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[2017] Isle of Skye: Wanderer

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    • [2017] Isle of Skye: Wanderer

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      Ich bin gerade zufällig über die Erweiterung zu Isle of Skye gestolpert - Isle of Skye: Wanderer

      Gleich gefreut und gedacht: Super! Eine Erweiterung für ein tolles Spiel! Wow, muss ich haben!

      ...und dann das Bild gesehen:



      WTF?
      Isle of Skye ist (für mich) ein sehr schönes Spiel, dass mit einem relativ einfachen Mechanismus ein sehr schönes und elegantes Spiel schafft.

      Diese Erweiterung ist quasi das Gegenteil! Baue ein Spiel zu einem unübersichtlichen Monstrum um, damit bloß nix von der Eleganz übrig bleibt!

      Sorry, bei so einer Erweiterung passe ich direkt. Schade, dass es keine Erweiterung ist, die die Eleganz des Grundspiels aufnimmt und weiterspinnt, sondern etwas (gefühlt) aufgepfropftes... :thumbdown:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von [Tom] ()

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      Ich habe in Herne den Prototypen gespielt und war direkt begeistert. Die Erweiterung hab ich mir am letzten Samstag zugelegt und mittlerweile ein paar mal gespielt.

      Ja, die Spielzeit wird länger, ja, die Leichtigkeit ist etwas dahin. Und trotzdem liebe ich diese Erweiterung. Warum? Der Regelaufwand hält sich in Grenzen, der eigentliche Spielverlauf wird nicht allzu sehr geändert. Fast nur die Phase, in der die Plättchen angelegt werden, wird erweitert, alle anderen bleiben bis auf Kleinigkeiten unangetastet. IoS gewinnt wesentlich an Tiefe und ist im Prinzip jetzt vom Anspruch her skalierbar. Aber mit der Erweiterung fühlt sich IoS für mich deutlich runder und vollständiger an. Hab bei der Spiele-offensive auch eine Rezi dazu verfasst.

      Das Entwicklungstableau ist übrigens auch nicht so wahnsinnig unübersichtlich, wie es auf dem Bild scheint, im Gegenteil. Es ist eigentlich sehr klar strukturiert.
    • Neu

      Ich bin auch nicht so der Fan von Erweiterung, vor allem nicht, wenn das Grundspiel schon genug bietet, z.B. Troyes, oder das Grundregelwerk zu sehr aufgeblasen wird, das es Richtung Unspielbarkeit geht. Lasst Euch bei IoS aber bitte nicht von diesem Bild täuschen, die Wanderer-Erweiterung wird richtig gut ins Spiel integriert, das Regelwerk bleibt relativ schlank. Zwar nehmen Spielzeit und Spieltiefe zu, aber der Wanderer ist imho alles andere als plump und sufgepropft. Anhand des Bildes die Erweiterung abzuwatschen, ohne sie gespielt zu haben, halte ich für einen Fehler.
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    • Neu

      Ich find solche Aussagen – ohne, dass man das Spiel gespielt hat – schon sehr spannend:

      "Diese Erweiterung ist quasi das Gegenteil! Baue ein Spiel zu einem unübersichtlichen Monstrum um, damit bloß nix von der Eleganz übrig bleibt!"

      Zugegeben das Tableau ist tasächlich sehr voll, aber das löst sich im Spiel dann seltsamer-/glücklicherweise auf, weil eben die dahinterliegende Struktur ziemlich geradlinig ist. Was dazukommt: Die Abbildung zeigt "nur" das neue Material ... und da dominiert das Tableau natürlich visuell.

      "Schade, dass es keine Erweiterung ist, die die Eleganz des Grundspiels aufnimmt und weiterspinnt, sondern etwas (gefühlt) aufgepfropftes..."

      Diese Aussage kann ich jetzt so gar nicht nachvollziehen. Hast du die Erweiterung gespielt? Oder folgerst du das rein aus der Abbildung? Letzteres wäre schon mutig.

      Die Erweiterung zieht eine - für die IoS Kennerin – schöne zusätzliche, kniffelige Ebene ein, die noch stärker auf die Topografie eingeht. Ich war ziemlich beeindruckt, was Andi und Alex da abgeliefert haben. Es ist keine 08/15 Sache. Meine Empfehlung daher: Auf jeden Fall Probespielen - auch wenn das Tableau optisch zuerst irritieren sollte.

      LG,
      Klemens
    • Neu

      Ich glaube gerne, dass die Erweiterung funktioniert.

      Dennoch ist die Eleganz des Grundspiels doch der Kern der Mechanik des Versteigerns der Plättchen, das Konzentrieren auf die Wertungen und eben Überlegungen, wie die anderen Spieler spielen.

      Eigentlich ein deutlich besseres It's Alive!

