Beiträge von Pikmin

    In der FAZ stand ein guter Artikel, dass das Urteil dahingehend auch als Aufforderung zu verstehen sei.

    Der Kommentar zum Rundfunkbeitragsurteil in der FAZ hat den Titel "Realitätsferner geht es nicht", Dem schließe ich mich an.

    Semi-OT: Unabhängig davon, wie die eigene Meinung aussieht - bei einem Blatt, das so sehr versucht, den Anschein von Neutralität und Professionalität zu wahren, das, dem völlig zuwiderlaufend, aber nicht nur absolut tendenziös berichtet und z. B. Journalisten ins Ausland schickt und dann ihre Artikel, weil sie der eigenen Linie nicht entsprechen, nicht veröffentlicht, würde ich keine Texte für voll nehmen, die irgendwas mit Medien, Freiheit, Zwang oder generell Journalismus zu tun haben.

    Danke für den ausführlichen, auch teilweise negativen Bericht. Das Spiel tänzelt bei mir zwischen der Kaufen-, Testen- und Finger Weg-Liste hin und her. Da helfen solche Berichte ungemein.

    ... uuuund?? Wozu tendieren wir denn gerade? :tap2:

    Nichtsdestotrotz Pikmin ist es nunmal leider so, dass die erste pakistanische Kampagne die ich gesehen habe nun auch höchstwahrscheinlich mein erster Brettspielscam ist, den ich mitbekommen habe - Da kann man dran rütteln wie man will, das sind 100%. (Terrorverdacht und Teppichanalogie anderer Poster ziehe ich jetzt einmal nicht - Da bin ich kein Experte). Einen Abbau von etwaigen Vorurteilen kann man nicht einfach nur einfordern, den muss man sich auch verdienen - Das ist mit der Kampagne jedenfalls nicht geschehen.

    Nein, meiner Meinung nach sollte der gegeben sein. Zumindest wenn es Sachen wie Teppichmafiaaussehen und unterstellte, mögliche Terrorfinanzierung betrifft.


    Ja, sicher ist die Möglichkeit des Scams in diesem Fall da. Klar. Sind ja genug Verdachtsmomente vorhanden. Das bestreitet ja niemand.

    Ich habe mich aber auch nur auf genau die Punkte bezogen, die du ausklammerst. Der Vorteil, solche Vorurteile ins Spiel zu bringen, vor allem was das Aussehen eines der Betreibenden betrifft, erschließt sich mir nicht. Das mit dem Teppichmafiaaussehen sollte vermutlich witzig sein, das mit dem Terror... Ja, Pakistani leiden unter Terror, aber wenn man dieses Thema mit einem möglicherweise scamigen Brettspielkickstarter in Verbindung bringen will, dann wäre eine statistisch-wahrscheinlichere Vermutung, dass hier Leute versuchen Geld zu erheischen, deren Brotverdiener in der Familie größtenteils weggebombt wurden. WENN man das in Verbindung bringen will. Klingt abenteuerlich und weit hergeholt? Ja, aber es gibt weitaus mehr Terroropfer als Terroristen. Warum also nicht so rum denken. Ich sage ja auch nicht, dass Terrorfinanzierung AUSGESCHLOSSEN ist - das wäre sie nirgends - aber wie Maftiosi sagte, "Pakistani - irgendwas ist komisch - Terror", da hat die Propaganda gut gezogen. Falls es sich letztendlich als Betrug herausstellen wird, ist, denke ich, als Beweggrund das menschheitsvereinende Element der Raffgier am wahrscheinlichsten. Auch wenn nix ausgeschlossen ist, wie gesagt.


    _____________


    Was hat man nochmal davon, mit einem Euro dabeizusein? Sorry, ich habe öfter schon zu Kickstarter gelesen, aber ich kapier es einfach nicht so richtig. Vorkaufsrecht?

    Ämm...jetzt entwickelt sich hier eine morbide Neu- und Sensationsgier, die mich tatsächlich überlegen lässt, ob ich nicht mein erstes KS-Projekt gleich mit maximalst großem Risiko begehen sollte - wenn schon denn schon! Solo geht es, Middle East Folklore sehr interessant, Minis sind hübsch und LookAtTheBacon s Optimismus ist irgendwie ansteckend ... :huh:

    Noch zehn Stunden sind Zeit, es zu backen und sich dann wieder zurückzuziehen, ja? :O


    #PortRoyal ... Port Royal... Port Royal... Immer wieder Port Royal... Tagsüber, morgens, nachts, wenn mir schon die Augen zufallen, unterwegs, zuhause... Ich wollte einen spielenden Gatten, aber ob es das wert war... Immer und ständig Port Royal... ||


    Exhibitchee : Wenn du aus einer Aufzählung von theoretischen Möglichkeiten eine "seichte Terror-Unterstellung" herausliest, ist das dein Problem und nicht meines. Dass dieses Projekt betrügerisch sein KÖNNTE, liegt meiner Meinung nach auf der Hand, und dann kann man auch ruhig alle Möglichkeiten bedenken.

    Kann man so sehen, denn "seicht" ist die Unterstellung nicht. Eigentlich ist es sogar die einzige mögliche Erklärung, die du in deinem Beitrag erwähnt hast.

    Also ich wäre als Pakistaner oder Mensch mit pakistanischen Wurzeln etwas angefressen, wenn meinen Teppichmafia-Landsleuten "Terrorfinanzierung über Brettspielscam" noch VOR guter, alter und weltweit anerkannter Geldgier vorgeworfen würde. Aber ich bin sicher, die sind schlimmeres gewöhnt. 😁

    Ich habe beim aktuellen Sale auf der PS4 zugeschlagen... #MassEffectAndromeda für 5,99 €.

    Danke!

    Bin, seit die Switch eingezogen ist, sehr stiefmütterlich zur ps4 gewesen. Schön, dass sich das für die nächsten 100 Stunden ändern kann.


    Ach so, falls jemand ähnliche Spielerlebnisse wie SOMA, Firewatch oder The Vanishing of Ethan Carter für die Switch (oder auch PS4, hat aber keine Priorität) empfehlen kann, nur her damit.

