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Welche Spiele von heute sind morgen Klassiker?

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    • Welche Spiele von heute sind morgen Klassiker?

      Neu

      Herbert schrieb:

      Ich frage mich ja eher umgekehrt was aus der aktuellen Neuheitenflut das Zeug zum Klassiker haben könnte.

      Voila - und schon gibt es einen neuen Thread.

      Ich denke:

      -Terra Mystica

      ...und die anderen Spiele aus meiner Sammlung ;)
      "We are the unknowns. Lower your shields and surrender your ships. We will add your biological and technological distinctiveness to our own. Your culture will adapt to service us. Resistance is futile."
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      Ich glaube, so richtige Klassiker wird es aufgrund der Masse an Spielen nicht mehr geben. Pandemic ist glaube ich ein Kandidat. Aber um ein Klassiker zu sein, muss das Spiel eine weiter Verbreitung haben. Und das sind momentan echt wenige Spiele.

      ich denke, die Spiele des SdJ werden uns eine Weile begleiten.
      knopfspiele.de -=- Spielrezensionen, Kinderspiele, Familienspiele und Solo Spiele....
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      Welche Spiele gelten denn als "Spiele von Heute" ? Wenn ich als willkürliche Grenze mal das (Erscheinungs-)Jahr 2010 hernehme und Spiele in Betracht ziehe, die nicht zu sehr auf ein Nischenpublikum zielen, dann tippe ich auf Spiele wie 7 Wonders, Die Burgen von Burgund, Kingdom Builder, Las Vegas, Splendor ...
      Gruß aus Frankfurt, Helmut
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      Schließe mich @dawue weitgehend an. Ich denke, dass einige SdJ Kandidaten/Nominierte (Codenames, Dixit etc.) zu Klassikern werden (könnten). Ansonsten sehe ich Spiele mit 'großer' Verbreitung und Potential zur Massentauglichkeit - das können auch anspruchsvollere Spiele sein - als mögliche Kandidaten. Vielleicht wird mal ein GWT oder Mombasa zum Klassiker... Wahrscheinlich wünsche ich mir das aber nur. ;)
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      Helmut R. schrieb:

      Welche Spiele gelten denn als "Spiele von Heute" ?
      Das ist die eine Frage, und die andere ist, "Was ist ein Klassiker?"

      Ich will ja gar nicht die Goldwaage herausholen, aber gerade der Begriff "Klassiker" ist doch ganz offensichtlich hier im Forum sehr unterschiedlich ausgedeutet. Für mich ist das Problem, das viele Verlage Spiele als "Klassiker" bezeichnen, damit sie zu solchen werden. Sicher sind z.B. Monopoly, MÄDN und Scrabble "Klassiker", aber doch nicht im Sinne des Threaderstellers?

      Ansonsten sehe ich es ähnlich wie @dawue, es gibt auch keine Pop-, Show- oder Filmstars mehr, und es gibt auch keine (neuen) Spieleklassiker mehr.
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      Sternenfahrer schrieb:

      "Was ist ein Klassiker?"
      Das was man selber dafür definiert, da es eben keine allgemein gültige Definition gibt.
      Für mich sind das Spiele, bei denen ich mit glänzenden Augen und feuchten Händen freudig erregt der nächsten Runde entgegensabbere - denkwürdige Partien aus der Vergangenheit ziehen am inneren Auge vorbei und die abgedroschene Floskel:
      "Früher war alles besser" schwirrt einem im Hirn rum. Das sind für mich Klassiker ^^ , eben die guten alten Spiele, die sooo heutzutage vermutlich nicht nochmal entwickelt würden.
      Bitte senden Sie mir Ihre E-Mail doppelt, ich brauche eine für´s Archiv :/
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      Sankt Peter schrieb:

      Herbert schrieb:

      Ich frage mich ja eher umgekehrt was aus der aktuellen Neuheitenflut das Zeug zum Klassiker haben könnte.
      Ich denke: -Terra Mystica ...und die anderen Spiele aus meiner Sammlung ;)
      Hallo Sankt Peter,

      Terraforming Mars und TIME Stories

      Mage Knight im speziellen Segment der Freak- oder Hardcorespieler
      Terra Mystica und Tzolkin im Segment der Viel- und Expertenspieler
      Concordia, Village und Kingdom Builder im Segment "anspruchsvollere Familienspiele"

      MfG
      Valadir
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      Terraforming Mars glaube ich kaum. Das Spiel wird aktuell gehyped. Die Kritiken sind durchwachsen. Der Hype kommt viel daher, weil Schwerkraft die Menge reduziert. Würde das in großer Menge analog aller anderen Spiele kommen, wäre das ganze nur halb so wild.

