Beiträge von Dumon

    Rein psychologisch betrachtet manipulieren wir alle ständig, wenn wir mit anderen Menschen zu tun haben. Das muss ja nicht einmal bewusst passieren. Aber es geht hier ja speziell um den Spielekauf.
    Da ich aber dem psychologischen Ansatz beipflichte, bin ich der Meinung, dass wir alle ständig im Kaufverhalten manipuliert werden. Das muss aber weder negativ intendiert sein, noch profitorientiert, noch überhaupt irgendwie intendiert. Alleine durch die Auswahl an Spielen auf einem Spieletreff (keiner wird Spiele mitbringen, die er Mist findet) werden wir in unserer Informationsaufnahme manipuliert. OB bzw. WIE sich diese Manipulationen auswirken, steht auf einem anderen Blatt...
    :)
    ...Manipulation hier übrigens hauptsächlich im Sinne von "Beeinflussung"...

    Als Personen, die sich ziemlich intensiv mit Spielen beschäftigen, sind wir natürlich selbst auch irgendwo Meinungsführer (Fachbegriff), wobei wir selbst uns auch wieder von anderen Meinungsführern (Videomachern, Rezensistoren, Mit-Foristen) leiten lassen. Wie groß deren (und unser) Einfluss ist, hängt dabei von vielen unterschiedlichen Faktoren ab. Wer zum Beispiel eine Spielgruppe hat, bei der er der einzige Versorger bezüglich Infos und neuer Spiele ist, der fungiert möglicherweise sogar als eine Art Gatekeeper.

    Und natürlich werden wir auch durch Verlage manipuliert. Werbung und Marketingentscheidungen, Auftritt und Konzept sind alles Dinge, die ein Verlag (gehen wir mal von einem profitorientierten aus) dazu nutzen will (und wird), um unsere Kaufentscheidungen zu beeinflussen. In wieweit er uns damit erreicht, ist natürlich wieder ganz was anderes...

    Sternenfahrer  
    Es gibt viele Meinungen zu Spielen. Wir haben zum Beispiel #Food Chain Magnate wieder verkauft, weil uns ein paar Sachen dran nicht gefallen haben. Gutes Spiel, aber mit mehr als 2 Leuten würde ich es nicht spielen wollen, glaube ich. Andererseits lass ich mich auch da vielleicht durch ein paar Spiele online nochmal überzeugen.
    Bei #Arkwright hingegen fanden wir das Spiel einsame Spitze - bis es zum Bruch nach zwei Dritteln des Geschehens kam. Dann nämlich, wenn ein Spieler sich konzentriert dem Export zuwendet, und die anderen notgedrungen ebenfalls in Export machen müssen, um mitziehen zu können. Ist thematisch total passend, aber der Export ist ein so langweiliger Mechanismus im Spiel, und da dadurch der Binnenmarkt fast gänzlich uninteressant wird, hat uns das das Spiel vollkommen verleidet.

    Meine Meinung bezüglich englischer Spiele deckt sich eigentlich zu 100% mit der von Sankt Peter , Dirtbag und PzVIE .
    EIGENTLICH
    Tatsächlich aber bemühe ich mich bei fast allen Spielen, die einen großen Anteil an Textkomponenten haben, diese in Deutsch zu bekommen. Übersetzung hin oder her (und da beiß ich manchmal echt in Tischkanten). Das gilt insbesondere für Spiele mit beschrifteten Komponenten, die vor den Mitspielern geheim gehalten werden (bis zum Ausspielen oder zum Ende des Spiels spielt da keine Rolle).
    Warum?
    Weil in meinem Freundeskreis eigentlich keiner so fit in Englisch ist wie ich. Das ist kein Eigenlob, sondern einfach Tatsache - ich hab British Literature studiert, nahezu alle anderen weder das noch "Englisch". Standardmäßig schaue ich fast ausschließlich Filme und Serien in Englisch, und lese nahezu ausschließlich englische Bücher.
    Das Sprachproblem stellte sich einmal ganz krass dar, als bei einem Spiel ein (in Englisch sonst recht fitter) Mitspieler eine Karte missverstand und der Meinung war, er hätte nun (nach Ausspielen derselben) gewonnen. Dem war natürlich nicht so, und da besagter Spieler seine Strategie auf diesen einen Zug hin ausgerichtet hatte, war das natürlich nochmal viel frustrierender für ihn, als die Nachricht ohnehin schon war. Das trübte dann den Rest des Spieles.
    Und da sich das mit deutschen Versionen massiv vermeiden lässt, hab ich mich schweren Herzens dann dafür entschieden.
    Sofern das natürlich möglich ist. Bei Spielen, die es nur in Englisch gibt, ist das allerdings kein Ausschlussgrund (da muss man dann eben durch)!