      Die Erweiterung macht optisch schon klar, dass nun ein Fortschrittstableau dazu kommt mit verschiedenen Wegen und Auswirkungen. Es wirkt auf mich in seiner Komplexität nochmal so komplex wie das Grundspiel selbst.

      Versteht mich nicht falsch - das funktioniert sicherlich, und auch gut, und ich mache mir nicht den Hauch eines Gedanken, ob das für mich zu kompliziert ist...
      Aber ich habe eben einfachere Spiele und komplexe Spiele in meiner Sammlung. Ich verstehe den Drang nicht, aus den einfacheren Spielen, wie Isle of Skye, ein komplexeres Spiel zu machen...

      Wobei...

      Doch, nachvollziehbar, da es das Kennerspiel des Jahres ist... Unter dem Aspekt, die breite Masse der Spieler einen neuen Horizont zu eröffnen ist es sinnvoll.

      Für mich, der Isle of Skye als einfaches Spiel für die Sammlung gekauft hat, nicht sinnvoll allerdings... ^^
    • Neu

      Na klar, @Rei, mein Fehler!

      Das Spiel wird nämlich eigentlich viel simpler mit der Erweiterung, das wird aus den Regeln dann klar!
      Vollkommen unverständlich, wie ich annehmen könnte, es würde komplexer werden! ;)

      Meine einzige Kritik war doch nur, dass die Komplexität erheblich gesteigert wird, verglichen mit dem Grundspiel. Siehst Du das anders?
    • Neu

      Ich glaub, es geht um den Unterschied zwischen einer Beobachtung, die zu einer Vermutung führt und einer saftigen, abschließenden Bewertung. Klar ist, dass man aus der Abbildung schon Dinge erahnen kann:

      - Es schaut komplexer aus. Vielleicht sogar verwirrend. Darauf aufbauend, kann man natürlich überlegen, ob diese Richtung dem Spiel gut tut. Wobei das natürlich alles spekulativ bleibt.

      - Aufgrund einer Abbildung, eine Bewertung abzugeben, die eher wirkt, als hätte man das Spiel gespielt, ist aber, wie ich oben geschrieben hab mutig:

      "zu einem unübersichtlichen Monstrum"
      "sondern etwas (gefühlt) aufgepfropftes"

      Wirklich? Das alles kannst du aus der Abbildung herauslesen?

      In deinem Antwortposting auf meine Bedenken, finde ich das aber alles ganz schlüssig dargestellt. Das Ausgangsposting macht halt einen etwas aburteilenden Eindruck. Es liest sich etwas wie: Bild gesehen - ist Mist! Tatsächlich werden ja viele Spiele schon nach dem Lesen der Regeln bewertet. Wenn Spiele jetzt schon nach einer ersten Abbildung bewertet werden ... wo führt das nur hin ;) ? Sind Spiele bald schon nach der Ankündigung des Arbeitstitels zu bewerten und zu verurteilen? Oder schon vor der Verlagsgründung? ;) (ich hoff, genug Smileys gemacht zu haben.)


      LG,

      Klemens
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      Vielleicht hat sich [Tom] ungeschickt ausgedrückt, und vielleicht ist er auch etwas zu emotional und final mit seiner Bewertung zu Gericht geschritten.
      Aber warum ist seine Einschätzung denn so problematisch oder anmaßend? Er hat doch geschrieben, dass das nur für ihn selbst gilt - hat doch nirgends geschrieben, das Spiel wird zu komplex, oder schlechter...

      Fest steht, dass Isle of Skye eine kleine, feine Verquickung von Versteigerung und Plättchen-Auslage ist. Kaufen/Verkaufen, dann einpassen, um möglichst viele Punkte zu bekommen. Schon alleine ein weiterer Mechanismus, der dazu kommt, macht das Spiel komplexer. Das ist doch ganz einfache Basis-Mathematik. Und wenn dann aus Beschreibung und Bild herausgelesen werden kann, dass dort Figuren sich bewegen, und jeder sein eigenes Tableaux bekommt - dann ist doch deutlich, dass mindestens eine Ebene der Komplexität dazukommt, wenn nicht noch mehr. Dadurch aber wird das kleine, feine, elegante Spiel, bei dem der Fokus eben auf der interessanten Versteigerung bezüglich der eigenen Auslagen-Einpassung liegt, zu einem etwas anders gelagerten, aber vielleicht genauso feinen Spiel. Nicht mehr ganz so klein, und die Mechanik-Balance ist eine andere, aber das muss ja nicht schlecht sein.
      Nur, wenn man das Spiel mag, eben WEIL es nur diese einfachen Mechaniken hat, und es so klein ist, was ist daran falsch, schon anhand kleiner Infos feststellen zu können "ist nix für mich"?

