Schnäppchen = besseres Spiel?

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  • Mal eine Grundsatzfrage.


    Teilweise liest man: "...für den Preis kann ich das Spiel empfehlen..."


    Wird ein Spiel besser, wenn es rabattiert ist?

    "We are the unknowns. Lower your shields and surrender your ships. We will add your biological and technological distinctiveness to our own. Your culture will adapt to service us. Resistance is futile."


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  • Teilweise liest man: "...für den Preis kann ich das Spiel empfehlen..."

    Stell dir vor, dein Lieblingsspiel würde ab heute 1000 EUR kosten. Würdest du anderen den Kauf empfehlen? Wohl eher nein. Bleibt der Preis wie er ist, dann würdest du sagen: "...für den Preis kann ich das Spiel empfehlen..."

  • Nein, nein, nein......


    Ich glaube inzwischen einigermaßen kuriert zu sein, nachdem ich mich eine zeitlang als Durchlauferhitzer für solche Spiele verdingt habe. Schießen, ausstanzen, ins Regal schieben, verkaufen....


    Hohl irgendwie, aber ist nunmal ein Hobby. Und was für ein schönes :D

  • Wird ein Spiel besser, wenn es rabattiert ist?

    Nein, ein schlechtes Spiel bleibt ein schlechtes Spiel. Mittelmäßiges was bei Normalpreis schon nicht gekauft wurde, nimmt ebenfalls nur Platz weg und wird ebenfalls nicht besser. Der eigene Anspruch es zu spielen, sinkt ja nicht analog zum Kaufpreis...

    Bitte senden Sie mir Ihre E-Mail doppelt, ich brauche eine für´s Archiv :/

  • Mein absolutes Lieblingsspiel (wie auch immer definiert) würde ich auch bei 1.000€ empfehlen. Es ist ja nicht noch mehr mein Lieblingsspiel, weil es ein Händler günstiger verkauft. Sprich: ein srhr gutts Spiel ist unabhängig vom Preis ein sehr gutes Spiel.

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  • Natürlich wird ein Spiel nicht besser, wenn der Preis sinkt.


    Die Frage ist doch nur, ob ich ein "gutes" oder/und ein "preiswertes" Spiel kaufen will.


    Ein Spiel, das preiswert, aber nicht gut ist, werde ich niemals kaufen.
    Ein Spiel, das gut, aber nicht preiswert ist, werde ich wahrscheinlich/öfters/meistens kaufen, vielleicht aber erst mal abwarten.
    Ich will möglichst immer beides zugleich ... :)


    Ich glaube nicht, daß jemand wirklich objektiv sein kann - alle Meinungen sind subjektiv.
    Natürlich gilt das auch für mich.

    Einmal editiert, zuletzt von Warbear ()

  • Mal eine Grundsatzfrage.


    Teilweise liest man: "...für den Preis kann ich das Spiel empfehlen..."


    Wird ein Spiel besser, wenn es rabattiert ist?

    Nö. Aber wir reden ja nicht nur über die Mega-Überflieger mit BGG-Note 10 oder die totalen Graupen. Sondern die meisten Spiele liegen irgendwo dazwischen und werden über die nächsten paar Jahre vermutlich über eine einstellige Zahl von Partien nicht hinauskommen. Und dann macht eine Betrachtung à la "Kosten pro erwarteter Partie" und somit auch die diskutierte Formulierung durchaus Sinn (wenn knapper Regalplatz kein Thema ist).

  • Ja, klar.
    Ein schönes Beispiel wäre Love Letters. ein lustiges Absackerspiel und kommt immer noch auf den Tisch.
    Für 10€ kann man es vorbehaltlos empfehlen. Für 30€ eher nicht. Dadurch wird das Spiel aber nicht schlechter, sondern die Erwartungshaltung an das Spiel steigt. Diese kann Love Letter für 10€ durchaus bedienen, für 30€ wird allerdings ein anderes Kaliber erwartet.


    Meistens wird in einer Spielebesprechung analog zuum Preis auch über die Ausstattung und ähnliches gesprochen.

