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    • ode. schrieb:

      Derzeit ist geplant, dass die Schiedsrichter im Notfall zur Außenlinie eilen können um sich die Szenen auf einem Tablet anschauen zu können. Und demnächst blenden die Sender in solchen Pausen dann Werbung ein. "Jetzt nur ein Spot!" Der neu eingeführte Videoschiedsrichter ist nämlich nur Ratgeber. Entscheiden wird in jedem Fall als letztes immer der Hauptschiedsrichter.
      Der Haupt-Schiedsrichter sollte nicht der auf dem Feld sein, sondern der, der auf die Monitore schaut. Er entscheidet (geht meistens genauso schnell wie auf dem Platz) und informiert den Schiedsrichter auf dem Feld. Der ist dann quasi nur "ausführendes Organ", ggf. können die beiden sich bei unterschiedlichen Meinungen kurz unterhalten.
      Sollte sich eine Situation nicht kurzfristig klären lassen, dann gilt eben "im Zweifel für den Angeklagten". Nachgedacht werden könnte auch über eine neue Möglichkeit - die Zeitstrafe, z.B. für 5 min. auf die Bank, ähnlich wie in der Formel 1. Vorfall wird im laufenden Rennen bewertet und später mit Strafe (Durchfahrt- oder 10 sek.Strafe belegt). Wir reden hier über ein Multimillionen Euro Geschäft, Fehlentscheidungen können existenzielle Folgen nach sich ziehen.
      Wenn die Technik zur Verfügung steht, muss sie auch eingesetzt werden - das nennt man mit der Zeit gehen. Man stelle sich vor, es würde heutzutage immer noch mit den gleichen Bällen wie vor 100 Jahren gespielt werden, macht man ja auch nicht...
      Bitte senden Sie mir Ihre E-Mail doppelt, ich brauche eine für´s Archiv :/
    • Alex85 schrieb:

      99,9% bessere Entscheidungen? Mehr Geld und Profitum soll menschliche Wahrnehmungsfehler lindern? Glaub ich nicht dran. Das ist für mich genauso im Welt der Fabel anzusiedeln, wie dass ein Bundesligaspieler jeden einfachen Pass an den Mann bringen kann, nur weil er sehr viel bis hinzu mehreren Millionen verdient.

      Das ist nicht seriös belegbar, das Gegenteil zur Zeit auch nicht. Aber ich vermute andere Zahlen als die genannten 99,9%.

      Es geht ja gerade auch um den Schutz der Schiedsrichter, die wahrlich keine einfache Aufgabe haben.

      Und ernste Frage: Wo verändert man denn den Fußball (negativ)?

      Außer, dass er ein Stück weit fairer wird? Hockey und Tennis fand ich vor und nach Einführung des Videobeweises immer noch als die gleiche Sportart mit den gleichen Emotionen und Dramen.
      Worauf ich hinziele ist ja nicht nur, dass es um korrekte Entscheidungen geht und bestmögliche Hilfsmittel. Sondern die Frage, ob der Videobeweis in einem Spiel voller Grauzonen und Ermessensspielräumen hier wirklich so viel bringt. Die Peaks. Ja. Kießling-Tor. Helmer-Tor. Wembley. Dat Dingen damals in Südafrika im Achtelfinale gegen England. All das kann man sicher super per Videobeweis klären. Und das sind die 0,1%, die ich meine. Bei den allermeisten anderen Entscheidungen stelle ich den Videobeweis wirklich in Frage.

      Ich mache mal ein Beispiel: Es gab im Spiel Hoffenheim gegen Dortmund eine rote Karte gegen Sebastian Rudy, der einen Dortmunder (ich meine es war Aubameyang, nagelt mich aber nicht fest) von seitlich hinten mit großer Dynamik vom Ball getrennt hat. Dafür hat er den roten Karton gesehen. Allein die Szene kann man auf so unterschiedliche Weise bewerten, dass ein Videobeweis fast unnütz ist. Die Dynamik war hoch. Er kam von hinten. Aber irgendwie nur schräg hinten. Er hat nicht von hinten getreten, sondern versucht mit seinem Fuss den Ball vorne wegzuspitzeln. Er hat den Dortmunder (oder war es Mykitarian?) nicht böse getroffen, aber doch auch irgendwie taktisch den Gegenstoß verhindert, der gerade am laufen war. Selbst nach tagelanger, medialer Diskussion, mehrfachen Ansehens der Fernsehbilder haben die Jungs von Collinas Erben die Szene in 20 minütiger Diskussion immer noch nicht eindeutig bewerten können. Wie soll ein Schiedsrichter das denn auf dem Platz schaffen? In kürzester Zeit? Da helfen keine Bilder. Das Dingen lag ganz klar im Graubereich und dem Ermessensspielraum des Schiedsrichters.

      Und solche Aktionen hast du ständig. Der hätte Rudy da nicht runter werfen müssen. Gelb hätte gereicht. Aber Rot war auch vertretbar. Bei so was bringt der der Videobeweis mal nüscht. Und das ist der Punkt, an dem die mediale Debatte scheitert und polulistisch die vielfach gehörten Argumente wieder gibt.

