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Große Spiele mit kleinen Kindern

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    • Große Spiele mit kleinen Kindern

      Hallo zusammen,

      irgendwo hier hab ich letzt gelesen, dass jemand mit seinem Nachwuchs ein großes Brettspiel "frei" gespielt hat, also ohne richtige Regeln bzw. mit extrem vereinfachten Regeln. Immerhin übt das, was Mama und Papa spielen, auf die Kleinen ne gewisse Anziehungskraft aus, und würde man sie lassen, würden sie das Spiel in Einzelteile zerlegen :)

      Habt Ihr das schonmal probiert? Hat jemand nen Tipp, welches große Spiel man wie spielen könnte?

      Ich befürchte ja, das wird kein leichter Task - die Mitspielerin ist erst drei Jahre alt :)
    • War das nicht @Sternenfahrer mit Massive Darkness?

      Meine kleine Greta ist erst kurz vorm zweiten Geburtstag, da beschränkt sich das mitspielen noch auf Miniatur vom Tisch stibitzen und damit knurrend/wie ein Löwe brüllend um den Tisch rennen - Spielen ist das leider nicht :D

      Bisher hat sie ansonsten nur einen großen Würfel, bei dem ich ihr versuche die (Zufalls-)Funktion eines Wüfels näherzubringen und ein Phase 10 Set von 1-9 in einer Farbe - Da gehen wir dann auch zwischendurch einmal die Zahlen durch und üben Kartenlegen...so ist Phase 10 wenigstens doch noch für etwas gut :D

      Würde mich aber auch einmal interessieren, welche spielerischen Methoden hier bei großen Spielen so angewendet werden.
    • Wir haben unsere Tochter zu einer (Mit-)Spielerin herangezogen. Ihr hatte das Spielen aber auch so schon immer gefallen. Sie ist jetzt 5 1/2 Jahre alt und (reine) Kinderspiele werden wir nicht mehr kaufen. Es wird zum Geburtstag noch Gold am Orinoko geben (haben wir seit Jahren hier rumliegen) und das war es. Seit einem Jahr spielt sie Spiele für Große mit, und wir achten bei Neuerwerbungen verstärkt darauf "richtige" Erwachsenenspiele zu kaufen, die man leicht modifiziert auch schon mit ihr spielen kann. Gut funktioniert bei uns folgendes:

      Finca (Hans im Glück) : Wir lassen die Sonderplättchen und die Regel weg, dass alle Früchte zurück in den Vorrat müssen, wenn dieser leer ist. Ansonsten bleibt alles so wie es in den Regeln steht.

      Asterix und Obelix - Das große Abenteuer (Pegasus) : Wir verzichten hier lediglich auf die Funktion, dass ein Asterixwürfel unter die Römerkarten illern darf.

      Imhotep (Kosmos) : Hier lassen wir die Marktkarten auf Grund des Nicht-Lesen-Können weg. So funktioniert das Spiel gut.

      Mein Traumhaus (Pegasus) : Auch hier werden die Sonderfähigkeiten der Aktionskarten weggelassen.
    • Bei un gibt es zwei Dauerbrenner:

      Camel Up: dabei lassen wir alles weg außer die Würfelpyramide, das Spielbrett und die Kamele. Die Zugregeln bleiben so, wie es in der Regel steht, alles andere wird weggelassen. Wir wetten nach 2 - 3 Runden, welches Kamel gewinnen wird - wenn ein anderes als das vorhergesagte gewinnt, gibts halt laute Buh Rufe und eine neue Partie.

      Takenoko: das Spielfeld wird völlig zufällig aufgebaut und Bambus wird mit max. 4 Stücken aufgebaut. Der Panda fährt genau 3 Felder weit und sollte dann ein Stück Bambus fressen. Wer am Schluss die meisten Stücke hat gewinnt.
      (Für meine Tochter ist es auch kein Bambus sonder es variiert von Partie zu Partie. Gestern war rosa = Babyfläschchen, gelb = Honigshampoo und grün = Zuckerwatte)

      Neue Heimat und Qwirkel waren auch mal sehr beliebt bei ihr, allerdings weiß ich bei den beiden leider nicht mehr wie wir es genau gespielt haben. Meistens ergeben sich die "Regeln" für meine Spiele aber eh einfach beim Auspacken und Material anschauen und einfach drauf los spielen.

