2nd printing of Gloomhaven - 2. Kickstarter steht wohl in den Startlöchern....

  • Maftiosi : Fantasy Flight Games macht es den Partnern wie Heidelberger Spiele bei der Übersetzung der Spiele leicht, weil die Kartentexte immer schwarz auf weiß gedruckt werden. Dadurch muss nur eine Farbform ausgetauscht werden. Ich nehme an, HDScurox meint, dass hier auch manche Karten weiß auf schwarz etc. gedruckt sind und es deshalb wohl schwieriger ist.

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  • Habs mir grad nochmal von ihm erklären lassen:


    Normalerweise wird halt erst farbig gedruckt und dann der Text schwarz drauf


    Weiß ist keine Farbe, man kann also nicht mal eben den Text ändern. Weiß ist quasi das Nichtgedruckte.


    So in etwa

    «Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein.»

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Bandida ()

  • Warum denn nicht? Der Text wird beim Druck ausgespart. In diesem Fall muss also nicht mal ein Farbton ausgetauscht werden. Es ist ja auch nicht so, als dass sie die Karten fertig produzieren und dann nochmals einspannen, um den Text drauf zu drucken. In der Vorstufe ist es kein Mehraufwand und ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Druckerei Bogen an textfreien aber bunten "Blanko-Karten" bekommt und diese nur mit Text bedruckt - das wäre unglaublich verkompliziert und hätte eine hohe Fehleranfälligkeit. Noch dazu wären die Kosten höher, weil man durch den Überdruck bestimmte stellen mehrmals bedruckt.


    Theoretisch ist der "Druck" von weißem Text das angenehmste, weil es für die Maschine nur heißt "hier nicht drucken". Ergo weniger Farbe, daher sollte der Druck von Karten mit mehr Text sogar günstiger sein ;) Natürlich hat man mehr Kosten für die Einrichtung der verschiedenen Dokumente (pro Sprache), Plattenbelichtung, etc., aber ob die Farbe nun schwarz, weiß oder pink ist, macht in der Produktion, abgesehen von eventuellen Kosten für Sonderfarben, eigentlich kaum einen Unterschied.

  • @Mafiosi


    Es sind aber keine Drucker wie zu Hause sonder Druckplatten


    Ich kenne das nur mit Walzen. Aber dann muss man nicht einfach beim Drucken was weglassen sondern die Platten/Walzen wechseln, und das ist teuer

    «Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein.»

  • @Mafiosi


    Es sind aber keine Drucker wie zu Hause sonder Druckplatten


    Ich kenne das nur mit Walzen. Aber dann muss man nicht einfach beim Drucken was weglassen sondern die Platten/Walzen wechseln, und das ist teuer

    Das ist mir schon klar :) Und ja, der einzige Vorteil ist, dass man bei schwarzem Text nur eine Druckplatte pro Sprache anpassen muss und ja, schwarz kommt auch zum Schluss auf das Druckmedium, allerdings in einem Arbeitsschritt mit dem Druck der anderen Farben. Man druckt also nicht 20.000 Mal den Hintergrund und spannt dann 5.000 davon wieder ein für eine andere Sprache.


    Wenn man den Text ausspart, müssen natürlich die 3 anderen Platten + eventuelle Sonderfarben wieder neu belichtet werden (statt nur der schwarzen), das stimmt. Aber abgesehen davon sehe ich da keine Probleme.


    Dann hängt es natürlich wieder an der produzierten Stückzahl, ob sich ein Wechsel der Platten wirklich lohnt. Wenn die Auflage hoch genug ist, wäre das sicherlich möglich. Bei 50 verkauften deutschen Versionen wäre das natürlich doch ein Fass ohne Boden - soweit sehe ich das auch so! ich habe allerdings von Verkaufszahlen von Brettspielen auch keine Ahnung...


    PS: Wenn eine Druckerei aber doch so produzieren sollte, dann ist das nicht gerade wirtschaftlich ;) Oder es hat einen druckereispezifischen Grund.

  • Theoretisch ist der "Druck" von weißem Text das angenehmste, weil es für die Maschine nur heißt "hier nicht drucken". Ergo weniger Farbe, daher sollte der Druck von Karten mit mehr Text sogar günstiger sein

    Sorry, aber das ist leider Humbug. ;)


    Wenn der Text weiß ist, ist ja drumherum Farbe. Und zwar üblicherweise durch den vierfarbigen Druck die sogenannten Farben CMYK, da aus diesen Farben alle anderen Farben gemischt werden. Wenn nun weißer Text durch den Wechsel einer Sprache an anderen Stellen ausgespart werden muss, dann bedeutet das, dass alle 4 Farben CMYK geändert werden müssen. Dafür müssen andere Druckplatten bzw. -filme angefertigt werden. Das kostet Geld.


    Eine Möglichkeit, diese Kosten zu reduzieren, sieht wie folgt aus: Man legt alle Texte in einer Sonderfarbe an, oft schwarz, und druckt 5-farbig statt 4-farbig. Der 5-farbige Druck kostet nur unwesentlich mehr als der 4-farbige Druck. Zudem wird diese 5. Farbe auf "Überdrucken" eingestellt. (Wie das technisch genau funktioniert, weiß ich nicht, ich bin kein Drucker.)