    Die MEISTEN üblichen Verdächtigen interessieren mich allerdings nicht so (everybody's gone to the rapture, gone home, life is strange, the park).


    Bei SOMA und Firewatch fand ich vor allem die Kommunikation mit ichsagnichtwem cool, also die Gespräche zwischen den Hauptcharakteren und "mir".


    Ethan Carter fand ich deswegen sehr anstrengend und fast noch gruseliger als SOMA weil man

    Gibt's ähnliches?

    Und nee, Glados zählt nicht xD

    Ach Tatsache - vorhin dachte ich noch gesehen zu haben, dass beim Drüberfahren zwischen den einzelnen Zeilen der "ich kann jetzt einen Link anklicken"-Mausanzeiger zu einem NICHT-"ich kann jetzt einen Link anklicken"-Mauszeiger wurde, also so, als ob es verschiedene Zeilen mit verschiedenen Linkmöglichkeiten gäbe.


    O.o Tagträume.....

    Vielleicht kann man Beiträge verschlagworten und dann erscheinen Threads, die zu den jeweiligen Genres gehören, wenn man draufklickt.

    Rückwirkend wohl ein gigantischer Aufwand aber ab jetzt vielleicht?

    Ich habe bei meinem zugegebenermaßen begrenzten Wissen nicht den Eindruck, dass zwischen einem als eher komplex gelten könnenden Familienspiel und einem noch vergleichsweise simplen Kennerspiel eine allzu große Lücke klafft.

    Finde es aber interessant, dass sie eine Begründung gegeben haben. Ist man ja heutzutage bei Absagen gar nicht mehr gewohnt. Also sehen sie es wahrscheinlich tatsächlich so, denn warum sollten sie sonst eine (letztendlich immer angreifbare) Begründung liefern.

    Ich würde es also unter deren persönlicher Ansicht speichern, nicht unter "ist so".

    Weil du zumindest solo dann nicht wirklich auf Highscore spielen kannst (Eigenleistung), wenn es vom Zufall abhängt, welche Karten du wann kriegst ;)

    Kann man aber. Kommt Zeit, kommt Rat. Man wird ja (tendenziell) besser und irgendwann erhöht sich die Erfolgschance und dann geht es ans Optimieren und - HUCH! DU bist es! Cya!

    Du kannst anhand der Regeln abschätzen, wie hoch die Wiederspielbarkeit ist? Das hab ich ja noch nie gehört :huh:

    Du hast hier überhaupt nichts zu bezweifeln, oder mitzureden, zu fragen, zu klagen oder sonstwie irgendetwas von deiner Existenz bemerkbar werden zu lassen. cold25 hat eine der besten Soloerfahrungen die wo gibt vor sich und wenn du nicht nach zwei Wörtern Regellesen kapituliert hättest, würdest du keine erstaunten Smileys setzen, sondern mit leichtem Herzen und strahlendem Gesicht - ach was reg ich mich noch auf...

    So langsam werde ich neugierig auf Ex Libris. Bin gespannt wie zugänglich das Spiel für Familien ist.

    So geht's mir auch. Frau und Schwiegereltern wollte ich damit wieder an den Tisch holen.

    Da würde ich ihm vielleicht keinen Persilschein ausstellen, besonders wenn Sir Pech mit "Familien" auch (jüngere) Kinder meint.


    Das town-board und die Grafiken auf den "Platten" (Orte und eigene Bücherläden) bieten zwar visuell schon etwas, auch die Assistenten sind süß (*wiederhol*) aber das Kernstück - das eigene Bücherregal, das man zusammenlegt - ist etwas, das für eher visuell interessierte Kinder (und Erwachsene), die sich für lustige Buchtitel vielleicht nicht unbedingt SO begeistern, dass alleine die sie immer wieder an den Tisch holen, einen eher vernachlässigbaren pull factor darstellt.

    Bei Kindern (und Erwachsenen), die sowas lustig finden, sieht das natürlich anders aus.


    Auch die Interaktion ist, typisch workerplacementmäßig, hauptsächlich, anderen Plätze wegzunehmen oder dass die Menge an Assistenten, die auf einem Ort stehen, für dessen Auswirkung eine Bedeutung hat (Je mehr in der Wetthütte mitwetten, desto größer die Ausbeute für den Gewinner). Ansonsten spielt man schon hauptsächlich mit den Orten und mit seiner Auslage.

    Nur als Hinweis - für Mitspieler, die damit kein Problem haben, ist es natürlich immer noch ein charmantes Stück Kunst. ;)

    Och, ich find die süß, danke für den Link JanW - und es wurde auch gut erklärt! Ich hab ja jetzt leider schon das Vorwissen, aber ich könnte mir vorstellen, auch wenn ich das Video auf leeres Hirn guckte, hätte ich eine ziemlich genaue Vorstellung vom Ablauf.

    Und ehrlich gesagt, die IST doch ziemlich "steif" und unbewegt, vom gelegentlichen Ärmchenschütteln mal abgesehen :lachwein: Aber nicht unsympathisch.


    Oh und ja, eine Sache hatte ich vergessen (wahrscheinlich auch mehrere ?() - dass man SELBST bevor die Punktewertung beginnt nochmal freiwillig Bücherkarten umdrehen und so zu leeren Regalabschnitten machen kann. Wir erinnern uns - immer die erste Karte von links, die NICHT in der Reihenfolge ist, wird umgedreht und nicht gewertet - manchmal kann man jedoch eine "wertvollere" Karte, mit besseren Büchern, die eigentlich umgedreht worden wäre, retten, indem man davor eine umdreht und so die Reihenfolge wieder herstellt.


    Anyway, back to topic - ihr kommt doch eh alle NIRGENDwoher, solange ihr nicht aus FRANKFURT....... gell Helmut R. ??


    :sauf: Im Herzen von :sauf: Europa liegt :sauf: mein Fraaankfuuuurt am Maaain...