  • Ein schönes Beispiel wäre Love Letters. ein lustiges Absackerspiel und kommt immer noch auf den Tisch.
    Für 10€ kann man es vorbehaltlos empfehlen. Für 30€ eher nicht. Dadurch wird das Spiel aber nicht schlechter, sondern die Erwartungshaltung an das Spiel steigt. Diese kann Love Letter für 10€ durchaus bedienen, für 30€ wird allerdings ein anderes Kaliber erwartet.

    Empfehlen zum Kaufen oder empfehlen zum Spielen?


    Und ich kann mir gut vorstellen, daß die Mitspieler das völlig anders sehen als der Besitzer des Spiels ...


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  • Ich denke mir bei den Schnäppchen-Empfehlungen halt immer:
    Für diejenigen, die eben nicht viel Geld übrig haben, ist das schon wichtig: Ein Spiel, dass er oder sie schon lange haben wollten, ist nun so günstig geworden, dass sie es sich leisten können.


    Für diejenigen, die das Spiel schon "abgehakt" haben, ist es allemal so eine Situation nach dem Prinzip: Ich glaube nicht, dass mir das Spiel sonderlich gefallen wird, ABER bei dem Preis probiere ich es einfach mal aus, weil der Verlust dann eher gering ausfallen wird, wenn es mir erwartungsgemäß eben doch nicht gefällt.


    Dass jemandem ein Spiel BESSER oder SCHLECHTER gefällt, nur weil es günstiger oder respektive teurer ist, daran glaube ich nicht...

  • Es gibt grottige, schlechte, mittelmäßige, gute und sehr gute Spiele, durchaus in den Benotungen bei BGG von 1-10 jeweils noch in 2er-Abstufungen.


    In unsere private Sammlung schaffen es eigentlich nur die in unseren Augen sehr guten Spiele (9-10). Schon "nur" gute Spiele lassen wir meisten links liegen (was auch manchmal zu Diskussionen führt). Manche Spiele mit Ranking 6-8, die aber ggf. einem Teil unserer regelmäßigen Mitspieler gefallen könnte, schaffen es auch in unsere Sammlung. Dafür lassen wir uns durchaus auch mal von einem günstigen Preis überreden, so ein Spiel auch mit aufzunehmen...

    Ein günstiges Angebot macht ein Spiel aber definitiv nicht besser. Nur der psychologische Belohnungseffekt für den Käufer, der jetzt viel Geld gespart hat, macht sich bemerkbar. Und diesen Effekt sollte man nicht unterschätzen. Und so geht die nächste Partie vielleicht schon mit einer besseren Laune an den Start, auch bei einer vorhergehenden eigenen Benotung von 6... Und mit guter Laune steigt die eigene Bewertung vielleicht auch um 1-2 Punkte :saint:


    Wobei meine Laune auch extrem gut wird, wenn ich für ein Spiel überdurchschnittlich viel bezahlt habe und dann am Material sehe, dass sich das gelohnt hat - funktioniert also in beide Richtungen...


    Mein Portemonnaie springt aber leider schon von alleine aus der Tasche, wenn ich von irgendwas eine Deluxe-Ausgabe sehe.... und wenn es dann noch ein Spiel ist, was mir dazu noch richtig gut efällt, kann das so billig oder teuer sein, wie es will: ich muss es haben! Und dann bin ich glücklich!


    Persönliches Negativbeispiel für meine Macke ist aber Takenoko. Finde ich als Spiel nur eine 6-7 wert, wäre nie in die private Sammlung gerutscht, aber die Deluxe-Ausgabe mit dem Mega-Spielmaterial in der rieisgen Holzkiste: Meins! Sooooo süß! Und der Effekt tritt ein, wenn ich nur die Kiste sehe.

  • Wenn ich mit Love Letter richtig gute Lebenszeit mit Freunden verbringe kaufe ich es auch für 30 Euro.

    ... und wenn nicht, dann kaufe ich es auch für 10 Euro nicht.