      Schutz der Schiedsrichter: Wie hätte denn der Videobeweis in diesem von mir beschriebenen Fall den Schiedsrichter schützen können? Die Hoffenheimer sagen: "Das ist doch nie Rot!" Die Dortmunder: "War nen bisschen hart, aber kann man geben.". Und wieder wird über den Schiri diskutiert (übrigens nicht von Nagelsmann oder Rudy, die sich nach dem Spiel vorbildlich geäußert haben!). Der Videobeweis hat nichts zum Ergebnis der Entscheidung beigetragen, da er nicht helfen konnte. Natürlich kann man die Schiedsrichter bei Fehlentscheidungen wie dem Kießling-Tor, dem Foulelfmeter von Kircher gegen Augsburg am Anfang der Saison oder sonstigen krassen Fehlentscheidungen entlasten. Aber eben nur in diesen total seltenen, krassen Fällen. Nicht im Alltag der Liga bei 100 Entscheidungen, die nach Einführung des Videobeweises plötzlich alle in Frage gestellt werden, denn auf einmal gibt es ja den Videobeweis. Also fordert die benachteiligte Mannschaft und deren Fans in allen möglichen Situationen auf einmal den Videobeweis. Und jede in Frage gestellte Entscheidung des Schiedsrichters? "Ja, hätte er während des Spiels den Videobeweis genutzt, dann wäre das nicht passiert." Es gibt pro Spiel sicher 5-10 solcher Entscheidungen. Ich möchte nicht am Fernseher die ganzen 2-3 Werbepausen pro Halbzeit haben, weil das Schiri-Team gerade jede Kameraeinstellung checkt, weil Dante gerade einen auf sterbenden Schwan macht und überprüft werden muss, ob er nun wirklich böse getroffen wurde oder nicht.

      Klar. Videobeweis kann gut sein. Aber es kommt eben auf das "Wie" an... Sonst wird der Fussball auf links gezogen.


      Torlok schrieb:

      Der Haupt-Schiedsrichter sollte nicht der auf dem Feld sein, sondern der, der auf die Monitore schaut. Er entscheidet (geht meistens genauso schnell wie auf dem Platz) und informiert den Schiedsrichter auf dem Feld. Der ist dann quasi nur "ausführendes Organ", ggf. können die beiden sich bei unterschiedlichen Meinungen kurz unterhalten.
      Das wird nicht passieren. Der Hauptschiedsrichter im Fussball ist der eine Mann auf dem Platz. Und da werden die obersten Regelhüter des Fussballs (das IFB = Football Association Board) nicht dran rütteln. Gebe ich dir ne Garantie drauf.
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      "t costs so much I know.
      But I guess I need to know what it would have felt like to be right."
      -TexasIsTheReason-
    • ode. schrieb:

      Und da werden die obersten Regelhüter des Fussballs (das IFB = Football Association Board) nicht dran rütteln.
      Auch so eine ominöse Institution - 4 Vertreter der FIFA, je einer aus England, Schottland, Wales, Nordirland. Die 4 FIFA-Boys haben nur eine Sammelstimme, alle anderen jeweils eine. Was soll das denn?
      Ist ja nicht so, das Fußball inzwischen Weltweit betrieben wird. Aber du wirst wahrscheinlich Recht haben, "alte Säcke" verteidigen ihre "alten Pfründe"...
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    • Torlok schrieb:

