man. Glücklicherweise hatte ich vor meiner ersten Runde Benjamin Toercks Infovideo gesehen, in dem er betont hatte, wie wichtig es sei, Karten vom eigenen Deck zu ziehen und somit konnte ich mit den Ägyptern gleich zu Beginn sehr viel in diese Richtung auslegen und hatte am Ende fast mein ganzes Deck durchgespielt - ich glaube ~8 Karten waren noch übrig. Ich bin seitdem wirklich verliebt in das Spiel und liebäugele schon sehr mit einem Kauf, bin mir nur bisher noch über die Version unsicher. Die Deutsche hat den größeren Text, aber in der Englischen gefällt mir die Raze-Anzeige besser und außerdem gibt es dort schon die Atlanteans-Erweiterung, die weiß der liebe Gott-wann erst in Deutschland erscheinen wird... :( Ben, falls du das auch nur durch Zufall lesen solltest, bitte tu' was dagegen! :D:love:


    1. #Kingsburg inklusive #ToForgeARealm


    Diceplacement - you got me. Erst Marco Polo und jetzt dies hier, laut Sam Healey wohl die Mutter aller guten Diceplacement-Spiele. Ich habe wirklich unterschätzt, wie sehr ich die Mechanik mag. Normalerweise ist meine Stammgruppe nicht so würfelfreudig, aber seit diesen zwei Spielen...mein lieber Scholli! Ich habe meine letzte Partie sogar mit Abstand verloren, und ich fand es trotzdem absolut brilliant. Ich würde es sofort wieder spielen, jetzt und hier vonmiraus. Mitten in der Nacht, ohne Leute. Das ist es denke ich, was ein Lieblingsspiel auszeichnet. Und To Forge A Realm ist daran alles andere als unschuldig. Ich bin mittlerweile wirklich der Meinung, dass es die beste Erweiterung ist, die es je für ein Brettspiel gegeben hat. Klarerweise jedenfalls die beste, die ich persönlich bisher gespielt habe. Jedes Modul fügt sich butterweich ein und macht Sinn, alles bereitet Vergnügen und mehr Variabilität, und ja..ihr seht, ich bin einfach nur geflasht :D Und deswegen reicht es auch für heute. Ich habe euch lang genug belästigt. The spam is over.
    Danke fürs Lesen oder wenigstens Überfliegen. Feedback ist gern gesehen, ob ich nochmal so einen langen Post machen darf, oder ob ich dann aus dem Forum fliege.. ;D


    Gute Nacht und bis "nächste Woche"...
    der Bacon 8o

  • [AquaSphere] Nach Luna sowie Brügge mit Erweiterung ist dies nun schon der dritte Feld-Titel, in dem ich bei meiner Erstpartie trotz firmen Gegenspielern mit großem Abstand gewinnen konnte. Ich sollte wohl mehr seiner Siegpunktsalate ausprobieren, es scheint mir hier und da wohl zu liegen

    AquaSphere und Luna mit Brügge in einen Topf zu werfen, ist schon ein bisschen gewagt. Viel unterschiedlicher geht nicht für Feld, wenn man nur die "großen" Feld-Spiele nimmt. Brügge ist wesentlich glückslastiger als die beiden anderen. (Was mich nicht stört, dann gewinnt eben auch mal der/die Glücklichere, aber bei vielen anderen ist das der Hauptkritikpunkt an Brügge.)


    BTW: Mein Lieblings-Feld ist Bora Bora -- mit dem zusätzlichen Hinweis, dass es ein paar Partien braucht, bis es "Klick" macht; beim ersten Spiel fand ich's nur okay. Aber dann wächst Bora Bora mit jedem Spiel.



    [Belfort] Wenn einem die Auslage nichts bringt und man schlechte oder unpassende Karten nachzieht, während die Gegner mehrere Vermehrungs-Karten ziehen, bringt einem auch die beste Strategie nichts.