    Ich glaube nicht, daß jemand wirklich objektiv sein kann - alle Meinungen sind subjektiv.
    Natürlich gilt das auch für mich.

  • Das weißt Du aber vorher nicht! ;-)

    Wenn Du es vor dem Kauf schon mal anderswo mitgespielt hast, dann solltest Du davon schon eine ganz gute Vorstellung haben.


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  • Die Frage ist doch nur, ob ich ein "gutes" oder/und ein "preiswertes" Spiel kaufen will.


    Ein Spiel, das preiswert, aber nicht gut ist, werde ich niemals kaufen.
    Ein Spiel, das gut, aber nicht preiswert ist, werde ich wahrscheinlich/öfters/meistens kaufen, vielleicht aber erst mal abwarten.
    Ich will möglichst immer beides zugleich ...

    Volle Zustimmung!


    Ob ich mir ein Spiel kaufen möchte, ist letztlich eine Kosten/Nutzen-Abwägung:


    Nutzen:
    - Ich kann das Spiel spielen, auspacken, anfassen, sammeln,.... (wie groß dieser Nutzen ist, hängt natürlich vom Spiel ab)


    Kosten:
    - Ich muss Geld bezahlen
    - Ich brauche Platz im Regal oder etwas Aufwand das Spiel wieder loszuwerden
    - Bestellen macht ein bisschen Aufwand
    - (möglicherweise Umweltgedanken nicht unnötig zu konsumieren)


    Wie sehr jetzt der einzelne Punkt ins Gewicht fällt ist natürlich sehr unterschiedlich, aber bei vielen wird der Punkt "Ich muss Geld bezahlen"-Punkt schon eine entscheidende Rolle spielen.


    Kein Nutzen, Hohe Kosten: Will ich nicht.
    Kein Nutzen, niedrige Kosten: Will ich auch nicht (das wäre die Kategorie "mittelmäßiges Spiel was man eh nicht spielt zum Ramschpreis"
    Hoher Nutzen, hohe Kosten: Da wird's interessant und man muss abwägen.
    Hoher Nutzen, niedrige Kosten: Her damit!


    Wer vielen Spielen einen ausreichend hohen Nutzen und subjektiv vergleichsweise nur geringe Kosten zuschreibt, der kauft dann halt viele Spiele.






    Für mich persönlich spielt der Preis auf jeden Fall eine Rolle. First Class aus dem heutigen Adventskalender würde bei mir z.b. Gefahr laufen, nach 2-5 Partien im Schrank zu verstauben - nur die allerwenigsten Spiele spiele ich öfter. Für 26€ habe ich kurz darüber nachgedacht, aber dann den Nutzen als zu gering eingeschätzt, weil noch genügend reizvolle(re?) Alternativen zur Verfügung stehen. Für 40€ Normalpreis hätte ich das Spiel nur gekauft, wenn es wirklich als neues Topspiel (hoher Nutzen) eingeschätzt hätte.

  • ITeilweise liest man: "...für den Preis kann ich das Spiel empfehlen..."

    Stell dir vor, dein Lieblingsspiel würde ab heute 1000 EUR kosten. Würdest du anderen den Kauf empfehlen? Wohl eher nein. Bleibt der Preis wie er ist, dann würdest du sagen: "...für den Preis kann ich das Spiel empfehlen..."

    Ich sehe es so wie @MetalPirate


    Der Preis hat ja erstmal keinen Einfluss auf die Qualität des Spiels. Ein Spiel, das vorher schlecht war, wird auch wenn es billiger wird nicht besser und ein Spiel, welches vorher bereits gut war, wird nicht schlechter, wenn der Preis steigt.
    Was sich aber IMHO ändern kann ist die Empfehlung. Wie MetalPirate bereits meinte.....ein Spiel für 1000 Euro würde ich nicht vorbehaltlos empfehlen.....für 30 Euro schon.

  • Was sich aber IMHO ändern kann ist die Empfehlung. Wie MetalPirate bereits meinte.....ein Spiel für 1000 Euro würde ich nicht vorbehaltlos empfehlen.....für 30 Euro schon.