      Auch so eine ominöse Institution - 4 Vertreter der FIFA, je einer aus England, Schottland, Wales, Nordirland. Die 4 FIFA-Boys haben nur eine Sammelstimme, alle anderen jeweils eine. Was soll das denn?
      Ist ja nicht so, das Fußball inzwischen Weltweit betrieben wird. Aber du wirst wahrscheinlich Recht haben, "alte Säcke" verteidigen ihre "alten Pfründe"...
      Um ehrlich zu sein, machen die einen ziemlich guten Job. Und die alten Säcke werden in den letzten Jahren auch aussortiert.
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    • Wenn man meinen Beitrag richtig gelesen hat, steht dort nichts das ich Fan von RB Leipzig bin. Ich habe nur einfach dieses Gebashe satt, weil es nur eine Neiddiskussion ist.Ich bin in Markranstädt geboren, habe aber nie dort gelebt. Der SSV Markranstädt hat mich null interessiert, ich kannte ihn nicht mal. Hier in Leipzig hatten nur 2 Mannschaften Bedeutung, FC Sachsen ehemals BSG Chemie und Lok Leipzig.Ich bin in der Gegend aufgewachsen, wo FC Sachsen bzw BSG die meisten Fans hatten. Aber auch hier war keiner mein Verein. FC Sachsen hatte durchaus Potenzial, er war ja auch die erste Wahl von Red Bull, was aber scheiterte. Gerade hier waren auch viele Fans enttäuscht, dass es scheiterte. Professionalität im Management wäre für den Verein gut gewesen, aber hier gierte jeder nach Macht und Einfluss, letztendlich verschwand er in der Bedeutungslosigkeit. Viele FC Sachsen Fans sind heute RB Fans, weil es um den Fussball auf dem Feld gehen sollte und keine ständigen Machtkämpfe im Vorstand. Jetzt zu LOK Leipzig, er hat Krisen überstanden, aber leider sind mir dort schon immer viel zu viele Chaoten gewesen, für die Grafitischmierereien und Schlägereien, bald wichtiger sind als das Spiel. Ich meine hier keinesfalls alle Fans, aber ein nicht unerheblicher Teil. Ständig kommen da Überfälle auf RB Leipzig Fans, der Trommler von RB Leipzig wurde Krankenhaus reif geschlagen. So was gehört nicht zum Fussball. Hier ist gerade warum ich den RB Leipzig sehr positiv sehe. Es sind hauptsächlich friedliche Fans. Wenn dir nachts eine Gruppe RB Fans begegnet muss du keine Angst um deine Gesundheit haben. Hier geht es einfach um das Spiel auf dem Rasen, etwas was heute leider zu oft Nebensache ist. Und wer im Profifußball
      spielenwill, zumindest dauerhaft, sollte auch in diesen Teilen professionel arbeiten. Und wer glaubt, dass die meisten Vereine keine Wirtschaftunternehmen sind, ist einfach nur blauäugig. Das Stadion muss in Ordnung und sicher gehalten werden, es gibt viele Angestellte. Ein Verein muss ein Wirtschaftunternehmen sein, sonst gefährdet er alle diese Dinge. Und sich an dieser 50+1 Regel aufzuhängen macht heute nicht mehr viel Sinn. Sie sollte fallen gelassen werden, den wie weit sie auch bei anderen noch funktioniert ist hier die Frage. Kühne hat beim HSV auch mit weniger genug zu sagen, auch wenn auf dem Papier etwas anderes steht. Oder denkt man ernsthaft Bayern ist so unabhängig, wer sitzt denn da im Vorstand. Die 50+1 Regel ist veraltet, mir ist 10 Mal lieber es stellt sich ein großer Sponsor hin und sagt ich halte soviel vom Verein und das stecke ich rein, als irgendein Gewurschtel im Hintergrund welches am Ende das Gleiche ist. Fussball wird auf dem Feld gespielt, das Management ist da, um das Wirtschaftunternehmen richtig zu leiten und die Fans sind da um mit ihrem Verein zu jubeln und zu Leiden. Wer Fussball in pur genießen will ohne Geld und Management, der soll mit ein paar Freunden kicken gehen und Spaß haben, so jedenfalls habe ich es früher gemacht. Und in England sieht man schön, dass auch ein Nobody Meister werden kann, und dies trotz Vereine mit Milliardäre im Hintergrund. FUSSBALL WIRD HALT AUF DEM PLATZ GESPIELT.
    • New-York23 schrieb:

      FUSSBALL WIRD HALT AUF DEM PLATZ GESPIELT.
      Ich stimme persönlich mit dir eher überein. Auch mich interessiert mehr, was auf dem Platz vorgeht. ICh interessiere mich für den sportlichen Teil weit mehr als den Rest. Bin Taktik-Nerd.

      Allerdings weiß ich, dass du absolut falsch liegst. Falscher könnte man gar nicht liegen. Fussball ist viel mehr. Viel, viel, viel mehr. Bei mir hält sich das in Grenzen. Aus meinem persönlichen Standpunkt gebe ich dir Recht. Aber man muss akzeptieren, dass du, generell gesehen, falscher nicht liegen könntest. Ich nehme da als Beispiel immer den Fussball aus dem Ruhrpott. Denn Fussball ist dort anders als an anderen Stellen der Welt.

      Fussball findet nicht nur auf dem Platz statt. Fussball ist mehr. Fussball ist beispielsweise auch Fankultur.

      Ich nehme ein praktisches Beispiel, was mich kürzlich sehr beeindruckt hat. Die Fans von Werder Bremen. In den letzten Heimspielen ist in Bremen etwas wunderbares passiert. Die Fans haben die Mannschaft mit so viel positiver Energie unterstützt, das hat man auf dem Platz gemerkt. Die haben den Mannschaftsbus durch die ganze Stadt begleitet. Mit grün-weißem Rauch, mit Schlachtgesängen, mit Aufmunterung. Wenn du da in dem Mannschaftsbus gesessen hast, dann hast du das gemerkt. Danach hat das ganze Stadion Werder zu einem Kantersieg gegen Stuttgart auf eine beispielose Weise motiviert. Ohne schimpfende Fans, ohne kippende Busse, ohne weinende Gesichter, das ganze Stadion eine Woge der Unterstützung - übrigens ohne Ultras, die das Montagsspiel boykottiert haben (von beiden Seiten).

