Welches Spiel ist besser? Le Havre oder Die Werft?

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  • Eine maritime Frage an die Fachrunde:
    Ich habe zwei Angebote vorliegen: eines betrifft "Le Havre", das mich schon länger interessiert, das andere, das mir bislang unberkannte "Die Werft" (#shipyards). Nachdem ich da etwas recherchiert habe, finde ich das überaus reizvoll und wundere mich etwas, dass es mir bislang nirgends untergekommen ist. Was meint ihr? Welches Spiel ist das Interessantere? Bzw. wie unterscheiden ich die Mechanismen? Beide möchte ich mir derzeit nicht zulegen.

    Einmal editiert, zuletzt von papadjango ()

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  • Hallo


    Die Werft habe ich vor Jahren in Willingen gespielt.
    Schönes Optimierspiel allerdings mit Punktabzug wegen der vielen kleinen, fisseligen Pappmarker. Die Dinger haben mir das Spiel wirklich verleidet.


    Le Havre ist dort sicherlich haptischer. Jetzt kommt es darauf an, mit wieviel Personen du das spielen möchtest. Meine erste Partie war mit 4 Spielern und so laaaaaaaangweilig. Allerdings zu zweit oder solo macht das echt Spass.


    Wenn es etwas maritimes sein soll, so möchte ich dich mal auf Bremerhaven aufmerksam machen.
    Das polarisiert zwar sehr, aber wir finden das sehr gut. Ich habe eine feste Gruppe, in der wir nur das spielen. Gut, wohne nun auch fast vor den Toren und hier spielt die regionalität sicher auch mit.




    Der Gernspieler

    Wenn immer der Klügere nachgibt, wird nur dummes getan!

  • Vorerst danke für die Antworten; mir geht's aber nicht um das Schiffsthema, das ist eher Zufall. Wie gesagt kenne ich #LeHavre einigermaßen. Ich möchte eben nur Vergleichserfahrungen mit #DieWerft von euch wissen, weil es grade beides angeboten wird (ebenso wie #Nauticus übrigens; der Anbieter scheint also eine gewisse Affinität zum Thema zu haben :) )

  • Hab beide und würde keines missen wollen. :)


    Den Einwand mit den Pappmarkern für die Werft kann ich nicht nachvollziehen, was ist dann umgekehrt mit den Minimaterialien von Le Havre die auch kaum größer aus nen Quadratzentimeter sind und jede Runde zuhauf rumgeschubbst werden müssen? Ist wie gesagt mein persönlicher Eindruck...

    Einmal editiert, zuletzt von aphratus ()

  • Wenns Schiffe sein sollen - #KorsarenDerKaribik :) Hat mir um Längen besser gefallen, ist aber auch weniger "Euro-gamish"

    Das liegt noch unbespielt bei mir im Schrank.
    Wenn ich all das lese, was dazu geschrieben wird, bin ich doch arg verunsichert ob ich die zeit opfern kann/muss/darf.
    Und meine Mitspieler heben beim Vorschlag, dies zu erarbeiten meist die Augenbraue wenn sie das Regelheft sehen. ;(




    Der Gernspieler

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  • Hab beide und würde keines missen wollen. :)


    Den Einwand mit den Pappmarkern für die Werft kann ich nicht nachvollziehen, was ist dann umgekehrt mit den Minimaterialen von Le Havre die auch kaum größer aus nen Quadratzentimeter sind und jede Runde zuhauf rumgeschubbst werden müssen? Ist wei gesagt mein persönlicher Eindruck...

    Stimmt, jetzt wo du es sagst. :rolleyes:
    Habe schon länger die Staubschicht vom Le Havre nicht entfernt.




    Der Gernspieler

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  • Das verstehe ich nicht. #KorsarenderKaribik ist doch, selbst mit Erweiterung, gegenüber einem "Vielspielerspiel" wie #LeHavre regeltechnisch ein Spaziergang?

    Ich glaube, dass das sehr subjektiv ist. Die Anleitung von Korsaren der Karibik empfand ich, als ich das Spiel noch hatte, als ziemlich anstrengend (viel Fließtext in kleiner Schrift). Die Kampfregeln waren so verschroben, dass ich es dann letztlich sogar ungespielt verkauft habe. Vielleicht ein Fehler, aber das schien mir alles wenig elegant. Le Havre (aber das Thema gab es hier schon ein paar Mal) finde ich hingegen regeltechnisch nahezu banal. Nimm Waren oder benutze eine Gebäudeaktion; freiwillig kann man ein Gebäude kaufen oder verkaufen und ggf. muss ernährt werden. Mehr ist es doch nicht? Le Havre empfand ich bisher immer als Lehrbuchbeispiel für wenig kompliziert, aber ziemlich komplex bzw. schwer gut zu spielen.

