Robinson Crusoe

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  • Hallo,


    ich hätte mal gerne hier eure Meinung zu Robinson Crusoe eingeholt. Thematisch soll es ja Bombe sein. Aber auch recht komplex (Regeln und Überleben schwierig). Vor der 40 seitigen Regel mache ich mich nicht bange. Werde immer wieder auf das Spiel aufmerksam; konnte mich bisher aber nicht zu einem Kauf durchringen.


    Ich spiele sonst noch an kooperativen Spielen:


    Pandemie, Pandemic Legacy, T.I.M.E Stories und The Game :)


    Könnt ihr es empfehlen? Ist es wirklich so knackig schwer, wie man häufig lesen kann? Nerven nicht die deutlich überwiegenden negativen Kartenauswirkungen?


    Bin gespannt auf eure Meinung.

    Spielerischen Gruß tief aus dem Westen

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  • man muss das knackige mögen und was moch sehr nervt ist das der aufbau wirkkich ewig dauert. Aber ansonsten: geniales spiel

  • Wir haben bisher nur das erste Szenario gespielt - Anleitung ist gar nicht so lang, wir fanden sie auch nicht übermäßig komplex - nur vom Format nervig. Das PDF bei Pegasus / BGG ist besser.


    Wir haben es uns "leicht" gemacht und mit Freitag und Hund gespielt zu dritt - da konnte uns die Insel nix. Lief so durch. Es *kann* aber sehr schnell lästig werden, das konnten wir ahnen. Denn natürlich kommen da überwiegend negative Effekte, wie auch in Arkham, Eldritch etc.


    Ich hatte sehr hohe Erwartungen, die wurden allerdings etwas abgeschwächt. Atmosphärisch ist Arkham immer noch ungeschlagen für mich. Dazu ist es problematisch, wenn jemand mitspielt, der das Spiel schon kennt und dann logischerweise den "besten" Kurs vorgibt. Die Gefahr "gespielt" zu werden, ist da recht hoch. Und dann macht es nicht mehr so viel Spaß. Wir müssen das aber auf jeden Fall noch mit anderen Szenarien probieren.

  • ich zögere auch immer noch. Preislich ist es ja sehr atraktiv, aber ich fürchte, die Regeln werden ein spielen sehr unwahrscheinlich machen.
    generell sind Spiele mit komplexen regelwerken eher nicht so unser Ding, obwohl wir durchaus in der Lange sind diese zu begreifen und umzusetzen, es mangelt einfach oft an der Lust, sich drauf einzulassen.

  • Naja, der Aufbau ist (wenn man z.B. eine Sortierbox hat) in drei, vier Minuten abgehandelt, wenn man weiß, was man tut...
    :)


    Eine Empfehlung von mir ist natürlich massively biased, aber ich spreche sie dennoch aus!


    Was man mögen muss:
    - Strategieplanung, während einem ständig der Boden unter den Füßen weggezogen werden muss
    - Frustrationsresistenz ist notwendig, besonders bei den schwierigeren Szenarien
    - Mut zur Lücke: die Regeln sind nicht nur 40 Seiten, sondern auch VIERZIG SEITEN REGELN.


    Bei Robinson Crusoe brennt es an 4 Ecken, und während man noch Feuer 1 und 2 löscht, lodern schon Feuer 5-8. Problem-bezogen ist RC eine Hydra. Was man bei dem Spiel lernen (und abkönnen) muss, ist bewusst auf einzelne Problembewältigungen zu verzichten und die harschen Konsequenzen in Kauf zu nehmen, um sich um die wirklich wichtigen Probleme zu kümmern. Und so nebenbei auch noch die Zielstrategie des Szenarios zu verfolgen.


    Frustrationsresistenz deshalb, weil das, was man so mühsam in drei Runden aufgebaut hat, in einer wieder zerschossen sein kann. Man rennt hier gegen den Sturm an. Wer also für den Spielspaß das Gefühl benötigt, etwas "erreicht" oder "geschaffen" zu haben, der wird mit RC keinen Spaß haben.
    Das gilt ganz besonders für die härteren Szenarien. Denn da wird einem nicht nur alles um die Ohren gehauen - da ist das Ziel auch noch so schwer zu erreichen, dass man das Gefühl hat, ständig zu scheitern (und das in 9 von 10 Fällen auch der Fall sein wird).


    Das Regelheft von Robinson Crusoe ist nicht einfach mal 40 Seiten lang, weil Pegasus das kann - in diesen 40 Seiten finden sich alle (bis zum Veröffentlichungszeitpunkt) Klarstellungen, Neuregelungen, Änderungen, Anpassungen und noch ein bisschen mehr. Das führt dazu, dass schon das Grundgerüst der Regeln nicht ohne ist, aber darüber hinaus gibt es einfach noch eine ganze Menge an Regeldetails. Vieles davon ist thematisch unterfüttert, so dass man es ganz gut abspeichern und beim erneuten Rausholen des Spieles wieder intuitiv abrufen kann. Aber oft gibt es eben auch die drei, vier Details, die man ständig vergisst oder gar ganz übersehen hat.
    Da ist es einfach wichtig, sich nicht verrückt zu machen. Robinson Crusoe hat ein fast unkaputtbares Regelgerüst, bei dem das Spiel nicht so schnell aus den Fugen gerät, wenn man mal etwas nicht ganz richtig macht. Tatsächlich war es mal als Sandbox-Spiel mit Grundregeln gedacht (die Spieler sollten nach eigenem Verständnis alle nicht abgedeckten Situationen selbst regeln/entscheiden) - aber das ging etwas in die Hose. Deshalb das umfangreiche Regelwerk.
    Vergessene Details werden aber keinesfalls den Spielspaß trüben. Sie machen ein Szenario vielleicht ein bisschen leichter oder schwerer, aber brechen werden sie das Spiel nicht. Daher - Mut zur Lücke. Wenn man etwas nicht weiß und auf Anhieb nicht findet, macht ad hoc ne Regel und schaut später nach. Und wenn ihr hinterher feststellt, ihr hattet was vergessen - was solls? RC ist kein Spiel, bei dem es um Vergleiche untereinander geht - auch, wenn die Siegpunkte-Tabellen etwas anderes vorgaukeln.