      Wer das nicht anerkennt und merkt, dass Fussball mehr ist als das auf dem Platz, und da muss ich den Leverkusener Dampfplauderer "Rudi Nationale" zitieren, "der hat den Fussball nie geliebt".
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      "t costs so much I know.
      But I guess I need to know what it would have felt like to be right."
      -TexasIsTheReason-

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Odes Spielekiste ()

    • ode. schrieb:

      Ich nehme ein praktisches Beispiel, was mich kürzlich sehr beeindruckt hat. Die Fans von Werder Bremen. In den letzten Heimspielen ist in Bremen etwas wunderbares passiert. Die Fans haben die Mannschaft mit so viel positiver Energie unterstützt, das hat man auf dem Platz gemerkt. Die haben den Mannschaftsbus durch die ganze Stadt begleitet. Mit grün-weißem Rauch, mit Schlachtgesängen, mit Aufmunterung. Wenn du da in dem Mannschaftsbus gesessen hast, dann hast du das gemerkt. Danach hat das ganze Stadion Werder zu einem Kantersieg gegen Stuttgart auf eine beispielose Weise motiviert. Ohne schimpfende Fans, ohne kippende Busse, ohne weinende Gesichter, das ganze Stadion eine Woge der Unterstützung - übrigens ohne Ultras, die das Montagsspiel boykottiert haben (von beiden Seiten).
      Ja, das war wirklich toll zu sehen, wie sehr die Fanseele doch am Verein hängen kann. Leider wurde dieser positive Eindruck durch ein paar Idioten eingetrübt, die die Busse der gegnerischen Mannschaften mit Eiern und Bierbechern bewerfen bzw beschmieren mussten ... ;(
      Gruß aus Frankfurt, Helmut
    • Fridulin67 schrieb:

      EILMELDUNG:

      Die Eintracht wird auch nächstes Jahr gegen den Abstieg spielen.

      Begründung:

      Fredi Bobic 8o
      Das ist mal wieder so ein typischer Move von einem Traditionsverein.
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    • Ich schließe die Fankultur nicht aus, sie ist ein wichtiger Teil des Ganzen, sowie wie auch der wirtschaftliche Teil des Vereins einer ist. Ein guter Verein brauch beides, sowie auch eine gute Mannschaft. Und trotzdem können Fans nur Geld durch Fanartikel oder Eintrittskarten bringen, vom finanziellen Aspekt her. Aber sie können ihren Verein auch durch Jubel und Trost unterstützen. Aber warum sollen dies Fans von RB Leipzig nicht können. Als Orban in Kaiserslautern aufs übelste angegangen wurde, haben ihn die RB Leipzig Fans mit Jubel empfangen und ihm gezeigt, dass er ein Teil von Ihnen ist. Nur weil manche Vereine eine längere Geschichte haben sind sie nicht besser, RB LEIPZIG fängt erst an seine Geschichte zu schreiben. Jetzt gehen Familien hin, diese Kinder werden dann wieder mit hingehen.
      Aber für mich ist Hass und Gewalt kein Teil
      von Fankultur! Und dies fängt mit diesen Hassplakaten an. Natürlich haben die Fans ein Recht sich über einen ungeliebten Rivalen lustig zu machen, aber mit witzigen Ideen, nicht mit Hass und Gewalt. Diese Logik fangt ja schon an, man hasst Red Bull weil sie RB Leipzig finanziert, gleichzeitig hasst man RB Leipzig weil sie Geld bekommen. Würde Red Bull dies nicht tun würde man sie nicht als Plastiklimo bezeichnen. Red Bull ist ein Energydrink, ob man ihn gern trinkt oder nicht. Ich habe schon lange keinen getrunken, weil ich für die Kalorien lieber ein saftiges Steak esse.
    • Bobic als Eintracht-Sportvorstand? Lächerlich. Das lässt eigentlich nur die Interpretation zu, dass gewisse Leute in den Führungsgremien der Eintracht nach dem Bruchhagen-Abschied aus ganz persönlichen Gründen ein Interesse daran haben, einen bewusst schwachen Sportvorstand zu installieren.
      Meine BGG-GeekList "Strategiespiele 2017" ist fertig: MetalPirates Strategiespielliste 2017 | BoardGameGeek. Meinungen, Kommentare, Anregungen, Likes erwünscht!
    • New-York23 schrieb:

      Ich schließe die Fankultur nicht aus, sie ist ein wichtiger Teil des Ganzen, sowie wie auch der wirtschaftliche Teil des Vereins einer ist. Ein guter Verein brauch beides, sowie auch eine gute Mannschaft. Und trotzdem können Fans nur Geld durch Fanartikel oder Eintrittskarten bringen, vom finanziellen Aspekt her. Aber sie können ihren Verein auch durch Jubel und Trost unterstützen. Aber warum sollen dies Fans von RB Leipzig nicht können. Als Orban in Kaiserslautern aufs übelste angegangen wurde, haben ihn die RB Leipzig Fans mit Jubel empfangen und ihm gezeigt, dass er ein Teil von Ihnen ist. Nur weil manche Vereine eine längere Geschichte haben sind sie nicht besser, RB LEIPZIG fängt erst an seine Geschichte zu schreiben. Jetzt gehen Familien hin, diese Kinder werden dann wieder mit hingehen.
      Aber für mich ist Hass und Gewalt kein Teil
      von Fankultur! Und dies fängt mit diesen Hassplakaten an. Natürlich haben die Fans ein Recht sich über einen ungeliebten Rivalen lustig zu machen, aber mit witzigen Ideen, nicht mit Hass und Gewalt. Diese Logik fangt ja schon an, man hasst Red Bull weil sie RB Leipzig finanziert, gleichzeitig hasst man RB Leipzig weil sie Geld bekommen. Würde Red Bull dies nicht tun würde man sie nicht als Plastiklimo bezeichnen. Red Bull ist ein Energydrink, ob man ihn gern trinkt oder nicht. Ich habe schon lange keinen getrunken, weil ich für die Kalorien lieber ein saftiges Steak esse.
      Wunderbarer Beitrag. Möchte ich genauso unterschreiben.