      Orleans und Terra Mystica kann ich mir gut vorstellen (auch vom Material). Da könnten bei Einstellung auch später durchaus Sammlerwerte entstehen.
    • Neu

      Interessante Frage und ein ebenso interessantes Dilemma. Ich stelle mir unter Klassiker etwas vor, was "zu seiner Zeit" bahnbrechend oder besonders innovativ war und "stood the test of time", also auch nach Jahren noch immer gespielt wird. Etwas was vielleicht einen bestimmten Mechanismus (Worker Placement, Card Drafting, Verräterrolle, 18xx etc.) eingeführt hat und so eingeschlagen hat, dass es eine Vielzahl von anderen Spielen ähnlicher Art die den Mechanismus verwenden gibt und man sich auch noch Jahre später noch freudig an die Partien des "Urvaters" erinnert.

      Dass es gar keine Klassiker mehr geben wird, mit der düsteren Prognose stimme ich nicht überein. Am ehesten kann man den Begriff vielleicht noch mit den Klassikern in Bezug auf "Kinofilme" vergleichen. Ben Hur z.B. wird vielleicht nicht mehr so oft geschaut, aber jeder kennt ihn und jeder hat ihn mindestens einmal gesehen. Ich gehe davon aus, dass auch neuere Kinofilme noch diesen Status erreichen können. Das Mengen-Verhältnis zwischen Klassikern und Schrott mag sich verschieben, aber den ein oder anderen Film aus der neueren Zeit könnte ich mir vorstellen, werden wir auch in ein paar Jahrzehnten noch gerne sehen.

      Zurück zum Spielethema. Für mich würden daher folgende, neueren Spiele das Potential zum Klassiker haben:

      Siedler von Catan
      7 Wonders
      Der Ringkrieg
      Codenames
      Agricola
      Zug um Zug
      ...

      Aber die Liste ist unvollständig, völlig subjektiv und auch nur ein Blick in die Glaskugel. Die Ausgangsfrage "Welche Spiele von heute sind morgen Klassiker?" beantworte ich daher am besten mit einem überzeugtem "Schaun 'mer mal.". ;)
    • Neu

      Torlok schrieb:

      Sternenfahrer schrieb:

      "Was ist ein Klassiker?"
      Das was man selber dafür definiert, da es eben keine allgemein gültige Definition gibt.Für mich sind das Spiele, bei denen ich mit glänzenden Augen und feuchten Händen freudig erregt der nächsten Runde entgegensabbere - denkwürdige Partien aus der Vergangenheit ziehen am inneren Auge vorbei und die abgedroschene Floskel:
      "Früher war alles besser" schwirrt einem im Hirn rum. Das sind für mich Klassiker ^^ , eben die guten alten Spiele, die sooo heutzutage vermutlich nicht nochmal entwickelt würden.
      Ich glaube, ich verstehe, was Du meinst:

      "Die Geschichte wurde an jenem Tag neu geschrieben, als meine zittrigen verschwitzten Hände erst im zweiten Versuch den Würfel erwischten und mein Herzschlag das dumpf-klopfende Geräusch im Würfelbecher aus zartestem Bison-Leder locker übertönten. Mein Puls lag bei 155, als der Elfenbeinwürfel in Zeitlupe herauskullerte, auf einer Ecke fast endlos tanzte. Als dann tatsächlich die 5 liegen blieb und ich den großen Favoriten auf dem letzten Feld vor seinem Zielbereich noch abfangen konnte, hätte ich die Welt umarmen können!"
      Warst Du nicht derjenige, der in Essen lange an diesem Stand mit den extra-großen MÄDN-Brettern stand? ;-P :mobb:
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      sneuhauss schrieb:

      Warst Du nicht derjenige, der in Essen lange an diesem Stand mit den extra-großen MÄDN-Brettern stand?
      Hm, nicht das ich wüsste, zumindest nicht bewußt. Vielleicht habe ich auf jemand gewartet oder mein ausgemergelter Leib wollte einfach nur mal kurz ausruhen... :D
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      Nafets schrieb:

      Ich gehe davon aus, dass auch neuere Kinofilme noch diesen Status erreichen können.
      Wieso?
      Für mich steht diesem Gefühl die "jederzeit verfügbar" - Mentalität im Weg.
      Ben Hur hat "jeder gesehen", weil der halt Samstag Abend im TV lief und sonst nichts. Und bis zur nächsten Wiederholung konnte man ihn auch nicht sehen... In Schulen war das Montags dann DAS Pausengespräch.

      Auf Spiele übertragen, früher haben wir im Urlaub und auf Freizeiten immer Monopoly und Risiko gespielt, hunderte Partien. Heute nehme ich zu jeder Gelegenheit andere, an die Zielgruppe angepasste Spiele mit... Wie soll da Tradition entstehen? Und warum auch?
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      Ein Klassiker ist für mich ein erfolgreiches Spiel das eine ganz besondere Erinnerung versprüht (hat), die über Jahre nachhaltig austrahlt.

      Für mich wird das sicher aus den letzten Jahren Pandemic Legacy, Orleans und Times Stories sein. Desweiteren Agricola und Terry Mystica.

      Grundsätzlich gehe ich aber damit komform das die Zeit der richtigen Klassiker vielleicht vorbei ist, weil das Angebot so breit und speziell geworden ist.

      Raider84 schrieb:

      Terraforming Mars glaube ich kaum. Das Spiel wird aktuell gehyped. Die Kritiken sind durchwachsen.
      Hype hin oder her, wo sind die durchwachsenen Kritiken? Ich habe fast nur positives über das Spiel gelesen und empfinde es selber genau so.
      Brett und Pad – der Blog über Brett-, Videospiele und Tabletops.
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      Sternenfahrer schrieb:

      Wieso?Für mich steht diesem Gefühl die "jederzeit verfügbar" - Mentalität im Weg.
      Ben Hur hat "jeder gesehen", weil der halt Samstag Abend im TV lief und sonst nichts. Und bis zur nächsten Wiederholung konnte man ihn auch nicht sehen... In Schulen war das Montags dann DAS Pausengespräch.
      Wieso nicht? Ich bin fest überzeugt, dass auch heutzutage noch so gute Filme, Platten und auch Spiele gemacht werden, dass man noch in Jahren darüber spricht und sie auch trotz oder gerade wegen der Möglichkeit des "jederzeit verfügbar" seins, zum wiederholten mal genießen kann und sie nicht in der Versenkung verschwinden werden ohne irgendwelche Spuren hinterlassen zu haben. Es fällt mir schwer, das für aktuelle Filme (<10 Jahre) vorherzusagen, aber wenn ich mal ein paar Filme aus den 80ern oder 90ern durchgehe, sind da schon einige dabei, die diesen Status erlangen können.


      Sternenfahrer schrieb:

      Auf Spiele übertragen, früher haben wir im Urlaub und auf Freizeiten immer Monopoly und Risiko gespielt, hunderte Partien. Heute nehme ich zu jeder Gelegenheit andere, an die Zielgruppe angepasste Spiele mit... Wie soll da Tradition entstehen? Und warum auch?
      Klassiker im Sinne von Spielen bedeutet für mich nicht unbedingt, dass man diese genauso häufig und wiederholt spielt wie aktuelle Spiele. Aber den Status verlieren sie deswegen ja nicht. Auch in Jahrzehnten werden wir uns vielleicht noch daran erinnern, wie z.B. Keydom das Worker Placement "erfunden" hat und in Klassikern wie Caylus oder Agricola perfektioniert wurde. Das bedeutet nicht, dass man aus "Tradition" (der Begriff passt auch irgendwie nicht. Ich schau Ben Hur ja nicht "aus Tradition" auch wenn das Fernsehprogramm der Sender dies zu Ostern oder Weihnachten vermuten ließe) olle Kamellen spielen muss/will/soll.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Nafets ()

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      Nafets schrieb:

      Ich bin fest überzeugt, dass auch heutzutage noch so gute Filme, Platten und auch Spiele gemacht werden
      Ich auch - aber das sind eben heute für verschiedene Menschen unterschiedliche Filme/Platten/Spiele, während es früher für alle dieselben waren (ich übertreibe).

