Ferdinand Köther ist jetzt Redakteur bei Schwerkraft

  • Ferdinand Köther, vielen bekannt als Übersetzer aus unzähligen Übersetzungen wie z.b. Oben und Unten, Keyper, Through the Ages und viele mehr, ist nun fester Redakteur bei Schwerkraft.


    Ich bin ehrlich: Köther hat bei mir spätestens seit Oben und Unten so viele Minuspunkte, dass ich Spiele meide an denen er beteiligt ist. auch das aktuelle Keyper von Huch! ist da teilweise eine Katastrophe.


    Trotzdem: Viel Erfolg bei und mit Schwerkraft


    Quelle: KraftSpiele Twitter

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    Freu dich doch. Was wäre das Rezensentendasein ohne Spiele bzw. Anleitungen, über die man sich aufregen kann? ;)


    Schwerkraft (Carsten Reuter) wird mit der Arbeit von F. K. zufrieden gewesen sein, scheint zu wachsen und weiter wachsen zu wollen. Der Schritt an sich ist also ein durchaus positives Zeichen, denn die Lokalisierungen stoßen hier ja durchaus bei einigen auf Anklang. Es bleibt zu hoffen, dass die Übersetzungsqualität durch geeignete Maßnahmen gesteigert wird. Bei den meisten Anleitungen von F. K. hätte ein guter Korrekturleser mit Kenntnis der Originalregeln ja durchaus gereicht. Mal sehen, ob Schwerkraft das in dieser Konstellation gewährleisten kann oder andere Wege findet.


    [Wenn das naiv klingen sollte, packt es unter „Advocatus Diaboli“. Macht ja sonst keiner ;) ]

  • Das Verständnis der Regelübersetzungen von Herrn Köther unterschieden den Spielekenner vom Spieleexperten ;)


    Ich habe bei einigen Spielen von Schwerkraft den Eindruck, dass deutlich mehr drin gewesen wäre, wenn man eine vernünftige redaktionelle Bearbeitung vorgenommen hätte. Insofern begrüße ich diesen Schritt.

    Ich spüre die Macht in mir.


    Könnte aber auch Hunger sein.

    Einmal editiert, zuletzt von Lighthammel ()

  • Ich bin dafür, dass Übersetzer neben Autor und Illustrator genannt werden 😉


    Fänd ich übrigens tatsächlich nicht schlecht. Dass Regelschreiber und Übersetzer generell das Spiel spielen können sollten, fordere ich ja schon lange, aber das weicht vllt vom Thema ab

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  • Ist ja echt interessant. Die Branche ist anscheinend so klein, dass sie nur aus einer handvoll Leute besteht.

    Top Ungespielt-Liste (10/18): 1. Hyperborea — 2. Herr des Eisgartens — 3. Runewars — 4. Siege of Columbia — 5. 7th Continent — 6. Food Chain Magnate — 7. Gaia Projekt — 8. Spirit Island — 9. This War of Mine — 10. Twilight Imperium

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    Filmkritiken in 100 Wörtern: 100szenen.de

  • Ist ja echt interessant. Die Branche ist anscheinend so klein, dass sie nur aus einer handvoll Leute besteht.

    Nein, aber sie bezahlt so wenig, dass es nicht eben leicht ist, von dem entsprechenden Gehalt zu leben, geschweige denn, eine Familie als Alleinernährer über Wasser zu halten! Von daher überlegen sich viele, ob sie hauptberuflich in dieser Branche tätig sein wollen oder es lieber weiterhin nebenbei (und teilweise unter der Hand) machen.

  • ...geschweige denn, eine Familie als Alleinernährer über Wasser zu halten!

    Naja, ich glaube, da ist Umdenken nötig. In welchem normalen Job unterhalb des mittleren Managements geht das heute noch? Aber das ist ein anderes Thema.

    Top Ungespielt-Liste (10/18): 1. Hyperborea — 2. Herr des Eisgartens — 3. Runewars — 4. Siege of Columbia — 5. 7th Continent — 6. Food Chain Magnate — 7. Gaia Projekt — 8. Spirit Island — 9. This War of Mine — 10. Twilight Imperium

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    Filmkritiken in 100 Wörtern: 100szenen.de

  • Nur weil man nicht laut in Foren jammert, heißt das noch lange nicht, dass man zufrieden ist.

    Selbstverständlich. Das „durchaus“ lasse ich mir ankreiden und habe es vorhin bereits korrigiert. Aber dass ausgerechnet du hier nicht laut über deine Probleme mit Schwerkraft bzw. deren Geschäftsgebahren und Produkten gejammert haben willst, überrascht mich dann doch ;) Oder wolltest du deine Stimme nur für die unzufriedene, aber schweigende Masse erheben?