      Als Leverkusen-Fan werde ich Zeit meines Lebens belächelt. Das ist okay. Früher gab es in Leverkusen keine Fans. Keine Gesänge. Nix. Nur Leute, die Fussball geguckt haben. Mittlerweile ist das anders. Um die Jahrtausendwende (und auch schon in den Jahren zuvor) ist Leverkusen als Bundesligist mit tollen Fussball aufgefallen. Besonders dann die Vizekusen-Geschichten, die ihren Gipfel in unserem erfolgreichsten Jahr der Vereinsgeschichte mit Finalteilnahme der Championsleague hatten. Mir war damals schon klar, dass 10-15 Jahre später in Leverkusen eine neue Fanszene entstehen würde. Das ist sogar noch schneller geschehen. Vor einigen Jahren wurde die BayArena umgebaut. Seitdem haben wir tatsächlich eine Fankurve. Ein halbes Jahr haben wir in Düsseldorf gespielt und danach gab es die Nordkurve. Und da stehen wirklich Fans. Dieses Jahr haben sie beispiellos (für Leverkusener Verhältnisse) dafür gesorgt, dass Stefan Kießling uns treu bleibt. Es sind noch wenige, aber sie sind da. In den 90ern wurde das Ulrich-Haberland-Stadion zur BayArena ud von 27500 Plätzen auf 22000 verkleinert. Mit dem Umbau vor kurzem gibt es nun mehr als 30000 Plätze und eine regelmäßig ausverkaufte BayArena. Und es gibt Fanclubs und sogar einen Fandachverband. Leverkusen ist jetzt seit 1979 ununterbrochen in der ersten Liga und spielt seit den 90ern regelmäßig guten Fussball auch in Europa. Es ist nicht viel, aber da ist was gewachsen. Wir sind noch kein FC Schalke, dessen "Kreisel" schon in den 1920er Jahren weltberühmt war. (Übrigens stand damals der Ruhrpott-Fussball noch für "den schönen Fussball" mit dem, was heute wohl TikiTaka wäre.) Und auch kein 1. FC Nürnberg, der in den 1930ern Titel um Titel holte. Und kein 1860 München. Usw. Aber Leverkusen ist mittlerweile mehr als nur eine Werkself.

      Natürlich kann auch Leipzig so was schaffen. Allerdings verstehe ich auch die Fans, die sich eine Vereinskultur wünschen. Und keine großen Sponsoren, die Vereine besitzen. Und es ist mir klar, dass die Fans von Traditionsvereinen komisch gucken.

      Spätestens seit "Fever Pitch" wissen wir ja alle, wie wir zum Fan werden und dass keiner was dafür kann, für welchen Verein sein Herz schlägt und auch, dass kein Verein besser ist als der andere. Ich denke aber, wenn ich mir selbst einen Verein hätte aussuchen müssen, wäre ich auch kein Werkself-Fan geworden. Aber das Leben meinte es nicht gut mit mir und machte mich, nach Fever Pitch, auch zum Fan einer anderen Werkstruppe, dem Arsenal FC - dazu auch noch die Werkself eines Waffenherstellers. Wenn ich es mir hätte selber aussuchen dürfen, wäre ich Freiburg-Fan.
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    • Phantom schrieb:

      Jenseits der mich ermüdet zurücklassenden Schiedsrichter- und Technik-Debatte bin ich froh, dass ich mich wieder erstklassig in die Freiburger Wohlfühlmatte hängen kann.
      Der SC macht zwar immer alles richtig, wird aber wohl trotzdem in absehbarer Zeit nicht CL spielen.
      Beim Sportclub wird einfach unfassbar gut gearbeitet. Unabhängig von der Situation herrscht die Ruhe selbst und das seit Jahren. Die Art von Streich muss man nicht mögen aber das ist ein grundauf ehrlicher Kerl der weiß auf was es ankommt und das es eben nicht nur Fussball gibt. Auch was im Marketing passiert begrüße ich sehr. Als Schwarzwälder freue ich mich, dass der Sportclub im "Schwarzwaldstadion" spielt und die "Schwarzwaldmilch" auf der Brust trägt/tragen wird. Die (zumindeste gespürte) Heimatverbundenheit finde ich schon großartig.
      Und eigentlich bin ich schwarz-gelb aber wenn michjemand nach meinem Verein fragt sage ich immer: "Mein Herz schlägt für den BVB aber die Leber arbeitet für den Sportclub aus Freiburg!" :) Geht also nicht ohne beide.