      Wie gesagt, Monopoly kennt jeder, aber viele hier genannte Spitzenspiele haben nicht mal alle von uns hier gespielt. Ich glaube, der letzte Neuzugang der Klassiker dürfte SvC gewesen sein.
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      Nafets schrieb:

      Ich bin fest überzeugt, dass auch heutzutage noch so gute Filme, Platten und auch Spiele gemacht werden, dass man noch in Jahren darüber spricht
      "Darüber sprechen" sicher schon, aber eben nur in der kleinen Nische, in der sich jeder besonders wohl fühlt und dank Internet auch jederzeit genügend Gleichgesinnte findet. Im Vergleich zu früheren Filmen, Platten oder Spielen fehlt die allgemeine Verbreitung der herausragenden (bzw. als solches empfundenen) Werke, auch weil sich alles in immer mehr Genres und Subgenres ausdifferenziert.

      Zum Vergleich: Vor knapp 20 Jahren war Tikal Spiel des Jahres und wurde in einer Auflage verkauft, von der heutige Spiele nur noch träumen können. Diese Verbreitung anspruchsvoller Spiele im Massenmarkt wird es so nie wieder geben. Heute bekommt jeder in seiner eigenen Nische serviert, was er haben möchte. Das Angebot ist riesig! Aber die "Klassiker", die jeder kennt (oder sogar kennen muss), die gibt's dann eben nicht mehr.

      Bitte nicht falsch verstehen. Ich trauere nicht den alten Zeiten hinterher. Ein die Vergangenheit verklärendes "früher war alles besser!" ist fast immer Blödsinn; ein "früher ging's einfach nicht besser!" oder "früher gab's einfach nichts anderes!" ist oft näher an der Wahrheit. Dennoch war es gut, dass sie solche Klassiker in allen Bereichen herausbilden konnten, denn sowas ist eine gemeinsame Grundlage, auf der sich etwas Größeres entwickeln kann. Je mehr Differenzierung, umso eher redet man aneinander vorbei.
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      Was mich interessiert: Nicht jeder hat unendlich viel Platz zu Hause. Heißt das, dass der Trend, immer neue Spiele in immer kürzeren Zeitabständen zu produzieren und zu verkaufen längerfristig anhält? Ist nicht längerfristig mit einer Sättigung zu rechnen?

      @toasted hat im "Brass Thread" geschrieben, dass der Gewinn je Spiel vermutlich nicht höher als 20% betragen dürfte. Das könnte gut sein, aber ist das nicht bereits okay? Für Hobbyspieler mag der Gewinn kein ausschlaggebendes Kriterium sein, aber auch wenn in Zukunft Kickstarterprojekte zum reinen Selbstkostenpreis gestartet werden, der Platz bei den Konsumenten ist begrenzt. Und last but not least: Wenn die Spiele wirklich mehr oder weniger zum Selbstkostenpreis angeboten werden, dann wird die Qualität sinken.

      Kurz und knapp: Ich glaube, dass der Trend, den wir zur Zeit erleben, nicht dauerhaft sein wird.

      Wie denkt ihr darüber?

      Gruß
      Marc

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Jimmy_Dean ()

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      brettundpad.de schrieb:

      Ein Klassiker ist für mich ein erfolgreiches Spiel das eine ganz besondere Erinnerung versprüht (hat), die über Jahre nachhaltig austrahlt.

      Für mich wird das sicher aus den letzten Jahren Pandemic Legacy, Orleans und Times Stories sein. Desweiteren Agricola und Terry Mystica.