    „Ich lebe nach der Devise lieber fünf Mal nachgefragt als einmal nachgedacht.“ Marc-Uwe K.

  • Das verstehe ich nicht. #KorsarenderKaribik ist doch, selbst mit Erweiterung, gegenüber einem "Vielspielerspiel" wie #LeHavre regeltechnisch ein Spaziergang?

    Das setzt aber voraus, dass diese auch Le Havre spielen würden. :D
    Und da muss ich dann auch sagen, es git bei Bedarf soviel besseres als Le Havre, weil, wie ich schon sagte, ich das nur maximal zu zweit spielen würde.
    Ich verstehe den Hype nicht um LH, habe ich auch schon bei Agricola nicht. Und ACHTUNG, jetzt wird es blasphemisch: Kaum eine Rosenberg gefällt mir so ausnehmend gut, dass ich dafür eine Empfehlung aussprechen würde.
    Er konstruiert nur, ähnlich wie ein Feld.



    Der Gernspieler

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  • Ich verstehe den Hype nicht um LH, habe ich auch schon bei Agricola nicht. Und ACHTUNG, jetzt wird es blasphemisch: Kaum eine Rosenberg gefällt mir so ausnehmend gut, dass ich dafür eine Empfehlung aussprechen würde.
    Er konstruiert nur, ähnlich wie ein Feld.

    Off-topic, aber Zustimmung - ich mag von Rosenberg nur Babel und Agricola. Von Feld quasi gar nix mehr...


    Davon abgesehen - verkauf mir Deine Korsaren! :) Im Gegensatz zu Le Havre würde ich die gerne nochmal spielen. Wir haben Korsaren nur einmal angespielt, und ich fand es sehr thematisch umgesetzt...

  • @Sternenfahrer: Man kann Le Havre zum Kennenlernen durchaus spielen, in dem man max. die sichtbaren und ggf. noch ein paar weitere, wichtige Gebäude (Werft) erläutert. Ist ja bekanntermaßen eine Glaubensfrage, aber ich gehöre zu der Gruppe von Leuten (und die meisten meiner Mitspieler auch), die vor einer ersten Partie nicht bis ins jede Detail alles vorher klären (das führt sonst noch dazu, dass Spieler in der 1. Partie direkt alles rausholen wollen und es ewig dauert). Aber ja, wenn man alle Karten erläutern will, dann wird es umfangreicher. Wie gesagt, es ist subjektiv. Le Havre war gleich eines der ersten Spiele für mich als ich das Hobby begann (nach Catan und die Säulen der Erde kamen direkt Le Havre und Agricola) und dass empfand ich damals als sehr einfach zu erklären und zu verstehen, während mir beispielsweise Agricola - so als unbedarfter Einsteiger - einiges mehr abverlangte. Diese Erfahrung im Hinterkopf macht Le Havre für mich eben zu einem sehr eleganten und wenig komplizierten Titel. :)

    „Ich lebe nach der Devise lieber fünf Mal nachgefragt als einmal nachgedacht.“ Marc-Uwe K.

  • Um mal auf die Ausgangsfrage zurückzukommen: Die Werft und Le Havre haben von den Mechanismen her nicht allzuviel gemeinsam.


    Bei Le Havre liegt der Fokus auf dem Bauen und Nutzen von Gebäudekarten. Hier kommt es darauf an, gute Kombinationen von Gebäuden hinzubekommen und deren Verfügbarkeit (besetzte Gebäude sind nicht nutzbar) so zu timen, dass ich sie zum idealen Zeitpunkt für meine Produktionsketten nutzen kann.


    Die Werft hat stattdessen ein variables Rondell, um das sich die Aktionsfelder und Spielfiguren bewegen. Nur nicht besetzte Felder können gewählt werden, so dass hier auch das Timing für meine Planung eine wichtige Rolle spielt. Allerdings ist die zeitliche Verflechtung nicht so eng wie bei den Produktionsketten von Le Havre - ich muss halt die Schiffsteile, Antrieb, Besatzung und Strecke zusammensammeln, ehe ich losfahre. Von der Motorisierung hängt ab, wie weit ich fahre (also wieviele Symbole ich passiere), von den Symbolen auf meiner Strecke und meiner Ausstattung des Schiffs und der Besatzung, wieviel Punkte ich kriege. Wichtig ist, dass man sein letztes Schiff rechtzeitig vor Spielende noch losfahren lassen kann.


    In Summe finde ich beide Spiele reizvoll und lohnenswert - beide stehen in meinem Regal und waren schon viel zu lange nicht mehr auf dem Tisch. Le Havre ist vielleicht etwas mühsamer, da man die bei den Mitspielern ausliegenden Gebäude im Blick behalten muss, um sie mit zu nutzen. Aber wirklich falsch wirst Du mit keinem von beiden etwas machen.

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  • Ich sehe es wie @Marcel P. - #LeHavre ist eines der am leichtesten zu erklärenden Spiele, und dazu kommt, dass quasi jede Aktion Siegpunkte generiert.
    Auch die Gebäude sind denkbar simpel gestrickt, da muss man quasi Nichts erklären. Klar, gewinnen tut der erfahrene Spieler, indem er weiß, welche Gebäude wann kommen, er dann die nötigen Ressourcen parat hat und gezielt einsetzt.
    Aber spielen kann man erst mal ohne viel Erklärungen...


    #DieWerft ist dagegen eine Summe aus einer Menge kleiner sub-Spielchen und Sonderregeln - ich finde es da sehr vergleichbar mit #Vinhos

  • Davon abgesehen - verkauf mir Deine Korsaren! :) Im Gegensatz zu Le Havre würde ich die gerne nochmal spielen. Wir haben Korsaren nur einmal angespielt, und ich fand es sehr thematisch umgesetzt...

    Du, ganz ehrlich?
    Hab schon über einen Verkauf nachgedacht. Allerdings habe ich auch schon über einen Lottogeweinn, verbunden mit der Beendigung meiner Arbeitszeit und anschließender Heirat mit einem Top-Modell nachgedacht.
    Und jetzt frag nochmal. :D




    Der Gernspieler

    Wenn immer der Klügere nachgibt, wird nur dummes getan!

  • #DieWerft ist dagegen eine Summe aus einer Menge kleiner sub-Spielchen und Sonderregeln - ich finde es da sehr vergleichbar mit #Vinhos

    ich finde die Werft von der Erklärung deutlich einfacher als Vinhos.
    @LemuelG hat die Unterschiede super beschrieben. Ich finde die Werft griffiger zu spielen, kann man mich jederzeit nachts für wecken. LeHavre gefällt mir auch, ist aber meines Erachtens deutlich schwerer zu spielen.

    :jester:


    Mein Verhalten ist vielleicht manchmal taktisch unklug, dafür aber emotional notwendig

  • Besser? :saint:

    Ein bisschen ;) (Hab's gefixt.)
    Was sprach dagegen die Titel zu erwähnen?

  • Le Havre bekommt dieses Jahr einen Reprint inklusive aller bisher erschienener Zusatzdecks und Promos, daher würde ich hier jetzt nicht zuschlagen und (auf die ggf. besseren? Components der Neuauflage) warten.
    Und Die Werft kenne ich spielerisch gesehen nicht, kann mir aber kaum vorstellen, dass es auch nur ansatzweise mit Le Havre mithalten kann. Letzteres hat nunmal nicht umsonst mittlerweile schon eine Art Kultstatus, ähnlich wie das ebenfalls genannte Agricola.


    Le Havre spielt sich ansonsten auch sehr, sehr gut zu dritt. Zu viert würde ich jedoch ebenfalls abraten. Also wenn du nur/viel in großen Gruppen spielst, eher das andere holen.
    Lg :)

  • Also man kann die beiden Spiele mE tatsächlich nicht vergleichen. Bei dem einen Spiel ( LeHvare) betreibt man Handel und baut eine Produktionskette auf und bei dem anderen Spiel baue ich ein Schiff, dass ich dann auf einem Wasserweg teste.


    Generell gefallen mir beide Spiele sehr gut.


    Bei "die Werft" hat mit gefallen, dass man optisch tatsächlich sein Schiff zusammenbaut und dieses dann auf die Teststrecke setzt. Mir hat es zu zweit ebenfalls sehr gut gefallen, aber zu dritt und viert dürfte es tatsächlich noch besser sein.

    Einmal editiert, zuletzt von Braz ()

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  • Le Havre ist nach wie vor eines meiner Lieblingsspiele, auch wenn ich da gar nicht mehr zu komme aus Gründen. Die Werft spielte ich auch öfter mit, würde es aber nicht selbst vorschlagen zu spielen. Die interaktiven Elemente haben mir da aber durchaus gefallen. Bei Kosaren der Karibik kann ich nur mein Vorurteil nach einer Partie wieder geben. Es dauerte ewig die vorgetragenen Regeln zu verstehen und dann war das Spiel für den gezeitigten Aufwand viel zu schnell rum. Es dann gleich nochmal zu spielen, auch um die Regeln zu festigen, ließ sich damals leider niemand drauf ein und ich verspüre aktuell nicht den Wunsch, mir da nochmal die Zeit zu nehmen. Wenn es wer bei der Spielfreizeit in Bingen oder sonstwo kurz und bündig erklärt, spiele ich aber gern nochmal mit :-) Hätte schon ne zweite Chance verdient.