    Zu guter Letzt - wie thematisch ist RC?
    Das ist Ansichtssache. Tatsache ist, dass man während des Spielens über Ereignisse und Abenteuer sozusagen Erzählschnipsel bekommt, die sich im Kopf der SPielenden zu einer Geschichte formen KÖNNEN. Und das ist das Spannende - mitfiebern, ob die Schiffbrüchigen diesmal ihre Mission erfüllen können, was ihnen geschieht und wie sie die Gefahren und Schrecknisse bewältigen. Oder ob sie scheitern, und man wieder einmal "spielerisch" eine tragische Geschichte miterleben konnte/durfte...
    Die Mechaniken sind allerdings thematisch sehr gut eingebunden, wie ich finde. Gut, an ein paar Stellen muss man ein Auge zudrücken oder etwas anpassen - der Spielbarkeit geschuldet (immerhin ist es ein Hybrid zwischen thematischem Ameristyle und Workerplacement-Euro). Rundum aber wird man kaum enttäuscht werden...


    Was es jedoch oder nur wenig ist, das ist IMMERSIV. Viele Spieler, die RC als nicht thematisch deklarieren, bemängeln die fehlende Immersion. Man fühle sich nicht als Schiffbrüchiger, sondern eher als Euro-Ressourcen-Manager und Krisen-Optimierer. Und das ist verständlich. Vieles an RC geht um Mangelausgleich, um Vorausplanung, um gezielten Aktionseinsatz etc.. Und darüber wird am Tisch dann auch diskutiert. Ähnlich wie in Pandemie, wo man nicht Seuchenherde bekämpft, sondern eben Klötzchen wegräumt. Und wo man nicht reist, um Wissen auszutauschen, sondern Karten ablegt, um Karten weiterzugeben.
    Die Geschichte entsteht daher eher in Retrospektive. Ein Tag ist vergangen, und die Schnipsel fügen sich zu einem Ablauf zusammen, der die Geschichte des Tages ergeben kann. Wenn man sich eben darauf einlässt...


    Was RC auf jeden Fall ist, ist eine Herausforderung.
    Vielleicht nicht alle Szenarien - es gibt solche, die einen Überblick geben (Szenario 1, mittelschwer), einfache (Szenario 2), im Schwierigkeitsgrad aufsteigende (3, 4, 6) und Alptraum-Szenarien (Szenario 5). Jedes muss anders gespielt werden, jedes fühlt sich ein bisschen an wie eine ganz neue Herausforderung.

    Wer Smilies nutzt, um Ironie zu verdeutlichen, nimmt Anderen den Spaß, sich zu irren.

  • Unbedingt ausprobieren!
    Ist wirklich klasse! Und für geübte kooperativ-Spieler auch nicht zu schwer. Im ersten Spiel sollte man scheitern, aber auch lernen worum es eigentlich geht und was wirklich wichtig ist, nämlich:

    Die späteren Szenarien sind unterschiedlich schwer und natürlich auch glücksabhängig, aber mir ist noch kein unmögliches untergekommen. Oft ist der Ausgang sehr knapp, was ja die Spannung noch erhöht.
    Ich habe es mit verschiedenen Gruppen gespielt und es war immer ein Erlebnis. Im Moment sind wir mit der Beagle unterwegs, das ist die Erweiterung mit 5 zusammenhängenden Szenarien als Kampagne. Wir haben die ersten beiden geschafft und sind an der dritten gescheitert. Wir können alle kaum abwarten, bis es weitergeht.


    Zur Komplexität der Regel: JA! Ist komplex. Ist in meinen Augen auch nicht immer gut formuliert und gestaltet. Manche Begriffe sind eher verwirrend und bei Fragen die gesuchten Regeln in den 40 Seiten zu finden ist echt nicht leicht. Aber: Die Regel ist eindeutig. Alle Fragen konnten (zumindest bei uns) geklärt werden. Wenn auch manchmal nach langer Sucherei. Und das Allerbeste: Es muss nur einer die Regeln beherrschen! Für die Spieler ist völlig klar, was sie machen wollen. Jeder ist voll entscheidungsfähig mit einer einfachen Grundeinführung in die Regeln. Es muss sich lediglich einer am Tisch befinden, der die Entscheidungen dann regeltechnisch umsetzt und dafür die Details beherrscht. Für diesen Spieler können die ersten Spiele vielleicht etwas anstrengend werden, aber ich habe es immer sehr gerne gemacht, da das thematische Spiel einfach sehr gut passt. Wenn du vor dieser Rolle "nicht bange" bist, dann ist das Spiel eine unbedingte Empfehlung!


    Und zu den negativen Auswirkungen: Es ist ein Überlebenskampf. Man hat nichts, nur das nackte Leben. Kein Essen, kein Unterschlupf, keine Werkzeuge oder Waffen. Dann kommt das schlechte Wetter und die wilden Tiere. Erst hat man kein Glück und dann kommt noch Pech dazu. Man braucht sehr viel zum überleben, kann aber nur sehr wenig machen. Wenn man dann was macht, gehts schief und man verletzt sich. Oder wird vergiftet. Oder verliert mühsam gesammelte Materialien. So ist es halt. Jedenfalls nach einem Schiffbruch auf der einsamen Insel. Wenn dich das nervt, dann geh doch was anderes spielen. Irgendsoein Spiel bei dem man für alles was man tut Belohnungen und Punkte bekommt. #Robinson ist für die Harten, die Überlebenskämpfer, die die sich durchbeißen, und keine Gefahr scheuen, bis alle gerettet sind!

