Beiträge von Bierbart

    ...am besten mit vielen schicken Farben, die im Dunkeln grünlich leuchten.


    Oder in der Collectors Edition: Alle Atompilze aus echtem Uran! Und wenn man die Dinger aus Versehen alle zusammen in einen Beutel tut, gibt's ne Kernspaltungsreaktion.8|

    Tolle Diskussion. :) Hier noch ein paar ähnlich steile Thesen:

    • Königsmacherei und Alle-auf-den-Führenden = "schlechtes Spieldesign"
    • Keine Interaktionsmechanismen, die es den anderen Spielern ermöglichen, den Führenden zu stoppen = "schlechtes Spieldesign"
    • Zufallselemente = "schlechtes Spieldesign"
    • keine Zufallselemente = "schlechtes Spieldesign"
    • Der beste Planer gewinnt immer = "schlechtes Spieldesign"
    • Der beste Planer gewinnt nicht immer = "schlechtes Spieldesign"
    • ...

    Manche der Anwesenden lehnen ja mit einer erstaunlichen Vehemenz die Existenz von Brettspiel-Genres ab (im Sinne von "Mir doch egal, wie ihr das nennt. Hauptsache, es macht Spaß!"). Dabei sehen wir genau hier ein Beispiel für eine Diskussion, die sich praktisch sofort erledigt hat, wenn man akzeptiert, dass Spielen unterschiedliche Spielreize zugrunde liegen. Konkret: Es gibt Spiele, deren Reiz primär

    • in der Herausforderung als Denksportaufgabe besteht -- in denen es also wünschenswert und konsequent ist, dass der Hintenliegende immer selbstverschuldet hinten liegt und auch dort bleiben soll, fehlerfreies Spiel der Mitspieler vorausgesetzt.
    • im Drama und der Spannung besteht -- in denen es also wünschenswert und konsequent ist, dass der Hintenliegende unter Umständen auch unverschuldet hinten liegt, sei es durch Pech, oder vor allem auch durch Versagen auf der Meta-Ebene.

    Ich habe zwar noch nie ein Spiel wiedergekauft, aber vor ein paar Tagen habe ich mich Cave Evil getrennt. Weil, ab einem gewissen Preis ist halt alles verkäuflich, nicht wahr? Aber als ich es für den Versand vorbereitete, schön in Folie einwickelte und so weiter, drang es erst richtig ins Bewusstsein ein: Oh nein, ich hab's ja wirklich verkauft. Was habe ich nur getan...! =O

    Pff, na und? Gibt noch tausend andere. Vor allem auch bei Verlagen, die nicht aus Rücksichtnahme auf angebliche Kundenpräferenzen jedes aus der Masse herausragende Cover "verbessern" müssen, damit es bitte ja schön durchschnittlich aussieht. Pegasus-Spiele entlarven in meinen Augen sowieso geradezu exemplarisch die Diskrepanz zwischen dem Lobbyisten-Gerede vom ach-wie-wertvollen "Kulturgut Spiel" und der nüchternen Realität, nämlich der, dass Brettspiele in allererster Linie Konsumgüter sind.

    Macht nichts, ich nehme das nicht persönlich. Eure Angewohnheit, mit jeder Art vermeintlichen Mehrheitsgeschmacks konform gehen zu wollen, hält mich in aller Regel eh davon ab, mich mit Pegasus-Titeln zu beschäftigen. Man hat schließlich Prinzipien. :)

    Kommt in den Nachfolgespielen "Die Paläste des Kaisers Nero" und "Die Wolkenkratzer des Godzilla, Frankensteins Sohn".

    Eigentlich war für gestern ja Cosmic Encounter ausgemacht. Zumindest hatte ich mir das in der Erinnerung später wohl so hingedreht, aber damit war das mit der Verabredung dann subjektiv wahr -- wie mir jemand einmal erklären wollte, der von sich behauptete, er wisse das genau, denn er habe das studiert. Erstaunlicherweise war es dann in der subjektiven Wahrnehmung des Mannes mit dem Cosmic Encounter aber doch nicht wahr, denn dann war der gar nicht da!


    Dann also spielen, was da ist... Istanbul.:aufgeb: :rip:


    Nein, keine Angst. Ich hatte gestern zwar schon gescherzt, ich würde gleich nach der Partie einen schlimmen Rant ins Internet hinausposaunen müssen, um das Trauma zu verarbeiten. Also nur zu therapeutischen Zwecken, ist ja klar. Aber erstens kann man ja auch einmal eine andere Platte auflegen, um in der Sprache vergangener Zeiten zu bleiben, und zweitens war's eigentlich in Ordnung. Vom Orientalismus in Istanbul habe ich nichts entdeckt, da ist unsereins dann wohl zu doof für. Das ist auch vollkommen logisch, denn von "Orientalismus" hatte ich ja bis Anfang 2017 auch noch nie gehört und weiß bis heute nicht, was genau das sein soll. Was es gibt, sind jedenfalls jede Menge Klischees und der lächelnden Euro-Onkel auf dem Cover, der so aussieht wie die Familienväter-Typen, die vorne auf dem Edeka-Werbeprospekt immer das Grillgut wenden.