      LG
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    • openMfly schrieb:

      Gibt es keine Erziehungsratgeber für Brettspieler?
      Mich würde z.B. interessieren, wie man Mädchen zu Fans von Spielen, Fantasy, usw. heranzieht. :D
      Ich hoffe: Einfach indem man selbst Feuer und Flamme dafür ist, indem man die Mädchen nicht mit Prinzessin Elza Plastikkram zumüllt, indem man die Mädels einbindet, eine Geschichte erzählt & Fantasie weckt...

      Liebevolle Bücher wie "Mein Papa ist ein Ork" statt dem Elza Hochglanzbuch können da vielleicht helfen.

      Das ist zumindest meine Strategie :)
    • openMfly schrieb:

      Gibt es keine Erziehungsratgeber für Brettspieler?
      Mich würde z.B. interessieren, wie man Mädchen zu Fans von Spielen, Fantasy, usw. heranzieht. :D
      Plane mal ein Fernsehwochenende - am Samstag "Der kleine Hobbit" und Sonntag "Der Herr der Ringe". Natürlich jeweils in der extendend Version. Danach kommt ein passendes Brettspiel auf den Tisch, "...und nun verhauen wir mal die bösen Orks..."! :whistling: :D
      Wahrscheinlich ziehst du dir den Ärger deiner Frau zu, aber aus meinem Junior ist inzwischen auch was geworden. Er durfte den HDR mit mir zusammen im zarten Alter von 7 anschauen, danach brach dann das Tabletopfieber mit HdR von GW bei ihm aus. Kann also klappen.
      Bitte senden Sie mir Ihre E-Mail doppelt, ich brauche eine für´s Archiv :/
    • Harry2017 schrieb:

      War das nicht @Sternenfahrer mit Massive Darkness?
      Ich war das: [Kickstarter] Massive Darkness
      Sowas geht schon mit 2 Jahren und 9 Monaten. Ist aber ganz klar "freies spielen" und nicht "spielen nach festen Regeln". Auch bei Obstgarten & Co wird bei uns (noch) nicht auf wirklich konsequentes Einhalten von Regeln geachtet. Wichtig ist, dass es dem Kind Spaß macht.
      Meine BGG-GeekList "Strategiespiele 2017" ist fertig: MetalPirates Strategiespielliste 2017 | BoardGameGeek. Meinungen, Kommentare, Anregungen, Likes erwünscht!
    • MetalPirate schrieb:

      Auch bei Obstgarten & Co wird bei uns (noch) nicht auf wirklich konsequentes Einhalten von Regeln geachtet.
      WEHRET DEN ANFÄNGEN!!! ;)


      Große Spiele, die unseren Junior interessieren, spielen wir einfach gemeinsam. Also mit meiner Frau oder mir auf seiner Seite. So haben wir dann auch schon Rebellion durchgezogen, von dem er bis heute fasziniert ist.
      Das ist dann in etwa, wie wenn ich online ein Spiel spiele, in dem ich noch nicht fit bin. Jemand anderes kümmert sich um die lästigen Regeln und ich konzentriere mich vorwiegend darauf Spaß zu haben.
    • Neu

      Ich spiele mit meinem Sohn (5 1/2) Camel Cup, Gobbit, Geistesblitz und Karuba nach den normalen Regeln. Das geht, aber er würde nie gewinnen (außer bei Geistesblitz) - die Entscheidungen müssen also unterstützt werden oder ich passe meine Entscheidungen an.
      Wir spielen auch Formula D - dabei geht es nur darum, einmal in der Kurve anzuhalten. Ich helfe ihm dabei, die Risiken einschätzen zu können. Er ist SEHR risikofreudig! :crazypilot:
      Wenn man aus der Kurve fliegt, geht man nicht kaputt, sondern startet im ersten Gang. Ich gehe nochmal in mich und versuche mich an das 4. Lebensjahr spielerisch zu erinnern...
    • Neu

      MetalPirate schrieb:

      Ich war das: [Kickstarter] Massive Darkness
      Sowas geht schon mit 2 Jahren und 9 Monaten. Ist aber ganz klar "freies spielen" und nicht "spielen nach festen Regeln".
      Also wird mit Böden und Figuren frei gespielt. Im Grunde ein aufgebohrtes Duplo?