    Allerdings gibt es eine Ausnahme.
    Jegliches Spiel, dass sich mit dem (Cthulhu)-Mythos beschäftigt, kommt mir nicht in Deutsch ins Haus!!

    Zwei bisher:

    Archipelago
    Ich mochte das Spiel überhaupt nicht, weil ich der Meinung war, der semi-kooperative Teil funktioniere nicht. Dann habe ich die Review von SU&SD gesehen, die mir einen anderen Blickwinkel auf die Situation gab. Das Spiel nochmal (günstig) gekauft und unter dem neuen Gesichtspunkt ausprobiert. Und siehe da - 180°-Drehung meiner Meinung zum Spiel. Bleibt in der Sammlung!

    Quantum
    Ich mochte das Spiel, aber ich fand einiges daran auch ziemlich doof (Details unnötig). Habe es mir auf Verdacht noch einmal gekauft, weil ich vermute, dass mit einem etwas anderen Ansatz die doofen Seiten des Spieles vielleicht ausgeglichen werden. Sozusagen 2. Chance.

    Momentan überlege ich, mir Arkwright noch einmal zu holen.
    Warum ich mir Spiele eventuell noch einmal zulege (und dann vielleicht sogar behalte), ist eigentlich ganz einfach:
    1. Die Spiele hatten einiges, das ich total super fand, aber anderes war doof genug, dass ich sie wieder verkaufte
    2. Mein Spielgeschmack hat sich verändert
    3. Neue Blickwinkel oder Ansichten können dazu führen, dass ehemals als doof empfundenes nicht mehr ins Gewicht fällt, oder gar nicht mehr so doof ist

    Allerdings gibt es selten Spiele, die so auf dieser Kippe stehen, dass sie mir eine zweite Chance wert sind...

    Jimmy_Dean  
    Stimme Dir vollkommen zu. Ich habe nicht umsonst ein Pseudonym bei Sklavenzentrale.de ...
    =O:lachwein:

    Klaus_Knechtskern  
    Natürlich war das schon immer so. Nur leider macht es das Internet nicht nur einfacher, gleichgesinnte Mitdiskutierer oder Hobbyfröner zu finden, sondern auch, herauszufinden, wie gleich man gesinnt ist oder welchen Hobbys man frönt. Der Facebook-Check von potentiellen zukünftigen Arbeitgebern ist ja nun keine neue Information mehr (auch, wenn er wahrscheinlich seltener erfolgt, als man denkt). Mit ein bisschen mehr Aufwand kann man da im Netz aber noch viel mehr herausfinden. Das ist ähnlich dem Durchwühlen der Mülltonnen vor dem Haus...

    Ernest  
    Zu verbergen habe ich nichts, aber ich muss mir auch nicht jede Meinung aufs Revers schreiben und mit jedem Hobby hausieren gehen. DAS wäre sehr sehr kontraproduktiv. Und genau deshalb schätze ich die partielle Anonymität. Nicht, weil sie mir erlaubt, mich arschig aufzuführen. Sondern weil sie mir erlaubt, mich auch mit gesellschaftlich nicht über den Klee gelobten Meinungen und Hobbys präsentieren und beschäftigen zu können.

    In meinem Fall und diesem Forum (wie auch bei BGG) ist es aber andererseits auch nicht so schwierig, auf meinen Klarnamen zu kommen. Das wiederum stört mich dann nicht so sehr...

    Wenn wir uns auf ein Datum einigen können, dann bin ich gerne auch bei Live dabei.
    Falls ich es jedoch richtig sehe, Axayacatl, ist es für Dich nur schwer möglich, einen Zug pro Tag zu machen. Da ich bei Spielen, bei denen nicht alle ein bis zwei Tage ein Zug drinnen ist, doch sehr ungeduldig werde, kommen wir da wahrscheinlich in Zukunft (außer beim Live-Spielen, natürlich) eher nicht mehr zusammen. Das ist keine Kritik an Deinem Zeitplan, nur eine Feststellung bzw. Konsequenz für mich...

