Mistfall / Nebel über Valskyrr

  • Moin zusammen,


    da ich gelesen habe, dass hier der ein oder andere sich in Essen #Mistfall bzw. #NebelÜberValskyrr zugelegt hat, bin ich doch sehr überrascht, dass hier noch niemand was dazu geschrieben hat. Ersteindrücke, Regelfragen .. Fehlanzeige.


    Ich selbst habe mich mit dem dt. Regelwerk sehr schwer getan, da dieses meiner Meinung nach unglücklich strukturiert ist. Viele Regeln sind verwirrend, so dass eine Vielzahl an Beispielen ergänzt werden, um diese verständlich zu machen. Hinzukommen Regelpassagen, die es irgendwie nicht ins Regelwerk geschafft haben und sich dann ggf. auf einer Übersichtskarte wiederfinden und umgekehrt.


    Am Mittwoch werde ich das Spiel meiner Spielgruppe vorstellen und bin mir selbst noch nicht sicher, ob es der Gruppe gefallen wird. Das ungute Gefühl rührt daher, dass ich selbst noch nicht in der Lage war das 1. Abenteuer bis zum Ende zu spielen. Jedesmal wenn ich mit 1 oder 2 Helden an den Start ging traten bereits während der ersten Begegnung wieder Fragen auf oder aber waren die Karten der Helden nicht völlig klar formuliert. Ich fühle mich also unsicher, da wird es schwer, andere von diesem Spiel zu überzeugen.


    Gibts hier denn schon jemanden, der mit diesem Spiel einige Erfahrungen machen konnte und hat ein paar Tipps zur Spielerklärung?

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  • So .. inzwischen habe ich das Spiel nun mehrmals in unterschiedlichen Konstellationen ( solo, 3er & 4er Runde) gespielt.


    Nach dem ersten Spiel (4er Runde) hatte mich das Spiel stark enttäuscht. Das 1. Abenteuer "In die Wildnis" hat die Gruppe (Bogenschütze, Barbarin, Schurke & Arkanmagierin) gleich mal zerlegt. Das war sehr ernüchternd und hat mir gezeigt, dass man dieses Spiel nicht einfach drauf los spielen kann, sondern ein gewisses Wissen um die Charaktere schon im Vorfeld vorhanden sein sollte. Hinzu kam noch, dass wohl das 1. Abenteuer nicht wirklich ein Einführungsabenteuer ist, sondern aufgrund der Kürze (nur drei Orte gleicher Art, weniger Zeit) gar keine bis kaum eine Charakterentwicklung zulässt.


    Nach diesem Spiel habe ich mich dann mal mit den Gegnertypen der anderen Stapel (blau und rot) beschäftigt und gesehen, dass dort mehr Verwundbarkeiten vorhanden sind. Vor allem die Untoten (blau) sind sehr anfällig gegen eine Vielzahl von Angriffen, so dass ich mich solo an das 2. Abenteuer gewagt habe. Passender Weise habe ich dafür dann die Klerikerin gewählt und siehe da, gleich die erste Begegnung mit der Vernichtung von 4 Gegnern abgeschlossen ohne groß Schaden zu nehmen.


    Anhand dieser Erfahrung habe ich dann in einer 3er Runde (Klerikerin, Frostmagier, Schildträger) dann das 2. Abenteuer angespielt und auch ohne große Schwierigkeiten bestanden. Diverse Kombos wurden entdeckt und das Spiel somit noch interessanter.

  • Ich hatte es zum Release auf der Messe gekauft, aber in unserer Runde ist es ganz, ganz schlecht angekommen.

    Der Grund-Mechamisus, das genutzte Karten zurück aufs Deck kommen und dann wieder gezogen werden, hat dazu geführt, dass immer die gleichen Karten gezogen wurden. Irgendwie ist das bei uns nicht gut angekommen.


    Ich muss aber auch zugeben, dass das Spiel nur eine Chance gekriegt hat.