      @mavman
      Mach Dich nicht verrückt, wenn einige schreiben, was ihre Kinder so schon spielen können. Zum einen ist häufig dann doch recht freies spielen mit dem Material (was auch gut ist!) oder von einem Erwachsenem angeleitetes Spielen (was auch gut ist!) und zum anderen gibt es Lernphasen die zeitlich sehr unterscheiden zwischen Kindern: Wo der eine still sitzt und spielen kann, hat die andere nur Hummeln im Hintern. Und dies wechselt sich auch bei einem Kind immer wieder ab. Generell lieben aber Kinder die Beschäftigung mit Ihnen ;)

      Meine nun 8jährige spielte mit 6 "Die Bauern und das liebe Vieh" bis auf die Sonderplättchen, Carcasonne ohne Wiesenwertung und die üblichen Spiele sehr souverän, momentan mag sie keine Spiele in großen Schachteln.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Sir Pech ()

    • Neu

      Ja, nach Regeln wird bei uns schon gespielt (soweit möglich). Bei Kinderspielen ist auch alles bestens: Erster Obstgarten, erstes Angelspiel und vor allem "Wo ist Mausi" waren durchschlagende Erfolge, die auch nach Regeln top funktioniert haben (ansonsten gibts wirklich SEHR viel Schrott von haba).

      Aber hier ging es ja um große Spiele - finde es immer etwas traurig, wenn die kleine so ein gelbes Mini-Holz-Spiel auspacken muss, während Mama und Papa mit den coolen Figuren spielen - daher die Frage, was sich da anbieten könnte als Einführung. Autos / Formula D sind bei Töchterchen nun nicht gerade der Renner, vielleicht mal irgendwann bei Sohnemann... Descent könnte da eher gehen (also SEHR frei gespielt).

      Und klar, das geht alles in Phasen - ne Zeit lang haben wir jeden Abend gespielt, seit Monaten liegen die Spiele nur noch im Schrank, und es wird kräftig gebaut (Tierparks aus Bauklötzern...)
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    • Neu

      Hallo,

      meine Töchter sind 4,5 und 2.

      Wie oben schon gesagt wurde, macht HABA wirklich einen guten Job. Wir haben einige der Spiele und schätzen sowohl die für Kinder designten, wie auch die Spieleklassiker, die auf Kinderversion vereinfacht wurden.

      Beide finden es aber auch toll, mich in meinen Spielekeller zu begleiten. Entweder wird eine Zeit lang bei meinen Cosims zugeguckt und für mich gewürfelt. Da ich oft schizophren gegen mich spiele, übernimmt die Große oft die jeweilige Gegenpartei - als Zufallsgenerator sozusagen. Oder sie packen die Sammlung Würfel aus und spielen irgendetwas damit. Ich habe ihnen auch die alte Risiko de Luxe-Version überlassen - die Pferdchen (ja, ja, die Kavallerie) und die Männchen (...) erfreuen sich großer Beliebtheit und laufen "wie bei Papa" über die Felder.

      Von @Sir Pech habe ich den Tipp bekommen Carcassone mit ihnen zu spielen. Die Punktewertung haben wir stark vereinfacht, so dass das für die Große zu überblicken ist. Zählen kann sie und sie sucht mit den Feldern nach den besten Anlagemöglichkeiten. Die Kleine macht auch mit, aber eher außerhalb der Wertung :) Jetzt macht mir Carcassone auch plötzlich Spaß, obwohl ich es als Spiel nie wirklich mochte. Agricola haben wir neulich ausprobiert und die Essenspunkte weggelassen.

      Blueprints und Patchworks klappt auch ganz gut, aber das gehört ja weniger in die Kategorie "große Spiele".

      Einfach mal ausprobieren! Kinder sind erstaunlich. Und wenn es nicht klappt; na und, dann stapeln wir eben Duplos oder lassen Phillipferdchen über das 80€-Cosim marschieren.

      VG

      Gerrit
      Mit Gewaltlosigkeit hat noch nie jemand etwas erreicht. (Montgomery Burns)

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