    Dieses Sammeln von Ressourcen, die man dann in Ressourcen anderer Art konvertiert und letzten Endes dann zu Siegpunkten (Diamanten) -- das ist natürlich langweilig. Aber was mir wirklich gefiel, war der Aspekt der Planung der Bewegung. Es ist auch kein grüblerisches Spiel, sondern spielte sich flott und frisch. Was mir persönlich allerdings fehlt, ist ein bisschen Salz und Pfeffer. Istanbul wäre vermutlich deutlich unterhaltsamer mit direkter Interaktion! Lasst uns doch mal beim Mitspieler klauen, oder zumindest direkt mit anderen tauschen! -- aber das ist ja offenkundig nicht gewollt. In puncto "Spiel"-Kultur ist das der stille Tod, wenn ihr mich fragt. Aber mich fragt ja keiner, darum schreibe ich das eben ungefragt, mir doch egal. Ich würde Istanbul durchaus wieder mitspielen, aber nicht vorschlagen.


    Zu dritt dann eine weitere Neuheit für mich: Die Schlösser des König Ludwig. Gleich vorweg: Das gefielt mir besser. Ich habe große Freude am Bauen von Sachen, also Prinzip Lego: Türme aus Holzklötzchen (Bausack), Raumschiffe (Galaxy Trucker), oder eben auch verrückt aussehende Schlösser. Finde ich cool. Mein Schloss war zwar ein ziemlicher Schrott, wenn wir mal ehrlich sind, aber trotzdem. Erstmal ein schönes Konzept!

    • Damit zum ersten Kritikpunkt: Ich baue gerne Sache, ja. Aber am Ende sollte auch irgendetwas bei herauskommen, das man gerne betrachtet. So wahnsinnig toll ist das Ergebnis dieser baulichen Aktivitäten nicht gerade anzuschauen. Die anderen Schlösser waren aber auch eher unspektakulär anzusehen. Ein Bausack-Turm ist da schon eine anderen Hausnummer, und so ein amtliches Schloss Neuschwanstein will sich in meiner Vorstellung auch nicht so recht erreichten, denn dazu fehlen die bildlichen Illustrationen. Es ist nur der Grundriss eines Schlosses. Hm. Joa.
    • Kritikpunkt 2: Der Aspekt des Geldmanagements ist mir zu dominant. Die Stärke des Spiel ist das Bauen, nicht das Bieten.

    Nebenbei: Nachts um halb 12 waren wir mit beiden Spielen einschließlich erklären durch. Am Nachbartisch (oder präziser gesagt: an den zusammengerückten Nachbartischen) waren sie gerade erst im Mittelspiel von Food Chain Magnate, und obwohl mich das von allen Spielen, die gestern zur Auswahl standen, eigentlich am ehesten gereizt hätte, war ich darum froh darum, mich letztlich am Aufbau eines nicht sehr ansehnlichen Schlosses anstelle einer Fastfood-Kette entschieden zu haben. Interessant: Food Chain Magnate braucht scheinbar sogar mehr Platz auf dem Tisch als Twilight Imperium.


    #Istanbul #DieSchlösserDesKönigLudwig

    lagert doch mal den Herbert aus.. Wir brauchen eine Brig für den Zylonen ;)

    Ha! Geniale Idee! Sankt Peter , bitte ganz schnell Brig-Unterforum einrichten! Nach Abstimmung und bei entsprechenden Mehrheiten können wir dann die Querulanten dort halbwegs sicher einlagern. Das ist voll super, denn aus der Brig heraus darf man, wie man weiß, ja nur noch einen Beitrag pro Woche in den Topf werfen.

    Trotzdem bin ich der Meinung, dass auch solche Themen in einem Forum, wie diesem Platz habe sollten, wenn man fair miteinander Argumente austauscht und keinem was überstülpen will.

    Kannst ja machen in RSP. Andere wiederum können das jetzt nun komfortabel ignorieren. Ich habe übrigens auch dezidierte Meinungen zu vielen gesellschaftlichen und/oder politischen Fragen, und habe auch zu Weltbildern aus der Bronzezeit ( ;) ) eine eindeutige Meinung; ich möchte halt nur HIER gerne von ewigen Diskussionen dazu verschont bleiben und bin deswegen sehr froh darum, dass es den neuen Spezial-Bereich hierfür nun gibt.

    jetzt ist es um das interessante Thema "Sex" erweitert worden.

    Ja gut, was soll man dazu groß schreiben? Das ist halt das, was andere Leute haben, während Du dies hier liest.


    Wobei, wenn ich mir das so überlege... manche Leute sind ja unglaublich gut im Multitasking. ....oh Gott, besser nicht drüber nachdenken...

    Da gerade Politik, Religion, Gesellschaft und Sport oft sehr emotional diskutiert werden gibt es nun dafür einen eigenen Unterforenbereich.

    Es gibt meinem Empfinden nach mindestens vier weitere, zentrale und noch archaischere Themen an denen sich die Gemüter entzünden und die zur Quelle von Krieg werden:


    Geld, Gott, Macht, Sex.

    Ist doch genau das selbe wie Politik, Religion, Gesellschaft und Sport. Besonders Fußball. ;)

    So unterschiedllich nimmt man die Dinge wahr... Ich hätte mir andersherum an Sankt Peters Stelle sogar überlegt, diesen Unterbereich standardmäßig als ausgeblendet für den User und Besucher einzurichten. Oder vielleicht zumindest, falls möglich, diesen Bereich vom Dashboard zu entfernen ("Letzte Beiträge"). Das Getöse zu PRSG übertönt in letzter Zeit alles und würde mich als unvoreingenommenen Besucher wahrscheinlich abschrecken.