    Übrigens, ganz im Sinne von Ex Libris war ich gestern bei einer Führung in der Deutschen Nationalbibliothek (gibt's zwei von, eine in Leepzsch und eine in FRANKFURT) - das war wieder ein massiver "Die Stadt der Träumenden Bücher"-Flash, da fahren unten, im Magazin, bestellte Bücher AUF SCHIENEN in Plastikwannen durch die Gänge, teilweise gehen in WÄNDEN Luken auf, damit sie passieren können, über den Köpfen oder nebenher auf Hüfthöhe ist da ein riesiges Schienenfahrsystem... an den Plastikwannen wird mechanisch eingestellt, zu welchem "Bahnhof" das Buch will und entsprechend die Richtung bestimmt... fantastisch, wie in den Katakomben unter der Stadt :klatsch::klatsch:

    Also du schreibst kontextfrei, dass das Beste (das BESTE!!) an dieser WM (nicht an WMen im Allgemeinen) ist, wenn sie vorbei ist, und dann hättest du NIE erwartet, dass man das nicht als "der gute Mann hat ständig seinen Zweitscreen laufen und ist daher so dermaßen drinne, dass er zu sonst nix kommt - zudem findet er das Gebotene nur mäßig, muss aber, weil es ja WM ist, gucken" interpretiert, sondern andere Interpretationsansätze deutlich naheliegender sind?

    Falsch. Ich schrieb doch, dass ich bewusst andere Interpretationsansätze ermöglicht habe. Ich hätte aber nicht erwartet, dass man meinen Satz als "Schadenfreude ob des Abschneidens der deutschen Mannschaft" interpretieren könnte.

    Falsch! Du hattest geschrieben, dass du hier, "nur" weil du mal keinen Smiley setzt, völlig andere Interpretationen deines Satzes gelesen hast, als das, was du eigentlich gemeint hattest. Daraus lässt sich schließen, dass du, hättest du einen Smiley gesetzt, davon ausgegangen wärst, dass das "gedachte" offensichtlich gewesen wäre. :) (<=Smiley, um zu zeigen, dass ich's net bös mein)

    Schon spannend, wie eine kurze flapsige Aussage dermaßen anders interpretiert werden kann, als sie gedacht war, nur weil man mal keinen Smiley setzt.

    (Fettung von mir)

    Ich vermute einfach mal du bist kein ITler,

    Ertappt!

    Zitat

    sondern einfach nur ein stumpfer

    Joa

    Zitat

    Fußballfan

    Nicht mal! :D


    Zudem beantrage ich Änderung im Titel, von "die Vorrunde" in "die Hitzewelle" :sleeping:


    Zum Thema: Als Fachfremde bin ich heute, nachdem mein Traum von japanischen Weltmeistern gestern grausam zerstört wurde, sowohl für Schweden als auch England, aber eher für England, und dann noch für die Schweiz. Und ein biiiiisschen für Kolumbien. Sehe dem Spieltag also relativ entspannt entgegen.

    Da ich im Verhältnis zu den meisten hier wohl noch eine recht übersichtliche Spielesammlung habe kann ich das mit Titeln beantworten:


    Herr der Ringe LCG - ich habe das Gefühl, ich könnte doch noch so einiges rausholen an Spielspaß, aber dann denke ich an meine Unfähigkeit beim Deckbau und den Schwierigkeitsgrad des Spiels und daran, dass ich es NOCH NIE geschafft habe, ein Szenario ohne Anfängerregeln zu packen und dann schwindet meine Lust, mich genug zu engagieren um einfach mal BESSER zu werden...


    Die Legenden von Andor - ich würde es gerne im Solo vorantreiben oder mal ein paar Fan-Szenarien durchspielen (da soll ja richtig Story aufkommen) aber anderes ist dann irgendwie doch dringender/interessanter


    Robinson Crusoe - kommt nicht in dem Sinne zu selten auf den Tisch, aber ich könnte ja auch mal ein anderes Szenario, als immer nur das erste durchspielen ^^


    Mage Knight - der Aufbau, und es ist doch mehr "Puzzle" als Story, darauf habe ich zwar manchmal schon explizit Lust, aber - der Aufbau xD


    Und dann die ganzen neuen, noch überhaupt nie getesteten... Das Vermächtnis (solo), Lewis & Clark (solo), Civilization solo-Modus...und Nations könnte ich auch mal wieder.

    Ach ja - Thunderstone Advance Numenera. Noch nie gespielt, weil Regelkapierblockade. Nach meinen letzten Erlebnissen hole ich mir vielleicht mal die englische Regel, um es besser zu verstehen ... verkehrte Welt :S

    Also du schreibst kontextfrei, dass das Beste (das BESTE!!) an dieser WM (nicht an WMen im Allgemeinen) ist, wenn sie vorbei ist, und dann hättest du NIE erwartet, dass man das nicht als "der gute Mann hat ständig seinen Zweitscreen laufen und ist daher so dermaßen drinne, dass er zu sonst nix kommt - zudem findet er das Gebotene nur mäßig, muss aber, weil es ja WM ist, gucken" interpretiert, sondern andere Interpretationsansätze deutlich naheliegender sind? Und vermutest, dass das "alleine durch das mal-nicht-setzen eines Smileys" verursacht wird und es mit Smiley hätte ganz anders und mehr im Sinne des Erfinders hätte aufgefasst werden können? Du siehst mich bass erstaunt 8| Aber auch ich hab wieder was gelernt! :)

    133 das sind 3 mehr als 2017. Gekauft habe ich um die 20 Spiele in den vergangenen 12 Monaten aber ca ebensoviele verkauft. Die Sammlung darf nicht über 150 gehen.

    So jetzt mal unter uns - hast du jemals in deinem Leben die Worte "die Sammlung darf nicht über 50 gehen", dann "die Sammlung darf nicht über 75 gehen", dann "die Sammlung darf nicht über 100 gehen" gedacht, gesagt, geschrieben oder gemorst?
    Bei mir scheint nämlich leider eine entsprechende Entwicklung zu passieren...ich versuche aber mit Zähnen und Klauen, es wieder unter 50 zu drücken und nicht zu erhöhen. Bin bei zwischen 60 und 70, wenn ich richtig gezählt habe. Dieser Wahnsinn muss ein Ende haben!! :stop::aufgeb:

    gab62

    Ich bin auch sehr neugierig auf die deutsche Version, schaue zwar nicht mehr in so fanatisch-kurzen Abständen auf die Schwerkraftseite, aber doch regelmäßig. Falls ich da was sehe geb ich natürlich hier Bescheid.