    Einmal editiert, zuletzt von Poeppel ()

  • Mir gefällt Robinson Crusoe aufgrund seiner Atmosphäre und des herausfordernden Schwierigkeitsgrades außerordentlich gut. Ich würde empfehlen, es unbedingt einmal auszuprobieren.
    Allerdings ist es auch das einzige Spiel, das ich besitzt, das ich lieber alleine spiele als mit Mitspielern ...

  • Nachtrag:


    Ich möchte Brandigan hier gerade noch widersprechen - die Gefahr, GESPIELT zu werden, ist bei einem Alphaspieler immer das Problem der Gruppe, nicht des Spiels. Genau dasselbe kann auch bei Ghost Stories, bei Pandemie und anderen Coops passieren.


    Hier ist sie aber dadurch minimiert, dass der "Alphaspieler" oder der, der das Szenario schonmal gespielt hat, eben nicht den 100%ig besten weg kennt. Klar kennt er die SIegstrategie - aber die ist bei einem Szenario meist offensichtlich, oder recht schnell eruierbar, spätestens nach 2 Partien. Was er aber nicht kennt, sind die Karten, die kommen. Also die Zusatzprobleme, die auftauchen. Und auch er muss sich mit dem Startaufbau zurecht finden, der ja auch jedesmal etwas variabel ist. Ganz egal, wie gut ein Spieler ist in diesem Spiel - die SICHERHEIT, zugewinnen, KANN er nie mitbringen. Und selbst, wenn er einen Weg vorschlägt, der anscheinend super notwendig ist und fast 100% sicher, kann das schiefgehen!


    Das minimiert nicht, dass jemand den Ton angeben wollen könnte. Wie auch. Aber es verringert die Notwendigkeit, dem "erfahrenen SPieler" 100%ig zu vertrauen. Eine nach seiner EInschätzung hanebüchene Aktion kann klappen und einen MEga-Vorteil bringen. Eine notwendige, fast 100%ig sichere Aktion kann scheitern und das Spiel kippen. Das hilft der Gruppe, sich gegen Tonangeber "zur Wehr" zu setzen...



    Zu den Karten:
    Eure Einschätzung trügt nicht. Tatsächlich gibt es in RC FAST AUSSCHLIESSLICH schlechte Karten. In jedem Abenteuerdeck gibt es EINE gute oder etwas
    positivere. In dem Eventdeck gibt es mWn auch nur EINE gute. Und umgekehrt, unter den Schätzen findet sich EINE massiv schlechte, und
    eine, die nix wert ist!


    The Island HATES you! Deal with it!

    Wer Smilies nutzt, um Ironie zu verdeutlichen, nimmt Anderen den Spaß, sich zu irren.

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  • ich hätte mal gerne hier eure Meinung zu Robinson Crusoe eingeholt. Könnt ihr es empfehlen? Ist es wirklich so knackig schwer, wie man häufig lesen kann? Nerven nicht die deutlich überwiegenden negativen Kartenauswirkungen?

    Thematisch überragend gut. Allerdings durchaus herausfordernd schwer. Für das erste Abenteuer (Signalfeuer entzünden) habe ich eine handvoll Anläufe in unterschiedlichen Spielrunden gebraucht, bis wir dann endlich herausgefunden haben, wie man dieses Abenteuer knacken kann. Sozusagen auch immer ein logisches Rätsel, wobei man erkennen muss, was wichtig ist und was nicht und wie man auf dem Weg dorthin überlebt. Ein wenig Glück spielt zwar auch mit rein, aber ohne Planung ist man schnell tot.


    Die unterschiedlichen Abenteuer sind allerdings unterschiedlich schwer. So konnte ich "Rettet Jenny" (Abenteuer 3?) direkt im ersten Anlauf lösen. Wenn man zudem einmal das Grundregelwerk verstanden hat, ist das Spiel im Prinzip auch recht einfach und gradlinig vom Ablauf. Zumal die Pegasus-Version eine erheblich verbesserte Anleitung mitbringt und damit den Einstieg erleichtert. Viel Anleitungstext bleibt es aber trotzdem. Mal spontan hinsetzen und losspielen? Eher nicht, sondern mal solo mit Robinson und Hund im Schlepptau antesten und selbst verstehen im stillen Kämmerlein.

  • Ja, ich denke auch, dass als Erstes ein Solospiel zum Kennenlernen der Mechanik und der Regeln nicht schaden kann. Dann sitzen auch keine gelangweilten Spieler mit am Tisch, während ich in den 40 Seiten die richtige Stelle in den Regeln suche.


    RC bleibt weiterhin auf meinem Radar. Zunächst müssen wir ja noch die Welt bei Pandemic Legacy und danach uns vieleicht von der einsamen Insel retten.

    Spielerischen Gruß tief aus dem Westen

  • Der Thread spornt extrem an, RC doch nochmal auf BGJ genauer zu behandeln :D


    Übrigens wegen dem Aufbau: Ich hatte alles in Sortierkästen und fands trotzdem schrecklich lange und unübersichtlich. Nun bin ich ja der erste der ein Inlay von The Game Doctors hat, da ich dieses vor der Kampagne getestet habe. Damit dauert der Aufbau wirklich nur noch 5 Minuten.


    Inlay zu Robinson Crusoe Zusammenbau und Test - Boardgamejunkies

  • Mir gefällt es ausgesprochen gut, die Gefahr vom Alphaspieler gespielt zu werden sehe ich nicht so wirklich.
    Zwar ist das Ziel und der Weg dahin halbwegs klar/offensichtlich, aber man muss ständig die Prioritäten überdenken und überlegen wieviel Risiko man eingehen muss, um seine Ziele zu erreichen. Und da hatte ich bisher den Eindruck, dass es meistens nicht offensichtlich ist was der optimale Zug ist, dazu gibt es zuviele Unwägbarkeiten.
    Man muss eine gewisse Leidensfähigkeit mitbringen, denn manchmal kommt es knüppeldick, ohne das man jetzt aus spielerischer Sicht einen Fehler gemacht hätte, aber so ist das mit den einsamen Inseln...
    Die Regeln sind umfangreich, aber durch die thematische Einbettung meistens nahe liegend, ein Glossar wäre in meinen Augen aber goldwert.