    Die Sache hat mit dem neuen Unterbereich zudem noch den kleinen Nebeneffekt, dass man als Benutzer sein eigenes Verhalten mal vielleicht ein bisschen stärker hinterfragt. Wer sich hauptsächlich im Offtopic-Bereich und insbesondere im neuen PRSG äußert, könnte sich beispielsweise durchaus einmal fragen, ober er/sie sich mit einem Brettspielforum wirklich den für seine Interessensgebiete besten Diskussionsort herausgesucht hat.

    Noch was zum Thema "Alte Hasen schreiben nicht mehr". Mal ganz unabhängig davon, ob tatsächlich ein Trend in diese Richtung messbar wäre oder nicht, wäre ich mit einem Rückschluss auf die Ursachen vorsichtig, Stichwort "Kausalität" -- insbesondere in Hinblick auf den Rückschluss, das läge konkret an der Stimmung hier! Mal eine spontane Auflistung weitere denkbare Gründe, in einem angestammten online-Forum nicht mehr aktiv zu sein:

    • Man hat zu allem bereits etwas gesagt und keine Lust darauf, ein Thema zum zehnten Mal zu diskutieren oder auch nur zu lesen
    • Desinteresse an neuen Spielen, zu denen noch etwas zu sagen ist (man spielt lieber die alten)
    • Wandel der Lebensumstände (keine Zeit mehr für Brettspiele, Wohnortwechsel und keine Mitspieler mehr am neuen Wohnort, andere Hobbys...)
    • Das Leben abseits des Internets ist interessanter (Forum = Zeit totschlagen?)
    • Man passt altersbedingt nicht mehr zum Durchschnitt (zu jung/zu alt)
    • ...

    Kurzer, aber wichtiger Offtopic-Einschub bitte Ernst Juergen Ridder

    Zum Thema "aktuelle Stimmung": Ganz im Ernst: Ich sehe kein Problem, empfinde die Stimmung als angenehm und bin hier nach wie vor sehr gerne. Mir kommt unknowns heute nicht anders vor als 2013. Ich habe allerdings seit geraumer Zeit auch

    • Fünf Leute auf igno (davon zwei auf die brutale Art mit Werbeblocker)
    • den gesamte Crowdfunding-Bereich auf Default-Igno
    • schalte irgendwo ab Seite 2 fast jeden Offtopic-Threadauf igno -- nämlich immer dann, wenn es um gesellschaftliche/politische Fragestellungen geht: Gender, Lehrer, DSGVO usw. Da geht irgendwann IMMER das Hick-Hack los und die Leute gehen sich an die Grugel. Ätzend. :) Also manchmal denke ich mir, dass sie die Sache drüben bei BGG gar nicht mal so schlecht gelöst mit dem "Religion, Sex and Poltics"-Kampfplatz, wo sich die Leute über diese Fragen bis zum Erbrechen im Kreis drehen können, ohne, dass der Rest der Community unter diesen Hahnenkämpfen leiden muss.

    Richtig, da habe ich es beschrieben. Aber ich packe die Gelegenheit trotzdem schnell beim Schopfe, um das etwas zu vertiefen.


    Nochmal zusammengefasst, wie Pirate Dracula grundsätzlich funktioniert:

    Die Idee dabei ist, als Dracula die dritte Woche auf See zu verbringen. Warum? Da ist er nicht angreifbar. Keine Chance. Selbst, wenn man weiß, wo er sich befindet. Ab der vierten Woche sind die drei Verzweiflungsmarker auf dem Brett (sprich: Das dreigeteilte Gesicht ist voll). Das bedeutet, ab der vierten Woche bekommt Dracula jedes mal 3 Einfluss, wenn er eine Stadt(!)-Standortkarte legt. Zu Beginn der vierten Woche landet Dracula also sofort wieder an. Das ist normalerweise immer irgendwo möglich, da die Jäger nicht alle Hafenstädte abdecken bzw. sperren können (Himmlischer Beistand/Geweihte Erde).


    Angenommen, er hatte 7 Einfuss, als er sich aufs Meer begeben hatte, endet das Spiel mit einem Dracula-Sieg in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch, also der zweiten Nacht, nachdem er wieder an Land gegangen ist. Mehr Info: Dracula: Pirate King? | Fury of Dracula (third/fourth edition) | BoardGameGeek


    Was die Sache noch schlimmer macht (1/2) : Weil er ja bis zu sechs Tage auf See verbracht hat (akkumuliert gerade einmal 7 Schadenspunkte von 15), hat er normalerweise ALLE Machtkarten wieder in der Hand -- vor allem auch Wolfsform (bis zu 2 Felder auf einmal bewegen anstatt 1). Er kann also beim Anlanden bereits Wolfsform spielen, die Anzahl möglicher Aufenthaltsorte verdoppeln und an einem Jäger vorbeischleichen.


    Was die Sache in der deutschsprachigen Version noch VIEL schlimmer macht (2/2): Eine Schludrigkeit bei der Übersetzung.

    Despair Tokens

    (...) If all three despair tokens are on the time track when Dracula chooses a city location card, advance the influence track by three.