      Grundsätzlich gehe ich aber damit komform das die Zeit der richtigen Klassiker vielleicht vorbei ist, weil das Angebot so breit und speziell geworden ist.

      Raider84 schrieb:

      Terraforming Mars glaube ich kaum. Das Spiel wird aktuell gehyped. Die Kritiken sind durchwachsen.
      Hype hin oder her, wo sind die durchwachsenen Kritiken? Ich habe fast nur positives über das Spiel gelesen und empfinde es selber genau so.
      also ich kenne einige Personen die es wieder verkauft haben. Ich orientiere mich gerne bei hal9000, die dortigen Meinungen passen aus meiner Sicht oft gut und da ist es sehr durchwachsen....aber anderes Thema.
    • Neu

      Klassiker sind für mich Spiele wie Mensch ärger dich nicht, Malefiz, Monopoly, Scrabble, Skat, Doppelkopf, Schach, Dame oder so. Reingerutscht sind in den Bereich mMn. Spiele wie Kniffel und Siedler von Catan und mit einigen Abstrichen Carcassonne und Agricola, bei den Kartenspielen Tichu und Wizzard. Abstriche weil eine "Massenverbreitung in der Form durch das große Angebot an Spielen sehr schwer geworden ist. Bei "Klassikern" für Vielspieler sieht die Sache schon anders aus. Da kommen dann auch so Spiele wie Terra Mystica, St. Petersburg und Russian Railroad zum tragen.
      Es ist durch die schiere Zahl an guten Spielen auch kaum möglich, hier absehen zu können, was sich durch die Jahrzehnte herauskristalliersieren könnte als echter Klassiker und nicht nur Klassiker der (eigenen) Herzen ;)
      Wer kann schon überschauen, wie die Verbreitung eines Spieles so weltweit ist und ob das gekaufte Exemplar denn auch das regelmäßige Spielelicht der Welt erblickt. Ich habe z.B. den Verdacht, dass das Spiel Boggle in den USA sehr weit verbreitet ist, während es bei uns eher ein Schattendasein fristet, was ICH freilich gar nicht verstehen kann, als großer Fan :)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Gernial ()

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      Jimmy_Dean schrieb:

      Ich glaube, dass der Trend, den wir zur Zeit erleben, nicht dauerhaft sein wird.

      Wie denkt ihr darüber?
      Ich glaube, daß "Trend" in der Wortbedeutung bereits enthält, daß er nicht dauerhaft sein wird. :)

      Aber im Ernst, schwer zu sagen. Der Kapitalismus produziert ständig solche Blasen, Nachfragen haben fast immer Überangebote zur Folge, gefolgt von Marktbereinigung, gefolgt von... Stabilisierung?
      Gibt es heutzutage, wird es in Zukunft überhaupt noch Stabilisierung geben? Wer weiß, ob nicht VR doch irgendwann mal Brettspiele insgesamt verschwinden läßt.

      Im Moment denke ich, gibt es noch Raum für Wachstum, weil ganz viele Menschen, denen Spiele Spaß machen könnten, noch nicht spielen. Ich glaube, das ist gerade z.B. in den USA ein Riesenwachstumstreiber - Leute, die das Hobby neu entdecken. Ob in Deutschland noch sehr viel mehr Spiele verkauft werden könnten, als verkauft werden, glaube ich nicht unbedingt.

      Ich selbst z.B. kaufe Jahr für Jahr weniger Spiele (was durchaus auch an der Güte der Spiele liegt, die ich schon besitze). Ich bin aber auch nicht so mechanismusgetrieben, wie andere. Ich habe nicht Lust auf [beliebiger origineller Mechanismus], ich will z.B. in einem Spiel Autos vermarkten oder ein Weltraumimperium errichten... aber das führt zu weit. Was ich sagen will - für mich müßte es gar keine neuen Spiele geben. Vielleicht zwei oder drei im Jahr. Das würde mir reichen, mindestens für eine Dekade, bis ich alles genügend gespielt habe, was ich schon besitze...
      goo.gl/thT5cM [bgg for trade] - einfach anschreiben, wenn Dich davon was interessiert!
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      Sternenfahrer schrieb:

      Ich glaube, das ist gerade z.B. in den USA ein Riesenwachstumstreiber - Leute, die das Hobby neu entdecken.
      Yup. +20% Umsatzsteigerung für Brettspiele im letzten Jahr in den USA.
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      Ich definiere Klassiker genau wie @Torlok


      Torlok schrieb:

      Sternenfahrer schrieb:

      "Was ist ein Klassiker?"
      Das was man selber dafür definiert, da es eben keine allgemein gültige Definition gibt.Für mich sind das Spiele, bei denen ich mit glänzenden Augen und feuchten Händen freudig erregt der nächsten Runde entgegensabbere - denkwürdige Partien aus der Vergangenheit ziehen am inneren Auge vorbei und die abgedroschene Floskel:
      "Früher war alles besser" schwirrt einem im Hirn rum. Das sind für mich Klassiker ^^ , eben die guten alten Spiele, die sooo heutzutage vermutlich nicht nochmal entwickelt würden.
      so gesehen sind meine Klassiker meine Top 10 :)
      Was anderes, v. a. die breite Masse, interessiert mich nicht.
      "Wo kämen wir denn hin, wenn alle sagten, wo kämen wir hin, und niemand ginge, um einmal zu schauen, wohin man käme, wenn man ginge!" (Kurt Marti)
      Top 10:
      1 Tzolkin----2 Great Western Trail----3 Mombasa----4 Lorenzo Il Magnifico----5 Bora Bora
      6 Orleans----7 Auf den Spuren von Marco Polo----8 Trajan----9 Concordia----10 Russian Railroads
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      Wenn man Klassiker auf Spiele wie Skat, Schach, Mensch ärgere dich nicht und Monopoly beschränkt, dann ist die Diskussion hier sinnlos. Da gibt es von moderneren Spielen gerade mal Catan, dass da irgendwie in der allgemeinen Wahrnehmung mithalten kann.

      Zu "modernen" Klassikern würde ich schon einige Spiele (neben Catan) zählen: Carcassonne, Zug um Zug, Puerto Rico, Funkenschlag und Dominion. Vielleicht bin ich da auch zu sehr von meiner Filterbubble (also den eigenen Spielegruppen) abhängig, aber Bohnanza, Pandemie, Agricola und Kohle zähle ich da auch noch hinzu.

      Was ab 2010 könnte in Zukunft dazugehören? Bei Familienspielen auf jeden Fall King of Tokyo. Vielleicht Codenames und Camel Up, in meiner Familie auch Mysterium. Bei den etwas anspruchsvollen Spielen gibt es vielleicht gar nicht allgemein "die Klassiker", sondern eher hat jede Spielgruppe so ihre eigenen paar Klassiker. Terra Mystica hat sicher bei vielen schon diesen Status. Bei den aktuellen Spielen traue ich Terraforming Mars und Scythe ähnliches zu.

      Legacy Spiele fallen in meinen Augen aus der Diskussion raus, weil man das Spielgefühl nicht wieder reproduzieren kann und das Spiel mal einfach wieder auf den Tisch bringen kann. Trotzdem bleiben die mir wahrscheinlich lange in Erinnerung und sind dann sowas wie "Klassiker mit Sternchen".
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    • Neu

      Baseliner schrieb:

      Ich definiere Klassiker genau wie @Torlok


      Torlok schrieb:

      Sternenfahrer schrieb:

      "Was ist ein Klassiker?"
      Das was man selber dafür definiert, da es eben keine allgemein gültige Definition gibt.Für mich sind das Spiele, bei denen ich mit glänzenden Augen und feuchten Händen freudig erregt der nächsten Runde entgegensabbere - denkwürdige Partien aus der Vergangenheit ziehen am inneren Auge vorbei und die abgedroschene Floskel:"Früher war alles besser" schwirrt einem im Hirn rum. Das sind für mich Klassiker ^^ , eben die guten alten Spiele, die sooo heutzutage vermutlich nicht nochmal entwickelt würden.
      so gesehen sind meine Klassiker meine Top 10 :) Was anderes, v. a. die breite Masse, interessiert mich nicht.
      Jeder darf sich sicherlich die Welt so machen, wie sie ihm gefällt, keine Frage :)
      Dennoch darf man eine allgemeine Definition als gegeben annehmen im allgemeinen Diskurs, wie z.B. aus Wikipedia:
      ---------------------------------------------------------------------------------------------
      Merkmale eines Klassikers
      • lange überregionale Bekanntheit (oft auch generationsübergreifend)
      • gewisser Traditionswert
      • hoher Wiedererkennungswert
      • hohe Qualität wird zugestanden
      • Innovationspotential
      • Einfluss auf die Kultur
      • bei Texten: Zeitlosigkeit der Themen, so zum Beispiel Liebe, Hass & Wut, Familie, Abenteuer, Widerstand & Anpassung
      Es müssen nicht alle Merkmale auf jeden Klassiker zutreffen.
      -----------------------------------------------------------------------------------------------
      Und zum Begriff Trend grenzt sich Klassiker glaube ich maximal ab: "Das Klassische bildet den zeitlosen Kontrapunkt zur zeitabhängigen Mode."
    • Neu

      Bei Spielen finde ich die Nachhaltigkeit ohnehin für zu gering als den Begriff Klassiker im großen Stil auszubuddeln.
      Dafür ist die Historie und Bindung zu einem Spiel zu gering.Vor allem in der kleinen Nische von Hardcore-Spielern hier.

      MÄDN, Schach & Co "gestehe" ich das noch am ehesten zu, weil sie die größte Breitenwirkung und eine lange Historie gegeben sind. Allenfalls Siedler von Catan hätte meiner Meinung nach einen solchen Stellenwert.

      Jetzt von Klassikern zu sprechen, die 95% der Bevölkerung nicht mal kennen halte ich für etwas schräg.
      Das wäre so als hätte man 1927 schon davon gesprochen, dass Tus Herne gegen Castrop Rauxel mal zu DEM Fussballklassiker des Reviers werden würde.
      Besucht uns auf unserer Seite unter "www.mister-x.de" oder liked uns bei facebook um regelmäßig Neuigkeiten zu erfahren.
    • Neu

      Risiko Evolution (Risk Legacy). Hat den Legacy Mechanismus grandios eingeführt und umgesetzt. An so erfolgreichen Spielen wie Pandemie L. oder Fabelsaft sieht man das Potenzial. Risiko Evolution war zu seiner Zeit (2012) grandios und ist es immer noch! Also wird es in meinen Aufgen ein Klassiker! Seid mal ehrlich, wer hat das Brett "vollgespielt" bzw. durchgespielt (15x)?

      Ansonsten ganz klar Terra Mystica und vom Kult-Potenzial her vielleicht noch Winter der Toten.

      Tzolk'In traue ich auf Grund des Rades auch Kultpotenzial zu.

      Und "ein hab ich noch": Time Stories wird glaube ich wegen seines alleinstellungsmerkmales des besonderen Storytellings (mal schauen wie lange noch) auch in Zukunft noch äußerst beliebt bleiben. Auch wenn die "Technik" irgendwann veraltet ist bleiben doch die Geschichten. Wie bei einem Film..

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Machete ()

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      Hallo Heike,

      Raider84 schrieb:

      Da könnten bei Einstellung auch später durchaus Sammlerwerte entstehen.
      Von einem Klassiker habe ich eine andere Vorstellung. ALLES was out of print geht - ist eigentlich kein Klassiker.
      Dann bleiben von den Jahrgängen auch nicht mehr viel nach. Ein Verdächtiger wäre vielleicht CODENAMES. Das hat bereits jetzt eine überdurchschnittliche Verbreitung erlangt.

      Liebe Grüße
      Nils
      83043 brettspielgruppe aiblinger zockerbande facebook

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von widow_s_cruse ()

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      Folgende Spiele der Jahrgänge 2015 bis 2017 haben es unter die Top 100 bei BGG gebracht und sind daher ernsthafte Kandidaten.