    Ich glaube was hier mit Empfehlung gemeint ist, ist genauer gesagt eine Kaufempfehlung, bei der die Qualität des Spiels nur ein Teil ist und die Kostenabwägung dazu kommt.


    Inhaltlich empfehlen bzw. eine Spielempfehlung aussprechen kann man natürlich auch unabhängig vom Preis.

  • @SpaceTrucker -
    Vielleicht handhabe ich es unbewusst ähnlich, aber eigentlich finde ich am Hobby "spielen" so schön, daß es nutzlos sein darf. Ich störe mich an dem Begriff...

    Wenn du es schön findest, ein Spiel zu Spielen, es dich unterhält, oder es auch nur im Regal schön aussieht, dann ist das für dich doch ganz allgemein ein Nutzen, ist keinesfalls "nutzlos"?
    Ein nutzloses Spiel wäre für mich eins, das dir nicht dabei von Nutzen ist, dein Hobby erleben zu können (weil du keine Lust hast es zu spielen oder überhaupt zu besitzen).


    (Dass Spielen im Allgemeinen aus meiner Sicht auch ganz sicher kein nutzloses Hobby ist, ist eine andere Sache, die hier etzt nicht zum Thema passt).

  • "Nutzen" ist für mich als im Kapitalismus sozialisierter Mensch gleichbedeutend mit "produktiv": Fremdsprachen lernt man für den Beruf, Urlaub macht man, um für den Beruf fit zu bleiben, Bücher liest man zur Weiterbildung, für den Job... Spielen entzog sich für mich der Umrechnung in Euro-Werte, bis ich dieses Forum kennenlernte.


    Wie gesagt, "es muss nützlich sein" ist für mich negativ besetzt, ich habe fast nur nutzlose Hobbys! :-)

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  • Jetzt kommen wir der Sache schon näher : Angesichts der unumstößlichen Gewißheit meiner Sterblichkeit und des eher vagen gesellschaftlichen Konsens, Nullen und Einsen eines Bankcomputers Bedeutung beizumessen, welche "Kosten" darf Freude da machen?


    Ich glaube, wir kommen da an den Punkt, dass es Menschen gibt, die sich über Schnäppchen an sich freuen. Das liegt mir fern, zumindest kein Vergleich zur Freude, die ich an einem Spiel habe.

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  • Extrembeispiel: Kingdom Death Monster.


    Das würde wohl in meiner Lister der Lieblinge wiet oben landen.
    Aber der Preis hat mich dann doch zu einem Verzicht bewegt (schweren Herzens).


    Allerdings würde das Spiel an sich für mich nicht besser oder schlechter, wenn sich der Preis verändert.

  • Jetzt kommen wir der Sache schon näher : Angesichts der unumstößlichen Gewißheit meiner Sterblichkeit und des eher vagen gesellschaftlichen Konsens, Nullen und Einsen eines Bankcomputers Bedeutung beizumessen, welche "Kosten" darf Freude da machen?

    Jetzt wird's philosophisch...


    Um's kurz zu machen. Tatsache ist:
    - Jeder von uns hat nur begrenzt Zeit
    - Viele haben nur begrenzt Geld
    - Die meisten müssten recht viel ihrer begrenzten Zeit investieren, um Geld zu bekommen, auch wenn es nur notwendiges Übel ist und nicht Selbstzweck


    Soll heißen: Ganz rauskürzen kann man das Geld nicht.
    Dass man die Verhältnisse natürlich auch sehen muss und ein Fünfer mehr oder weniger für ein Spiel selten wirklich entscheidend ist, gilt aber natürlich auch - da hast du schon recht.


    Ich glaube, wir kommen da an den Punkt, dass es Menschen gibt, die sich über Schnäppchen an sich freuen.

    Das ist sicher auch richtig. Denke das hat etwas von Jagen und Sammeln und steckt damit ziemlich tief im Menschen drin.