      Was in Würzburg passiert gefällt mir gut! Der Hollerbach, selbst aus Würzburg, hat da was ganz tolles geleistet. Die Kickers haben wohl mit den kleinsten Etat in der 3. Liga und sind dennoch direkt ins Unterhaus aufgestiegen.

      Ich finde man sollte sich für seinen Verein nicht rechtfertigen müssen, bei jedem gab es Gegebenheiten oder Gründe.
      CELL la vie!
    • Ach ja der Streich. Das muss ich euch erzählen.
      Vor über 15 Jahren sind wir als Jungspunde in Freiburg um die Häuser gezogen. Dabei war der 2.Torwart der A-Jugend, der heute noch ein sehr guter Freund von mir ist.
      Wir kehrten um drei Uhr morgens in eine Punk/Rockabilly-Kneipe ein, die, ohne zu wissen, seine Stammkneipe war/ist.
      Nach der ersten Runde Pils näherte sich dem Torwart von hinten ein Mann und gab ihm eine ordentliche Kopfnuss, verbunden mit einer Schelte, wieso er noch unterwegs sei, ob er kein Bock auf Fussball hätte. Ich, ordentlich betankt, fiel fast vorm Stuhl vor lachen. Daraufhin gab mir dieser Mann ebenfalls eine ordentliche Kopfnuss und fragte, ob ich seine Karriere mitzerstören wolle und ob ich kein Bock auf Freikarten später hätte?
      Wir haben ihn angeglotzt wie zwei Ochsen vorm Berg und der Restabend war, naja, irgendwie gelaufen.
      Vor zwei Jahren habe ich von dem Torwart erfahren, dass die Kopfnüsse von seinem Trainer Streich waren...
    • Hey! Frankfurt hat einen richtig guten Transfer gemacht! Hrgota kommt aus Gladbach. Zusammenmit Seferovic könnte das ein guter Sturm werden.

      Auch Kaiserslautern werden wir bald wieder in der ersten Liga sehen. Sie haben Korkut als Trainer verpflichtet. Eine kluge Entscheidung. Wenn sie ihn jetzt mal machen lassen...
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    • ode. schrieb:

      Hey! Frankfurt hat einen richtig guten Transfer gemacht! Hrgota kommt aus Gladbach. Zusammenmit Seferovic könnte das ein guter Sturm werden.
      Ja, wenn Seferovic zu Form und Torsicherheit der vorletzten Saison zurückfindet !! Zur Zeit stellt er ja wieder unter Beweis, dass dieses Jahr der Wurm drin ist und er in 1 gegen 1 Situationen nur dann ein Tor erzielt, wenn man den gegnerischen Torwart am Pfosten festbindet. Aber alles gut, immerhin hat er ja das Tor zum Klassenerhalt geschossen .... :thumbup:
      Gruß aus Frankfurt, Helmut
    • Sempre schrieb:

      Das sehen hier in Hannover einige anders.
      Da hatte Korkut einfach einen zu schlechten Kader zur Verfügung. Damit konnte er nur scheitern.

      ode. schrieb:

      Zusammen mit Seferovic könnte das ein guter Sturm werden.
      Dieser Satz ist für mich ein Widerspruch in sich, egal um wen es außer Seferovic noch geht ... :P
      André Bronswijk
      Thygra Spiele
      (u. a. für Pegasus Spiele tätig)
    • Nur zur Info: Seferovic ist ein taktisch sehr starker Stürmer. Spielintelligent, spielstark. Hat letztes Jahr unter 2 taktisch grauenhaften Trainern gespielt und in einer Mannschaft, die komplett formschwach war. Er mag nicht so gut im 1:1 sein oder im Abschluss.

      Er ähnelt in seiner Anlage bsw. einem Max Kruse.

      Spieler wie diese brauchen Trainer, die sie passend einsetzen. Woher soll ein Veh das wissen?

      Korkut: Ist ein sehr sehr guter Trainer mit einem Plan und taktischen Konzept. Hannover hat unter ihm einen sehr interessanten Ballbesitzfussball gespielt. Genau das, was Kaiserslautern braucht um die zweite Liga zu dominieren und aufzusteigen.
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    • Thygra schrieb:

      Da nehme ich doch lieber einen mit gleichen Qualitäten
      Den musst du erstmal finden. Seferovic ist sicherlich einer der spielstärksten Stürmer der Liga. Neben Lewandowski, Müller, Chicharito, Max Kruse und bsw. Rafael von Gladbach...

      In seiner ersten Saison für die Eintracht hat er 11 Tore in 34 SPielen gemacht. Das ist schon ganz ordentlich. Er hat unter Veh so seine Probleme gehabt. Stand ein paar Spiele lang nicht im Kader. So einen Spieler musst du auch in dein System gut einbinden.
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    • Korkut: Ist ein sehr sehr guter Trainer mit einem Plan und taktischen Konzept. Hannover hat unter ihm einen sehr interessanten Ballbesitzfussball gespielt. Genau das, was Kaiserslautern braucht um die zweite Liga zu dominieren und aufzusteigen.