    Heißt: ich bin weiterhin gerne zu jeder Schandtat auf baj bereit, nur sollte eben der Zug alle ein bis zwei Tage pro Spieler schon drin sein...
    ;)

    PS: Danke für die Einladung zu Concordia, aber da mag ich schon das Spiel nicht so sehr...

    Dumon

    ich beziehe mal deine Aussage auf mich (Spieltempo).

    Ich muss gestehen, dass meine Aussage sich auf Dich bezog, Axayacatl  
    Allerdings liegt das Problem doch eher bei mir, der einfach nicht die Geduld aufbrachte (bzw. aufbringt) für ein Spiel, das lange dauert, da ein Spieler nicht öfter als x Tage die Woche dazu kommt, Züge zu machen. Es war also nicht als Vorwurf an Dich gemeint, sondern eher als Feststellung meinerseits. Deine Anmerkung bezüglich des Tablets scheine ich übersehen zu haben.
    Lass einfach mal schauen, wie das jetzt mit dem neuen Spiel läuft. Im "schlimmsten" Fall sind unsere Zeitpläne für Online-Games einfach nicht kompatibel.
    :)

    Ich habe auch mal drüber nachgedacht, in Mainz so was aufzuziehen. Habe aber den Gedanken recht schnell wieder aufgegeben. Dabei lag es weniger an der fehlenden Finanzierung (die wahrscheinlich auch ein Thema geworden wäre), und ich hatte mich auch noch nicht mit Verlagen etc. in Verbindung gesetzt. Aber allein die logische Auseinandersetzung mit dem notwendigen Klientel vs. der vorort herrschenden Situation (Marktsondierung, sozusagen) sprach dagegen. Meine Erfahrung und meine Schlussfolgerungen decken sich da mit denen, die hier im Thread schon angeklungen sind - Leute, die zum Spielen kämen, würden weniger konsumieren, und solche, die konsumieren, würden weniger zum Spielen kommen. Ergo: Cafe ohne Spiele, oder bald pleite.
    Als ehemaliger Verantwortlicher für einen hiesigen Spieletreff, der in den Räumen der Caritas stattfindet, hatte ich während meiner Amtszeit eine kleine Spendenbox eingeführt - um der Caritas etwas zurück zu geben (immerhin sind Räume ja nicht kostenfrei, selbst wenn man nichts für deren Nutzung bezahlen muss). Und nur die wenigsten der regelmäßigen Besucher waren (trotz finanziellen Möglichkeiten) bereit, da auch nur irgendwas rein zu tun (es war immer kaum was drin). Wenn das schon auf einem Spieletreff so ist, wo die Leute regelmäßig hingehen...
    Viele andere Gedanken sprachen dagegen - wann kommt das Klientel zum Spielen (Wochenende, abends); wie finanziert sich das Cafe zwischen diesen "Stoßzeiten"; haben die Deutschen überhaupt Interesse daran, fürs Spielen Geld auszugeben, wenn sie das und die gewünschte Verpflegung mit Freunden daheim günstiger haben können (eher nicht); gibt es kostenlose Spieletreffs (einige); würden die Besucher genug konsumieren, damit sich ihre Besuchszeit für das Cafe auch rechnet (eher nicht, da das Gros des potentiellen Klientels wahrscheinlich aus Studenten bestehen würde, die sich - wie schon gesagt - gerne auch an einem Glas Bier festhalten); etc.
    Kurzum - selbst in einer Studentenstadt wie Mainz (gemeint: ein großer Prozentsatz der Anwohner sind Studenten) ist ein Spielecafe kein lohnenswertes Unterfangen.

    Bei dem Spiel bieten alle Spieler gleichzeitig in sechs "verdeckten Auktionen" um das Recht, je eine Aktion pro gewonnener Auktion ausführen zu dürfen. Zum Bieten haben alle zu Beginn dieselben Steine (mit verschiedenem Bietwert). Bei den Aktionen kann man:
    - diverse Ressourcen erwerben, die man braucht, um Siegpunkte zu bekommen
    - Karten kaufen, die man durch Ausgabe von Ressourcen siegpunkteträchtig machen kann und die Sonderfertigkeiten liefern
    - Karten auslegen (bauen), die Vorteile liefern
    Vorteile sind:
    - bessere Möglichkeiten, Ressourcen/Siegpunkte/Karten zu erwerben/nutzen
    - zusätzliche Möglichkeiten zu bieten (oder zusätzliche Steine zum Bieten)

    Das ist quasi alles.
    Womit AK ein passender Vergleich ist.