    Hervorhebung im Text von mir. Vgl. deutsche Übersetzung (Referenzhandbuch S. 14)

    Deutsche Übersetzung (Referenzhandbuch S. 14) schrieb:

    Falls sich alle drei Verzweiflungsmarker auf der Zeitleiste befinden, wenn Dracula eine Standortkarte auswählt, wird der Einflussmarker um drei Felder vorgerückt.

    Klar, was das bedeutet? Das bedeutet: In der deutschen Version braucht Dracula noch nicht mal wieder an Land zu gehen! Wow. Böser Schnitzer.


    Gegen Pirate Dracula ist man de facto machtlos. In der Praxis lief das in den vergangenen beiden Partien in etwa so:

    • Woche 1: Jäger durchsuchen Europa nach Hinweisen. Draculas Spur nicht auffindbar.
    • Ende Woche 1/ Anfang Woche 2: Eine Standortkarte wird aus irgendeinem Grund aufgedeckt (Ereigniskarte, Vampir gereift...). Jetzt wissen die Jäger, wo er sich in etwa befindet. Spiel nimmt jetzt richtig Fahrt auf.
    • Ende Woche 2 Anfang Woche 3. Dracula geht aufs Meer. Jäger positionieren sich für mögliches Anlanden, oder drehen nur noch Däumchen. Spiel verliert deutlich an Spannung.
    • Anfang Woche 4: Dracula geht an Land und gewinnt.


    Natürlich werden auch verschiedene Hausregelvarianten diskutiert, mit denen man eventuell die Pirate-Dracula-Taktik verhindern könnte. Beispiele für Threads auf BGG:

    Confused by the 'Go To Sea' strategy | Fury of Dracula (third/fourth edition) | BoardGameGeek

    How do I stop Dracula from running out the clock at sea? | Fury of Dracula (third/fourth edition) | BoardGameGeek

    Ideas for making "Pirate Dracula" less popular | Fury of Dracula (third/fourth edition) | BoardGameGeek


    Es gibt neben der Idee, jedes Seefeld mit 2 Schadenspunkten für Dracula zu bestrafen, auch noch andere Vorschläge, klar. Aber die sind mir persönlich zu fitzelig oder gehen am Kern des Problems vorbei.


    Was die Balance INSGESAMT betrifft, so ist die Schwarmintelligenz des Geek offenbar der Ansicht, dass Dracula kalr im Vorteil ist. In Ergänzung zu der oben genannten Maßnahme gegen Pirate Dracula (jeweils 2 Schaden für jedes Seefeld) habe ich das hier als Empfehlung gefunden:

    1. Random (by lot) starting regions for the Hunters and the Dracula. However, if 3 Hunters draw the same region, the whole procedure starts over again. Afterwards, the Hunters choose their starting city; Dracula choose last.

    2. [To prevent Pirate Drac]: Dracula's damage at sea is 3/2 or 3/3 with Rufus Smith instead of 2/1 or 2/2 with Rufus Smith.

    3. [To prevent Dracs events starvation]: During day, while performing a supply action, the Hunters draw 2 event cards, the top and the bottom one. If the top card is Dracula's, discard it. If the bottom card is Dracula's, he draws the card by placing it in his hand. (We suggest to raise Dracs events hand size limit to 6.) Otherwise, Hunters must choose and keep one event card and discard the other.

    4. Neglect The Fury of Dracula ability. Instead, at the start of the 4th week (i.e. when all three despair tokens are on the time track) advance the influence track by the number of vampires Dracula has managed to mature. The same goes for the start of the 5th week etc.

    5. If a Hunter has been defeated, the damage (or the bite) stays. He can cure one damage per day at hospital. If he wish, he can leave the hospital anytime, without been entirely cured. However, defeated hunters cannot recover damage from resting anymore.

    Vor ein paar Tagen hatte ich einen kleinen Eindruck zur letzten Partie Fury of Dracula (3rd Edition) gepostet 04.06.-10.06.2018 . In jener Partie ist uns erstmals die Möglichkeit einer Killer-Taktik für Dracula aufgefallen, die auf BGG bereits seit geraumer Zeit als Pirate Dracula bekannt ist und dort auch diskutiert wurde -- also eine Taktik, die Dracula mit nahezu hundertprozentiger Sicherheit den Spielsieg einbringt, weil die Jäger sie nicht kontern können.


    Gestern zu fünft in ähnlicher Besetzung die nächste Partie. Der Verdacht hat sich bestätigt. Man soll ja vorsichtig sein mit der Verwendung solch starker Etiketten wie "broken", aber Fury of Dracula ist -- vermutlich -- ohne Nachbesserung in der Tat "broken". Das Spiel erfordert meiner Einschätzung nach zwingend eine Nachjustierung bei der Seebewegung Draculas. Diskutiert wurden auf dem Geek natürlich schon zahlreiche Varianten, aber Hausregeln sollten meiner Ansicht nach immer so einfach wie möglich bleiben. Ich würde daher bei der nächsten Partie probieren, für jede Seebewegung nach der ersten Dracula zwei Schadenspunkte anstelle von einem zu verabreichen.