  • Wir haben Robinson Crusoe unterm Weihnachtsbaum gefunden und seitdem ist es mein meistgespieltes Spiel, meistens zu zweit, zweimal sogar solo (was ich sonst nie mache) und gestern das erste Mal zu dritt (und dabei desaströs gescheitert). Bisher haben wir nur das erste Szenario gespielt.


    Gegen Robinson Crusoe ist Pandemie Kindergeburtstag. Die Regel ist echt happig. Ich glaube nicht, dass man beim ersten Mal wirklich alles korrekt spielen kann. Das Frustrationspotential ist extrem hoch, aber das wurde oben ja schon eindringlich beschrieben. Es hat aber auch einen hohen Aufforderungscharakter, weil man es dann ja doch schaffen will. Auch wenn man (vermeintlich) spielerisch alles richtig gemacht hat, kann man grandios an mangelndem Glück scheitern.


    Zum Aufbauen ist Ordnung in der Schachtel sehr wichtig. Mit Sortierboxen und Banderolen um die Karten habe ich die Aufbauzeit erheblich verringern können.


    Im Moment kann ich Robinson Crusoe empfehlen, auch wenn wir gestern wieder elendiglich verreckt sind. Nicht umsonst habe ich gerade die Schatzkiste nachgeordert.

  • Ich finde Robinson Cruseo auch überragend gut.


    Was ich noch zu ergänzen habe:
    Das Spiel unterscheidet sich meiner Meinung nach deutlich von Spielen wie Pandemie oder auch Andor. Die vielen negativen Karten sind bei Robinson der eigentliche Knackpunkt und die sind normalerweise nicht vorhersehbar. Dadurch ist ein Großteil der Geschichte die entsteht nicht vorgegeben ist, sondern entwickelt sich jedesmal neu. Die meisten anderen Koops nehme ich eher als ein großes Rätsel/ große Optimieraufgabe war, die durch ein paar Zufälle aufgelockert werden. RC ist durch die sich massiv auswirkinden negativen Karten dagegen kaum vorausplanbar. Das Kopfrauchen wird also nicht durch Vorausplanen verursacht, sondern eher dadurch, das es gilt, die Katastrophen noch irgendwie zu managen und trotzdem noch einen Schritt vorwärts zum eigentlichen Spielsieg zu kommen. Durch diese massiven Auswirkungen von zufälligen Karten kann man das Spiel so wahrnehmen als wäre der eigentliche Einfluss gering. Ich selbst nehme das allerdings nicht so wahr. Dadurch das die Auswirkungen fast immer klar negativ sind, habe ich nicht den Eindruck, dass es hier eine so extreme Schwankung gibt, zumindest auch nicht mehr oder sogar weniger als bei Pandemie oder Andor.


    Durch die stark vom Zufall gesteuerte Geschichte, halte ich RC für extrem abwechslungsreich. Allein das erste Szenario fand ich schon abwechslungsreicher als manch anderes gesamte Spiel (zum Beispiel Pandemie).


    Da du mit Pandemic Legacy und Time Stories ja bereits zwei stark Story basierte Spiele spielst, würde ich vermuten das RC was für dich ist. Wenn dir die deutlich höhere Kompliziertheit nichts aus macht.


    Tipp für die Regeln: Ich hab am Beginn nur Details erkannt, aber das große Ganze nicht gesehen. Ich hab mir dann eine halbe Stunde irgendein Video angeschaut, wo das Spiel angespielt wurde, danach war die Regel klar verständlich. Details musst du am Anfang nicht alle auswendig wissen, sondern nur wissen wo sie stehen. Es gibt Detailregeln, die ich das erste Mal in der achten Partie oder so gebraucht habe.


    Den Schwierigkeitsgrad fand ich nicht nur von Szenario zu Szenario, sondern auch je nach Szenario deutlich von der Spieleranzahl abhängig (Solo tendenziell leichter).


    Falls du es dir holst. Viel Spaß!

  • Nach Agricola das beste Spiel aller Zeiten. Ich tauche in andere Welten ein und kann es auch alleine spielen.

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  • Mut zur Lücke: die Regeln sind nicht nur 40 Seiten, sondern auch VIERZIG SEITEN REGELN.

    Manche Begriffe sind eher verwirrend und bei Fragen die gesuchten Regeln in den 40 Seiten zu finden ist echt nicht leicht.


    confused.png


    Habe ich ein anderes Spiel gespielt? Wo haben die Regeln denn 40(!) Seiten?? Es sind 20....


    Und die sind nicht sonderlich komplex...wer ein Agricola/Caverna spielen kann oder gar ein Terra Mystica gespielt bekommt, der wird hier nicht überfordert sein. Gleiches gilt für die Ressourcen. Einige Karten, ein paar Holzklötzchen und Spielsteine, dann noch Würfel und verschiedene Marker...ebenfalls: schon mal Terra Mystica oder Caverna auf dem Tisch gehabt? Und ein Arkham ist von der "Vielfalt" auch so ziemlich genau da...


    Wer mal SMsCivilization gespielt hat, weiß, was nerviger Aufbau ist....


    Also: daran sollte es nicht scheitern...

  • confused.png


    Habe ich ein anderes Spiel gespielt? Wo haben die Regeln denn 40(!) Seiten?? Es sind 20....