    Was meinst du mit "Vermehrungs-Karten"? Ich würde auch nicht zustimmen, dass Belfort zu glückslastig ist. Außerdem hat es Catch-Up-Mechanismen: zum einen zahlt der, der vorne liegt, am meisten Steuern. Zum anderen ist es ein Mehrheitenspiel und da kann man dann auch mal gemeinsam gegen denjenigen spielen, der den vermeintlich besten Start hingelegt hat.

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  • Endlich mal wieder Zeit zum Spielen!
    Interessantes Experiment für uns: 2 Spiele mit unterschiedlichen Spielerpärchen am Wochenende getestet.
    Murano: Während Paar 1 es am Samstag als zu glückslastig empfand, war Paar 2 sehr angetan vom einfachen Mechanismus und störte sich nicht an den Zufallsbedingungen. Auch wir hatten Spaß an diesem Spiel, ist irgendwie im letzten Jahr an uns "vorbei gegangen". Klar gibt es viele Glücks-/Zufallselemente, aber es lässt sich angenehm flott spielen, ohne störenden Rundenanfänge/-enden.
    Isle of Skye: Sehr schöner Versteigerungsmechanismus, da gab es keine 2 (oder besser 3) Meinungen. Wir haben jeweils die empfohlenen Startplättchen für die Wertungen genommen. Samstags gab es mal gerade maximal 10 Punkte für die Tiere am Bauernhof in der 3.Wertungsphase, Sonntags konnte ein Spieler bereits in Phase 2 sagenhafte 23 Punkte ergattern. Sehr abwechslungsreiches Spiel, dass mit wenigen Regeln auskommt. Die vielen verschiedenen Siegpunkt-Wertungsplättchen versprechen noch viele weitere Runden. Unser Gewinner des Lookout-Wochenendes.
    Unser abschließendes Sonntagabendspiel als Zweier-Partie, nun mit zufälligen Wertungsplättchen, war nicht ganz so
    überzeugend. Schwierige Wertungsbedingungen und wenig Kaufauswahl, machten es möglich den Gegner teilweise von den Wertungen auszuschließen. Aus unserer Sicht eindeutig besser in größerer Runde.

  • Auch wir habe am Wochenende zum ersten Mal #IsleofSkye gespielt (zu viert). Das Spiel ist auch bei uns sehr gut angekommen, wie eigentlich jedes Spiel, das wir gespielt haben. Bei uns ging es um Sets aus Bauernhöfen, Leuchttürmen und Brochs, um Geld, um Schafe und um mit der Burg über Straßen verbundene Plättchen. Ich selbst habe das Spiel mit deutlichem Abstand verloren, da ich wohl ein bisschen überschätzt habe, wie viele Punkte ich in der Endwertung über meine Sonderplättchen (Brochs und Schiffe) machen kann. Die anderen Kriterien werden halt 3 x mal gewertet ;-) Vorher hätte ich gedacht, dass das Extrageld für die hinten liegenden Spieler stärker (negativ) ins Spielgeschehen eingreift. Hab mich aber getäuscht. Passt gut ins Spiel.


    Außerdem ebenfalls das erste Mal #BroomService. Irgendwo las ich neulich, dass das Spiel ein echtes Fun-Strategie-/Taktikspiel sei und das passt genau. Das Spiel ist noch besser als Isle of Skye angekommen. Es hat schöne "Ich denke, dass du denkst, dass ich denke"-Momente und ein bisschen Push your luck. Am Ende waren wir alle so um 80 bis 90 Punkte. Ich weiß ganz genau, wo ich den Sieg verschenkt habe. Es lag das Ereignis aus, bei dem man 9 Punkte für ein volles Set an Ressourcen erhält. Dummerweise habe ich den Kräutersammler mutig ausgespielt und konnte es so als einziger nicht werten. Ich hatte halt gedacht, dass die anderen ihn nicht ausspielen, da sie schon mit grünen Zaubertränken gut gefüllt waren - beim nächsten Mal in so einer Situation werde ich wohl weniger riskant spielen. Aber genau von diesen Momenten lebt das Spiel und deswegen geht der Daumen auch so deutlich nach oben.