    Abgesehen davon, dass der Dracula-Spieler auf Zack war und die Sache mit der Piratentaktik ohne Vorwissen schnell für sich entdeckt hatte, war es abermals allerdings eine sehr spannende Partie, der man die -- ich kann's kaum fassen -- gut fünft Stunden Spielzeit nicht anmerkte. Das ist natürlich ein guter Indikator für den Unterhaltungswert von Fury of Dracula. Nun stellt sich eventuell natürlich noch die Frage, ob man mit Whitechapel eventuell besser bedient wäre? In puncto Spielzeit? Sicherlich. Aber zwei, nein DREI Dinge hierzu:

    1. Dracula? Cool! Real existierender Frauenmörder? Naja.
    2. Fury ist mechanisch komplexer und viel abwechslungsreicher: Ereignisse, Ausrüstung (Holzpflock! Muhahaha...!), tausend kleine Details.
    3. Kampf! Macht doch gleich viel mehr Laune!

    Als Absacker noch Azul. Das Spiel ist abstrakt, kurzweilig und außerordentlich zugänglich. Werde ich mir besorgen, sobald es für billig wieder zu haben ist.


    #FuryOfDracula #Azul

    Ich bin zumindest sehr froh darum, hier nicht moderieren zu müssen. Wie man's macht, macht man es verkehrt, kriegt von irgendwem auf die Mütze und muss trotzdem jedes Hick-Hack mitverfolgen. Schrecklich. :)

    Gestern haben wir -- als kleinster gemeinsamer Nenner einer vermutlich WM-bedingt auf insgesamt fünf Leute dezimierten Runde eines öffentlichen Spieletreffs -- als irgendwelche Wikinger/Schotten/Kaledonier/Klingonen(?)... die Isle of Skye urbar gemacht.


    Mal kucken: Das Spiel heißt wie eine Insel. Ist von Lookout. Thema, Cover und Grafiken wecken Assoziationen mit Agricola, Caverna und Co. Viele Warnleuchten. Aber anscheinend so ähnlich wie Carcassonne? Ich mag Carcassonne! Also dann, probieren wir's! Was soll's. Ist immer noch besser, als 3 Stunden Terraforming Mars.


    Aha. Isle of Skye ist also wie Carcassonne. Im Prinzip. Nur kompliziert. Und verkopft. Und vor allem unübersichtlich. Dann haben wir noch einen Bietmechanismus (mit einer sagenhaften Hyperinfaltionsrate von geschätzten 200 Prozent von Runde zu Runde). Diesen werfen wir hinein in den Salat aus Schiffchen, Türmen Typ 1, Türmen Typ 2, Burgen, Ochsen, Schafen, Wiesen, Whiskeyfässern und weiß der Kuckuck noch was alles für Siegpunktquellen. Dann reduzieren wir die Interaktion noch auf das Wegschnappen von Möglichkeiten. Fertig ist das Standard-Eurospiel.


    ...also eigentlich schon wie Carcassonne -- nur, dass keinen Spaß macht, und somit also überhaupt nicht eigentlich wie Carcassonne. Das beste an Isle of Skye ist, dass es schnell vorbei ist. Wie man so etwas mögen kann, ist mir ernsthaft unbegreiflich. Naja. Vermutlich überredet mich jemand eines Tages wieder jemand zu einer Partie, und dann werde ich wieder brav mitspielen, nicht meckern, aus unerfindlichen Gründen den zweiten Platz belegen und meinem stillen Unmut eventuell wieder auf unknowns freien Lauf lassen. Aber in diesem Moment denke ich tatsächlich, dass meine spontanen 4/10 bei BGG immer noch eine Stufe zu gut bewertet sind.


    Und wenn wir schon dabei sind, machen wir den Abend der nach Inseln benannten Euro-Spiele voll und spielen Puerto Rico, und zwar in der Deluxe-Ausgabe mit den extra-dicken Papp-Plättchen und schönen 10-Pfennig-Stückchen als Dublonen. Puerto Rico ist eines der Euros, bei dem ich das Gefühl habe, mit anderen tatsächlich ein Spiel zu spielen. Es ist immer ein bisschen anders, spielt sich locker von der Hand und hat spürbar mehr Interaktion. Man kann dieses Spiel sicher auch ad nauseam analysieren, denn die Zufallselemente sind kaum der Rede wert, aber wenn alle Beteiligten eher aus dem Bauch heraus spielen, ist das wirklich ein schöner Zeitvertreib, bei dem ich gerne mitmache. Steht auf BGG bei mir seit Jahren auf einer 7.


    #IsleofSkye #PuertoRico

    Ach je, was war da alles...

    • Der Exekutionsmechanismus/Luftschleuse. Um sicherzustellen, dass der Admiral kein Zylon ist, kann man überlegen, diesen nach der Schläferphase rein prophylaktisch zu exekutieren. Spielt man mit New Caprica, ist das sogar eigentlich ein Muss (weil er Entscheidung darüber trifft, wann die Flotte weg fliegt und somit darüber, wie viele Zivilschiffe geopfert werden). Das lohnt sich selbst ohne konkrete Verdachtsmomente, denn das kostet ggf zwar 1 Moral, falls es einen Menschen erwischt (Moral ist aber relativ leicht wiederherstellbar), dafür jedoch hat man eine gute Chance, einen Zylonen zu erwischen. Wenn's ein Zylon war, ist er enttarnt; war's keiner, ist der neue Charakter sicher ebenfalls keiner (weil: Schläferphase ist ja vorbei -- hat man versucht, in Exodus mit einem Nachziehstapel an Loyalitätskarten zu fixen; das war da aber auch nichts rechtes. nennt sich da IIRC "Execution Deck").
    • Pegasus als Schadensabsorber hat die eine Zylonensiegbedingung (Zerstörung der Galactica) schier unmöglich gemacht.
    • Engine Room konsequent in jedem Zug benutzen, um jede Runde ein Sprungsymbol zu haben.
    • New Caprica hat zu der absurden Situation geführt, dass ein Verlust von Zivilschiffen VOR der NC-Phase dabei hilft, die NC-Phase schnell und erfolgreich durchzuspielen --> thematisches NoGo.