    Könnte mir echt vorstellen, die deutsche Version auch zu kaufen. [Tom] aber ob ich mir die englische dann vom Herzen reißen kann weiß ich noch nicht :-O Melde mich aber, im Falle eines Falles ;-D

    großartiger Bericht - klingt wie ein Abschnitt aus einem meiner Lieblingsbücher: die Stadt der träumenden Bücher.:hopping::hopping:

    Nun freue ich mich noch mehr auf das Spiel, da es ja auch für mich gemacht wurde:peace:

    Ein schöneres Kompliment könnte ich mir jetzt schwer vorstellen, vielen Dank:peinlich: (Trotz leichter Enttäuschung von "Prinzessin Insomnia und der alptraumfarbene Nachtmahr"...)


    Warum sollte der Schwerkraftverlag da weniger Material bieten als das englischsprachige Original von RGS?

    Hab ich da nicht jüngst irgendeine Enttäuschung vernommen, dass die deutsche Version nicht so ausgestattet war, wie die englische? Glaube bei Dice Settlers / Würfelsiedler.

    Oder es war Enttäuschung, dass die Deluxe-Ausgabe, mit besserem Material, nicht auf deutsch angekündigt wurde. Irgendwie sowas war hier doch zu lesen oder? Vielleicht erwächst cold25 s Angst daraus. (sorry ich muss immer die Genitiv-S'e mit Abstand setzen, sonst funktioniert das mit der Benachrichtigung des Angesprochenen nicht)

    Also, darauf zu kommen hätte ich wohl mit allen gesetzten Smileys der Welt ein Problem. :lachwein:

    Pikmin könntest Du mal bitte damit aufhören, mir Spiele schmackhaft zu machen??? ;-)

    Du zuerst! ^^


    MetalPirate

    Da fällt mir gerade überhaupt keine gute Möglichkeit ein... z.B. deinen und Oles Bericht hier in den Thread dazu? Kann man machen! Wenn das nicht zu sehr das "Gespräch" drüben zerpflückt. Vielleicht kopieren, statt verschieben? Schwierig. Organisiertere Köpfe mögen vortreten. ;)

    Das hat ja sogar den MetalPirate Solo-Gütestempel verpasst bekommen (mehrere beendete Partien, wenn ich mich nicht irre).

    Nee, eine, von mittlerweile vier angefangenen Solopartien meines gesamtes Spielerlebens: TfM, Grimoire des Wahnsinns, Ex Libris [3x empfehlenswert] + Lisboa [überhaupt nicht mein Fall; abgebrochen].


    Und das Vergeben von Gütestempeln überlasse ich lieber denen, die öfters solo spielen. Ich bin nur der Mehrspieler-Fan und Solo-Verächter, der ab und zu sagt: "Dieses und jenes ist solo doch gar nicht so schlecht..." ;)

    Verzeihung, da habe ich mich missverständlich ausgedrückt: ICH habe dem Spiel den MetalPirate-Gütestempel verpasst (ob du willst oder nicht), aber gut, dann ist es nur der Silberstempel, weil die eine Partie zwar beendet wurde aber keine weiteren folgten. : -D

    Nabend!


    War gerade einen neuen Thread am Erstellen, da schlägt mir das Forum diesen Thread mit dem EXAKT GLEICHEN Titel vor.

    Also klatsch ich mich hier ran! Wenn das nicht erwünscht ist mach ich aber gerne noch einen ganz neuen auf.

    Hier endlich mein Spielbericht zu:

    Ex Libris

    Der Karton ist fast so schön, wie es meine Vorfreude auf das Spiel war.

    Stimmungsvolle Deckelgrafik, teilweise glänzend und ordentlich hoch. Und das Innenleben erst... Jedes Orts“kärtchen“, jede Bibliothekskarte kommt aus ordentlichem, festen Karton daher, das „Spielbrett“ oder besser, „die Stadt“ ist ebenfalls kräftig und die Regalkarten, auf denen sich jeweils eine unterschiedliche Anzahl von Büchern befindet, sind auch sehr schön und wertig gearbeitet.


    Ich muss ein bisschen fiepsen, als ich die unterschiedlichen Assistenten entdecke. Es gibt pro Spieler zwei (Spiel mit mehreren) oder drei (Solospiel) Standardassistenten, kleine Gnome






    und dann noch insgesamt 12 Spezialassistenten. Davon kriegt jeder Spieler denjenigen zugeteilt, der zur Bibliothek gehört, die er sich aussucht. 12 VERSCHIEDENE HOLZMEEPLE MIT ALLERLIEBSTEN FORMEN (gut im genau zu sein, 11 Holzmeeple und ein Gelatineblob aus Plastik - zu meiner Schande muss ich gestehen, ich habe ihn zuerst gar nicht als Spezialassistenten kapiert! Daher erst später nachfotografiert...):







    Besonders die rosa Schlange/der Bücherwurm tut es mir an. Als Hesse MUSS man Würmchen ja nahezu süß finden, denn: „Saß 'n Wermsche mit nem Schermsche unnerm Ermsche aufm Termsche“... Nun ja, tut jetzt nichts zur Sache. Aber auch der Roboter und der Schneemann und der Feuerimp und hach, ALLE sind allerliebst in Form gesetzt.


    Und auch Jamey Stegmayer steht auf die Spezialassis! Allerdings weniger wegen des cute-factors sondern eher wegen ihrer Eigenschaften im Spiel.




    Die Grafiken auf den unterschiedlichen … Platten, möchte ich sie fast nennen, sind höchst ansprechend. Auch die Art, wie man, je nach Ort, an Bücher kommt, ist schön thematisch. In der Wetthöhle spielt der Zufall mit, in der Müllhalde durchsucht man den Ablagestapel und beim Buchhändler bekommt man … nun ja … halt Bücher. ;-D (muss dafür allerdings nicht mal was zahlen. Beim Buchtauscher schon! Da geht es Karte gegen Karte.)