    Gespielt wurde auch noch: #PuertoRico. Zwei Spielern war das Spiel bekannt, den anderen beiden nicht. Ich zählte zu diesen beiden, kannte aber als Einziger #SanJuan, so dass nicht alles völlig unbekannt aber. Die Umsetzung des Bekannten in einem anderen Spiel war dennoch nicht ganz trivial.


    Dann noch #AufdenSpurenvonMarcoPolo und #Istanbul. Hier waren die Voraussetzungen genau andersherum.


    Für Marco Polo habe ich ca. eine Viertelstunde gebraucht, um es zu erklären. Danach gab es erstaunlich wenig Rückfragen. Mir gefällt der sehr intuitive Spielplan, der hilft bei der Erklärung des Spiels ungemein. Das Spiel ist auch bei den beiden, die es vorher nicht kannten, gut angekommen. Aber noch besser wäre es angekommen, wenn wir nicht erst gegen 23 Uhr und schon ein bisschen müde damit angefangen hätten ;-)


    Dafür ist #Istanbul am nächsten Morgen komplett eingeschlagen. Zum Spiel selbst muss ich wenig sagen, das dürfte den meisten hier absolut bekannt sein. Ich habe noch mit niemandem gespielt, dem das Spiel nicht sehr gut gefällt.

    Einmal editiert, zuletzt von Alex85 ()

  • (...) und außerdem gibt es dort schon die Atlanteans-Erweiterung, die weiß der liebe Gott-wann erst in Deutschland erscheinen wird...

    Die Atlanteans-Erweiterung ist bereits in Arbeit und soll auf deutsch Anfang 2016 erscheinen.

    André Zottmann
    Thygra Spiele
    (u. a. für Pegasus Spiele tätig)

  • #AndroidNetrunner


    Ich bin fasziniert, wie viele Expansion Packs da permanent released werden, bin mir aber ganz offen gestanden unsicher, welcher Mensch das überhaupt alles verfolgen, geschweigedenn kaufen und spielen kann. Wenn man nicht gerade 24/7 auf Turniere rennt, kommt mir das schon sehr übertrieben vor. Nicht mal Magic oder Yu-Gi-Oh haben solche Releaseintervalle.

    Magic bringt mit Commander, und From the Vault und seinen sonstigen Produkten in etwa dieselbe Menge an Produkten auf den Markt. Yu-Gi-Oh! hat auch mit seinen Decks und Gold Postern und anderen Kladderadatsch nicht weniger Veröffentlichungen. Der Unterschied zwischen diesen beiden und den LCGs ist, das die LCG immer neuen content bringen. Und dennoch sind die 800 bis 1200 Karten die Magic pro Jahr neu raushaut mit den 240 Karten eines LCG zu vergleichen etwas doch anderes.
    Aber deine Wahrnehmung kann ich völlig nachvollziehen.

  • Ja, wenn man ein Spiel schon müde beginnt dann kann aus einem an sich guten Spiel schnell eine langweilige Partie werden. Das liegt dann aber nicht am Spiel, in dem Fall Marco Polo.


    Auch wir haben am Wochenende #BroomService gespielt und wieder sehr gut angekommen. Wenn die Leute ein klein wenig Spielfreude mitbringen und sich auf das Spiel einlassen, dann ist die Stimmung einfach sensationell. Ich würde gerne öfters mal die Rückseite spielen, aber derzeit kommen immer wieder neue Leute dazu. Wenn man das mit dem mutig und feige verstanden ist, ist das Spiel sehr intuitiv und eingängig. Nur die Funktion des Druiden und der Hexen wird ab und zu verwechselt.
    Mein erster Gedanke bei einer neuen Partie ist immer: Wo ist die Schwachstelle bei den Wolken, wo komme ich in die punkteträchtigen Gebiete. Hier wird Risiko durchaus belohnt, denn eine Runde früher im Eck rechts oben zu sein, ist schon ein Vorteil. Da macht man gut und gerne mal 15 Punkte in einer Runde. Entscheidend ist auch welche Strategie der Spieler hinter dir spielt. Wenn der das gleiche vor hat wie du, ziehst du eigentlich immer den kürzeren. Dann heißt es schnell mal umdisponieren und eine Sammlerrunde einzulegen, damit man nicht mehr auf den gleichen Feldern steht.