    Mit dieser Aktion kannst Du einen Deiner Handlanger (z.B. den vom Start) auf das Feld beim Assistenten legen. Was bringt das? Ganz einfach - der Handlanger des Assistenten kostet nichts.

    Zusätzlich hast Du einen weiteren Slot frei für einen weiteren Assistenten (der angeworben werden kann).

    Das ist zumindest das, woran ich mich zu erinnern glaube...

    Wenn ICH einen neuen Preis für Spiele aus der Taufe heben dürfte, nach eigenem Gutdünken...

    ...würde ich es lassen!
    Es gibt schon genug Auszeichungen und Ehrungen - Spiel des Jahres, Deutscher Spielepreis, As D'Or etc. pp. Offizielle wie informelle. Da blickt der Verbraucher doch eh nicht mehr durch, bei den ganzen Namen/Symbolen auf den Boxen. Und nur für den Verbraucher sind diese Preise gedacht. Für wen denn sonst?? Für uns Eingeweihte? Dass wir uns freuen können, dass wir ein Spiel schon toll fanden, BEVOR es den Preis gewann, und wir immer schon wussten, dass es gut war, und nun wurde es ja offiziell bestätigt ... ? #Spielehipster

    Auch von einem weiteren Preis für die SdJ-Jury würde ich absehen. Die haben schon genug Arbeit. Noch eine Kategorie mehr bedeutet nochmal zig Spiele und hunderte Partien mehr, die von irgend jemandem gestemmt werden müssen.

    Ist doch ganz einfach für uns Eingeweihte:
    - beim Familienspiel des Jahres wissen wir, wer die Zielgruppe ist und können uns überlegen, ob das einen Blick wert ist
    - beim Kennerspiel lohnt das Hingucken schon mal, wenn wir es noch nicht kennen
    - beim Spiel des Jahres lohnt das Hingucken definitiv, wenn man es noch nicht kennt

    Und sonst?
    Wir lesen Rezensionen, gucken Videos, informieren uns vorab. Wir WISSEN schon vorher, was uns gefällt. Was bringt UNS also ein weiterer Preis? Genugtuung, dass das Spiel, das ICH toll finde, "besser" ist als das, was DU toll findest? Also bitte. Wer so denkt, soll doch lieber Ungesellschaftsspiele spielen und vernünftige Leute nicht weiter nerven.

    Das geht so gar nicht. Die Dame muss irgendwas anbieten und/oder reichen!
    :D

    Aber jetzt mal Spaß beiseite, ich kann verstehen, warum die Katze angepasst wurde. Die Darstellung mit den "leeren" Augen ist weniger mainstreamtauglich als die neue, mit den "freundlicheren" und vor allem wesentlich gebräuchlicheren Augen. Das Einzige, was Pegasus am Cover gemacht hat, das ist, die Katze ein bisschen dem, wenn man so will, "hiesigen Standard" anzupassen. Sonst hat Pegasus gar nichts am Cover gemacht.

    Okay, der Rahmen, aber das ist nunmal das, was Pegasus eben macht. Farben wären debattierbar, wenn dieser nicht denselben Farbton hätte als der Hintergrund der Originalversion (und der Hintergrund bei der Pegasus-Version ein bisschen pastelliger gemacht worden wäre).

    Natürlich kann man niemandem den persönlichen Geschmack oder die eigene Meinung verbieten, aber gerade bei DIESEM Cover übertreibt ihr ganz schön! #KanonenaufSpatzen

    Und eine rosa Katze drin?
    Uiii, damit ist sie farblich passend zum Cover. Klar, grau wäre vielleicht "realistischer", aber ist eben als Farbe auch weniger auffallend/ansprechend.

    Ich kann zumindest diese Designentscheidungen vollends nachvollziehen, und während ich auch kein Rosa mag, finde ich doch zumindest das Cover sehr gelungen angepasst. Für den Rest müsste ich das Spiel spielen, um urteilen zu können...

    Dammit!
    Ich hab mal gepledged. Noch nicht sicher, obs dabei bleibt. Mal schauen, wie sich das so entwickelt. Spannender als das erste Spiel siehts schon aus (was ich jetzt auch wieder (bzw. doch) haben will - dammit!).
    Zwar hätte ich gerne den Outpost für die Mitte des Spielfeldes gehabt, aber die Plastikressourcen sehen ja sowas von hässlich aus!