    Ein bisschen Spaß macht mir das Schnäppchenjagen sicher auch, so lange es nicht anstregend wird (mal morgens in den Adventskalender kucken, ob etwas für mich dabei ist, finde ich z.b. spannend/unterhaltsam, hat sogar etwas Weihnachtlich-Neugieriges, mit der F5 Taste zur definierten Zeit auf das Blitzangebot warten ist mir dagegen zu mühsam).

  • Ich kann mich den Schnäppchen irgendwie auch nicht entziehen und kaufe Spiele nur weil sie günstig sind. Die verstauben dann OVP in den Regalen bis mich irgendwann der Rappel packt und ich sie im Paket unter dem ohnehin schon günstigen Einkaufspreis verscherble. Und obwohl ich das weiß, beobachte ich schon wieder ganz genau die Weihnachtsangebote :-/

  • Persönliche Erfahrung: Je mehr sehr gute Spiele man im Spieleregal stehen hat und je mehr "nur gute" Spiele man schon wieder verkauft hat, entweder aus Platzgründen oder wegen "bloß einmal gespielt in den letzten drei Jahren", umso schwächer wird die Motivation zur Schnäppchenjagd. Weil man weiß, dass von 100 Schnäppchen mindestens 90 nicht das Zeug haben, dauerhaft sich im eigenen Spieleregal festzusetzen, und die wenigen Schnäppchen, die das könnten, würde man notfalls fast alle für wenige Euros mehr auch anderswo bekommen. Dafür warte ich nicht zu vorgegebenen Zeitpunkten auf Schnäppchen-Angebote, um sie als sofort erster kaufen zu können, bevor sie eventuell ausverkauft sind.


    (Mit Schnäppchen meine ich dabei wirkliche Schnäppchen der Sorte "30% und mehr Rabatt" für Spiele, die 2+ Jahre alt sind. Nicht einfach nur gute Angebote für absolute Neuheiten, was in den letzten Jahren in nennenswertem Umfang auch im SO-Adventskalender drin war, z.B. heute First Class.)



    Das heißt jedoch nicht, dass man nicht besondere Angebote trotzdem zum Anlass nehmen kann, sich nochmal mit einem älteren Spiel zu beschäftigen und ggf. zu dem Entschluss zu kommen "och, für 20 EUR (plus ggf. Versandkosten) könnte ich es mir holen". Ist mir jetzt bei Automania passiert. Das war mir damals bei Kickstarter zu teuer/riskant/unsicher bzw. eine Mischung daraus. Mittlerweile gibt es aber genügend Bewertungen, fast ausschließlich positiv. Größter Kritikpunkt ist eigentlich, dass es die comicartiger Grafik ein deutlich leichtgewichtigeres Spiel suggeriert, als es eigentlich ist. Außerdem kenne ich mittlerweile andere Spiele von Autor und Verlag: Doodle City mal als Absacker gespielt, war überraschend gut. Und Capital Lux ist für mich ein Top-5-Titel des aktuellen Jahrgangs; schon lange kein so gutes Kartenspiel mehr gesehen. Da ist dann Automania bei Milan in den digitalen Einkaufswagen gekommen.

  • Wird ein Spiel besser, wenn es rabattiert ist?

    Wird ein Spiel besser, wenn man es sich ausleiht oder geschenkt bekommt?
    Oder wird ein Spiel besser, weil man dafür viel Geld auf den Tresen gelegt hat (Kickstarter lässt grüssen)?


    Wenn ich ein super Spiel geschenkt bekomme freue ich mich auch darüber umso mehr. Sollte ich ein blödes Spiel bekommen, wäre ich schon entäusvht und würde mich fragen, ob ich später verkaufe, verschenke oder gleich entsorge.


    Manchmal wird ein Spiel auch verwertbarer, wenn die Komponten sich auch für andere Dinge verwenden lassen. Imperial Assault für 10 Euro würde sich doch aufgrund der tollen Miniaturen jede Rollenspielgruppe holen.

  • Oder wird ein Spiel besser, weil man dafür viel Geld auf den Tresen gelegt hat (Kickstarter lässt grüssen)?