    #ManhattanProject: Wir bauen eine Atombombe. Sowas als Thema kann ja auch nur aus USA kommen. Und beim Spiel Lapdance ging die Aufregung drüben hoch. Jedenfalls ist es ein Workerplacement Spiel.
    Was mir nicht gefallen hat war: Wer am Zug ist, darf einen Worker am allgemeinen Tableau setzen und beliebig viele auf die eigenen Gebäude. Oder die andere Alternative: Alle wieder zurücknehmen. Natürlich ist es optimal alle seine Worker einzusetzen und in der nächsten Runde wieder alle zurückzunehmen. So kann ich alle 2 Runden alle meine Worker verwenden. Würde ich meine Worker über 2 Runden verteilt einsetzen, bräuchte ich 3 Runden um alle meine Worker zu verwenden. Sicher, ich könnte die Aktion des allgemeinen Tableaus auch 2x in 3 Runden verwenden, aber die Aktionen dort sind nicht unbedingt besser als die Aktionen der Gebäude. Am Anfang der Partie wird man das schon machen, denn man braucht neue Worker und Gebäude. Neue Gebäude zu holen geht nur pber das allg. Tableau.


    Dann gibt es noch die Aktion Spionage: Wer die nützt kann auf Gebäde der Mitspieler einsetzen. Das tut dem Spieler weh, weil er dann eventuell seine Worker nicht mehr alle einsetzen kann und eben nicht mehr die optimale Strategie fahren kann.


    Und nur zum Kampf: Ganz einfache Regeln und aus meiner Sicht auch ganz stupide: Du greifst einen Mitspieler an und es wird mehr oder weniger 1:1 abgetauscht bis die Verteidigung/Fighter abgebaut sind. Dann kannst du als Angreifer Geäude beschädigen. Tut beiden weh, freut nur alle anderen Mitspieler. Klar, wenn einer vor dem Sieg steht, können alle anderen den dann angreifen und fertig machen. Oder einer hält sich zurück und läßt den anderen diese Arbeit. Natürlich könnte jemand selbst auf Krieg spielen und Fighter/Bomber produzieren. Was er davon hätte? 2 h mehr Spielzeit und er selbst gewinnt sicher nicht.
    Mein Fazit: Der Kampf ist völliger Blödsinn, der Rest ist teilweise gut, teilweise nicht. 3/10.

  • Ja, wenn man ein Spiel schon müde beginnt dann kann aus einem an sich guten Spiel schnell eine langweilige Partie werden. Das liegt dann aber nicht am Spiel, in dem Fall Marco Polo.

    langweilig ist etwas übertrieben. Es hat schon allen gut gefallen (uns beiden, die wir es kannten, sowieso). Nur es war halt die Einsicht da, dass es doch noch besser hätte gefallen können ;-)

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  • Wir haben am Sonntag zu viert begonnen und Classic Gaming war angesagt.


    Wir fingen mit Age of Empires an - natürlich mit der alten Auflage, die doppelt vorhanden war.
    Hat wirklich Spass gemacht.
    Danach kam Race for the Galaxy. Das mochte ich noch nie. Völlig überfrachtet. Dann lieber ne Partie San Juan ... Und die kam auch noch als wir zu dritt waren.


    Dann kam noch Tadsch Mahal auf den Tisch. Auch ein Klassiker aus der Zeit als man noch Knizia-Spiele spielte. Auch das hat nach vielen Jahren des Staubfangens mal wieder Spaß gemacht.
    Zum Schluss noch das Nations Würfelspiel. Zum Glück mussten wir nach einer Epoche abbrechen.


    Also: holt mal wieder die alten Klassiker aus dem Schrank. Sie sind immer noch gut und stecken so manches neue Spiel locker in die Tasche!