      Through the Ages: Eine neue Geschichte der Zivilisation (Jahrgang 2015, aktuell Rang 2)
      Meine Einschätzung: Ist auf dem besten Weg zum Klassiker, da ja eine Neuauflage von Through the Ages: A Story of Civilization (2006)


      Star Wars: Rebellion (Jahrgang 2016, aktuell Rang 5)
      Meine Einschätzung: Für mich ein ganz heißer Kandidat für einen Klassiker


      Scythe (Jahrgang 2016, aktuell Rang 6)
      Meine Einschätzung: Das wird wahrscheinlich bald in Vergessenheit geraten.


      7 Wonders Duel (Jahrgang2015, aktuell Rang 8)
      Meine Einschätzung: Das wird ein Klassiker!


      Terraforming Mars (Jahrgang 2016, aktuell Rang 10)
      Meine Einschätzung: Das Spiel wird uns auch noch lange begleiten.


      Blood Rage (Jahrgang 2015, aktuell Rang 15)
      Meine Einschätzung: Das wird wahrscheinlich bald in Vergessenheit geraten.


      T.I.M.E Stories (Jahrgang 2015, aktuell Rang 29)
      Meine Einschätzung: Ich schätze mal es wird maximal noch ein Dutzend neue neue Module geben und wird dann von Innovatierem verdrängt.


      Auf den Spuren von Marco Polo (Jahrgang2015, aktuell Rang 37)
      Meine Einschätzung: Das wird wahrscheinlich bald in Vergessenheit geraten.


      Mombasa (Jahrgang 2015, aktuell Rang 60)
      Meine Einschätzung: Das wird wahrscheinlich bald in Vergessenheit geraten.


      The Gallerist (Jahrgang 2015, aktuell Rang 75)
      Meine Einschätzung: Das wird wahrscheinlich bald in Vergessenheit geraten.



      Und dann noch 2 Kandidaten denen ich es wünschen würde:

      Triumph & Tragedy (Jahrgang 2015, aktuell Rang 478)
      Meine Einschätzung: Ein Spiel zum 2. Weltkrieg mit Schwerpunkt Diplomatie. Keine 2 Partien verlaufen gleich. In jeder Partie kann man viel über Geschichte und sich selbst lernen. Wird hoffentlich ein Klassiker für 3!


      Hands in the Sea (Jahrgang 2016, aktuell Rang 1988)
      Meine Einschätzung: A few Acres of Snow hätte das Zeug zm Klassiker, wäre da nicht der Mythos vom Halifax-Hammer. Geringe Chancen sehe ich für Hands in the Sea genau diese Lücke auf Dauer auszufüllen.
      Gruß aus dem Münsterland
      Herbert

      ______________________________
      I'm old enough to know what's wise
      and young enough not to choose it

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Herbert ()

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      widow_s_cruse schrieb:

      ALLES was out of print geht - ist eigentlich kein Klassiker.
      Wenn alles, was "out of print geht" kein Klassiker wäre, dann würde der Mainstream Kunst erkennen. Das fällt ihm aber ob seiner jeweiligen, gesellschaftlichen Diktion und der normativen Ausrichtung schwer, da Kunst die Norm hinter sich lässt.

      Die Geschichte der Literatur, der bildenden Kunst oder der fortschrittlichen Gedanken ist randvoll mit Beispielen, in denen kommende Klassiker nicht erkannt oder sogar belächelt oder sogar als Bedrohung aktiv bekämpft wurden.

      Später nimmt der Mainstream das, was er misstrauisch beäugt hat, baut es in seine normative Ausrichtung ein und verehrt es als Klassiker, den er erkannt zu haben glaubt. Dieser Ablauf ist ein Archetyp, den gerade der Mainstream nicht ändern kann, da seine Energie träge und sein Handeln konservativ und reaktiv ist.

      Der Diskurs hier ist insofern lustig, als das sich die meisten hier besprochenen Spiele ohnehin schon jenseits des Mainstreams bewegen und nur innerhalb einer Subkultur eine besondere Position einnehmen, in der wiederum ein subkulturinterner Mainstream definiert wird, den es aber gar nicht gibt. Es ist nur eine Seifenblase aus der Pustefix-Dose:


      Spiel läuft: Boardgame Pop Copy
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