    Und die sind nicht sonderlich komplex...wer ein Agricola/Caverna spielen kann oder gar ein Terra Mystica gespielt bekommt, der wird hier nicht überfordert sein. Gleiches gilt für die Ressourcen. Einige Karten, ein paar Holzklötzchen und Spielsteine, dann noch Würfel und verschiedene Marker...ebenfalls: schon mal Terra Mystica oder Caverna auf dem Tisch gehabt? Und ein Arkham ist von der "Vielfalt" auch so ziemlich genau da...

    Zumindest Agricola und Terra Mystica (die anderen beiden hab ich noch nie gespielt) fand ich deutlich zugänglicher als Robinson Cruseo, obwohl ich die Anleitung von Agricola echt schlecht fand. So unterschiedlich kann Wahrnehmung von Kompliziertheit sein.. Ich vermute, dass das bei mir daran lag, dass ich fast alle Konzepte von Terra Mystica und Agricola schon aus anderen Spiele kannte, Robinson Crusoe aber (zumindest für ich) weniger Standard war.


    Aber klar es gibt genug schwierigere Spiele zu lernen, aber nachdem der TO nur Spiele genannt hat, die deutlich leichter sind, finde ich es wichtig ihn darauf hinzuweisen.

  • okay, so langsam überzeugt ihr mich vom Kauf :)

    Hast du etwas anderes erwartet bei dieser Threaderöffnung?


    Aber damit wenigstens eine abweichende Meinung hier steht: ich habe es mir genau angeschaut, hat mich nicht überzeugt, hab's mir nicht gekauft. Deutlich zu viel Aufbau-, Abbau- und Verwaltungsaufwand, der meiner Meinung nach zum Medium "Computerspiel" besser passen würde als für Brettspiele. Das hat natürlich wenig Strahlkraft gegenüber dem Lob der RC-Besitzer, die aus eigener Erfahrung Positives berichten können. Wie gesagt: nur damit wenigstens mal eine abweichende Meinung da steht...

  • Hast du etwas anderes erwartet bei dieser Threaderöffnung?

    also...dann gebe ich auch mal "Negativpunkte" ab, die mE nicht unerheblich sind:
    Das SPiel ist -jedenfalls für uns- schon bockschwer. Man sollte also frustresistent sein.
    Ja, das Spiel macht Spaß, weil es sehr stimmungsvoll ist.
    ABER
    Die Regel hat schon einige Details und -wie bereits erwähnt- das Spiel ist schon sehr schwierig, wenn man es erfolgreich bestreiten möchte....mE nicht mit Pandemic zu vergleichen...und in keinster Weise mit "Time Stories".
    Des weiteren gibt es schon einiges an Aufbauarbeit zu betreiben, bevor es los geht UND zudem die Regel recht umfangreich ist , sollte man IMHO am Besten mit einer konstanten Gruppe spielen.
    ...und wie gesagt: Frustresistent sollte man auf jeden Fall (!!!) sein.

    2 Mal editiert, zuletzt von Braz ()

  • Des weiteren gibt es schon einiges an Aufbauarbeit zu betreiben, bevor es los geht UND zudem die Regel recht umfangreich ist , sollte man IMHO am Besten mit einer konstanten Gruppe spielen.

    Da muss ich Dir, aus meiner Sicht, widersprechen: Den Aufbau kann jemand der sich auskennt alleine in 5-10 min machen und die Regel muss eigentlich auch nur einer gut kennen.


    Ich habe das Spiel schon mit vielen verschiedenen Personen gespielt und dabei die Regel nur rudimentär in wenigen Minuten erklärt. Und dann losgespielt, ähnlich wie bei Andor.
    Und NEIN ich habe das Spiel nicht geführt eher angeleitet. In einer Partie hab ich selbst nicht einmal mitgespielt, da wir 5 Personen waren, und es hat mir Spaß gemacht.


    Als Empfehlung: Das zweite Szenario ist einfacher und daher besser als Einstieg geeignet. Wobei die Geschichte des ersten Szenario natürlich besser passt aber man kann das ja als Rückblende, wie in einem Film :-) , spielen.


    Oh, sagte ich schon das mir RC sehr, sehr gut gefällt??? :-)

    Einmal editiert, zuletzt von Candorras ()

  • Ich persönlich bin mit Robinson Crusoe auch noch nicht warm geworden, hab es bisher aber auch nur Solo gespielt. Das erste Szenario mehrfach versucht und nicht mal ansatzweise geschafft... Ich liebe im Videospielbereich die Dark-Souls spiele, heißt eine gewisse Frustresistenz ist vorhanden. Aber vor allem dann, wenn ich sehe, was ich falsch gemacht habe. Bei RC habe ich ständig das Gefühl, dass ich machen kann, was ich möchte, nichts ist richtig...


    Aber ich würde mich gern eines besseren belehren lassen...

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  • RC kommt selten (zu viele neue Spiele) aber regelmäßig auf den Tisch und hat uns noch jedesmal Spaß gemacht.
    Der Aufbau dauert etwas, aber wenn einer die Regeln gut kennt, dann kann man das Set-up prima dazu nutzen, das Notwendigste zu erklären und direkt loslegen - die Details kann man während des Spiels kurz erläutern. Und uns hat der Blitz des großen heiligen Daddel bisher auch noch nicht getroffen, wenn wir ein Spiel nicht gleich zu 100% richtig gespielt haben.
    Im Übrigen würd' ich RC auch solo spielen, aber mit mehr Leuten machts schon deutlich mehr Laune - außer man hat einen Sohnemann, der einfach heillos gerne jagen geht und sich dabei dann dermaßen weh tut, dass man nur noch damit beschäftigt ist, das Dahinsiechen seines Charakters möglichst lange rauszuzögern.


    Solltest Du Dir immer noch nicht sicher sein, frag doch mal bei der Spiele-Offensive, ob sie in absehbarer Zeit ein Leihexemplar für Dich haben.