    #BattlestarGalacticaPegasus

    So, jetzt muss ich nach mittlerweile fünf Partien leider auch einmal etwas schimpfen über eines meiner allerliebsten Spiele, nämlich Fury of Dracula (3rd Edition)


    Ich habe ganz bewusst nie irgendetwas über Strategien für Dracula oder Jäger gelesen, um mir und/oder Anderen nicht die Freude am Kennenlernen eines Spieles zu nehmen. Nun aber haben auch wir sie entdeckt, die kritische Sicherheitslücke. Draculas Killertaktik. Vermutlich in der Tat ein Gamebreaker. Auf BGG ist sie bereits seit längerem bekannt als...

    Typisch FFG, irgendwie. Kennt man ja. Meine Güte, was haben wir an der Pegasus-Erweiterung für Battlestar Galactica herumprobiert... Man zeige mir auch nur ein FFG-Spiel, das ohne Hausregeleinsatz auskommt! Chaos in der Alten Welt vielleicht? Arkham/Eldrich Horror? Na gut, es sind schon ein paar, die auch so funktionieren, aber Nachjustieren mittels Hausregeln ist bei FFG schon eher die Regel, als die Ausnahme.


    #FuryOfDracula

    [Tom] Ist verständlich, aber falsch irrational ('tschuldigung) gedacht. Abgelaufene Lebensmittel landen zwar in einer Tonne, aber sind keineswegs "Müll", der irgendwo auf einen Riesenhaufen gekippt wird und sinnlos vergammelt. :) Die Nutzung zur Gewinnung von beispielsweise Bioenergie ist umweltökonomisch betrachtet nur weniger effizient, als die Verwendung als Lebensmittel. Aus den begrenzten Ressourcen Boden, Wasser, Sonnenlicht (Maschinentreibstoff etc.)... hat man immernoch etwas sinnvolles gemacht. Elektrogeräte u.ä. hingegen kann man bestenfalls(!) noch recyclen, was so aufwendig ist, dass es sich derzeit nur Niedrigstlohnländern überhaupt lohnt, oft unter teilweise menschenunwürdigenden Bedingungen. ich habe es zwar selber noch nie ausgerechnet, aber ich bin mir sicher, dass die Umweltbilanz für nicht verkaufte Elektroartikel sehr viel schlechter ausfällt.

    Tipp am Rande: Beim Obi kann man Elektroartikel containern! Da gibt's einwandfreie Glühbirnen in beschädigten Verpackungen und so. Weiß ich aus erster Quelle. :)

    Meine Suche geht so in die Richtung Risiko, Axis & Allies oder so. Nur in kleiner und schneller und 2er tauglich.

    Vielleicht ja auch ein Card Driven Game (kenne nur Paths of Glory).

    Das oben erwähnte Nexus Ops ist ein wirklich guter Tipp. Nexus ops ist ein kurzes, aber wirklich VOLL auf Angriff gepoltes, taktisches Axis&Allies mit einem King-of-the-Hill-Element. Produktionsmittel erzeugen, Einheiten kaufen, Bewegung und Kampf funktioniert praktisch wie in A&A. Im Unterschied zu Axis&Allies muss man aber einige, voneinander unabhängige Missionskarten ziehen und möglichst schnell erfüllen ("Gewinne einen Kampf gegen einen Lavaleaper"), sonst kannst nicht gewinnen. Effektiv ist in Nexus Ops die Igel-Strategie somit sinnlos. EDIT: Ups, zu langsam. :)


    Kommentar zu Kemet: Würde ich unter den Vorgaben nicht empfehlen. 1.) Ist in einer Stunde imho nicht machbar. 2.) Ist allgemein zwar auch sehr auf Kampf gebürstet, aber gleichzeitig ist es wirklich ein hartes Optimierungsspiel. Das muss Dir klar sein, denn mit dem Spielgefühl von Risiko oder Axis&Allies hat das absolut nichts mehr zu tun. :)


    Wie man bei der Vorgabe Risiko und Axis&Allies aber ernsthaft ein Spiel wie Small World empfehlen kann, ist mir allerdings unverständlich, das muss ich bei der Gelegenheit echt mal sagen! Abgesehen von Area Control hat Small World absolut NICHTS gemein mit Risiko/A&A.

    In leichter Panik habe ich alle meine Spiele diesem Test durchgezogen...


    (... mehrere Stunden später ...)


    Uff. Bin beruhigt. Alle Spiele im negativem Bereich! :punk:

    Ja, da muss man aufpassen. AT metastasiert sehr schnell. Wenn Dein Regal einmal AT hat, zack!, ist es schon zu spät.


    Was Chuck Norris und Co. betrifft. Jaaa, also da muss man eventuell noch ein bisschen nachjustieren. Die Balance stimmt noch nicht so ganz. Wer hätte gedacht, dass Feldsalat so schwer zu kultivieren ist....