    Ich bin hin und her gerissen.
    Zwar habe ich es nie gespielt, aber ich fand damals (von der Lektüre und dem, was man durch Runthroughs etc. mitbekam), dass Posthuman für mich schon einiges richtig machte. Allein die Tatsache, dass es letztendlich eigentlich nur auf Kämpfe/Konfrontationen hinaus lief bzw. diese massiv im Vordergrund standen, ließ es für mich hinten runter fallen...

    Ein Zitat kann auch für eine sinngemäße Zusammenfassung stehen.
    Die "direkte" Sprache, die Du, fleXfuX , zu fordern scheinst (wenn ich Dich richtig verstanden habe), gehört meines Erachtens (und da gebe ich Matze vollkommen Recht) nicht in eine gute Diskussionskultur.

    Oder, um es mit Deinen Worten zu sagen: "Deine Meinung bezüglich der besseren Ausdrucksweise find ich voll scheiße!"

    ...Mist, ich kann nicht mal gewollt korrekt vulgär...
    ;(

    Noch eine Frage an die erfahreneren: Kommt es mit Ausnahme des Spielaufbaus oft vor, dass man einen spezifisch definierten Gegenstand findet? z.B. einen 38er Revolver? Bei mir hieß es immer nur "Einen Gegenstand der Klasse X/mit Eigenschaft Y".


    Wenn dem immer so ist, dann kann man den Riesenstapel auch einmal gut mischen und für jede Partie dann immer nur die untersten 20-30 Karten verwenden.


    Ähnliches sollte für Zauber und Zustände auch funktionieren.

    Gezielte Gegenstände/Zauber kommen eher selten vor. Gezielte Zustände etwas häufiger, glaube ich. Insbesondere Zustände, die an ganz konkrete Eigenschaften des Großen Alten oder des zusätzlichen Brettes geknüpft sind (vergiftet bei Yig, Hyperthermie bei Berge des Wahnsinns, etc.).
    Die "besondere Unterstützung" allerdings ist auch schon eher mal gezielt als zufällig nur mit einem Schlüsselbegriff.

    Ich würde aber dennoch von der von Dir vorgeschlagenen Methode abraten - kann ja sein, dass in dem für diese Partie vorbereiteten, kleineren Stapel bestimmte Stichworte fehlen (was wiederum am Ehesten für Zustände gilt).

    Artefakte sind so wenige, die sollte man echt immer alle nutzen.

    DaFrotter  
    Selbst ohne große Einkäufe von Unterstützung sind die Spiele eigentlich (zumindest hin und wieder) zu gewinnen. Ihr müsst schon sehr viel Würfelpech haben, oder ihr habt irgendwo einen Planungsfehler, was das Spielen angeht. Klar gibt es schwerere Große Alte (Yig zum Beispiel), aber generell hängt die Schwierigkeit eher davon ab, wieviele Tentakelkarten ihr im Mythosdeck habt.
    6 Investigatoren zu verschleißen, klingt doch schon recht krass. Das Meiste, was wir einmal hatten, und das war ein superspannendes, und knappes, Spiel, waren 4.

    Ich weiß nicht, aber für mich klingts danach, als ob bei euch echt irgendwas schief läuft. Denkfehler oder tatsächlich Spielfehler, würde ich tippen. Aber beantworten kann ich das per Ferndiagnose so einfach natürlich nicht.

    Wir machen es im Augenblick noch so, dass wir die Zustände getrennt stapeln. Beim nächsten Spiel würd ich diese dann aber nach Eigenschaften sortieren.

    Ich finde es nämlich nicht richtig schön wenn es heißt " der Ermittler erhält einen Zustang mit der Eigenschaft Geisteskrankheit" erst all jene Zustände wieder zusammenzusuchen, zu mischen, zu ziehen und dann wieder auseinanderzusortieren.

    ???
    Das ist doch vollkommen unnötig.
    Es ist zum Beispiel absolut möglich, ALLE Zustände in einen riesigen Stapel zu packen und den dann mal so richtig durchzumischen. Und wenn dann ein bestimmter gezogen werden muss, dann zieht man eben einfach so lange Karten (und packt sie vorne dran oder auf einen Ablagestapel), bis man eine passende hat. Das erspart das separate Mischen oder Zusammensuchen.