      Ich meine - ich stelle bei Spielen noch auf ganz andere Weise fest, dass sie (höchstwahrscheinlich) nichts für mich sind:
      - Fantasy-Questen- oder -Dungeoncrawl-Spiele
      - Spiele in Manga-Optik
      - Eisenbahnspiele

      Warum muss man sich nur immer gleich so schnell an einer Formulierung aufhängen, um sich dann über Meinungen und Geschmäcker zu echauffieren??
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    • Neu

      Trotz Autorensicht der Versuch objektiv zu sein:
      1. Ich finds cool, dass man in seinem aufgebauten Königreich herumziehen kann (und auch neue Straßen errichtet). Ok, das war jetzt der subjektive Teil :)
      2. Wir hatten zuerst Karten. Das würde dann natürlich unkompliziert wirken. Aber die Planung ist geringer. Wir haben uns dann für ein Tableau entschieden, du siehst also die zukünftigen Aufträge, kannst besser planen. Es schaut jetzt zwar komplizierter aus, ist es aber nicht: Was hinter dir liegt, hast du schon erfüllt. Was weit vor dir liegt kann man berücksichtigen , muss man aber nicht.
      3. Der wichtigste Punkt aber: Wer IoS so liebt wie es ist und keinen Deut mehr will, braucht die Erweiterung nicht. Sie ist nicht nur more of the same, sondern es kommt in der Tat ein neues Element/neuer Weg zum Ziel dazu. Wieviel das ist, erkennt man am besten an der Spielzeit: +20% würde ich sagen. Im schnellen 2er mit 30 Minuten werden es jetzt 35 werden (nicht die Lernpartie). Wie ich ziehe wird parallel beim Bauen geplant. Ausgeführt dann hintereinander, damit es auch jeder kontrollieren kann. Ich verstehe jeden, der gerade die Einfachheit von IoS liebt und nichts dazu haben will. Diese Erweiterung richtet sich an jene, die es schon öfters gespielt haben und vielleicht ab und zu ein wenig mehr möchten.
    • Neu

      Klemens schrieb:

      Jeder hat ein Tableau ... es wird eng. Wenn man ordentlich sortiert, sollte es aber noch reinpassen. Ich hab es aber auf zwei Boxen verteilt.
      Ich hab es mir frisch zugelegt. Alle Materialien passen auch gut in die Grundspielbox ohne allzu viel Tetris spielen zu müssen. Box ist dann aber gut gefüllt.

      Einschätzung allein vom Regel lesen: Dem Spiel wird durch das verdrücken der Wanderer Figur ein (hoffentlich) ganz nettes Mini Spiel hinzugefügt. Dazu muss man mit dem Wanderer, der pro Zug eine gewisse Reichweite hat, bestimmte Aufgaben erfüllen, indem man Plättchen mit bestimmten Merkmalen abläuft. Dadurch rückt man auf seinem Tableau auf drei verschiedenen Leisten vor, die Boni und Siegpunkte bringen. Plättchen müssen nun also nicht mehr ausschließlich nach Punkte Aspekten gelegt werden, sondern auch passend zu der Route die der Wanderer ablaufen soll (durch verschiedene Leisten und wiederholende Aufgaben ist Route aber nicht ganz so linear zu verstehen). Dir Erklärung für Neulinge wird aber nun etwas länger dauern. Außerdem: Wem Plättchen weggekauft werden, der/die wird zusätzlich kompensiert (vorrücken auf einer der neuen Leisten). Nach meiner ersten Partie geb ich eine fundiertere Einschätzung.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von ringo84 ()

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      HunterInGreen schrieb:

      Wo habt ihr es euch bestellt? Ich finde es noch nicht verfügbar :/
      Tatsächlich im lokalen Laden in Frankfurt gekauft. Der hatte dafür sogar einen eigenen großen Pappaufsteller. Irgendwo auf BGG (in den wenigen Foren die es zur Erweiterung gibt) hatte jemand vom Verlag gesagt, dass von der ersten Charge nur lokale Händler beliefert würden. (Ich hoffe, hier muss jetzt nicht Diskussion zu Pegasus Fachhandelsaktion wiederholt werden...)
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      In der ersten Partie hat mir die Erweiterung sehr gut gefallen. Jetzt muss man bei dem Ersteigern von Plättchen eben zusätzlich auf den Wanderer achten und nicht nur auf die Siegpunkte. Dass man leicht für das Wegkaufen von Plättchen kompensiert wird, ist ein netter Kniff.

      Das Spiel wird sicher um ein Drittel länger, bei den ersten Partien eher um die Hälfte mehr. Wie wichtig für den Sieg gutes Ausnutzen des Wanderers ist, kann ich noch nicht sagen, aber alle Spieler hatten am Ende über 100 Punkte. Also deutlich mehr als ich im Grundspiel erreiche. Deshalb ist der Einfluss wohl schon erheblich.
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