  • Ich wundere mich gerade auch, dass hier niemand was dazu schreibt. Im Grunde genommen sieht das Spiel recht interessant aus. Wie ist dein Eindruck mit der Zeit gereift?

    Nunja .. ich habs meinem Bruder geschenkt. Ist kein schlechtes Spiel, nur bedarf es einer Gruppe, die das Spiel auch lernen möchte.
    Einstiegshürde halte ich für hoch, daher habe ich ihm und seiner Spielgruppe vermacht.

    Allerdings liegt bei mir noch ein OVP Im Herzen des Schreckens liegen. Ist das gleiche Spiel, andere Helden, überarbeitete Regeln und kann, wenn man will mit dem Vorgänger zu "was Größerem" kombiniert werden.

  • Ich wundere mich gerade auch, dass hier niemand was dazu schreibt. Im Grunde genommen sieht das Spiel recht interessant aus. Wie ist dein Eindruck mit der Zeit gereift?

    Da habe ich bei Release ne Rezension drüber geschrieben – ich fand es ganz cool, weil es so hammerhart ist. Aber es ist in meinem Spielerkreis eher gefloppt. Du kriegst halt ständig einen reingewürgt, dazu enormen Zeitdruck. Du nimmst deine Charakter nicht mit, fängst also von vorne an. Und manche mögen die ständige Rotation des eigenen Decks nicht. Ich fand das Zusammenspiel der KLassen aber gut und auch die Aggromechanik ist gelungen.

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  • Ach, ich dachte das wär nur ein Add-On!

    Falsch gedacht. Ist ein eigenständiges Spiel mit recht ähnlicher Ausstattung.
    Halt neue Helden, neue Gegner, neue Szenarien, neue Ort-Klassen, dazu dann noch überarbeitete Regeln, so dass man beide Spiele quasi verschmelzen kann und nichts "doppelt" hat. Dadurch lässt sich natürlich noch mehr variieren.


    Spielmechaniken gefallen mir sehr gut, auch dass es keinerlei Würfel gibt (vgl. Pathfinder). Allerdings generiert dies dann eher eine Rechenatmosphäre anstelle des üblichen "ich klatsche Monster X mit meinem Streitkolben, was 2W+4 Schaden macht". Und das zerstört für mich sehr den Spielfluss, da man aus der Situation herausgerissen wird, rechnet, und sich dann wieder fangen muss.

  • „Für mich fühlte sich das Spiel wie Arbeit an“ Ich weiß nicht mehr wo ich das gelesen habe, aber das passt genau zu meiner Erfahrung. Ich wollte es mögen, aber ging nicht. Dazu kam das das Spiel unglaublich verschachtelt ist und die Anleitung sehr schlecht ist.

  • „Für mich fühlte sich das Spiel wie Arbeit an“ Ich weiß nicht mehr wo ich das gelesen habe, aber das passt genau zu meiner Erfahrung. Ich wollte es mögen, aber ging nicht. Dazu kam das das Spiel unglaublich verschachtelt ist und die Anleitung sehr schlecht ist.

    Jep .. so siehts aus. Da macht Valskyrr 2.0 aka Im Herzen des Schreckens von der Anleitung her ein wenig besser, ebenso was einige Mechaniken, wie zb die Beuteverteilung. Leider wird der Rechenmechanismus nicht entschlackt. Man muss es halt mögen. Ansich ist es wirklich genial.

  • Ich fand die Regeln zwar alles andere als gut geschrieben, kam aber eigentlich ohne wirkliche Probleme damit klar (1. KS-Edition). Die Mechanismen sind ausgeklügelt, die möglichen Interaktionen zwischen den Charakteren sind gelungen und variantenreich - mal was anderes. Mir ist es jedoch trotzdem schnell verleidet: zu viel Rechnerei, zu mechanisch bezüglich Spielgefühl, Mechanismen und Thema schlecht miteinander verknüpft... Das Karten-Update, welches es anlässlich des Nachfolge-KS zu kaufen gab, habe ich noch nicht mal einsortiert (und es liegt sicher schon ein Jahr hier rum): So viel zu meiner Motivation, dem Spiel nochmal eine Chance zu geben.