    Eine gewisse Aufteilung zugunsten des Handlings eines riesigen Stapels sehe ich ein (wenn man, wie ich, alle Erweiterungen hat, z.B.), aber macht euch doch nicht mehr Arbeit, als nötig...


    Bezüglich Siegesquote - wir gewannen (haben lange nicht gespielt) EH eigentlich recht häufig. Ich kann es nicht genau sagen, aber 60% der Spiele bestimmt. Wir spielen aber auch immer mit 4 Investigatoren (ungeachtet der Spielerzahl - wir sind nie mehr als vier), und eine gerade Anzahl an Investigatoren hat es etwas leichter als eine ungerade...

    Bezüglich Expeditionen - nur, wenn es zufällig gerade passt, auf dem Weg liegt, oder man ohnehin aus irgend einem Grund dort hin muss. Oder wenn man einfach mal nix zu tun hat. Insgesamt besuchen wir diese Felder also eher selten...

    Nope.

    Ich hab genug "Investigators against the Mythos" in AH, EH und diversen RPGs. Und genug Coop, ohnehin. Und CMONs Materialschlachten sind eh nix für mich, geschweige denn unzählige Miniaturen. Das deckt auch mein Rundumschlag CW zur Genüge ab (DIE Ausnahme in dem Bereich).

    ...falls man einzelne Figuren jedoch separat erwerben kann (was wahrscheinlich nicht so einfach möglich ist), wäre ich eventuell für die eine oder andere dabei (first and foremost Hastur)...

    Die Idee mit den verschiedenen Stapeln hab ich auf BGG "gefunden", da hatte jemand erwähnt, dass er das so macht, und ich habs übernommen. Allerdings die Idee weiterentwickelt (aus meiner Sicht), und die Stapelzusammenstellung etwas verändert.

    Ich hab dafür Tokens im Editor "Strange Eons" erstellt. Diese zeigen für die 4 verschiedenen "Shops" auf dem Brett (i.e. die 4 Ablagefelder) je einen Wert: -1, 0, +1 oder /. Entsprechend gibt es 24 Stück unterschiedlicher Verteilung.
    Diese werden den Städten auf dem Brett (nicht nur den Hauptlocations) zugeteilt. Wie das geschieht, dafür gibts (je nach persönlichem Geschmack) zwei Möglichkeiten - entweder verdeckt (bzw. gar nicht, was dasselbe ist) oder aufgedeckt.
    Wenn man nun seinen Zug in einer dieser Städte beendet, und dort keines oder ein verdecktes Token liegt, dann zieht man ein neues oder deckt das dort liegende auf. Thematisch: man bringt in Erfahrung, mit was man sich in dieser Stadt "ausrüsten" kann. Dabei sind nur die drei "Shops" mit Zahlenwerten überhaupt vorhanden - Karten im Stapel, dem das "/" zugeteilt ist, sind in dieser Stadt nicht zu erwerben. Alle anderen sind entweder billiger (-1), zum Standardpreis (0) oder seltener und deshalb teurer (+1).
    Verlässt man die Stadt wieder, gibt es erneut zwei Möglichkeiten, wie verfahren werden kann - entweder bleibt das Token liegen (für die gesamte Partie), oder man entfernt es und legt sofort ein neues verdeckt (oder erst beim nächsten Besuch ein offenes) aus.
    Thematisch: nicht in jeder Stadt ist alles gleichermaßen vorhanden, und manche Dinge gibt es im Überfluss oder selten. Diese Versorgungssituation kann entweder stabil sein, oder der Markt kann sich im Laufe der Zeit immer mal wieder ändern...

    Damit habe ich der Verwässerung entgegengewirkt, und es ist dennoch nicht immer alles verfügbar, oder schwieriger, manches aber eben auch günstiger (Minimum sollte natürlich immer 1 sein). Und thematisch passt es eben auch.
    Ich bin mit dieser meiner Variante ganz zufrieden...
    :)

    Noch ist das Design der Tokens aber nicht ausgereift, weshalb sie noch nicht hochgeladen sind (hatte in der Zwischenzeit einfach keine ebensolche mehr, mich darum zu kümmern).

    Die Notwendigkeit von Hausregeln nervt mich gerade wieder ein wenig.

    Von "Notwendigkeit" kann hier keine Rede sein. Das ist alles "kann", nicht "muss".