    --
    "Out. For. A. Walk. ... Bitch." (Spike/Buffy-TVS)
    --

  • Danach kam Race for the Galaxy. Das mochte ich noch nie. Völlig überfrachtet.

    Wenn dir das zumindest vomThema zusagt, schau dir mal Roll for the Galaxy an. Das wurde hervorragend auf´s wesentliche reduziert und ist ein anderes Kaliber als das Nations Würfelspiel!
    Klassiker sind immer wieder mal gut :thumbup:

    Bitte senden Sie mir Ihre E-Mail doppelt, ich brauche eine für´s Archiv :/

  • Also: holt mal wieder die alten Klassiker aus dem Schrank. Sie sind immer noch gut und stecken so manches neue Spiel locker in die Tasche!

    Da waren doch gar keine Klassiker dabei. Kein Civilization, kein 1829, kein Britannia, kein Diplomacy, kein Monopoly, kein Mensch Ärger Dich nicht, kein Schach oder Vergleichbares. Nur etwas ältere Spiele. :lesen:

    Gruß aus dem Münsterland
    Herbert

    ______________________________
    I'm old enough to know what's wise
    and young enough not to choose it

  • Mein Fazit: Der Kampf ist völliger Blödsinn, der Rest ist teilweise gut, teilweise nicht. 3/10.

    Also das ist aber wirklich eine sehr harte Bewertung. Zufälligerweise habe ich das Spiel auch gerade zum ersten Mal gespielt und kann nicht jeden Deiner Kritikpunkte nachvollziehen. Der Mechanismus mit dem Einsetzen und Zurücknehmen ist nicht besonders unüblich und die Tatsache, dass man alle Gebäude auf einmal nutzen kann macht es eben sehr attraktiv, sich gute Gebäude zu beschaffen (die wollen ja auch erstmal beschafft werden). Ansonsten ist das Spiel ungewohnt konfrontativ für Spieler, die sich an die übliche "Wir werkeln nebeneinander her"-Mechanik gewöhnt haben, wenn sie "Worker-Placement" hören. Meines Erachtens ist damit aber die Thematik ganz gut umgesetzt worden, ohne das Spiel zu überfrachten. Entsprechend sind auch die "Spionage-" und die "Airstrike"-Funktion simpel gehalten worden, fügen sich aber gut ein. Ich kann verstehen, wenn man solche konfrontativen Elemente nicht mag (meine Frau mochte sie auch nicht), aber das als "völligen Blödsinn" zu bezeichnen, ist vielleicht doch etwas voreilig? Soweit ich das sehe, bewerten nicht mal 1 % der zahlreichen Geeks das Spiel so schlecht wie Du. Dass zum Beispiel mit den von allen einstellbaren Angestellten und den verschiedenen Funktionen dieser Angestellten durchaus originelle Momente geschaffen wurden, die das Spiel von einem 08/15-Worker-Placement unterscheiden, sollte man durchaus auch erwähnen.

    Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben.
    Die Bibel: Johannes 3,16

  • Wer am Zug ist, darf einen Worker am allgemeinen Tableau setzen und beliebig viele auf die eigenen Gebäude. Oder die andere Alternative: Alle wieder zurücknehmen.

    Habt Ihr das so gespielt, dass bei der Rückkehr auch alle fremden Figuren vom eigenen Brett zurück gegeben werden?

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  • Habt Ihr das so gespielt, dass bei der Rückkehr auch alle fremden Figuren vom eigenen Brett zurück gegeben werden?

    Ja, so wird das gespielt, aber wir hatten am Anfang auch so unsere Probleme, welche Figuren man denn nun eigentlich wann zurück bekommt. Man bekommt alle eigenen zurück und alle Fremden vom eigenen Tableau gehen zurück (und alle grauen von der Mitte und dem eigenen Tableau).


    Für mich übrigens ein Superspiel!


    Gruß vom
    Spielteufel

    :jester:


    Mein Verhalten ist vielleicht manchmal taktisch unklug, dafür aber emotional notwendig

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