    Einige Orte bringen pro Runde eine eigene kleine Auswahl an Bücherkarten mit, die dann meist (nicht immer) auch für jeden Spieler einsehbar sind. Alles lässt ziemlich viel Möglichkeit für taktisches Spiel. Es ist ja immer auch wichtig, welche Art der Bücher für die Mitspieler wertvoll sein könnte, sodass man nicht nur versucht, sein Bücherregal mit dem eigenen Schwerpunkt zu füllen, sondern ab und an auch einen Hate-pick einfließen lassen kann, um einem Mitspieler eine besonders wichtige Kategorie wegzuschnappen. Doch dazu bei den Regeln mehr!


    Die Anleitung

    Überraschend für mich – auch die zweite Anleitung meines Lebens, die ich auf Englisch lese, lässt kaum Fragen offen. Die „english only“-Haltung einiger geschätzter Mitspieler wird für mich, die ich oft Probleme mit dem Verständnis von Regeln habe, sinniger und sinniger. Tatsächlich habe ich das Gefühl, restlos alles kapiert zu haben. Das wird sich aber natürlich erst im Spiel zeigen. Nachschlagen werde ich manches sicherlich noch.


    Grob gesagt ist der Spielaufbau und -ablauf wie folgt:


    Neben der Wahrsagerhütte, die (im Mehrspielerspiel) immer als erster Ort ausliegt, kommen zufällig gezogene, weitere Bücherläden, bzw. eher, Büchererlangmöglichkeiten hinzu. (Eine Müllhalde ist ja kein Laden und beim Buchtauscher „erwirbt“ man auch nicht in dem Sinne Bücher.) Diese werden nacheinander zufällig gezogen und werden ihren aufgedruckten Nummern entsprechend in einer bestimmten Reihenfolge fest dem town-board hinzugefügt. In jede dieser Büchererlangmöglichkeiten – im folgenden einfach nur noch ORTE genannt und Obacht, der eigene Bücherladen wird zur besseren Unterscheidung nur noch Buchladen genannt; er unterliegt anderen Regeln als die ORTE – können nun reihum die Spieler Assistenten entsenden, so lange, bis kein Assistent mehr übrig ist. Da man auch mehrere Assistenten zum selben Ort entsenden kann und die Plätze für Assistenten dort begrenzt sind, ist es möglich, dass mancher Spieler in einer Runde einen Ort mehrfach nutzt, ein anderer aber „nicht mehr rein kommt“. Zusätzlich können Assistenten in den eigenen Buchladen geschickt werden um eine sogenannte Heimaktion auszuführen; eine Buchkarte vom Deck ziehen ODER eine Buchkarte ins Bücherregal einsortieren. Durch das Einsortieren („shelfen“) der Bücher entwickelt sich das Bücherregal, aus dessen Zusammensetzung sich am Ende die Punkte ergeben.

    Der Spezialassistent kann auch geschickt werden und verfügt jeweils über eine eigene, spezielle Aktion oder nennen wir es manchmal besser Auswirkung.


    Auf diese Weise tauscht, bekommt und regaliert man Bücher(karten) und kann auch unvorteilhafte Werke (solche der verbannten Kategorie) loswerden.


    Nacheinander setzen also alle Spieler immer reihum einen Assistenten ein, führen die Aktionen von Orten, die ein Blitz-Zeichen aufweisen, sofort aus und die Aktionen von Orten, die eine Uhr aufweisen, etwas später.

    Die Standard-Heimaktionen im eigenen Bücherladen werden immer sofort ausgeführt.


    Nach der Aufbauphase und der Assistentenphase kommt die Auflösungs-Phase; beendet wird eine Spielrunde von der vierten und letzten, der Aufräum-Phase. Dann geht es weiter wie zuvor; neue Orte werden gezogen, die Orte, die ein gewisses Sortiment an Büchern bieten werden mit der angegebenen Zahl an Buchkarten bestückt und sollte zwischenzeitlich der Startspieler nicht gewechselt haben ändert sich an der Spielerreihenfolge nichts.


    Dies geht solange weiter, bis das Ende des Spieles getriggert wird (sobald jemand ein Buchregal aus 16 Karten besitzt). Dann kommt die Punkteabrechnung.


    Erste Solopartie

    Sehr schön genau und unzweideutig wird der Aufbau beschrieben. Ich habe die beiden Bücherläden „Accursed Knowledge“ und „The Clockwork Atheneum“ zur Auswahl gezogen und entscheide mich für letzteres.


    Als Spezialassistenten bekomme ich daher den schicken Robo, der für jeden eigenen Assistenten, mit dem er zusammen auf demselben tile steht, eine zusätzliche Heimataktion heraushaut. Da ich im Solospiel jedoch niemals zwei Assistenten auf dasselbe ORTStile stellen darf, kann ich seine Spezialauswirkung nur nutzen, wenn ich bereits einen (oder mehrere) Assistenten in meinem eigenen Bücherladen habe und den Robo dazustelle. Ansonsten arbeitet er wie ein normaler Assi. Also für das Solospiel nicht die stärkste Variante – es sei denn, meine Heimaktionen stellen sich in dieser Partie als SEHR brauchbar heraus. (Wir erinnern uns, diese sind immer „ziehe eine Karte vom Deck“ oder „lege ein Regalbrett an“)


    Meine Stadt besteht aus folgenden zufällig gezogenen Orten:




    (sorry, etwas verhuscht, da mit Panoramafunktion aufgenommen)


    Sehr, sehr schön finde ich die Vielfalt der möglichen Aktionen. Ich kann mich kaum entscheiden, womit ich anfangen will.


    Um ein optimales Punkteergebnis zu erreichen muss man unter anderem folgendes beachten: Es gibt insgesamt 6 Buchkategorien. Jedes Spiel wird eine besonders beliebte Kategorie gezogen (hier: Fiktive Texte, die grüne Karte auf dem obigen Bild, ganz oben, mittig) und eine von der Buchkommission der Stadt verbannte Kategorie (hier: Referenztexte, die blaue Karte. Aha, wir sind also antiwissenschaftlich eingestellt, interessant! Dafür aber den Geist mit Romanen und Fiktion betäuben, mir schwant, welche Art der Herrschaft hier angestrebt wird...).