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  • Bin großer Fan von Coop-Kartenspielen. Gerade Fantasy (Pathfinder, Aventuria, Herr der Ringe LCG, Warhammer Quest...).

    Aber das hier... zwei Partien und höchst wahrscheinlich nie wieder.

    Weder die Mechanik noch das Artwork hat mich angesprochen.

  • Weder die Mechanik noch das Artwork hat mich angesprochen.

    Ein Punkt, der mir auch negativ aufgestoßen ist. Das Deck des Charakters zeigt auf jeder Fähigkeitenkarte das gleiche Bild, so dass es schon mal recht eintönig ist und man vorallem die Karte immer lesen muss, um sich deren Effekt in Erinnerung zu rufen. Da hier eine gedankliche Verknüpfung zwischen Artwork und Fähigkeit bei mir fehlt.

  • Das erste und einzige Spiel, wo ich bereits nach einem Blick in die Anleitung keinen Bock mehr hatte und deswegen nie gespielt habe

    Hehe, ich bin damals darauf gekommen, weil ich in einer Rezension gelesen habe, dass der Endkampf ähnlich wie WoW funktionieren sollte. Also das PC-Spiel. Gut, ehrlich gesagt kann ich dann auch einfach WoW spielen. Also das Brettspiel ;)

  • Wie funktioniert der Endkampf bei WoW? Ich hab immer nur wild Knöpfe gedrückt. Irgendwas hat dann geklappt oder auch nicht.


    Das saublödeste Spiel ever, mit dem ich 2 Wochen meines Lebens verplempert habe, weil ja alle es tun. Wer denkt sich sun scheiss aus? Stundenlang irgendwas sammeln, verarbeiten und weitersamneln... ich hab die ganze Zeit gewartet, dass da noch was passiert. Bis mir jemand gesagt hat, dass da so rein gar nix passiert.


    Dafür hätte ich Blizzard verklagen sollen

  • Bandida

    boah, der war jetzt aber heftig. Hätte das jetzt jemand auf der Straße behauptet, dann hätte ich ihn ja verstehen können (auch wenn ich nicht der selben Meinung bin), aber von dir - die gerade eben ein Sandbox-Cardgame gebacked hat..... der Joke ist KRASS :Buddler:

  • Wie funktioniert der Endkampf bei WoW? Ich hab immer nur wild Knöpfe gedrückt. Irgendwas hat dann geklappt oder auch nicht.


    Das saublödeste Spiel ever, mit dem ich 2 Wochen meines Lebens verplempert habe, weil ja alle es tun. Wer denkt sich sun scheiss aus? Stundenlang irgendwas sammeln, verarbeiten und weitersamneln... ich hab die ganze Zeit gewartet, dass da noch was passiert. Bis mir jemand gesagt hat, dass da so rein gar nix passiert.


    Dafür hätte ich Blizzard verklagen sollen

    "2 Wochen meines Lebens" :lachwein:


    Entschuldige, war nicht persönlich gemeint, ich musste nur innerlich grinsen :) Je nachdem, wann diese 2 Wochen waren, hast Du vielleicht an 0,5-2% des Contents gekratzt. Wenn Du irgendwann tatsächlich in's Endgame kommst (das definiere ich mal als Toptier-Raids), dann bist Du mehrere hundert Stunden dabei gewesen - mit einem Charakter!