    Exakt.
    Es funktioniert auch ohne. Insbesondere bei den Zuständen und den Zaubern ist das kein allzu großes Problem, da man meist einfach "durch die Decks durch" geht, bis man das passende gefunden hat. Teilt man die Decks auf, macht man es sich da halt einfach nur ein bisschen leichter.

    Bei den Assets (keine Ahnung, wie die in Deutsch heißen) ist das ein kleines bisschen anders, da das Deck aufgeschwemmt wird, und dadurch der Zugriff auf bestimmte Dinge möglicherweise "verwässert" wird. Zwar bleibt durch die Erweiterungen die Wahrscheinlichkeit, einen bestimmten Typ Karte zu ziehen (i.e. in den Einkauf zu legen), in etwa dieselbe, aber durch die größere Menge an Karten kommt es wesentlich schneller zu Abweichungen.

    Heißt:
    Wenn im Deck 1/3 Waffen, 1/3 Verbündete und 1/3 Magische Gegenstände drin wären, dann ist die Wahrscheinlichkeit, beim Zug einer Karte einen bestimmten Kartentyp zu ziehen, mit 9 Karten dieselbe wie mit 99 Karten (eben 1/3).
    Zöge man im Spiel nun aber 6 Karten, dann ist die Wahrscheinlichkeit bei einem Deck von 9 Karten recht groß, auf jeden Fall mindestens eine Waffe zu ziehen. In einem Deck von 99 Karten ist diese jedoch wesentlich geringer.

    Der signifikante Unterschied liegt im Detail der Frage:
    Die erste Karte vom Deck wird mit der Wahrscheinlichkeit von 1/3 gezogen. Für jede weitere gezogene Karte erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, einen bestimmten Typ Karte zu ziehen. Diese Erhöhung ist um so größer, je kleiner das Deck ist - und die Gesamtwahrscheinlichkeit, mindestens eine solche Karte zu ziehen, um so größer, je mehr Karten man zieht. Bei dem 9-Karten-Deck würde die Wahrscheinlichkeit beim Ziehen von insgesamt 7 Karten auf 100% steigen. Bei einem 99-Karten-Deck ist sie weit davon entfernt.


    Wenn Dir das aber egal ist, und du entweder damit leben kannst, oder Dir die Fülle an Möglichkeiten wichtiger ist als die Wahrscheinlichkeit, im Spiel an genau das zu kommen, was du willst, dann ist diese Verwässerung kein Ding.
    NUR, wenn das für Dich ein Problem darstellt, brauchst Du in diesem Falle Hausregeln.

    Es führt leider kein Weg drumrum, alle Zauber in einem Stapel zu lassen.

    Das ist nicht korrekt.

    Ich habe meine Spells in drei Stapel (Glamours, Rituals, Incantations) aufgeteilt. Genau wie meine Conditions in positiv und negativ (quasi).

    Da viel öfter eine genaue Ansage kommt, was zu ziehen ist, stellt es im anderen Fall überhaupt kein Problem dar, einen Würfel zu nutzen, um zwischen den Stapeln zu entscheiden. Es ist also recht einfach möglich!

    ... wobei wir dennoch bei den Stapeln von hinten/unten ziehen, damit wir nicht vorher sehen, was man ziehen würde ...


    Auch meine Assets habe ich auf vier Stapel aufgeteilt (Tasks & Services, Allies, Magical & Tomes, Nonmagical). Jedes der vier Felder des "Einkaufsbereiches" wird dabei von einem Stapel bedient. Auf diese Weise ist es etwas besser möglich, an genau das zu kommen, was man braucht. Und es kann nicht so häufig passieren, dass man gar keine Waffen bekommen kann - bei dem mittlerweile doch sehr großen Stapel ist das ja durchaus möglich.

    Zusätzlich greift da aber noch ne weitere Hausregel, nach der die verschiedenen Angebote in unterschiedlichen Städten teurer sind, billiger sind, zum Normalpreis verfügbar, oder auch gar nicht. Dadurch wird das "alles ist immer überall verfügbar" aufgebrochen.

    Du musst bedenken, für wen man die macht? Die zweite Erweiterung? Das sind dann wirkliche Hardcore-Fans. Und ich finde, dass denen dabei auch noch viel geboten wird.