    Zusätzlich zieht jeder Buchladenbesitzer einen Fokus für seine Büchersammlung, in meinem Fall Historische Texte. Ja, ich widersetze mich der Tyrannei der Machthaber und wenn Referenztexte schon verboten sind, so wollen wir wenigstens aus der Geschichte lernen, wohin so etwas führt!


    Jeder Buchladenbesitzer, der besonders viele Bücher der derzeit beliebten Kategorie hat, kann dafür Extrapunkte erhalten. Für jedes Buch der verbannten Kategorie gibt es Minuspunkte. Und schließlich wird jedes Buch aus der Persönlicher-Fokus-Kategorie mit 2 Punkten gewertet.


    Ein zusätzlicher Kniff verhindert eine allzu starke Einseitigkeit des Angebots. Für jedes Buch der Kategorie, die man am WENIGSTEN im Angebot hat, gibt es 3 Punkte. Die verbannte Kategorie ist hier ausgenommen. So wird jeder Buchhändler darauf erpicht sein, ein möglichst ausgewogenes, breitgefächertes Angebot an Buchkategorien anzubieten. Wenigstens das haben sie nett gelöst, die Herren da oben!


    Des Weiteren wird die Regalstabilität gewertet, sowie die Ordnung innerhalb der Regale; Bücher sollten möglichst in alphabetischer Reihenfolge einsortiert werden.


    Wie ihr seht ist man als Buchhändler also ganz schön gefordert – es sollen möglichst verschiedene, möglichst alphabetisch sortierte Bücher in möglichst großen, möglichst stabilen Bücherregalen stehen, und innerhalb der Kategorien gibt es auch noch noch Vorzüge. Uff! Der Puzzleteil des Spieles wird nicht zu verachten sein.


    Die Geschichte im Solospiel

    Anders als im Mehrspielerspiel gilt es für meinen Buchhändler Hieroglypho Alifbata (Betonung bitte auf gly und ba) nicht, sich gegen andere Buchhändler durchzusetzen. Im Solospiel möchte man nur eine Lizenz zur Eröffnung eines staatlich anerkannten Buchladens erwerben. Dafür muss man jedoch schon etwas bieten; und zwar sollte das eigene Angebot dasjenige der örtlichen öffentlichen Bibliothek schlagen. Glückt dies nach festgesetzten 5 Runden ist das Spiel gewonnen. Die Punktewertung am Ende ist leicht anders und nicht alle Orte und Buchläden stehen im Solomodus zur Verfügung, der Spielablauf ist aber fast derselbe.

    Die öffentliche Bibliothek wird durch den discard-pile dargestellt; nun muss ich also nicht nur darauf achten, welche Karten ich mir HOLE sondern auch darauf, welche ich WEGWERFE! Jedes Buch, das zum (in den ersten drei Runden geheimen) Fokus der Bibliothek oder zur derzeitigen allseits beliebten Kategorie gehört verschafft ihr vielleicht genau die Punkte, die sie gewinnen lassen ... D-:



    Einige ausgewählte Aktionen:


    Schön, nachdem sich also alle Beteiligten einig sind beginnt die erste Runde.

    Ich möchte unbedingt meine Buchkarte mit den zwei Büchern der gebannten Kategorie loswerden. Tollerweise bietet sich dafür der Buchsammler Journalius Knallfrosch an: Der SUCHT nämlich gerade unter anderem nach dieser Kategorie.

    Noch dazu bekomme ich pro zwei Bücher, die ich wegschmeiße, eine neue Karte, die ich auch noch direkt ins Buchregal einsortieren darf! Pro zwei BÜCHER, die sich auf einer Karte befinden, nicht bloß pro Karte! Und wie es der Zufall will habe ich gerade eine Karte, die ZWEI der verbannten Bücher zeigt. Na da muss Zwick hin und das organisieren.






    Der fleißige Gnom bringt Hieroglyphos Bücher zu Knallfrosch und kommt mit den vom aspirierenden Buchhändler gewünschten Werken wieder zurück, alle sind zufrieden. Die so erworbene Buchkarte kann gleich ins Bücherregal „eingeshelved“ werden.





    Zwack hingegen wird zur Buchhändlerin geschickt und nimmt sich, sehr langsam und ihr ohne zu blinzeln ins feindliche Gesicht starrend die zu Alifbata-Books passenden Folianten um dann rückwärts gehend langsam den Laden zu verlassen. Was'n mit der los, hat sie sich vertan und gehört „Psssst, leise!“ zischend in eine Bibliothek?? Na die sortieren wir fürderhin besser schnell aus! (Dass sonst pro Runde mindestens 3 Karten auf den discard-pile kommen hat damit natürlich nichts zu tun... *pfeif*)





    Danach wird Zwuck in Alifbatas Räumen zum Aufräumen eingeteilt. Er zaubert aus dem ganzen Krusch tatsächlich genau solche Werke heraus, die der grummelige Übersetzer schon wieder völlig vergessen und die ideal in die alphabetische Reihenfolge passen würden. Außerdem sind einige von ihnen derzeit sehr beliebt! (Heimaktion: Ich ziehe eine Bücherkarte vom Deck)




    Auch Automanton wird fürs erste im Laden behalten. Durch Zwucks Gegenwart fühlt er sich wie so oft scheinbar doppelt motiviert, sodass er nicht nur ebenfalls ein paar Bücher hervorkramt (Heimaktion: Ich ziehe eine Bücherkarte vom Deck) - leider nur mäßig passend, aber wir können sie ja auf der Hand behalten - als es auch zusätzlich am selben Tag noch schafft, einen ganzen Regalabschnitt zu zimmern und zu füllen (zweite Heimaktion, ermöglicht durch die Anwesenheit eines weiteren Assistenten in der Buchhandlung: Ich spiele eine ältere, ganz gut passende Buchkarte aus). Alifbata-Books wachsen und gedeihen!



    Schon am Ende der ersten Runde habe ich ein einigermaßen stabiles, schönes Bücherregal. Das Puzzeln entwickelt sich also nicht schleppend, sondern geht gleich los.