    Einmal editiert, zuletzt von Phantom ()

  • Moin,



    auch wenn ich nichts zum Spiel "Robinson Crusoe" beitragen kann, so möchte ich an dieser Stelle das geniale "Naufragos" erwähnen. Auch kooperativ, superspannend, extrem thematisch. Und: Die Regeln sind gut/verständlich geschrieben (Neuauflage) und recht kurz ca. 10 Seiten.



    Gruß
    Marc

    2 Mal editiert, zuletzt von Jimmy_Dean ()

  • auch wenn ich nichts zum Spiel "Robinson Crusoe" beitragen kann, so möchte ich an dieser Stelle das geniale "Naufragos" erwähnen. Auch kooperativ, superspannend, extrem thematisch. Und: Die Regeln sind gut/verständlich geschrieben (Neuauflage) und recht kurz ca. 10 Seiten.

    Naufragos war eine schöne Alternative zu Robinson Crusoe. Betonung auf "war", denn nach eine handvoll Partien kannte ich so gut wie alle Expeditionskarten und welche Entscheidungen wohin führen. Damit ist der Wiederspielwert für mich in Richtung null gesunken. Zumal die grundsätzliche Aufgabe immer gleich blieb. Mit Kartenerweiterungen als Szenario-Packs hätte man dagegen wirken können. Die allererste Regelversion hat da wohl so machen das Spiel vermist.


    Robinson Crusoe bietet da mehr spielerische Vielfalt und einen höhren Wiederspielwert dank der vielen Szenarien und Erweiterungen. Naufragos ist hingegen thematischer, trägt aber nur eine sehr begrenzte Anzahl an Partien. In der Summe halte ich Robinson Crusoe für das ausgereiftere Spiel.

  • Hast du etwas anderes erwartet bei dieser Threaderöffnung?
    Aber damit wenigstens eine abweichende Meinung hier steht: ich habe es mir genau angeschaut, hat mich nicht überzeugt, hab's mir nicht gekauft. Deutlich zu viel Aufbau-, Abbau- und Verwaltungsaufwand, der meiner Meinung nach zum Medium "Computerspiel" besser passen würde als für Brettspiele. Das hat natürlich wenig Strahlkraft gegenüber dem Lob der RC-Besitzer, die aus eigener Erfahrung Positives berichten können. Wie gesagt: nur damit wenigstens mal eine abweichende Meinung da steht...

    Hm, das klingt jetzt nicht so als hättest du es schon mal gespielt?
    Der Auf- und Abbau geht erstaunlich schnell, wenn man Sortierboxen oder Zipbeutel verwendet und der Verwaltungsaufwand während des Spiel ist in meinen Augen überschaubar.

  • Naufragos ist doch Semi-Kooperativ. Ich hatte auf der Messe eine Partie gespielt, wo zwei Mitspieler absolut egoistisch spielten, was dann auch wieder frustrierend sein kann, wenn man ein kooperatives Spiel erwartet. Hatte eine ganz andere Stimmung als Robinson. Da jeder Einzelne auf Siegpunkte spielt, bleibt die Spielmechanik viel präsenter als bei Robinson, wo es darum geht gemeinsam Szenariobezogene Ziele zu erreichen. Daher kam es mir wesentlich weniger thematisch vor. Basiert allerdings auf nur einer Partie, die mich eben nicht überzeugt hat.


    Bei Robinson würde ich schon mit dem ersten Szenario starten, da es einfach thematisch sehr gut passt. Wenn ihr zwei- dreimal scheitert, könnt ihr ja immer noch Szenario 2 einschieben.

  • Da muss ich Dir, aus meiner Sicht, widersprechen: Den Aufbau kann jemand der sich auskennt alleine in 5-10 min machen und die Regel muss eigentlich auch nur einer gut kennen.
    Ich habe das Spiel schon mit vielen verschiedenen Personen gespielt und dabei die Regel nur rudimentär in wenigen Minuten erklärt.

    Hi,


    mein Feedback richtet sich an den Standardspieler und nicht denjenigen, der das Spiel x- mal gespielt hat.
    Kurzes Beispiel: ich glaube, dass ich mittlerweile ebenso in der Lage bin Food Chain Magnat in 5-10 Minuten aufzubauen und es subjektiv gesehen recht einfach von der Grundregel ist. Dennoch bleibt allgemein festzuhalten, dass FCM vom Aufbau her umfangreich ist, obwohl ich es in 5-10 Minuten schaffe.
    Kurzum: Meines Erachtens ist Robinson Crusoe definitiv kein Spiel, welches schnell aufzubauen geht ( wobei natürlich alles relativ ist). Das liegt v.a. an der unterschiedlichen Würfeln, bei denen man erst einmal herausfinden muss, für was welcher Würfel ist, an den unterschiedlichen Kartenstapeln, die es anzuordnen gilt, an den unterschiedlichen Rollen, die es zu verteilen und durchzulesen gilt, an dem spezifischen Szenarioregeln, die es gibt.....
    Daher ist der Aufbau von RC in keinster Weise mit Andor zu vergleichen.
    Von daher sollte man mE schon differenzieren, ob sich jemand das Spiel gerade neu zulegen möchte oder schon einige Male gespielt hat. Wie gesagt: Food Chain Magnat baue ich momentan in 5-10 Minuten auf.....für jnd, der das Spiel nur ab und an spielt ode gerade neu spielt ist dies wahrscheinlich eher nicht machbar.


    Des weiteren hat das Spiel auch eine sehr kompakte und längere Regel.....es ist also nicht ganz so trivial....auch wenn du es eher " nebenher" erklärst.