      Sag mal @ode meinst du das wirklich ernst mit Korkut? Meine Roten haben unter ihm alles mögliche gespielt, aber keinen interessanten Fußball. Und nein, da lag es noch nicht am schwachen Kader. Er war auch nicht in der Lage, in der Rückrunde 14/15 den Turnaround zu schaffen (das war dann merkwürdigerweise Frontzeck vorbehalten).
    • Axayacatl schrieb:

      Sag mal @ode meinst du das wirklich ernst mit Korkut?
      Sicher. Ich war auch einmal im Stadion unter Korkut. Furchtbares Spiel. Grauenhaft. Extrem öde! Aber Hannover hat für seine Verhältnisse ein taktisch sehr ansprechendes Spiel gespielt. Er hat das geschafft, was Slomka nicht geschafft hat. Nach der Konterfussball-Zeit unter Slomka hatte Hannover das Problem, dass die Gegner sich darauf eingestellt hatten. Hannover konnte nicht mehr kontern. Ballbesitz musste her. Daran ist Slomka gescheitert. Korkut hatte das eigentlich ganz gut geschafft. Dann ist sein bester Spieler lange ausgefallen und der Laden ging irgendwie ein wenig den Bach runter. An dem Punkt hat er es auch nicht geschafft die Mannschaft zu stabilisieren. Das muss ich zugeben. Ist ein wenig wie mit Dutt. Der ist auch ein großartiger Taktiker, aber in Punkto Mannschaftsführung hat er derbe Defizite. Solche Trainer sind meist gut, wenn es nicht schlecht läuft. Zorniger ist bsw. auch ein extrem guter Trainer. Hat aber sein Team nicht auf Linie bekommen. So eine Mannschaft ist eben mehr als Taktik. Und auch das muss ein Trainer können. Da hat Korkut in Hannover seine Probleme mit gehabt.

      Mal ehrlich: Wann lief es denn zuletzt gut in Hannover? Genau: Unter Korkut. Das Problem war, ihn nicht machen zu lassen. Es stand schlecht um Hannover damals. Zugegeben. Aber manchmal muss man einfach den Arsch zukneifen und da durch und einem Trainer die Chance geben auch schlechte Phasen zu überstehen. Jetzt sind sie in der 2ten Liga. Das wäre unter Korkut vielleicht auch passiert. Aber dann wäre der Trainer eben schon da und hätte Zeit seinen Fussball spielen zu lassen. Vielleicht wäre Hannover dann jetzt schon wieder aufgestiegen mit einem stabilen System. Jetzt liegt der Verein brach. Frontzek... Das war doch echt keine gute Idee...

      Die Sache ist ja: Man hat erkennen können, dass der Trainer einen Plan hat. Dann muss man da auch mal durch. Was Schalke jetzt bsw. gemacht hat kann ich noch verstehen. Breitenreiter hatte nicht ansatzweise einen Plan. Kein System, was man da erkennen konnte.
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    • Dutt hat bei all' seinen Stationen eine klare Handschrift vermissen lassen - ebenso wie in seiner persönlichen Karriereplanung.

      Korkhut hat bei Hannover kurzfristig erfolgt gehabt. Aber ab dem Zeitpunkt da Konzepte hätten greifen können war es damit vorbei.

      Die meisten dieser Trainer hängen zu starr an ihrer Phylosophie. Selbst wenn das eigene System das beste auf der Welt ist kann man es nur dann spielen wenn auch die Mannschaft davon überzeugt ist. Dazu benötigt es bei einer gewachsenen Mannschaft 2-3 Spielzeiten für einen kontinuierlichen Übergang. In dieser Zeit kann man sich Schritt für Schritt, Trainingslager für Trainingslager, dem Wunschsystem nähern. Wichtig ist aber auch zu begreifen, was die Mannschaft bislang stark gemacht hat. Daraus muss man dann einen "Migrationspfad" entwickeln den die Spieler mitgehen. Einen kurzfristiger Systemwechsel setzt einen radikalen Schnitt im Spielerkader vorraus, das gelingt üblicherweise nur nach einem Abstieg.

      Thomas Schaaf wollte solch einen Systemwechsel in Frankfurt herbeiführen. Nach dem von der Mannschaft als erfolgreich empfundenen Ballbesitzfussball unter Armin Veh konnte er sein System des Konterfussballs mit dem vorhandenen Kader allerdings nicht umsetzen. Der Fussballgott hat das System nicht verstanden und musste erstmal auf die Bank. Wenn er denn reinkam machte er auf ungewohnter Position trotzdem seine Tore. Nach einem Viertel der Saison musste Schaaf dann zurückrudern und sein System an die Mannschaft anpassen. Prompt gab es mit einem Sieg in Mönchengladbach die Bestätigung für die Mannschaft. Damit war der Trainer als Autorität in Taktikfragen unten durch.