    Nun werden zwei Orte gemülllt (darf selber aussuchen, welche) und nur ein neuer zufällig gezogen. Meine Auswahl schrumpft also, wechselt sich aber auch ständig ab und am Ende der fünften Runde ist der gesamte Stapel verbraucht. Irgendwann mal weiß man natürlich, welche Orte im Stapel sind und daher, im Solo, auch alle auf jeden Fall auftauchen – nur wann genau ist nicht klar.


    Ebenso dreht man zu Beginn der 2ten und 4ten Runde die übriggebliebenen Kategorienkarten auf und per Ausschlussverfahren weiß man so zu Beginn der 4ten Runde sicher, welchen Fokus die öffentliche Bibliothek hat. Dann hat man noch 2 Runden Zeit, ein paar hate-picks zu vollführen und ihr möglichst wenig Extrapunkte zu verschaffen. Davor kann man sich ruhig darauf konzentrieren, die allseits beliebte Kategorie und den persönlichen Fokus möglichst häufig einzubauen.


    In der nächsten Runde ist also folgendes passiert: Zwei Orte wurden entsorgt, ein neuer gezogen und dazugelegt, alle Karten, die auf Orten lagen dem discard-pile hinzugefügt (Futter für die öffentliche Bibliothek – es ist daher sinnvoll, Orte, auf die jede Runden mehrere Karten gelegt werden schnell zu entsorgen, leider), eine der verbliebenen Kategoriekarten aufgedeckt (Ahaaa, der Schwerpunkt der Bibliothek sind also nicht „Verderbte Kodizes“ - bleiben ja eigentlich nur „Monsterhaustiere“ und „Sprüche und Tränke“. Falls es sich irgendwann anbietet, dann kann ich ja jetzt schon versuchen, Bücher dieser beiden Kategorien ebenfalls nicht zu discarden. Allerdings gibt es selten Situationen, in denen dieser Gedanke den Unterschied macht. Kann aber durchaus mal bei der Entscheidungsfindung helfen.



    Was tricky ist: Sobald der Anfang des Bücherregals gemacht wurde – die erste Karte kann man EGAL WO hinlegen – kann nur noch an diese angelegt werden, entweder links, rechts, oben oder unten. Nun möchte man natürlich in alphabetischer Reihenfolge anlegen können und gleichzeitig nicht allzu große Sprünge machen. Sollte auf Titel, die mit M beginnen als nächste Karte schon der Anfangsbuchstabe X kommen, dann hat man dazwischen eine ganz schön lange Reihe nicht alphabetisch einsortierbarer Buchstaben. Um sich trotzdem nicht in eine totale Sackgassezu manövrieren gibt es folgende Kontermöglichkeiten;


    1. Einige Aktionen erlauben das Vertauschen von einer bereits ausliegenden Bücherregalkarte mit a.) einer anderen im Regal, b.) einer anderen auf der Hand oder gleich c.) das Verlegen an einen ganz anderen Ort innerhalb des Bücherregals, solange es den Legeregeln folgt. Das Bücherregal darf nicht auseinandergerissen werden und jede Karte muss wie gesagt an eine andere seitig oder oben oder unten angelegt werden.

    2. Ein Besuch bei der Regalbauergilde erlaubt das horizontale Verschieben ganzer Buchreihen.

    und schließlich

    3. Selbst WENN mal eine Karte unwiderbringlich unalphabetisch einsortiert wurde wird sie bei der Punkteabrechnung einfach umgedreht und stellt dann einen leeren Regalabschnitt dar. Für das Berechnen der Regalstabilität wird sie immer noch mit einbezogen und kann damit selbst noch mindestens 1 Punkt bringen. Je nach Position auch mehrere, je nachdem, welche Karten durch sie als Verbindungspunkt für das Restregal zählen. Außerdem wird von links nach rechts und von oben nach unten auf Alphabetsreihenfolge gecheckt. Sobald eine Karte aus der Reihe tanzt wird sie umgedreht und nicht mehr beachtet; das heißt, man kann durchaus eine Karte „opfern“, wenn es gerade passt, und danach weiter so im Alphabet weiterlegen, wie geplant. Ein zwischen lauter M-Titeln einsortiertes X stört den Buchstabenfluss um es herum nicht wirklich, nur die X-Karte selbst wird nicht gezählt.


    Ach ja, das Regal darf nur drei Reihen haben, diese dürfen aber beliebig lang sein.


    Das ist eigentlich alles sehr schnell kapiert und verinnerlicht und auch so logisch, dass beim Spielen kaum Grübelei oder „wie war das jetzt“-Momente aufkommen. Natürlich kann ich bis jetzt nur vom Solospiel reden! Jeder Ort und jeder Buchladen werden im Regelbuch auch noch einmal genauer erläutert, die Punkteabrechnung wird ebenfalls sehr gründlich und anhand von Beispielen veranschaulicht, sowohl für das Mehrspielerspiel als auch fürs Solo.


    Ich finde es ein sehr schönes Spiel (unter anderen wurde es übrigens mir persönlich gewidmet:




    *brüst,prahl,rumgockel* *leichtdietatsachenverdreh*) und den Solomodus richtig gut gelungen.

    Die Langzeitmotivation muss sich noch zeigen, aber in der knappen Woche die ich es jetzt habe denke ich ständig dran und möchte immer nochmal spielen und nochmal. Bin gespannt, wie es sich mit mehreren Spielern anfühlt und werde dann natürlich erneut berichten.