    Wenn man dein Posting liest, dann wird der Eindruck erweckt, dass der Aufbau ratzfatz geht und die Regeln rudimentär so mal eben nebenbei erklärt werden. Also entweder sprechen wir hier von unterschiedlichen Spielen oder ich habe dich falsch verstanden, ABER RC spielt sich mal nicht mal eben so schnell nebenbei, da jede Entscheidung recht wichtig für das Überleben ist. Da hat man mE nicht viel Spielraum berumzuprobieren, oder man hält sich eben an ein Alphatierchen, was einem sagt, was man gerade jetzt machen soll.....aber wenn ich jedem das gleiche Maß an Entscheidung zugestehe, dann muss mE die Regeln genau von vornherein besprechen....jedenfalls meine Meinung.


    Gruß
    Braz

    4 Mal editiert, zuletzt von Braz ()

  • Naufragos war eine schöne Alternative zu Robinson Crusoe. Betonung auf "war", denn nach eine handvoll Partien kannte ich so gut wie alle Expeditionskarten und welche Entscheidungen wohin führen. Damit ist der Wiederspielwert für mich in Richtung null gesunken. Zumal die grundsätzliche Aufgabe immer gleich blieb. Mit Kartenerweiterungen als Szenario-Packs hätte man dagegen wirken können. Die allererste Regelversion hat da wohl so machen das Spiel vermist.
    Robinson Crusoe bietet da mehr spielerische Vielfalt und einen höhren Wiederspielwert dank der vielen Szenarien und Erweiterungen. Naufragos ist hingegen thematischer, trägt aber nur eine sehr begrenzte Anzahl an Partien. In der Summe halte ich Robinson Crusoe für das ausgereiftere Spiel.

    Guten morgen Ralf,


    ich stimme dir zu: Nach 5-6 Partien kennt man die Karten. Aber auch wenn man das Spiel nur 5-6 Partien spielt, hat sich der Anschaffungspreis gelohnt, zumindest meiner Ansicht nach :) Ist ja bei Time Stories auch nicht anders. Ich glaube, dass sehr viele "Vielspieler" (ich leider auch) ein neues Spiel nur wenige Male spielen, um sich dann wieder gierig auf andere neue Spiele zu stürzen ;)



    Naufragos ist doch Semi-Kooperativ. Ich hatte auf der Messe eine Partie gespielt, wo zwei Mitspieler absolut egoistisch spielten, was dann auch wieder frustrierend sein kann, wenn man ein kooperatives Spiel erwartet. Hatte eine ganz andere Stimmung als Robinson. Da jeder Einzelne auf Siegpunkte spielt, bleibt die Spielmechanik viel präsenter als bei Robinson, wo es darum geht gemeinsam Szenariobezogene Ziele zu erreichen. Daher kam es mir wesentlich weniger thematisch vor. Basiert allerdings auf nur einer Partie, die mich eben nicht überzeugt hat.


    Bei Robinson würde ich schon mit dem ersten Szenario starten, da es einfach thematisch sehr gut passt. Wenn ihr zwei- dreimal scheitert, könnt ihr ja immer noch Szenario 2 einschieben.

    Hallo Poeppel,


    ja, das Spiel isrt semikooperativ, aber ich kenne viele , die die Siegpunkte einfach weglassen. Gerade in der Erstpartie gibt es so viel zu erleben und zu entdecken, dass die Siegpunkte in den Hintergrund treten und unwichtig sind :)
    Wenn du bei deiner Erstpartie so negative Erfahrungen mit deinen Mitspielern gemacht hast, dann ist das natürlich schade. Aber wie gesagt: Das Spiel kann auch voll kooperativ gespielt werden und bietet dennoch für eine Handvoll Partien tolle Unterhaltung.Der Schwierigkeitsgrad ist hoch genug für die Gruppe. Durch die vielen Storyelemente auf den Karten kommt eine unheimlich schöne und thematische Stimmung auf. Dieses Spiel ist Thematik pur und solche Spiele liebe ich einfach :)

    Einmal editiert, zuletzt von Jimmy_Dean ()

  • #Braz
    Ich gebe Dir vollkommen Recht, dass das Spiel keine rudimentären Regeln hat oder der Aufbau schnell geht. Aber 10 min ist selbst für einen Anfänger realistisch. Die Karten und Würfel haben alle Farben und lassen sich sehr schnell zuordnen.
    Aber für mich gehört zum Aufbau z.B. auch nicht dazu die speziellen Szenario Texte vor zu lesen oder die zwei Start-Gegenstände auszulegen. Das gehört für mich schon zum Spiel und macht mir Spaß, da es sehr thematisch ist.



    oder ich habe dich falsch verstanden, ABER RC spielt sich mal nicht mal eben so schnell nebenbei, da jede Entscheidung recht wichtig für das Überleben ist.

    Da hast Du mich dann wohl falsch verstanden, diesen Eindruck wollte ich nicht erwecken.




    aber wenn ich jedem das gleiche Maß an Entscheidung zugestehe, dann muss mE die Regeln genau von vornherein besprechen....jedenfalls meine Meinung.

    Und genau das muss man meiner Meinung nach nicht machen. In der Partie, bei der ich selbst nicht mitgespielt habe, habe ich keine Entscheidung getroffen und es ging trotzdem sehr schnell los.



    Du hast Recht, dass ich das ganze aus der Sicht von jemanden sehe der das Spiel gut kennt.
    Robinson Crusoe war mein erstes Spiel, außer den Spielen in meiner Kindheit (Mensch Ärger dich nicht, Siedler von Catan, und wenige mehr), dass ich vor ca. 6 Monaten gekauft habe und meine Spielleidenschaft geweckt hat. Ich habe mir dieses Spiel selbst beigebracht ohne Vorkenntnisse von Spielen ergo soooo schwer kann es also nicht sein.

