Braucht BGG Geld?

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  • Servus,


    aktuell ist ja wieder Geld-Sammeln bei BGG angesagt (wie bei so vielen). Die letzten Jahre habe ich immer was gespendet am Ende des Jahres. Allerdings frage ich mich inzwischen schon - macht das noch Sinn? BGG ist ja eine Firma. Es gibt Werbung, Events, etc. Denkt Ihr, BGG braucht wirklich noch Geld? Zahlen gibt es da ja vermutlich keine.


    Ich bin der letzte, der nicht gerne was gibt, wenns gebraucht wird. Aber auf "feed the rich" steh ich nicht so :) Klar ist BGG ne andere Hausnummer wie deutsche Seiten - da wird selbst entwickelt, und die Server sind sicher anders dimensioniert als bei den bekannten deutschen Seiten (bei denen die Hosting-Pakete ja günstig sind, was mich dann immer etwas amüsiert)


    Was meint Ihr? Weiterspenden oder "genug ist genug"?

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  • Ich nutze BGG in vielfältiger Weise. Das gebe ich durch Beteiligung an der Datenpflege und meine alljährliche Spende am Jahresanfang zurück.

  • Ein Beispiel hier ist das ganze Up Front Drama und wie denjenigen behandelten der Valley Games verklagt hatte

    Kannst Du das konkretisieren?

  • Valley Games bekam die Möglichkeit einer öffentlichen Stellungsnahme auf bgg news. Die Stellungsnahme bestand zum Großteil aus Lügen; während-
    dessen lief das Kickstarterwerbebanner für Up Front von VG fleissig weiter....


    Der Prozessgegner wurde mehrmals mit ein Postingverbot belegt.

    Ich gebe hier, auch wenn ich es im Text nicht explizit erwähne, immer meine persönliche Meinung wieder.

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  • Was meint Ihr? Weiterspenden oder "genug ist genug"?

    Es ist für mich selbstverständlich, einen Anteil für den ganzjährigen Nutzen, den ich habe, zu geben.
    Ich glaube nicht, daß BGG von meinen jährlichen 15€ reich werden wird.


    Wenn jemand BGG nutzt und nichts (mehr) geben will, ist das seine Sache ...


    Ich glaube nicht, daß jemand wirklich objektiv sein kann - alle Meinungen sind subjektiv.
    Natürlich gilt das auch für mich.

  • Es ist für mich selbstverständlich, einen Anteil für den ganzjährigen Nutzen, den ich habe, zu geben.
    Ich glaube nicht, daß BGG von meinen jährlichen 15€ reich werden wird.

    Tja, gute Frage, und genau darum gehts (Du seist stellvertretend für andere Meinungen zitiert). Ich unterstütze gerne, wenn auch ein wirklicher Bedarf da ist. Für das reine Nutzen meinerseits wiederum nicht. Sonst müsste ich ja allen möglichen Webseiten Geld zahlen... google... Meinem Mail-Provider... dem News-Anbieter... Wikipedia...


    Letztlich kann das Geschäftmodell von BGG ja nicht darauf basieren, dass möglichst viele Spenden eingehen. Oder doch? Mmmh... vermutlich schon irgendwie.


    Letztes Jahr haben 15.000 Leute WÄHREND des Support Drives gespendet. Gehen wir mal von nem Mittel von 15 $ aus, so waren das über 200k Dollar. Dazu Werbung, sonstige Einnahmen (was könnte das noch sein?)... Brauchts da wirklich den Support Drive zum Überleben, oder eher nicht?

  • Tja, gute Frage, und genau darum gehts (Du seist stellvertretend für andere Meinungen zitiert). Ich unterstütze gerne, wenn auch ein wirklicher Bedarf da ist. Für das reine Nutzen meinerseits wiederum nicht. Sonst müsste ich ja allen möglichen Webseiten Geld zahlen... google... Meinem Mail-Provider... dem News-Anbieter... Wikipedia...