    Mag sein, dass die Erweiterung "für Hardcorefans gemacht" wurde, aber das ist in sich selbst noch kein Argument für sie. Im Gegensatz zur ersten Erweiterung, die eine weitere Ebene an Manipulation und zielorientierten Entscheidungen hinzufügt, liefert die zweite Erweiterung einen Mechanismus, der bezüglich des restlichen Spielgeschehens konträrer nicht sein könnte - die Briefe.
    Warum konträr? Weil man keinen bzw. kaum Einfluss darauf hat, wohin man sie bringen muss. Sprich: ich kann das Pech haben, quer übers Brett zu müssen, um drei der Briefe abzuliefern, während ein anderer Spieler das Glück hat, die einfach mit seinen Aktionen mal eben so mitnehmen und ausliefern zu können. Und damit erhält er quasi umsonst massive Vorteile im Spiel.
    Das lässt sich nicht planen, da kommt einfach ein unwägbarer Glücksfaktor ins Spiel, der bei diesem Rennen darum, wer am Schnellsten seine Rubine hat, einfach spielentscheidend sein kann.

    Natürlich hat Istanbul selbst auch schon einen Glücksfaktor, mit den Karten aus der Karawanserei. Aber diese sind nahezu immer nützlich, in irgend einer Weise, und selbst, wenn sie mal nicht SO doll helfen, sind sie nicht massiv spielentscheidend. Selbiges gilt auch für die Karten aus der Kaffee-Erweiterung. Okay, da kann man schon mal eine ziehen, deren Aktion nicht so viel nützt. Aber letztendich kann man um diese Karten "herum" spielen. Und jeder entscheidet selbst, wie sehr er sich darauf verlassen will. Die Briefe hingegen werfen dies massiv aus der Bahn, denn sie liefern einfach massive Bonusvorteile, ohne dass man sonderlich viel dafür tun muss.

    Ich bin da ganz bei Ben2 - die erste Erweiterung ist super, da sie aus einem eingleisigen Rennen ein mehrgleisiges macht. Die zweite Erweiterung macht es mehr glücksabhängig. Alleine mag sie vielleicht nett sein. Aber in Kombination mit der ersten - also auf dem "supergroßen Brett mit alles und scharf", das ja eigentlich die "Hardcorefan"-Variante sein sollte - ist das mEn ziemlicher Unfug, da die Inhalte beider Erweiterung sich nicht ergänzen. Die Summe der Teile ist hier nicht mehr als die einzelnen ebensolchen...

    Ich fand Waterframe auch nicht allzu schwer. Ja, es bietet viele Möglichkeiten, und die Erklärung ist entsprechend umfangreich. Aber letztendlich ist das Spiel doch recht gut erschließbar, alles irgendwo einleuchtend etc. Das "Beherrschen" des Spieles, so dass man absolut optimal spielt, mag zwar einiges an Hirnschmalz und/oder Zeit brauchen, aber das kann man auch von anderen Spielen sagen.
    Leider ist es bei uns aus der Sammlung geflogen, da wir vom letzten Drittel des Spieles sehr enttäuscht waren...
    ...leider, weil wir die ersten beiden Drittel einfach superklasse fanden...

    Firefly!

    Das war das Spiel, von dem ich mich immer wieder davon überzeugen muss, dass ich es nicht will. Da fällt es mir wie Schuppen von den Gärten.


    Nicht gekauft (bzw gebacken):

    - Everdell

    - I am the Fourth Wall

    - The Forbidden City

    - Dreamscape

    - Miskatonic University: The Restricted Collection

    Keine Ahnung, wie das eine Antwort auf meinen Satz ist. Ich hab von diesen Dingen keinen Schimmer, verstehe also Zusammenhänge nicht. War das Zustimmung oder Gegenrede?
    Ich weiß, dass das nicht direkt was mit dem Verkauf zu tun hatte, aber letztendlich ist für uns Spieler (read: Kunden) doch nur der Impact auf den Markt und die Produkte relevant. Und Preiserhöhung ist das Wahrscheinlichste, da ein Käufer die Kuh ja seinerseits wird melken wollen, solange und so gut es geht. Und da Asmodee "läuft", wie Bandida sagt, ist das so gut wie sicher. Wahrscheinlich werden Umstrukturierungen auch die Versorgung der Kunden durch Produkte zumindest temporär verschlechtern, und es ist nicht unwahrscheinlich, dass einige Produkte ganz vom Markt verschwinden.

    Naja, die Spielebranche ist eben auch nur ein Wirtschaftszweig. Heulen und Zähneklappern wird dennoch auf Seiten der Kunden wieder kommen...