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  • RC spielt sich mal nicht mal eben so schnell nebenbei, da jede Entscheidung recht wichtig für das Überleben ist. Da hat man mE nicht viel Spielraum berumzuprobieren,


    Hallo @Braz,


    finde es interessant von Deiner Erfahrung zu lesen. Gerade bei diesem Spiel ergeht es mir jedoch ganz anders: Spiele es gerne 'intuitiv', da die Atmosphäre und das auf einen einstürmende Chaos dazu einladen sich treiben zu lassen. Die Risiken abzuschätzen ist keine große Kunst, da braucht einem auch niemand (möglicher Alpha-Spieler) etwas vorzumachen: Gehe ich auf Nummer sicher und nutze ich 2 Aktionen für eine Sache kann ich sicherstellen, daß ich es schaffe, bin aber recht limitiert in meiner Tagesausbeute. Gehe ich Risiken ein, in dem ich es auf einen Würfelwurf ankommen lasse schaffe ich vermutlich mehr, gehe aber auch das Risiko ein Karten ziehen zu müssen und damit Eriegnisse auszulösen, welche zumeist auch nochmals wieder auf mich zurück kommen.


    Aber dabei gibt es m.E. jedoch kein richtig oder falsch. Unglücklicher Weise stimmt es, daß man ohne Risiken einzugehen seine Ziele & Bedürfnisse kaum wird erreichen bzw. befriedigen können. Folglich geht man risiken ein, welche einem dann jedoch des Öfteren die zusätzlichen Probleme von morgen einhandeln, so daß es immer häufig knapper werden wird und man eher vom Regen in die Traufe gerät, als das man sich ein Ruhepolster erarbeitet. Dann gilt es jeden Tag aufs neue die Risiken abzuwägen.


    Die primären Bedürfnisse, welche die Gruppe im Laufe eines Tages (mindestens) befriedigen sollte sind jedoch ganz einfach nachzuvollziehen. Des Abends (nach den Aktionen des Tages) bedarf es ausreichend Nahrung und eines ausreichenden Unterschlupfes gegen Wind, Wetter & Fauna der Insel. Und dann gibt es optional noch das Ziel des gerade gespielten Szenarios. Und die Nachwehen der Katastrophen des Vortages. Und so viel Mögliches, was sowieso noch wünschenswert wäre ...


    Gerade aufgrund dieser Struktur und dichten Atmosphäre finde ich, daß man dieses Spiel "einfach so" spielen kann und dabei eine tolle Geschichte erlebt (welche sich aufgrund der vielen Karten jedesmal anders entwickelt). Einfach in die Situation versetzen, eintauchen
    und genießen. Erstes Ziel ist es täglich zu überleben, alles andere ist Kür und liegt des Öfteren nicht in der eigenen Hand.


    Denn das Leute von ihrem Tagesausflug nicht ins Lager heimkehren sondern sich verlaufen, anderen das Jagdglück nicht hold ist, da das mühsam erlegte Tier viel zu klein ist, als das Abends alle satt von diesem werden können oder das bejagte Tier gar deutlich wehrhafter war, als erhofft und man daher halb tod von der Jagd zurück kommt, ist, wie bereits von anderen erwähnt, eher normal denn die Ausnahme.


    Dennoch ein tolles Spiel. Und wenn man sich jeden Tag an dem Tagesablauf entlang hangelt ist es eigentlich auch nicht all zu schwer zu spielen, wenn man sich von dem Gedanken frei macht, den optimalen Zug spielen zu müssen/ zu können ...


    Kann RC nur empfehlen, sofern man spaß an solchen nicht immer glücklich verlaufenden Geschichten hat.

    3 Mal editiert, zuletzt von Eumel ()

  • Sooooo,


    aufgrund der überwiegend positiven Rückmeldungen habe ich heute zugeschlagen. Heute morgen für knapp 28 EUR bestellt!


    Vielen Dank an euch für die gute Kaufberatung :)


    Bei Gelegenheit werde ich hier mal schreiben, ob die Entscheidung richtig war.

    Spielerischen Gruß tief aus dem Westen

  • So, hat ja hier versprochen, euch kurz zu berichten, wie es mir gefallen hat.


    Am Wochenende haben wir das erste Szenario zu Zweit in Angriff genommen. Freitag hat uns natürlich unterstützt.


    Beim ersten Versuch sind wir leider gescheitert, da ein Charakter vorzeitig das Zeitliche segnete. Beim zweiten Versuch lief es besser und wir konnten den Holzstapel komplett auftürmen und in der vorletzen Runde auch anzünden.


    Wie hat es mir nun gefallen??


    Einfach super!! Die Regeln habe ich mir bestimmt 4-5 x durchgelesen. Trotzdem entdeckt man immer wieder kleine Fehlerchen beim Spielen, die aber den Spielspaß nicht trüben. Das Spiel zieht einen sehr in den Bann. Da haben wir sicherlich noch eine Menge Spielspaß vor uns!


    Vielen Dank an alle, die mich hier vom Kauf überzeugt haben!!!

    Spielerischen Gruß tief aus dem Westen

  • Wir haben gestern auch das erste Szenario gespielt, zu dritt. Aus der Schatzkiste hatten wir die zusätzlichen Entdeckungsplättchen und Tierkarten mit dazu genommen, außerdem den Schiffsmaat als Charakter. Hat erfreulicherweise geklappt. In denke, das nächste Mal probieren wir dann das zweite Szenario.

  • Sooooo,


    aufgrund der überwiegend positiven Rückmeldungen habe ich heute zugeschlagen. Heute morgen für knapp 28 EUR bestellt!

    Schade, ich habe schon Überlegungen angestellt dir mein Exemplar + Bounty Erweiterung + Fernrohr Promo zu überlassen und wie viel ich dafür nehmen würde. Nun gut, das hat sich dann erledigt.
    Ich finde RC übrigens großartig!!! Leider kommt es viel zu selten auf den Tisch. Die Leute mit denen ich spiele mögen tendenziell lieber semi kooperative Spiele ala BG und Konsorten. Kooperative Spiele haben in meinen Kreisen einen schweren Stand.

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    Mein Name ist JASE, ich weiß von nichts! :floet:

    Einmal editiert, zuletzt von velvre ()

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