    Genau das tue ich - aber nur bei den Webseiten, die ich auch intensiv nutze.
    Die Leute haben alle einen Aufwand, der irgendwie bezahlt werden muß - wie auch diese Seite hier ... ;)

    Letztlich kann das Geschäftmodell von BGG ja nicht darauf basieren, dass möglichst viele Spenden eingehen. Oder doch? Mmmh... vermutlich schon irgendwie.

    Genau so war es, und vermutlich ist es noch immer so.

    Letztes Jahr haben 15.000 Leute WÄHREND des Support Drives gespendet. Gehen wir mal von nem Mittel von 15 $ aus, so waren das über 200k Dollar. Dazu Werbung, sonstige Einnahmen (was könnte das noch sein?)... Brauchts da wirklich den Support Drive zum Überleben, oder eher nicht?

    Ich weiß, daß BGG die Spenden unter anderem dazu verwendet hat, neue Features progammieren zu lassen, mit denen sie Ihr Angebot verbessern wollen. So ein Programmierer kostet richtig Kohle.
    Ich vermute, daß der ganze Aufwand für solche Dinge wie das Streaming von großen Spielereignisse (Essen, Origins, etc.) auch von Spenden bezahlt wird.


    Ich glaube nicht, daß jemand wirklich objektiv sein kann - alle Meinungen sind subjektiv.
    Natürlich gilt das auch für mich.

    Einmal editiert, zuletzt von Warbear ()

  • Ich spende nichts an BGG. Der entscheidende Punkt ist für mich, das die User auch ohne Geldspende BGG schon genug zukommen lassen. Denn schließlich ist der Content mit dem BGG Geld verdient, und der die Basis des Geschäftsmodels darstellt, zu ganz großen Teilen von Usern kreiert.

  • Ich spende nichts an BGG. Der entscheidende Punkt ist für mich, das die User auch ohne Geldspende BGG schon genug zukommen lassen. Denn schließlich ist der Content mit dem BGG Geld verdient, und der die Basis des Geschäftsmodels darstellt, zu ganz großen Teilen von Usern kreiert.

    Der entscheidende Punkt für mich ist, daß ich selbst an dem BGG-Content, den ich regelmäßig und ausgiebig nutze, nur wenig beteiligt war.
    Wäre ich hier mit einigem Aufwand beteiligt gewesen, würde ich auch nichts spenden.
    Aber so hätte ich ein ziemlich schlechtes Gefühl, wenn ich hier (oder auch anderswo) ohne Gegenleistung intensiv konsumieren würde.
    Es ist für mich eine Frage der Relation ...


    Ich glaube nicht, daß jemand wirklich objektiv sein kann - alle Meinungen sind subjektiv.
    Natürlich gilt das auch für mich.

  • Letztes Jahr haben 15.000 Leute WÄHREND des Support Drives gespendet. Gehen wir mal von nem Mittel von 15 $ aus, so waren das über 200k Dollar. Dazu Werbung, sonstige Einnahmen (was könnte das noch sein?)... Brauchts da wirklich den Support Drive zum Überleben, oder eher nicht?

    Ich spende nichts an BGG. Der entscheidende Punkt ist für mich, das die User auch ohne Geldspende BGG schon genug zukommen lassen. Denn schließlich ist der Content mit dem BGG Geld verdient, und der die Basis des Geschäftsmodels darstellt, zu ganz großen Teilen von Usern kreiert.

    Wer von Euch hat denn mal tatsächlich eine Idee, was der Betrieb einer Webdatenbank wie BGG im Betrieb kostet und mit so Dingen wie Hostingkosten, Skalierung, Web- und Datenbankprogrammierung zu tun um hier etwas realistisch einschätzen zu können? Mal darüber hinaus ganz grundsätzlich: Warum darf BGG überhaupt denn nur non-profit laufen? In einigen Antworten wird zwischen den Zeilen impliziert, dass sich hier "bereichert" wird bzw. eine Summe x angenommen, die "ausreicht". Darf mit so etwas wie BGG kein Geld erwirtschaftet werden? Ist das in Euren Augen irgendwie unethisch oder ungerecht, wenn tatsächlich etwas übrigbleibt?


    Ich zäume das mal von einer anderen Seite auf: Ich verbringe viel Zeit auf BGG (erheblich mehr als hier), nutze das Wissen, die Resourcen, den Marktplatz, den sozialen Platz, die Datenbankfunktionen (Plays), das Hosting der Files. Unabhängig davon, ob ich mir eine ausgedachte Formel zusammenschnitze, nach der ich meine, die notwendigen Finanzmittel einschätzen zu können, die hier benötigt werden: Ich bezahle gerne seit Jahren einen ordentlichen Obulus, um diese kaum mit etwas anderem vergleichbaren Site in ihrer Arbeit zu unterstützen, da ich selber einen großen Nutzen daraus ziehe und es daher nur fair finde.


    Einige Antworten hier finde ich ziemlich selbstgerecht.

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  • Die Leute haben alle einen Aufwand, der irgendwie bezahlt werden muß - wie auch diese Seite hier ...

    Stimmt, aber nicht durch Spenden. Die Leute machen das nicht, und denken dann "hoffentlich krieg ich meine Auslagen durch Spenden rein". Sondern sie machen es entweder aus reinem Hobby, oder sie haben einen anderen Plan Geld zu machen. Affiliate Links zu Beispiel, war grad auch ein Thema auf den bekannten Preissuchmaschinen. Sicher gibt es auch eine gewisse Zahl an Seiten, die WIRKLICH auf Spenden angewiesen sind. Dass aber Brettspielseiten dabei sind, bezweifle ich jetzt mal ganz stark. Übrigens bin ich selbst in der SW-Branche - ich sehe bei BGG jetzt nix tolles neues, was extremen externen (!) Aufwand generiert hätte, der jetzt viel Geld gekostet hätte. Aber das ist natürlich alles Spekulation.


    Aus gleichem Grund spende ich auch hier nix. Der Betrieb einer deutschen Seite kann kaum mehr als ein Fuffi im Monat kosten (hochgegriffen). Daher stören mich solche Aktionen zugegebenermaßen immer etwas. Bei BGG wars bisher für mich ok, aber ich denke, ich bin dann auch raus...


    Es soll ja hier auch keiner überzeugt werden, es geht nur ums Interesse daran, wie andere das handhaben. Spenden generell finde ich natürlich gut und richtig, nur gibt ja auch sinnvollere Empfänger :)

  • Darf mit so etwas wie BGG kein Geld erwirtschaftet werden? Ist das in Euren Augen irgendwie unethisch oder ungerecht, wenn tatsächlich etwas übrigbleibt?

    Danke für den Hinweis, dass hatte ich vergessen: Ich finde es ABSOLUT legitim, dass versucht wird, mit solchen Seiten Geld zu verdienen. Sowohl mit BGG, wie auch (falls es so ist) mit unknowns, crobe, brettspiel-angebote und wie sie alle heißen. Mich nervt eher, dass dann teilweise mal auf die Tränendrüse gedrückt wird. Aber ansonsten: ABSOLUT LEGITIM. Darum geht es nicht. Es geht nur um die Sinnhaftigkeit des Spendens.


    Und ja, ich kann ziemlich gut abschätzen, was das Aufwandstechnisch bedeutet, in exakt diesem Bereich bin ich tätig... Logischerweise kann ich deshalb bei nem Riesen-Ding wie BGG noch lange keine Zahl dahinter setzen...


    Einige Antworten hier finde ich ziemlich selbstgerecht.

    Versteh ich nicht, falls Du mich meinst. Wie gesagt, mich interessiert Eure Meinung dazu, aber ich will nicht überzeugen. Ich stand halt wie jedes Jahr vor der Entscheidung, und hab dieses Mal gezögert...

  • Der entscheidende Punkt für mich ist, daß ich selbst an dem BGG-Content, den ich regelmäßig und ausgiebig nutze, nur wenig beteiligt war.Wäre ich hier mit einigem Aufwand beteiligt gewesen, würde ich auch nichts spenden.
    Aber so hätte ich ein ziemlich schlechtes Gefühl, wenn ich hier (oder auch anderswo) ohne Gegenleistung intensiv konsumieren würde.
    Es ist für mich eine Frage der Relation ...

    Das Geschäftsmodell von BGG ist dem von Facebook nicht unähnlich. Du bringst schon eine "Gegenleistung", oder im Grunde die Leistung an sich, wenn du einfach nur einen Account kreierst, dich hin und wieder einlogst, Spiele bewertetst, in Foren schreibst. Damit bist du für BGG schon geldwert. Du kannst natürlich gerne nochmal zahlen, jeder wie er möchte, eine Art "moralische Verpflichtung" gibt es hierzu aber sicher nicht. Denn auch ohne Zahlung verdient BGG genug an seinen Nutzern, und auch die Nichtzahler sind ganz gewiss nicht als Schmarotzer anzusehen.


    Bei mir kommt im übrigen noch dazu das ich BGG weit weniger intensiv nutze als wohl die meisten. Da bin ich eher hier oder vor allem auch auf consimworld unterwegs.

    Einmal editiert, zuletzt von fidel77 ()

  • Und ja, ich kann ziemlich gut abschätzen, was das Aufwandstechnisch bedeutet, in exakt diesem Bereich bin ich tätig... Logischerweise kann ich deshalb bei nem Riesen-Ding wie BGG noch lange keine Zahl dahinter setzen...

    Ich auch. Ich kann natürlich nur mutmaßen, inwiefern hier jeder einzelne in der Lage ist, überhaupt einschätzen zu können, was hinter einem Hosting dieser Größenordnung steckt. Und auch die Skalierung und den Betrieb der notwendigen Server nebst Wartung. Ich persönlich finde es schwierig, hier zu sagen "Das sollte doch reichen als Betrag, ich brauch nichts mehr zuzugeben.". Das kann selbst ich als Experte für so etwas nicht ohne nicht genauer Zahlen, Technik und Hintergründe zu kennen. Exakt das meinte ich mit "selbstgerecht".

  • Es soll ja hier auch keiner überzeugt werden,

    den Eindruck habe ich leider nicht.

    es geht nur ums Interesse daran, wie andere das handhaben. Spenden generell finde ich natürlich gut und richtig, nur gibt ja auch sinnvollere Empfänger

    Ich handhabe das so, daß ich gerne für das bezahle, was ich konsumiere.
    Von daher ist meine Spende keine Spende, sondern eine Aufwandsbeteiligung.


    Und welche Spenden für mich "sinnvoll" sind, kannst Du nun wirklich nicht beurteilen ... ;)


    Ich glaube nicht, daß jemand wirklich objektiv sein kann - alle Meinungen sind subjektiv.
    Natürlich gilt das auch für mich.

  • Ich persönlich finde es schwierig, hier zu sagen "Das sollte doch reichen als Betrag, ich brauch nichts mehr zuzugeben.". Das kann selbst ich als Experte für so etwas nicht ohne nicht genauer Zahlen, Technik und Hintergründe zu kennen. Exakt das meinte ich mit "sel

    Stimmt, ist selbstgerecht. Hab ich nur nie gesagt :) Nur bezogen auf deutsche Seiten, aber wenn Du in der Branche bist, kannst Du das auch...

  • den Eindruck habe ich leider nicht.

    Tja, so kann man sich täuschen

    Ich handhabe das so, daß ich gerne für das bezahle, was ich konsumiere.
    Von daher ist meine Spende keine Spende, sondern eine Aufwandsbeteiligung.


    Und welche Spenden für mich "sinnvoll" sind, kannst Du nun wirklich nicht beurteilen

    Ok, also freiwillige Abo-Gebühr sozusagen. Und doch, man kann schon ziemlich absolut ( :) ) beurteilen, was sinnvolle Spenden sind und was nicht. Aber lassen wir das hier, darum gehts nicht. Und ja, ich hab angefangen :)

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  • Der entscheidende Punkt für mich ist, daß ich selbst an dem BGG-Content, den ich regelmäßig und ausgiebig nutze, nur wenig beteiligt war.

    Ist es denn nicht so, dass dieser Content von anderen Usern erzeugt wird? Daraus würde ich keine moralische Verpflichtung ableiten, dem Betreiber der Plattform etwas zu spenden.

  • Ach ja - übrigens ist BGG in der Tat ein "For Profit" Organisation, nix No-Profit. Hätte mich auch gewundert. Was aber auch ok ist, nur halt möglicherweise für mein Spendenverhalten eine Rolle spielt.

  • Ist es denn nicht so, dass dieser Content von anderen Usern erzeugt wird? Daraus würde ich keine moralische Verpflichtung ableiten, dem Betreiber der Plattform etwas zu spenden.

    Ich fühle keine "moralische Verpflichtung".
    Meine Aufwandsbeteiligung hat eher was damit zu tun, wieviel mir die weitere Existenz dieser Seite und ihre Qualität wert sind.
    BGG stellt die Plattform, einige User bringen den Content, und andere User helfen finanziell etwas - so finde ich das fair.
    Andere dürfen gerne ihre eigene Art der Fairness leben ...


    Ich glaube nicht, daß jemand wirklich objektiv sein kann - alle Meinungen sind subjektiv.
    Natürlich gilt das auch für mich.

  • Ich auch. Ich kann natürlich nur mutmaßen, inwiefern hier jeder einzelne in der Lage ist, überhaupt einschätzen zu können, was hinter einem Hosting dieser Größenordnung steckt. Und auch die Skalierung und den Betrieb der notwendigen Server nebst Wartung. Ich persönlich finde es schwierig, hier zu sagen "Das sollte doch reichen als Betrag, ich brauch nichts mehr zuzugeben.". Das kann selbst ich als Experte für so etwas nicht ohne nicht genauer Zahlen, Technik und Hintergründe zu kennen. Exakt das meinte ich mit "selbstgerecht".

    Der Wert der "Marke" bgg wurde bereits vor einigen Jahren auf einen 8-stelligen Betrag taxiert...

    Ich gebe hier, auch wenn ich es im Text nicht explizit erwähne, immer meine persönliche Meinung wieder.

  • Wie hoch sind eigentlich die Kosten für einen Marktplatz, so wie er bei BGG aktiv ist?
    Ich gehe mal davon aus, dass, wenn er einmal erstellt ist keine großen Kosten mehr verursacht.
    Meine Beteiligung liegt dann wohl in den 3% welche ich bei einem erfolgreichen Verkauf "spende".
    Und da sind schon einige Prozent zusammengekommen.
    Ebenso dürfte der BGG store einiges abwerfen...
    Grundsätzlich denke ich aber auch, es gibt andere Projekte, welche Spenden um einiges nötiger haben als BGG.
    Und ich bleibe dabei nicht nur bei unserem Hobby sondern denke spontan daran wenn jeden Samstag eine lange Schlange von Menschen vor unserer Tafel steht.


    Einen besinnlichen 2.Advent.

  • Ich zahle jährlich an BGG. Ich sehe das aber nicht als Spende sondern eher so wie ich auch für meinen Mobilfunktarif oder meinen Email-Account bezahle.


    Ich finde das Produkt gut und nutze es täglich. Ich kann mir leisten dafür zu bezahlen. Warum sollte ich nicht also auch dafür bezahlen?


    Weiterhin gibt es ja auch Menschen, welche vom Produkt BGG leben wollen. Das sollen sie auch gut tun und nicht nur gerade so.

  • Man sollte vielleicht auch nicht vergessen, dass man die Werbung abschalten kann, wenn man mindestens 25$ im Jahr spendet. Das sind keine 2€ im Monat.

    Das ist exakt der einzige Grund, warum ich auch gerne die $25 zahle!

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  • Tatsächlich ist dies ein Thema, dass mich selbst als alten BGG-User dazu bewegt hat, mich nach Jahren (Shame on me) doch aktiv auf unknowns.de zu registrieren, um hier auch meine Ansicht wiederzugeben.


    Natürlich hat eine Webseite mit etwa 1.5mio (mehr oder weniger aktiven) Usern und integrierten Datenbanken wie etwa für eigene Spielesammlungen hohe Unterhaltskosten z.B. für Server und vor allem den Vollzeitmitarbeitern. Hierzu gehören auch die teuren Messeauftritte (Standgebühren, Reisekosten etc.) und Webseiten-Weiterentwicklungen sowie ggf. Softwarelizenz- und Wartungskosten. Dagegen gibt es Einnahmen aus Bannerwerbung, dem BGG-Shop, Industrie-Kooperationen, Lizenzgebühren für das eigene Logo und eben Spenden. Da es sich nicht um eine Non-Profit-Organisation handelt, sondern um ein auf dem freien Markt tätiges Unternehmen (BoardGameGeek, LLC), muss grundsätzlich jeder Nutzer persönliche Kosten (inkl. eigener Beiträge und als Empfänger von Werbung) und erhaltene Leistung für sich persönlich abwägen.


    Bisher habe ich auch einen eigenen Beitrag dort geleistet, insb. da ich neben der Qualität der Plattform auch das Management der eigenen Spielesammlung als einen dauerhaften Nutzen empfinde. Die Werbung empfinde ich dagegen nicht nur als wenig störend, sondern sogar ab und an als recht informativ (etwa Kickstarter-Werbung) und habe auf ein Ausschalten trotz entsprechender "Coins" verzichtet. Dieses Jahr bin ich jedoch etwas verärgert, da BGG anfängt, Nutzerfunktionen auszuschalten. Seit einigen Tagen ist es nicht mehr möglich, bei den GeekLists auf bereits angesehene Einträge (unter "Viewed") zu klicken. Dort bekommt man nun die nachfolgende Information:


    Seeing your viewed items requires site support at the $25 level.

    Click here to support the site.

    Alternatively, if you buy Adblock with geekgold,
    you will also gain access to this feature.


    Da ich bisher bereits zu Jahresbeginn in der Regel "nur" 15 USD (Preis für Supporter-Badge) spendete, sehe ich diese Einschränkung nun als einen - schon fast dreisten - Versuch, die Mindestspenden auf 25 USD hochzudrehen. Die Alternative, Geekgold zu verwenden, ist ebenso wenig tauglich. Einerseits möchte ich gerade den Adblock nicht aktivieren, andererseits ist der Preis mit 560 GeekGold für ein Jahr ohne entsprechende Spende kaum machbar. So bekommt man etwa 2-3 GeekGold für eine Text-Rezension, womit eine Alternative durch Beiträge als aktiver User (die keine Power-Uploader sind) auf der Strecke bleibt.


    Ich habe hier das Gefühl, dass mit der Funktionseinschränkung eine Grenze überschritten wird, die sicherlich für einige Aufregung bei den BGG-Usern sorgen dürfte.

    “Truly I was born to be an example of misfortune, and a target at which the arrows of adversary are aimed.” ― Miguel de Cervantes Saavedra, Don Quixote

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    Brettspielen am Freitagabend nördlich von Frankfurt/Main: Spieletreff Petterweil

  • @Sir Bobo


    das dürfte nicht neu sein: 2016 End-of-Year Support Drive | Geekdo | BoardGameGeek


    Generell begrüße ich diese Vorgehensweise. Basisfunktionen für nicht-Zahler, Premium Funktionen für zahlende Mitglieder.
    Geld verdienen ist keine Sünde. Und es immer noch freiwillig, nicht wie bei gar so vielen staatlichen Institutionen bei uns zu Lande zwangsläufig. Ich ziehe soviel Nutzen aus BGG, dass ich gerne einen kleinen Beitrag pro Jahr leiste.


    Aldie darf von mir aus also ruhig mit seinem Job Geld verdienen. Der Neid ist halt ein Hund ... war er schon immer. 8))

  • Wie hoch sind eigentlich die Kosten für einen Marktplatz, so wie er bei BGG aktiv ist?

    Wie Du richtig vermutest - sehr gering. Die Enwicklungskosten sind natürlich hoch, aber wenn die mal geleistet sind ist das ein gutes Geschäftsmodell.


    Und ich bleibe dabei nicht nur bei unserem Hobby sondern denke spontan daran wenn jeden Samstag eine lange Schlang

    Sehe ich auch so. Das meinte ich mit "objektiv" weiter oben...


    Weiterhin gibt es ja auch Menschen, welche vom Produkt BGG leben wollen. Das sollen sie auch gut tun und nicht nur gerade so.

    Wie kommst Du zu der Annahme, dass Sie ohne Spenden "gerade so" gut leben könnten?? Dafür sehe ich kein Indiz.


    Ich habe hier das Gefühl, dass mit der Funktionseinschränkung eine Grenze überschritten wird, die sicherlich für einige Aufregung bei den BGG-Usern sorgen dürfte.

    Letztlich sehe ich es wie ein Vorredner - mir ist ein fair bezahlter Dienst lieber als ein intransparenter, der Spenden möchte (im kommerziellen Umfeld!). Ich würde problemlos 1 Euro pro Monat für BGG zahlen. Sowas werden sie aber nicht umsetzen, wenn dann mit Premium-Funktionen. Das wiederum ist auch ok, solange es klar kommuniziert wird.


    Aldie darf von mir aus also ruhig mit seinem Job Geld verdienen. Der Neid ist halt ein Hund ... war er schon immer.

    Wie war das mit der zitierten Selbstgerechtigkeit weiter oben??? Ein Versuch zu kapieren, dass es hier um die Notwendigkeit von SPENDEN geht und nicht um generell Verdienst (wovon ich bei BGG gerne jedem seine Yacht gönne :) ), wäre durchaus nett...

  • Da ich bisher bereits zu Jahresbeginn in der Regel "nur" 15 USD (Preis für Supporter-Badge) spendete, sehe ich diese Einschränkung nun als einen - schon fast dreisten - Versuch, die Mindestspenden auf 25 USD hochzudrehen. Die Alternative, Geekgold zu verwenden, ist ebenso wenig tauglich. Einerseits möchte ich gerade den Adblock nicht aktivieren, andererseits ist der Preis mit 560 GeekGold für ein Jahr ohne entsprechende Spende kaum machbar. So bekommt man etwa 2-3 GeekGold für eine Text-Rezension, womit eine Alternative durch Beiträge als aktiver User (die keine Power-Uploader sind) auf der Strecke bleibt.


    Spenden sind kumulativ. Wenn du am 31. Dezember 15 Dollar für 2016 spendest und am 1. Januar gleich nochmal für 2017, dann hast du 1 Jahr Adblock, weil du über 25 Dollar innerhalb des letzen Jahres gespendet hast. Für 2018 kannst du dann das erhaltenes Geekgold für deine Spenden für Adblock verwenden, das reicht locker aus (490 GG werden für 1 Jahr benötigt). Ende 2018/Anfang 2019 dann wieder spenden und das Spiel beginnt von neuem.

  • Wie war das mit der zitierten Selbstgerechtigkeit weiter oben??? Ein Versuch zu kapieren, dass es hier um die Notwendigkeit von SPENDEN geht und nicht um generell Verdienst (wovon ich bei BGG gerne jedem seine Yacht gönne ), wäre durchaus nett...

    Hm, was ändert das denn? Bei der Spende überlege ich mir selbst einen Preis x, den mir die Seite und die "Premium"-Funktionen wert sind. Ich kanns aber auch lassen. Ich habe ja versucht, es zu "kapieren", bin da aber wohl nicht so gut drin..

  • Ich denke, das muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich surfe die Seite am Tag mehrmals an und deshalb habe ich auch kein Problem, denen 15 Dollar pro Jahr dafür zu zahlen. Egal ob sie nun profitorientiert sind oder nicht. Mir ist es das einfach wert. Diese nehmen aber nichts geben-Mentalität nervt mich. Genauso ärgert mich die Rumkritisiererei an kostenlosen Angeboten wie Spielerezensionen (Hunter & Cron sei hier genannt), die ja auch modern ist.


    Es gibt leider zu viele Leute, die alles für selbstverständlich nehmen und dann auch noch rummotzen, selbst aber ihren Hintern nicht bewegen.

    Einmal editiert, zuletzt von Jim ()