    Ich gebe dir recht, dass es vor allem zu Anfang unglaublich repetitiv war. Man muss dazu aber wissen, dass sich das Spiel eigentlich in 2 Bereiche oder Phasen aufteilt: 1x die Welt, die man bereisen kann und in der man questet. Damals waren das tatsächlich mehr Sammelquests. daraus haben sie aber gelernt und bieten nun eigentlich nur noch Questreihen an. Das bedeutet, dass man nicht mehr nur hier 10x was tötet und da 20x was sammelt, sondern dass jede Quest eine Folge hat und sich so stetig die Welt verändert (Phasing). Diesen Teil machst Du weitestgehend alleine, wenn Du nicht gerade auf einem Rollenspielserver spielst.


    Der 2. Teil, der für mich eigentlich viel interessanter ist, ist das Gruppenspiel in Instanzen (Dungeons) und Raids. Hier kommt es endlich mal auf die Klassen an, alleine kommt man keine 5 Meter weit. Da spielt man nach alten D&D-Regeln mit Tank, Damage Dealer und Heiler.


    Das wirkliche Endgame sind dann tatsächlich die Raids, die man nur startet, wenn man das Maximum an Equipment abgefarmt hat, was der aktuelle Patch hergibt. Und dann sucht man sich nur noch (damals) 39 Mitspieler, einen Hartz IV-Leader, der genügend Zeit hat alles zu planen und begibt sich auf Raids, in denen man erstmal 20 Anläufe braucht um herauszufinden, was der Boss überhaupt für Fähigkeiten und Kampfstile hat. Das ist dann tatsächlich ein ganz anderes Spiel als der Quest-Part.


    EDIT: Witziger Weise ist das dann natürlich auch der Teil, in dem die Hauptstory abgeht. Jeder Patch schreibt die Hauptgeschichte weiter. Man fängt zwar klein an und hat immer mit der Story irgendwie zu schaffen, aber tatsächlich die großen Unterschiede bringt man in den Raids voran. Wenn z.B. ein Oberbösewicht endlich getötet oder verbannt wird, dann geschicht das am Ende des höchsten Raids, den es gibt.


    Das Problem dabei ist, dass man das im Alleingang nicht erreichen kann. Je schwieriger es wird, desto mehr muss man das Spiel im Voraus planen. Anfangs reichen noch 4 Random-Mitspieler aus der Gruppensuche, um einfache Dungeons zu bestehen. Spätestens ab den heroischen Dungeons brauchst du Leute, die genau wissen, was sie tun und am besten noch mit einander kommunizieren. In den Raids kommst Du dann ohne Teamspeak und Gruppentraining nicht mehr weiter.

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  • Wann hast Du denn diese 2 Wochen gespielt? Wenn das um 2005 war, dann kann ich das verstehen. Damals war WoW ein Spiel, da hat man den Spieler in die Welt gesetzt und fertig. Man musste sich schon selbst erkundigen, wie alles funktioniert, wo man am besten hingehen sollte, etc. Damals war das Höchstlevel 60. Mit meinem ersten Charakter habe ich damals knapp 60 Stunden gespielt und kam gerade mal auf Level 30.


    Heutzutage ist das alles anders. Die Zeit von Level 1-30 gefühlt 2-3 Stunden, es geht wirklich rasend schnell. Die Aufgaben sind interessanter, die Welt - also auch das, was damals schon da war, wurde komplett überarbeitet. Es gibt so gut wie keine blöden Sammelquests mehr. Das haben sie tatsächlich spannender gemacht. Das Höchstlevel heute ist glaube ich 100 oder 110.


    Ich selbst spiele das auch seit 4-5 Jahren nicht mehr, aber ich kann schon verstehen, warum so viele Leute immer noch drauf stehen.

  • :eod:


    Ich hatte mal n Arbeitskollegen. Dem hat unser Personalchef die Kündigung persönlich zu Hause vorbeigebracht. Der gute Mann hatte leider keine Zeit zur Arbeit zu kommen. Er war Paladin und musste nachts beim Mediamarkt campen, weil das neue WoW rauskam und dann musste er auch noch die Sippe leiten ?


    Hartz4-Leader isser jetzt

    Einmal editiert, zuletzt von Bandida ()

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