    Bei der Gelegenheit habe ich vorhin mal noch ein bisschen über Punkt 3.2 sinniert. Habt Ihr mal zufällig ausprobiert, was da für MEGAGEILE Titel bei herauskommen, wenn man diese Worte spaßeshalber wirklich einmal kombiniert?! Das ist der Hammer!

    Titel (...) enthält die Worte "Monster", "Mayhem", "America", "Chainsaw","Warrior", "Death", "Nuclear", "Assault","War", "Zombie", "Dungeon", "Quest"oder "Dracula"?

    - "Mayhem Warrior" ... :/

    - "Chainsaw Monster" .... :S

    - "Dracula Chainsaw War" ...:love:

    - "Nuclear Dungeon Monster" ...... :love::love::love:

    - "Nuclear Chainsaw Quest" ............. :love::love::love::love::love:

    - ...


    Wohooo! Würde ich glaub alles ungesehen kaufen. :D

    In jüngerer Zeit entstanden im Nachbarthread Eurogame meets AmiTrash Unklarheiten über das Naturell eines Ameritrash-Spiels. Das war natürlich vollkommen unnötig, denn die Ameritrash-natur eines Spiels ist anhand einiger unverwechselbarer Merkmale relativ zuverlässig diagnostizierbar. Einfach die folgende Liste aus Kriterien und Indikatoren prüfen und danach die Punkte addieren.

    1. Allgemeine Merkmale
      1. Spiel auf Englisch? 5 P.
      2. Spiel ist Teil eines Franchise? 5 P.
      3. Thema bzw. Setting ist Fantasy/SF/Horror? 5 P.
      4. Thema bzw. Setting ist Bauernhof oder Handel in vergangenen Zeiten? -1000 P.
      5. Autor ist
        1. Deutscher? -10 P.
          1. Stefan Feld oder Uwe Rosenberg? -1000 P.
        2. Sonstiger Europäer? -5 P.
        3. US-Amerikaner? 50 P.
      6. Verlag
        1. FFG, Flying Frog, Games Workshop oder Hasbro/Avalon Hill? 5 P.
        2. Lookout oder Feuerland? -100 P.
        3. Verlag GMT, MMP? Vorsicht, wahrscheinlich kein Ameritrash. Siehe "Diagnoseleitfaden Wargame/Cosim" (tbd)
    2. Schachtel und deren Merkmale
      1. ...ist so groß wie ein Kindersarg? 5 P.
      2. Cover zeigt...
        1. Raumschiff/Drache/Kampfroboter/sonstiges Monster? 10 P.
          1. ... Todesstern? 5 P.
        2. Explosion? 5 P.
          1. ...einer Atombombe? 10 P.
        3. Person
          1. Kind? -50 P.
          2. Frau? -5 P.
            1. ...die die Zähne fletscht? 10 P.
          3. Mann
            1. ...der grimmig kuckt? 5 P.
              1. ... und das Spiel heißt Caylus? -10000 P.
            2. ...und die Zähne fletscht? 5 P.
            3. ...der eine Waffe in der Hand hat? 5 P.
              1. ...die er gerade abfeuert? 5 P.
              2. ...und der ein Space Marine sein soll? 10 P.
            4. ...der eine Ware in der Hand hat? -20 P.
            5. ...der eine landwirtschaftliches Werkzeug in der Hand hat? -50 P.
            6. ...der lächelt? -100 P.
    3. Titel
      1. ist der Name einer Stadt oder Insel, oder in Latein? -100 P.
      2. enthält die Worte "Monster", "Mayhem", "America", "Chainsaw", "Warrior", "Death", "Nuclear", "Assault", "War", "Zombie", "Dungeon", "Quest" oder "Dracula"? Je 5 P.
    4. Spielzeit in Wirklichkeit 3 mal so lange, wie auf der Schachtel angegeben? 5 P.
      1. ...und dabei nicht unter 3 Stunden? 5 P.
    5. Regelheft
      1. Haufenweise Bilder, die nur Platz wegnehmen? 10 P.
      2. Überall Flavourtexte? 10 P.
      3. Total unübersichtlich? 5 P.
      4. Mindestens 30 Seiten dick? 5 P.
      5. Auf Hochglanzpapier gedruckt? 5 P.
    6. Hauptkomponenten
      1. Holzwürfel? -100 P.
      2. Carcassonne-Männchen? -200 P.
      3. Plastikminiaturen? 50 P.
        1. ...aber ohne Spielbrett? -100 P. (Prüfen, ob Tabletop!)
      4. Unzählige Pappmarker, die total überflüssig sind? 10 P.
      5. Hexfelder? -20 P. (Vorsicht, Gefahr der Fehldiagnose! Eventuell Cosim.)
      6. Spielgeld? -20 P.
    7. Gameplay und Mechanismen
      1. Am Tisch wird ständig laut geflucht, gejammert, gerufen, gejubelt? 80 P.
      2. Getränke auf dem Tisch? 40 P.
        1. alkoholische? 40 P.
      3. Area Control? 50 P.
      4. Draften, Arbeitereinsatz, Bieten? Je -50 Punkte.
      5. Regeln, die man nur in einer von hundert Partien überhaupt braucht? 10 P.
      6. Regeln zum sinnlosen Zerstören von Einrichtungsgegenständen? 10 P.
      7. Regeln für den unwahrscheinlichen Fall eines Weltuntergangs? 10 P.
      8. Schreiend unfaire Ereignisse oder Wendungen möglich? 200 P.
      9. Kampf
        1. ...mit Würfeln? 20 P.
          1. ...mit 6-seitigen? 5 P.
          2. ...mit mehr als zwei davon auf einmal? 10 P.
          3. ...mit denen man möglichst hoch würfeln muss? 10 P.
          4. ...mit Combat Result Table? -20 P. (Überprüfen, ob es sich um ein Cosim handeln könnte!)
        2. ...mit Karten? -10 P.
        3. ...ist deterministisch? -100 P. -500 P.
        4. Kein Kampf vorgesehen? DISQUALIFIZIERENDES MERKMAL !!! WAHRSCHEINLICH EURO!
    8. Sonstige Merkmale
      1. CD mit grottenschlechtem Midi-Gedudel in der Schachtel? 10 P.
      2. Überall Flavourtext? 20 P.
      3. Dinosaurier, Mutanten, Aliens, Roboter, Dämonen, Tolkien'sche Fanatsywesen, laufende Nasen, Vampire, Zombies, sonstige Untote, Tywin Lannister, Chuck Norris? Je 5 P. Edit: Na gut, für Chuck Norris vergeben wir 6 Punkte, okay?
      4. Laser, Panzer, Kampfroboter, Bazookas, BFG, Handgranate, U-Boot, Düsenjäger, Sternenzerstörer, Raketen, Flammenwerfer, Enterprise? Je 5 Punkte.
      5. Atombomben? 5 P.
        1. ...die man einsetzen kann? 20 P.
        2. ...gegen seine Mitspieler? 50 P.
      6. Dungeon? 50 P.
      7. mit Dungeonmaster? -10 P. (Prüfen: Liegt ein RPG vor?)
      8. Amerika wird angegriffen? 20 P.
      9. Spielercharaktere? 10 P.
        1. ...die in Kröten verwandelt werden können? 5 P.
      10. Spielmaterial passt danach nicht wieder in die Schachtel? 5 P.