    Der Workerplacement- und der Puzzleanteil sind echt schön verknüpft – mir macht das Überlegen, welche Aktionen ich am besten und am sinnigsten in welcher Reihenfolge nutze fast so viel Spaß, wie das Legen meines Regals. Obwohl für mich ein wesentlicher Motivationsfaktor die hunderten unterschiedlichen Buchtitel waren, habe ich auch Partien gespielt, in denen ich wirklich nur GESPIELT habe und kaum oder gar nicht auf die Titel geachtet. Und es war trotzdem schön. :-D


    Oh, ich krame mal meine allererste Punktebewertung raus! Ich bin natürlich wegen des Themas voreingenommen; NOCH DAZU ist es in einer Fantasystadt mit entsprechend krudem Humor angelegt! Also besser hätte man das Setting für mich fast nicht treffen können. Die Buchtitel sind mir teilweise ein wenig zu selbstreferenziell, was im schlimmsten Fall immersionsbrechend wirkt, und auch der Humor ist nicht immer meiner, aber oft genug dann doch und so einige Titel haben mich wirklich kichern lassen oder meine Fantasie zu weiterem angeregt. Der Schwierigkeitsgrad lässt sich anpassen, sodass die Herausforderung nicht so schnell abflauen wird.


    Was nicht soooo schön ist: Im Solospiel legt man Orte, die man eigentlich gerne behalten würde, schneller ab, wenn auf ihnen Karten zur Auswahl liegen, denn diese kommen am Ende jeder Runde auf den discard-pile und dieser bildet am Ende in seiner Gesamtheit das Angebot der öffentlichen Bibliothek. Ich meine, ja, je mehr Bücherangebot in der Stadt vorhanden ist, desto größer wird wohl auch die öffentliche Bibliothek sein, schon recht... aber oft fühlt es sich unthematisch und rein strategisch an, diesen oder jenen Ort zu schrotten, nur weil man Angst vorm Anwachsen des discard-piles hat.


    Oh nein, nicht mein schöner Vergleich! =O


    Aber im Ernst, sehr cool zu hören, danke für den Hinweis, das freut mich total! Ich habe das Ding bis jetzt nur angeschafft, aber noch nicht genauer in Augenschein genommen, ja noch nicht mal entcellophaniert. Und da sich gerade Port Royal zu einem echten Schlager bei meinem Mann entwickelt doppelt und dreifach schön. :sonne::sonne::sonne:


    Das war jetzt sehr OT, Verzeihung. Ich geschloss mein Mund.

    Ja, denke auch, manche Spiele, die zwar "durchgespielt" werden können, sind das Geld trotzdem einfach aufgrund des Erlebnisses schon wert.

    Ist natürlich sehr schwer, das zu beurteilen, bevor man es durchgespielt hat. Und wo ich schon eher mal einstellige Beträge zücke, um das Risiko zB bei "Port Royal - Das Abenteuer beginnt" (Erweiterung mit Story) einzugehen, ist es in dieser Preiskategorie doch etwas abschreckend.

    Trotzdem, wenn ich einen Verdächtigen hätte, bei dem es sich trotz höherer Preisklasse bestimmt lohnt, dann 7th Continent =D


    Werde aber vermutlich wie Hexe auf einen späteren Gebrauchtkauf spekulieren. Und auch, wenn es nicht klappt, ist ja nicht so, als hätten wir sonst nichts...

    + Extrem tolle Farbpalette.


    - Extrem unwohlseinerweckendes,


    + aber auch überaus einfallsreiches und einzigartiges restliches Artwork.


    + Sehr lustig.


    - Große Gefahr, nach dem Eintauchen ins Spiel nie wieder Rindswurst essen oder genießen zu können.


    + Es wurde mir hier ausdrücklich empfohlen.


    - Zu viele Spiele noch ungespielt oder nicht-fertig-gespielt vorhanden ....



    u5swghQ.gif

    Off-topic kurz:

    Was muss ich denn noch tun um als Autor mitdiskutieren zu dürfen? Und nicht jedes Mal hier nur meinen Status um die Ohren zu bekommen?

    Ich wiederhole mich, aber dennoch: Ich schätze deine Beiträge sehr und bin dankbar für jeglichen Input von dir.

    Isch aach!


    Einfach weiter mitdiskutieren. Und das sag ich als TfM-Fan (püh:mmhh:). Dickes Fell wachsen lassen. Wissen, dass es trotzdem viele User gibt, die trotz, neben oder gerade wegen deiner Eigenschaft als Autor an deiner Sichtweise interessiert sind. Bissi stoische Kopp wachse lasse und alls weider. :)

    Kann nicht für torlok sprechen aber für mich würde es schon reichen, da einfach DEUTLICH mehr Auswahl zu haben, als zb bei Mage Knight oder Robinson Crusoe. Es ist für mich zwar immer noch spannend, welches Teil/tile wohl als nächstes kommt, aber was theoretisch alles infrage kommt weiß ich ja.

    Einfach zehn mal mehr verschiedene tiles mit verschiedenen Kombinationen an Ressourcen und Landschaften, die sie bieten, und ich fände das extrem toll. Ist immer noch "ziehe zufällig" und "drehe um", aber ab einer Menge, die man nicht so schnell auswendig drauf hat, fände ich das einen Riesenvorteil vor anderen Spielen.

    Ich kann hauptsächlich aus Videospielerfahrung sprechen. Dort mag ich das Voranschreiten der Technik, der Entwicklungen und der Produktion, das Ressourcenmanagement, das Aufleveln meiner Einheiten, das Entdecken von neuem Land und nicht zu wissen, was mich dort erwartet, und das jedes Volk seine eigenen Stärken (wenn's sein muss auch Schwächen) hat. Auch das "mich versorgen" müssen inkl. Nahrung, noch toller, wenn das aus verschiedenen Quellen passieren kann (Fischen, Ackerbau, Handel). Extrapoints über Kultur und Wissenschaft zu verdienen, oder gleich einen Kultur- oder Wissenschaftssieg einfahren zu können, ist auch sehr nice.

    Pikmin Ich z.B. spreche Bewerber, die in ihrem CV (;-)) „fließend“ Englisch sprechen, in Wirklichkeit aber häufig ins Stocken kommen, übrigens auf die Diskrepanz an; sie hätten besser „gute“ oder „sehr gute Englischkenntnisse“ angeben sollen.

    Versteh ich, seh ich auch so, aber "fließend Englisch" beziehe ich in diesem Kontext nur auf Alltags- und Berufsenglisch. Bei Spielen ist das doch etwas anderes.

    Und ich kann in Smileys so viel reinlesen, dass ich die im Zweifelsfall wirklich ignorieren SOLLTE. :sonne: