Kennerspiel des Jahres 2016 (grauer Pöppel)

  • @Harry2017
    Ich meinte nicht unbedingt deinen letzten Beitrag.
    Eher solche hier:


    Ich halte die Begründung von Monsieur Guido auch für einigermaßen inkonsistent. Erst heißt es im Zusammenhang mit Codenames zu Recht: "Das vielbeschworene Kulturgut muss breiter aufgestellt sein", dann heißt es im Zusammenhang mit dem Kennerspiel ebenfalls zu Recht, man habe "zwei (!) unglaublich frische, innovationsstarke Spiele" zur Auswahl gehabt - und dann zeichnet man "Isle of Skye" aus?

    :


    Nach dem ich jetzt aber den oben verlinkten Kommentar von Monsieur Guido gelesen habe, bin ich aber doch sehr verwundert. Da wird sich einerseits auf die Schulter geklopft, dass mit der Wahl von Codenames das SdJs erwachsener wird; halt auf Kosten der Familienspielerfahrung, aber was solls, muss sich die Oma halt mit den Kinderspielen begnügen. Gleichzeitig kann man der breiten Öffentlichkeit kein Kennerspiel zumuten, das sukzessive neue Regeln und Situationen einfügt. Jawoll, immer schön alles an das niedrige Niveau der Generation Candy Crush anpassen.

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  • An alle, die Brettspiele mit starkem Geschichtenerzähl-Element für geeignet halten, per "Playstation-Effekt" Brettspiele stärker in der Erwachsenenwelt zu verankern: Bitte vergesst nicht, dass auch bei T.I.M.E Stories oder Pandemic Legacy (oder Scythe oder Zombicide oder was-auch-immer) letztendlich auch wieder nur Holz, Pappe und Plastik durch die Gegend geschubst wird. Ein Brettspiel wird immer mehr Beschäftigung und mehr Abstraktionsvermögen vom Nutzer verlangen als das Videospiel. Da kämpft das Brettspiel einen ähnlich schweren (aber keinesfalls aussichtslosen!) Kampf wie das klassische gedruckte Buch gegen den Kinofilm bzw. Fernsehserie.


    Wenn es primär um Verankerung in der Erwachsenenwelt ginge, dann müsste man weniger in die Richtung Brettspiel mit "story telling"-Elementen denken, sondern viel eher in die Richtung "Brettspielspiel mit Smartphone-Integration" -- mit allen damit verbundenen Nachteilen wie Software-Updates, die ein Spiel unspielbar machen können, oder dem Zwang zur Internetanbindung. Trotzdem könnte ich mir da deutlich eher vorstellen, dass ein solcher Transfer dauerhaft gelingen kann. Man sieht's ja auch schon teilweise daran, dass mittlerweile Brettspielumsetzungen für Android, IOS oder PC (Steam) die Verkaufszahlen der zugrunde liegenden Brettspiele erhöhen können, weil in der modernen Welt manche Leute den Erstkontakt zu Brettspielen über die zugehörigen digitalen Umsetzungen bekommen.

  • Klar - BeiMetal Gear Solid wird aber auch nur auf einen Knopf gedrückt und Snake schiesst - Trotzdem hat er was erwachseneres als Mario mit der Feuerblume....


    Oder Final Fantasy 7 vs 6 - Der Tod von Aeris war viel epischer als der Tod von Shadow...


    Runtergebrochen ist alles natürlich "irgendwie ähnlich" - Die Verpackung machts - Und die ist bei IoS halt deutlich altbackener und genau gegensätzlich zum gewünschten Playstationeffekt...

    Top 10 (jeweils ohne Reihenfolge)

  • Wenn es primär um Verankerung in der Erwachsenenwelt ginge, dann müsste man weniger in die Richtung Brettspiel mit "story telling"-Elementen denken, sondern viel eher in die Richtung "Brettspielspiel mit Smartphone-Integration"

    Du hast noch nie gegen einen 8-Jährigen PS4 gezockt, oder?


    da kriegst du nur auf die Fresse


    Der UNterschied zwischen Kinderspiel und Erwachsenenspiel liegt im Thema und bei Brettspielen in der Komplexität. Bei motorischen Fähigkeiten hast du keine Sonne (digitale Spiele)

  • @BGBandit: Ich meinte mit "Smartphone-Integration" weniger das Hinzunehmen von motorischen Elementen bei der Bedienung, sondern eher das Auslagern von komplexen Berechnungen (damit auch mögliche Erhöhung des Simulationsanteils) sowie die Senkung der Abstraktionsschwelle bei gleichzeitiger Erhöhung der Immersion, etwa durch Wiedergabe von Audio- oder Video-Elementen.


    Dabei immer dazu gesagt: ich sehe "Brettspiel mit Smartphone" sehr kritisch. Vieles, was für mich das Brettspiel auszeichnet, verträgt keinerlei Digitalisierung bzw. ist mir ein willkommener Gegenentwurf zur Videospielwelt. Ich kaufe lieber ein physikalisch vorhandenes und theoretisch weiterverkaufbares Spiel als zeitlich begrenzte Nutzungsrechte an Software, die vom Macher jederzeit nach seinem Willen beendet, verändert oder mit Überwachungs- und Spionageelementen "angereichert" werden können.

  • @BGBandit


    Neulich war ein 13 Jähriger zu Besuch. Den habe ich erst bei Magic abgefrühstückt und ihm dann an der PS4 gezeigt, wie man richtig spielt.


    Sowohl Magic als auch das PS4 Spiel waren ihm bekannt.


    Und ich spiele 2x im Jahr PS4 und Magic ungefähr auch in dieser Regelmäßigkeit.


    Also bitte nicht verallgemeinern ;-)

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    Meine Spiele: Klick mich

  • Man kann Erwachsene im Alter nicht zum Spielen aus Spaß bekehren, wenn sie nicht schon als Kind zum Spielen erzogen wurden.

    Es gibt für jeden das richtige Spiel, man muss es nur finden. Das ist zumindest meine Erfahrung und Einstellung.


    Diverse Freunde von mir die Brettspiele und Spielen im allgemeinen total fürchterlich fanden sind mittlerweile zumindest teilweise so weit, das sie selbst fragen, wann wir denn mal wieder spielen. Und das einfach weil wir mal einen Abend lang diverse Spiele aus verschiedenen Richtungen gespielt haben. Ich habe nie locker gelassen und bei treffen einfach immer optimistisch Spiele eingepackt und mitgebracht. Meistens sind sie ungespielt gewesen, bis sie sich eines Abends mal erbarmt haben in der Hoffnung das ich dann künftig nichts mehr mitbringe :D Und siehe da, es war toll und sie zum Teil angefixt. Klar, nicht alle Spiele waren deren Geschmack. Aber zum Beispiel #Codenames und #BlackFleet kamen hervorragend an. Sicher gibt es Leute die damit nichts anfangen könne und das ist auch ok so. Aber die These von dir halte ich in der Form für ausgemachten Humbug und möchte die so einfach mal nicht stehen lassen.

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  • Erstmal vielen Dank für die ganzen Kommentare bezüglich meines Thesen Beitrags. Leider habe ich aber wohl ein paar meiner Punkte nicht verständlich genug formuliert und zu sehr darauf vertraut, dass der Kontext klar macht worauf ich hinaus will.


    Zuallererst möchte ich aber nochmal auf mein Vorwort verweisen, was viele ja geflissentlich ignoriert haben :rolleyes:


    Weiterhin werde ich sämtliche Behauptungen allgemein halten; dass es zu jeder Aussage natürlich auch Ausnahmen gibt ist selbstredend klar


    Fangen wir mit einer meiner Behauptungen an, an der sich viele gerieben haben: "Die einzigen die spielen weil sie Spaß am Spielen haben sind die Kinder."



    Hast du Kinder? Ich kann dir versichern, dass es mir Spaß macht, mit meinem Töchterchen große Duplo-Türme zu bauen. Ja, echt Spaß, nicht nur "ich freue mich, wie sie lernt".

    Nein, ich habe keine Kinder und ich glaube Dir auch, dass Du dabei Spaß hast. Aber hättest Du auch den gleichen Spaß, wenn Du statt mit Deiner Tochter die Duplo-Türme mit Deiner Frau/Lebensgefährtin bauen würdest? Kämest Du auf die Idee alle paar Wochen alleine mit den Duplo Steinen zu spielen, weil es so spaßig ist?


    Das ist das eine.



    Und es gibt durchaus Eltern, die öfter spielen möchten als ihre Kinder.

    Sicherlich, das will ich auch gar nicht abstreiten. @MetalPirate, ich habe keine Ahnung wie alt Du bist, aber meine grobe Vermutung liegt irgendwo zwischen 30-45 Jahren. Da würde Deine Kindheit/Jugend auch in die Periode der End-70er und 80er liegen, eine Zeit in der die allermeisten Heranwachsenden auf die ein oder andere Art mit Spielen groß geworden sind. Da finde ich es nicht verwunderlich, dass Du nun als erwachsenes Elternteil Spaß an Spielen hast. Vergliche man die heutige Elterngeneration mit der von vor 30 Jahren, bin ich mir absolut sicher dass der Anteil der Gernspieler bei den jüngeren drastisch höher ist als bei den älteren.


    "Das Spiel des Jahres trägt eine Mitschuld an der zahlenmäßigen Diskrepanz zwischen brettspielenden Kindern und Erwachsenen."


    @MetalPirate: Ich bin überrascht, dass Du meine bewusst provokant formulierte Behauptung als das Hineinsteigern in wilde Thesen abtust. Schlägt Deine eigene These doch in exakt die selbe Kerbe. Das Brettspielhobby hat im deutschsprachigen Raum ein Imageproblem und wird sehr häufig immernoch als kindisch angesehen. Das ist bestimmt nicht die Hauptschuld des SdJs, aber es fällt mir schwer zu glauben, dass es nicht auch zu diesem "Problem" beigetragen hat. Den sprachlichen Aspekt den Du ins Spiel gebracht hast hatte ich gar nicht auf dem Schirm, aber auch da mag sicherlich etwas dran sein. Interessant wie sich das in den letzten 100 Jahren geändert hat. Da hätte man die (Kriegs)Spiele wohl als erstes mit dem (preussisch geprägten) Militär in Verbindung gebracht.



    @yzemaze & @PeterRustemeyer: Ihr beide habt sofort den deutlich schwächsten Teil meiner Gedankenkette identifiziert. Das Szenario vom Spieler der im Regen stehen gelassen wurde ist natürlich extrem unrealistisch und völliger Blödsinn. Was wäre also die tatsächliche Konsequenz? Ganz ehrlich, keine Ahnung. Möglicherweise wird der SdJ Preis in den nächsten Jahren an Relevanz verlieren, insbesonders wenn sich die (frühere) Zielgruppe die eine unveränderte Erwartungshaltung hat, sich in Zukunft öfters schlecht beraten fühlt. Aber da sich das Hobby ja auch abseits der traditionelleren Gesellschaftsspielpfade entwickelt, kann einem das aus einer egoistischen Perspektive letzten Endes auch egal sein. :)

    Half Man, half Bear, half Pig!

  • Nein, ich habe keine Kinder und ich glaube Dir auch, dass Du dabei Spaß hast. Aber hättest Du auch den gleichen Spaß, wenn Du statt mit Deiner Tochter die Duplo-Türme mit Deiner Frau/Lebensgefährtin bauen würdest? Kämest Du auf die Idee alle paar Wochen alleine mit den Duplo Steinen zu spielen, weil es so spaßig ist?

    Also ich hab auch keine Kinder und würde trotzdem alle paar Wochen mit Duplo und Lego spielen wenn ich welches hätte, weil es Spaß macht. Ich meine hey, ich habe in meiner Diplomarbeit damals sogar ganz hochoffiziell mit Lego spielen dürfen. Großartig :thumbsup:

  • Das Brettspielhobby hat im deutschsprachigen Raum ein Imageproblem und wird sehr häufig immernoch als kindisch angesehen. Das ist bestimmt nicht die Hauptschuld des SdJs, aber es fällt mir schwer zu glauben, dass es nicht auch zu diesem "Problem" beigetragen hat.

    Deine Beobachtungen kann ich größtenteils nachvollziehen. Deine Schlüsse daraus weniger. Insbesondere glaube ich nicht an eine "Schuld" des SdJ. Spielen im Familienkreis gab's schon viel länger als das SdJ. Wenn das SdJ diese existierende Tradition aufgegriffen hat und durch die Einführung eines Preises dazu geführt hat, dass besonders gute Spiele sich dadurch hundert mal so viel verkauft haben, dann hat das dem Spielehobby doch wesentlich mehr genutzt als geschadet. Ohne einen ganz bewusst massentauglich ausgerichteten SdJ-Preis käme Spielen doch gar nicht in den Medien vor. Wäre das denn besser?


    Mit der Wahl von Codenames geht's aktuell auch ganz klar weg von Familie, hin zu (auch) Party-geignet. Auch hier passt dein Vorwurf nicht. Und was KSdJ angeht: da passt die Diskussion mit dem Abholen der potentiell spielbegeisterten Jugendlichen und jungen Erwachsenen auch nicht mehr so ganz, dann der Preis richtet sich im Gegensatz zum roten Pöppel an bereits spielerisch vorbelastete Kreise.


    Etwas fragwürdig finde ich höchstens so Sachen wie "The Game - Spiel solange du kannst" auf der Nominierungsliste letztes Jahr. Wen man damit ansprechen wollte, erschließt sich mir absolut nicht.

  • Das Brettspielhobby hat im deutschsprachigen Raum ein Imageproblem und wird sehr häufig immernoch als kindisch angesehen. Das ist bestimmt nicht die Hauptschuld des SdJs, aber es fällt mir schwer zu glauben, dass es nicht auch zu diesem "Problem" beigetragen hat

    Das ist glaube ich kein reines Imageproblem. Wenn ich an meine Kindheit zurückdenke, war es so, dass meine Eltern beide Vollzeit arbeiten gegangen sind. Da war nur selten Zeit für sowas. Mein großer Bruder hatte dann letztendlich einfach auch nicht immer Lust, seine kleine Schwester tagelang bei Monopoly abzuziehen. Gucken wir uns das Bild heute an:


    - Es gibt die Familien, wo ebenfalls beide Elternteile Vollzeit arbeiten. Die Wochenenden dienen der Erholung, man fährt weg, besucht Freunde und Verwandte. Eine Playstation ist da einfach praktischer, weil damit kann sich Kind selbst beschäftigen. Oder ein Fußballverein, oder .... Da müssen nicht lang Regeln gelernt werden.


    - Früher waren Familien oft größer. Da spielten die Geschwister miteinander. Heute haben die meisten höchsten 1-2 Kinder, oft mit zu großem Altersunterschied


    - Es gibt leider sehr viele Familien mit - sagen wir es mal vorsichtig - niedrigerem Bildungsniveau. Man braucht nur den Fernseher anzuschalten. Ich hab immer gedacht, dass das alles nur von RTL und Co. so "gemacht" wird, aber Pustekuchen. Das ist leider harte Realität.


    - Schaut man sich die Besucherzahlen der Messen an, kann das Imageprobelm aber gar nicht so groß sein und der Markt wächst laut sämtlichen Verlagen


    - Im Laufe der Jahre gibt es immer wieder Trends. Und ein ganz großer Trend waren und sind nunmal elektronische Spiele. Man kann allein spielen, wenn niemand da ist; man erlebt das Spiel ganz anders; es werden völlig andere Fähigkeiten verlangt. Brettspiele und Videospiele kann man überhaupt nicht vergleichen, ansonsten müsste man auch ein FußballSPIEL etc. damit vergleichen, nur weil das "Spiel" im Namen vorkommt.


    Ich glaube nicht, dass das "Nichtspielen" ein vom SdJ gemachtes Problem ist, ganz im Gegenteil. Das SdJ trägt viel dazu bei, dass wieder mehr Menschen spielen.

  • Etwas fragwürdig finde ich höchstens so Sachen wie "The Game - Spiel solange du kannst" auf der Nominierungsliste letztes Jahr. Wen man damit ansprechen wollte, erschließt sich mir absolut nicht.

    Ich mag das Spiel auch absolut nicht, aber irgendwie hat es sich dafür, dass ich es persönlich doof finde, ganz schön oft verkauft und es gibt jede Menge Menschen, die es absolut großartig finden. Man kann nicht immer von sich auf andere schliessen

  • Bei einem Preis von 6,99 oder so ähnlich ist klar, dass sich viele "The Game" gekauft haben, nicht zuletzt weil der rote Pöppel drauf war. Ich auch. Ich bin es aber ganz schnell wieder losgeworden und kenne auch keinen anderen, dem es gefallen hat. Ich finde auch das Artwork mit den Totenköpfen völlig unpassend. Ich habe nichts gegen Totenköpfe (ich höre schließlich Metal ;) ), aber passt zu diesem Nummernlegespiel doch kein bisschen.

  • Ich bin es aber ganz schnell wieder losgeworden und kenne auch keinen anderen, dem es gefallen hat.

    Wie gesagt, ICH bin absolut deiner Meinung.Aber wenn man sich die Bewertungen bei Amazon oder den einschlägigen Webseiten anschaut, sind wir irgendwie die "einzigen" (ok sagen wir in einer Minderheit).


    Wenn Leute damit Spaß haben, is doch gut. Darum geht es doch, dass Lete mit Spielen Spaß haben. Man kann ja niemandem ankreiden, dass er einen anderen Geschmack hat als wir. Wo kämen wir da hin?
    .
    Die Totenköpfe kann man dem Spiel aber nun wirklich nicht anlasten. Zahlenkartenspiele (wie ich sie liebevoll nenne) sind nunmal abstrakt und die Themen in den meisten Fällen wirklich nur drübergeklatscht. Da ist es mir ganz lieb, wenn es nicht immer nur Farben sind. SdJ ist es ja erst hinterher geworden.


    Ob da jetzt Gurken, Elemente oder Farbkleckse (Red 7, hervorragendes Spiel) besser sind ... ?

  • Wenn Leute damit Spaß haben, is doch gut. Darum geht es doch, dass Lete mit Spielen Spaß haben.

    Volle Zustimmung. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass ich es nicht alleine bin, der dieses "Spiel" völlig überflüssig fand. Ich kenne nicht einen anderen, dem The Game gefallen hätte.

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  • Hallo,

    Volle Zustimmung. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass ich es nicht alleine bin, der dieses "Spiel" völlig überflüssig fand. Ich kenne nicht einen anderen, dem The Game gefallen hätte.

    Den Aiblingern ...


    ... war es unter den Nominierten das Liebste. Ich muss aber eingestehen, dass ich es im Eifer des Gefechts aufgefächert habe spielen lassen.
    Und seit dem kommt es auch ohne mein Zutun in der Brettspielgruppe immer mal wiederauf den Tisch. Wogegen das SdJ seit der Aiblinger Wahl unangerührt im Regal der Brettspielgruppe steht.
    aiblingerSdJbanner15.png
    Liebe Grüße
    Nils

  • Hmmm - leichter - eigentlich gar nicht - das Spiel hat ja keine Komplexität.
    Im Vergleich zur Regelversion:
    Die Downtime war eine andere. Man beschäftigte sich damit, in der Auslage Karten zu suchen, die helfen würden. Waren diese Karten noch im Stock, lag eine etwas größere Spannung vor, ob man genau diese Karte zieht. Auch gab es mehr Dialog. Nicht - dass jemand diese Karten auf der Hand hat und es versäumt, sie zu spielen. :|


    Liebe Grüße
    Nils

  • Um noch einmal auf den Punkt "Förderung innovativer Ideen" zu kommen:
    Es gab ja in der Vergangenheit auch manchmal Spiel des Jahres Sonderpreise, z.B. 2009 "Sonderpreis neue Spielewelten" für Space Alert.


    Weiß vielleicht jemand nach welchen Kriterien so ein Sonderpreis vergeben wird?
    Und wurde es diesmal in Betracht gezogen, um z.B. Pandemic Legacy oder Time Stories mit einem Sonderpreis auszuzeichnen?


    Auf den ersten Blick sehe ich schon einige Parallelen...
    Auch bei Space Alert ist es z.B. sinnvoll, wenn man es öfter mit der gleichen Gruppe spielt, da es durchaus ein steile Einstiegshürde gibt. Wenn neue Mitspieler dazukommen, muss man eigentlich immer zuerst mit den Einsteiger-Missionen anfangen, um sie an das Spiel heranzuführen.

  • Weiß vielleicht jemand nach welchen Kriterien so ein Sonderpreis vergeben wird?
    Und wurde es diesmal in Betracht gezogen, um z.B. Pandemic Legacy oder Time Stories mit einem Sonderpreis auszuzeichnen?

    2009 gab es das "Kennerspiel des Jahres" noch nicht. Meines Wissens hat die SDJ-Jury bei der Einführung des Kennerspielpreises 2011 zumindest inoffiziell verkündet, dass sie keine Sonderpreise mehr vergeben will. Das hat den Grund, dass nun sowieso schon 3 Hauptpreise vergeben werden und es schon schwierig genug ist für den Verbraucher, die Unterschiede zwischen diesen 3 Preisen zu verstehen. Gäbe es nun noch einen Sonderpreis, wären das schon 4 Preise und man würde den Überblick verlieren. Man könnte auch sagen, der Preis würde "verwässern" ...

    André Zottmann (geb. Bronswijk)
    Thygra Spiele
    (u. a. für Pegasus Spiele tätig)

    Ich gebe hier generell immer meine eigene, ganz persönliche Meinung von mir.

  • Meines Wissens hat die SDJ-Jury bei der Einführung des Kennerspielpreises 2011 zumindest inoffiziell verkündet, dass sie keine Sonderpreise mehr vergeben will.


    Danke @Thygra für die Information.


    Das hat den Grund, dass nun sowieso schon 3 Hauptpreise vergeben werden und es schon schwierig genug ist für den Verbraucher, die Unterschiede zwischen diesen 3 Preisen zu verstehen.

    Ich hätte gedacht dass so ein "Sonderpreis neue Spielewelten" gut geeignet wäre, um gerade innovative Spielansätze zu belohnen, die vielleicht nicht ganz in das Raster der anderen "Spiel des Jahres" Kategorien fallen. Schade dass man den Verbrauchern so wenig zutraut. Durch die Namensgebung und Logofarben sind die Preise meiner Meinung nach schon gut differenziert. Aber die Erfahrung lehrt vielleicht dass man aus Sicht von Vertrieb oder Öffentlichkeitsarbeit tatsächlich so denken muss...

  • Das hat den Grund, dass nun sowieso schon 3 Hauptpreise vergeben werden und es schon schwierig genug ist für den Verbraucher, die Unterschiede zwischen diesen 3 Preisen zu verstehen. Gäbe es nun noch einen Sonderpreis, wären das schon 4 Preise und man würde den Überblick verlieren. Man könnte auch sagen, der Preis würde "verwässern" ...

    Da bin ich bei dir.
    Aber korrigiere mich, da du als Redakteur aus Verlagssicht einen anderen Blick als ich hast, der ich als Webmaster das gemeine Fußvolk der Spieler anspreche: Die Verwässerung begann aber nicht mit dem 2. und 3. Hauptpreis, sondern mit den Pöppeldarstellungen der Nominierten und früher Auserwählten, oder? Da diese jeder Verlag gern aufgedruckt hatte, verstand irgendwann zumindest mal kaum ein ebay-Verkäufer mehr, was er da verkauft. Vom Massenkaufpublikum mal ganz abgesehen. Daher ist das Problem doch hausgemacht und zumindest etwas eingefangen. Ich bin kein Freund des 3. Preises, aber ich halte die Nicht-Preisträger-Aufdrucke für deutlich verwirrender.

  • Durch die Namensgebung und Logofarben sind die Preise meiner Meinung nach schon gut differenziert.

    Für jemanden, der sich damit beschäftigt, sicher. Für den Ottonormalverbraucher aber wohl eher nicht.

    André Zottmann (geb. Bronswijk)
    Thygra Spiele
    (u. a. für Pegasus Spiele tätig)

    Ich gebe hier generell immer meine eigene, ganz persönliche Meinung von mir.

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