    Ergebnisse:

    • 1000 Punkte: Monsters Menace America.
    • 600 und mehr Punkte: Ganz sicher Ameritrash.
    • 400 bis 599 Punkte: Wahrscheinlich Ameritrash.
    • 200 bis 399 Punkte: Ameritrash-Anwärter
    • 0 bis 199: Schein-Ameritrash! Euro im Wolfspelz!
    • Negatives Ergebnis: Sicher kein Ameritrash, eventuell sogar Agricola.

    Dominant Species --> für mich ganz klarer Fall von Euro; aber ein Euro von der guten Art. Nämlich mit richtig schön viel direkter und eben auch mal destruktiver Interaktion. Verdammt schade, dass es so wenige davon gibt. Anderes Beispiel für diese Art Spiel wäre noch Wallenstein/Shogun. Das sind für mich ebenfallls eindeutig Euros, nur halt so, wie ich sie mir wünsche.


    Für AT fehlt Dominant Species der Trash-Aspekt. Dominant Species ist zu grübelig. Und AT mit Holzwürfelchen... das geht irgendwie auch nicht. Was die Sache mit der Wargame-Idee betrifft -- ich glaube, diese Assoziation kommt ausschließlich nur darum immer wieder auf, weil das Spiel nun mal von GMT kommt. Wäre es ein Lookout-Spiel, käme niemand auf diese Idee. :)


    Damit ich auch noch was zur Ausgangsfrage beisteuern kann: Es fehlen noch Kemet und Kyklades in der Liste. Kemet ist ein ziemliches heftiges Messerstechen, aber ist andererseits schon auch ein Optimierspiel. Kyklades fehlt es in der Basisvariante etwas an Aggressivität und vor allem Tempo, und ich habe dabei auch nicht das Gefühl, im Sinne moderner Euros vor mich hin zu optimieren, aber klar, im Kern ist das ein Bietspiel und somit ein klassisches Euro im Sinne von Modern Art oder Funkenschlag, aber eben auch mit Seeungeheuern, felsenwerfenden Zyklopen und Kampf.

    Über diese Begriffe kann man selbstverständlich auch diskutieren, kann sie zu schärfen suchen. Nur: Mir persönlich bedeutet das nichts. Es ist mir vollkommen egal, ob etwa Scythe Eurogame oder AmeriTrash oder Hybrid oder was sonst auch immer ist.

    Joa. Nichts anderes wollte ich damit sagen. Es geht um die Schärfung der Begrifflichkeiten, und nicht darum, alles mit Gewalt in irgendwelche Schablonen zu pressen. Nur: Ein Kreisverkehr ist trotzdem kein Teilchenbeschleuniger, nur weil beides ringförmig ist.


    Allgemein: Natürlich können wir als kleinsten gemeinsamen Nenner eines Diskurses immer festhalten, dass es am Ende darauf hinausläuft, ob etwas Spaß macht oder nicht. Aber das wäre nicht sonderlich interessant und entspräche dann in etwa der Tiefe, mit dem Spiele üblicherweise von deutschsprachigen Rezensenten betrachtet werden: Seicht, oberflächlich, unreflektiert, ohne Kontext, ohne analytische Schärfe, ohne Blick für die Nuancen und die Vielfalt des Hobbys. Ist doch langweilig. :)