    Teure/edle Kickstarter-Sachen bekommen zumindest mal bessere Noten von ihren Käufern auf BGG. Zu einem gewissen Maße sicher gerechtfertigt -- ein edel aussehendes Spiel spielt man sicher lieber als ein hässliches --, aber gerade bei den teuren Deluxe-Sachen kann man schon manchmal den Eindruck haben, dass man mindestens eine Note abziehen sollte, wenn man wissen will, wie gut das Spiel hinter der Luxus-Aufmachung wirklich ist. Scythe zum Beispiel ist sicher ein überdurchschnittlich gutes Spiel, aber fünfbestes Strategiespiel aller Zeiten laut BGG?! Ähem, nö, das nun wirklich nicht.

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  • Es gibt Spiele, die muss ich nicht unbedingt haben, würde sie aber gerne mal ausprobieren. Und wenn bei solch einem Spiel der Preis stimmt, dann wird es einfach mal wieder die Vernunft gekauft. Nach dem Ausprobieren können die dann auch ganz schnell nach dem Sankt-Peter-Prinzip den Besitzer wechseln.

    Gruß aus dem Münsterland
    Herbert

    ______________________________

    I'm old enough to know what's wise
    and young enough not to choose it

  • Empfehlen zum Kaufen oder empfehlen zum Spielen?


    Und ich kann mir gut vorstellen, daß die Mitspieler das völlig anders sehen als der Besitzer des Spiels ...

    Ich bin mir nicht ganz sicher, worin der Unterschied besteht, bzw. mache ich in der praktischen Handhabung keinen großen Unterschied. Mitspielern aus regelmäßig stattfindenden Spieleabend empfehle ich so gut wie keine Spiele zum Kauf, da es ja bedeuten würde, dass es dann doppelt vorhanden wäre und das ist quatsch, Lieblingsspiele ausgenommen. "Fachsimpeln" ja, aber das ist ja was anderes.
    Außerdem werden wir im alltäglichen Leben sowieso mit Werbung zugeworfen, da braucht man Abends am Spieltisch nicht noch eine Verkaufsshow.


    Im Forum ist es neben dem Informieren auch als Kaufempfehlung zu verstehen. Ansonsten würde ich schreiben, vorher unbedingt antesten, da Ecken und Kanten o.ä.


    Das "die Mitspieler das völlig anders sehen als der Besitzer des Spiels ..." ist leider oft so. Wie einfach wäre das Leben, wenn alle Mitspieler bzgl. Brettspiele der gleichen Meinung wie ich wären ;)

  • Ich bin mir nicht ganz sicher, worin der Unterschied besteht, bzw. mache ich in der praktischen Handhabung keinen großen Unterschied.

    Der Unterschied:
    "Empfehlen zum Kauf" ist abhängig vom Preis, "Empfehlen zum Spielen" eben nicht.
    Und genau darum geht's doch in diesem Thread ...


    Ich glaube nicht, daß jemand wirklich objektiv sein kann - alle Meinungen sind subjektiv.
    Natürlich gilt das auch für mich.

  • So schwer ist es doch nicht ;)


    Der Preis wirkt nicht auf die Qualität des Spiels, der Preis wirkt aber sehr wohl auf die Größe der Zielgruppe, die sich das Spiel leisten kann oder will.

  • Ich empfehle ein Spiel, das ich gut finde. Dabei berücksichtige ich nicht die Einkommenssituation meines Gegenübers. Ich bin ja kein Verkaufsberater. Meine Empfehlung berücksichtigt ausschliesslich, ob ich das Spiel hervorragend finde. Ich behandel meinen Gegenüber respektvoll und traue ihm deshalb zu, aufgrund meiner Ausführungen selber zu entscheiden, ob ihm das Spiel auch gefallen könnte oder er es sich überhaupt leisten kann oder möchte...

    "We are the unknowns. Lower your shields and surrender your ships. We will add your biological and technological distinctiveness to our own. Your culture will adapt to service us. Resistance is futile."


    Meine Spiele: Klick mich