      Diese Saison gab es unter Veh den Versuch des Zurückschwenkens auf den reinen Ballbesitzfussball. Aber das System, mit dem man 3 Jahre vorher immerhn bis in die Europaliga gekommen war, funktionierte in der Bundesliga nicht mehr. Zumindest nicht in einer Mannschaft mit durchschnittlich begabten Spielern. Dazu ging man bewusst mit 2 Schwachstellen im Kader in die Saison. Die Position des Rechtsverteidigers hielt man frei für eine Rückkehr von Sebastian Jung, den einzig halbwegs überzeugenden Linksaußen lies man gehen, da er sein Potential seit Jahren nicht mehr abrufen konnte. Die "Ersatzlösungen" Ignowski, Chandler, Gazinovic und Gereziger besaßen nicht das Vertrauen des Trainers bzw. verloren es nach wenigen Spielen.

      Dieses mangelnde Vertrauen war wohl die größte Schwachstelle des Trainers Veh. Spieler die ihn enttäuschen sind für immer durch. Die können trainieren und machen und tun, sie spielen nicht mehr. Im Laufe der Saison kamen so einige Spieler ins Abseits: Djakpa, Chandler, Gazinovic, Kinsmbi, Kadlec, Ignowski, Flum, Medejovic, Waldschmitt, Kittel, Ayrhan. Im Winter kamen 3 Neue, kurz vor Rundenbeginn nochmal 2 und alle 5 kamen sofort in den Kader. Eine Ohrfeige für den bestehenden Kader und die klare Ansage: mit euch bin ich durch! In diesem Stadium half nach weiter enttäuschenden Ergebnissen nur noch ein Trainerwechsel.

      Der Vorteil des Trainers Kovac: jeder Spieler im Team hatte wieder eine Chance. Chandler und Djakpa kamen von der Tribüne in die Startelf. Jeder hatte seine Chance, auch der angeblich bei ihm in Ungnade gefallene Fabian bekam immer wieder seine Chancen. Das Spielsystem konnte er nicht kurzfristig ändern. Die Abwehr wurde stabilisiert und die stärkste Waffe des Angriffs war dass der Gegner sich nicht auf die Stürmer einstellen konnte. Es spielten ja jede Woche andere. Aber alle waren einbezogen und jeder kämpfte um einen realistischen Platz auf dem Spielfeld (den Kollegen Ayrhan vielleicht mal ausgenommen). Das hat dann gerade mal noch zum 1:0 im letzten Spiel gereicht.

      Nun wird es aber erst richtig spannend. Der Trainer hat erkannt, wer die Leistungsträger im Abstiegskampf waren: der Torhüter, die Innenverteidigung, mit Abstrichen das defensive Mittelfeld und - oh Wunder - ein Linksaußen! Kernproblem über die Saison war interessanterweise weder der Rechtsverteidiger noch der Linksaußen. Notstand war im zentralen defensiven Mittelfeld. Seit den Zeiten von Schwegler und Rode hat dort nur Hasebe überzeugen können, aber der musste unter Veh seine Talente als Außenverteidiger einbringen. Im Resultat hatten wir einen schwachen Außenverteidiger und ein noch schwächeres defensives Mittelfeld. Der "Quarterback" Reinhard fiel meist aus und so musste Russ sich gemeinsam mit Stendera um den Spielaufbau aus der Defensive kümmern, bei beiden Spielern nur bedingt die Kernkompetenz.

      Trainer, Sportdirektor und Sportvorstand müssen jetzt liefern. Was man vor allem benötigt sind defensive Mittelfeldspieler. Momentan genügt dort nur Hasebe Bundesligaansprüchen. Huszti genügt ihnen mit Abstrichen. Um so bezeichnender, dass er unter beiden Trainern einen Stammplatz hatte. Er war eben klar besser als alle anderen Kandidaten im Kader! Das sollten sich alle mal überlegen, die ihn als Fehleinkauf eingestuft haben. Dazu gibt es nach den Abgängen, Verletzungen und Erkrankung Vakanzen in Innenverteidigung, Linksverteidigung und Offensive. Durch die Aktivitäten in der Winterpause ist wohl nicht mehr viel Budget vorhanden, d.h. man kann nur kleine Ablösen bezahlen. Und verkauft hat man bislang nur Ignowski, für den sind aber gewiss keine Millionen aus Freiburg geflossen.

      Spannende Aufgabe also. Da man aber insbesondere in der zentralen Position etwas Neues tun muss, ist dies auch die Chance einen gewaltigen strategischen Schritt in Richtung einer zukünftigen Spielphylosophie zu gehen. Zum Umsetzen einer Strategie benötigt es allerdings zwei Vorraussetzungen: die Gelegenheit (Notwendigkeit) zu Veränderung oder Umbruch und natürlich eine Strategie.

      Die Notwendigkeit zur Veränderung ist jetzt da. Ich hoffe wir haben auch eine Strategie.
      Gruß aus dem Münsterland
      Herbert

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      I'm old enough to know what's wise
      and young enough not to choose it
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