    Will man nun unterschiedliche Sprachversionen gleichzeitig produzieren, muss die Druckerei beim Wechsel von einer Sprache zur nächsten nur für die 5. Farbe die Druckplatte ändern. Das kostet deutlich weniger als 4 Platten zu ändern. Und je mehr unterschiedliche Sprachen man gleichzeitig produziert, um so mehr fällt diese Kostenfaktor ins Gewicht.


    Übrigens ist die Menge der verbrauchten Farbe kein nennenswerter Kostenfaktor, um noch ein weiteres Argument zu entkräften.


    Bandida : Es muss nicht unbedingt schwarz sein, es gehen auch andere Farben, solange sie dunkler sind als der Hintergrund. Wichtig ist nur, dass der Kontrast möglichst hoch ist für eine gute Lesbarkeit.


    Soweit in Kurzform der Versuch, es etwas laienhaft zu erklären. Bei Interesse sollte man über Google mehr Infos finden, wie

  • Hä? Bei schwarzer Schrift spannt man eine zusätzliche Platte ein und druckt oben drauf.


    Bei weißer Schrift müssen alle anderen Platten geändert werden ( da wo die weiße Schrift ausgespart werden soll)


    Edit: da war Thygra schneller

    «Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein.»

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  • Thema ist doch (glaub ich) geklärt, wenn wir es mit unserem laienhaften Wissen nicht falsch erklärt haben


    Was mich zu Gloomhaven mal wirklich interessieren würde:


    Thema Minis/Standees


    Wer hat sich denn die Standees gekauft?


    Ich bin ja an und für sich für Minis, sehen aber unbemalt eher kacke aus. Nu hab ich weder Zeit noch Lust, die ganze Plastedinger dauernd zu bemalen.
    Deswegen find ich die Standee-Alternative eigentlich ziemlich großartig. Zumal man beides haben kann.


    Bei Machina Arcana gabs auch Standees und ich muss sagen: hat mich nicht großartig gestört. Wenn man dann doch mal echte Minis haben will, kann man sich im Netz ja welche bestellen und hat da auch eine unglaubliche Auswahl.


    Wäre so ein Rückschritt vllt. generell überlegenswert, um die Kosten für Spiele wieder zu senken oder wollt ihr lieber immer Minis? Machen Minis wirklich thematisch (grad bei sowas wie Gloomhaven) wirklich so viel her?


    Gerade mal so an die gerichtet, die ebenfalls ungerne pinseln

    «Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein.»

  • Gerade mal so an die gerichtet, die ebenfalls ungerne pinseln

    Aus früheren Zeiten betrachtet, Tabletop mit Junior (Confrontation, GW-HdR, GW-40K), finde ich die Alternative mit Standees sehr gut. Na klar, machen echte Minis mehr her, aber der Zeitaufwand zum bemalen ist mir einfach viel zu hoch. Ich für meinen Teil will spielen und nicht im Vorfeld noch basteln/arbeiten. Für andere ist das Teil des Vergnügens, ich mag das fertige Produkt.

  • Ich dachte, das hätte ich ja auch so geschrieben :)


    Das Attribut "überdrucken" gibt man einem Element mit, in diesem Fall dann dem Text. Der Unterschied wirkt sich dann auf die Platte aus (wenn schwarzer Text auf Überdrucken steht, wird "hinter" dem Text in den anderen Platten nicht ausgespart"). Daher wird man dann aber keine 5. Farbe benötigen, vor allem weil schwarz ja eh schon dabei ist.


    Letztendlich sind wir aber wohl auf einen Nenner gekommen: Durch die Anzahl der zu ändernden Platten ist der Text in Schwarz tatsächlich günstiger / einfacher. :thumbup:

  • Habe die Version mit Miniaturen, da Vorbestellung direkt aus dem ersten Kickstarter.
    Hätte lieber zusätzlich Standees gehabt. Mit denen hätte ich dann auch gespielt.


    Allerdings war der Unterschied zwischen Helden-Miniaturen und Gegner-Standees beim Spielen schnell vergessen und hat mich überhaupt nicht gestört.
    Teilweise hat es sogar geholfen, die Übersicht zu bewahren.


    Ich denke, ich werde mir im 2. KS das Upgrade-Kit sichern und Standees zusätzlich wählen.
    Dann teste ich das später mal aus.


    Aktuell fallen mir keine vernünftigen Gründe ein, das komplette Spiel ein zweites mal zu nehmen.
    Dabei überlege ich angestrengt... :)

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  • Ich habe nur das Upgrade-Pack gebacken, wozu ein zweites komplettes Spiel gut sein soll ist mir schleierhaft, aber egal.


    @Bandida Thema Miniaturen: Die Retailversion und auch die zweite Auflage enthält nur die Miniaturen, Standees kann man in der Kampagne extra dazu kaufen. Wenn man grundsätzlich keine Lust/kein Können zum Bemalen hat, dann sind Standees wahrscheinlich besser als unbemalte Minis. Andererseits sind es bei Gloomhaven erstmal nur sechs Minis und maximal 18 Stück, wenn man alle Klassen freigespielt hat. Alle Monster gibt es eh NUR als Standees. Sechs Minis bemale ich an einem Wochenende spieltauglich, da hält sich der Zeitaufwand in engen Grenzen.

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