    Zu F. K. habe ich allein hier schon genug gelästert, wir sitzen also im selben Boot :)

  • Glückwunsch zu dieser Weitsicht.

    Ein gebranntes Kind ... ;)

    Besonders traurig bin ich aber auch nicht. Ich habe für meine gebrauchten deutschen Versionen noch mehr bekommen, als ich für die englischen Versionen bezahlt habe.

    Echt - wie findet mann denn solche Käufer?

    Sind das FKK Fans? :S:D


    Ich glaube nicht, daß jemand wirklich objektiv sein kann - alle Meinungen sind subjektiv.
    Natürlich gilt das auch für mich.

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  • Echt - wie findet mann denn solche Käufer?

    TfM war eine Zeit lang sehr begehrt. Als es gerade nicht bei Schwerkraft verfügbar war, konnte man so ganz gute Preise erzielen. Ich hatte meins jedenfalls für > 80 € verkauft und mehr sollte sicher auch noch drin gewesen sein.

  • Die hohen Gebrauchtmarktpreise für TFM gab es nur vor der Veröffentlichung der zweiten Auflage und das ist schon ein Jahr her. Seit der Nominierung zum KSdJ ist auch die exklusive Bestellbarkeit beim Schwerkraft-Online-Shop weg und man bekommt das Spiel problemlos für unter 60 EUR incl. Versand neu im Versandhandel. Aber man kann auch mit einem Verkauf für etwas über 50 EUR gut leben, wenn man für die US-Version nur $38.50 bezahlt hat. :)

  • Ich finde es ehrlich gesagt, nicht sehr toll wenn man einen Übersetzer, der eben eine Stelle in einem Verlag als Redakteur bekommen hat, öffentlich so brandmarkt. Immerhin liest sein Chef mit Sicherheit hier auch mit. Wie lautet das gute alte Sprichwort: "Wenn man über einen Menschen nichts Gutes zu sagen hat, einfach mal die Klappe halten". Und die möglichen Konsequenzen für den neuen Angestellten bedenken. Alles Gute unbekannterweise an Ferdinand Köther und an die Adresse des Schwerkraft Verlags: Setzt Vertrauen in euren neuen Mann und lasst euch durch Einzelmeinungen hier nicht beeinflussen.

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    Jau. :) Die Konsequenzen der Aussagen hier dürften sehr überschaubar sein. Carsten Reuter wird schon wissen, auf was er sich einlässt, und die Kritik einiger Vielspieler dürfte ihn überhaupt nicht interessieren. Nicht alles, was im Netz steht, muss als Handlungsbasis taugen und wer weiß schon, was die Alternativen gewesen wären.


    Ich hatte Ferdinand Köther (FK) vor 6 Jahren sogar mal (teilweise) in Schutz genommen, aber im gleichen Atemzug auch meines Erachtens berechtigte Kritik geäußert. Das dort zitierte gilt i. ü. immer noch, da er diese Seite bis heute nicht überarbeitet hat. Aus den 15 Jahren sind in der Zwischenzeit also mindestens 20 geworden. 20 Jahre allerdings, in denen er einige gebrannte Kinder hinterlassen haben dürfte, weil irgendein Punkt in einer seiner Übersetzungen (100e müssten es sein) falsch, gar nicht oder eben irreführend übersetzt wurde. Ja, er wird nicht immer schuld gewesen sein, aber manchmal eben doch. Das prägt sich halt ein, spätestens wenn es wiederholt vorkommt und insbesondere wenn es einen kritischen Punkt betraf und davon gibt’s bei Spielen viele. Schließlich kann schon ein falsches Wort reichen. Irgendwann hat man dann keine Lust mehr, sich auf das „Abenteuer“ einzulassen.

    Dass es sich nur um „Einzelmeinungen“ handeln soll, ließe sich relativ leicht widerlegen. Beispiele sollte man in allen deutschsprachigen Spieleforen zur Genüge finden können. Dass nicht jeder darüber schreibt und entsprechende Fehler auch nicht jedem auffallen, sollte aber ebenso auf der Hand liegen. Spielfehler bemerkt man ja oft erst mit anderen Mitspielern, beim Forenstudium, dem Vergleich mit den Regeln in anderen Sprache oder der Umsetzung in einer App.


    Nüchtern betrachtet, ist es einfach nur logisch, dass bei einem derartigen (bis dato nebenberuflichen?) Output auch Fehler passieren, die dem ein oder anderen dann halt negativ auffallen und in Erinnerung bleiben. Übersetzer Y mit 1-3 Spielen im Jahr wird sich selbst bei Fehlern kaum ins Gedächtnis einbrennen …


    Mal sehen, was FK so in Zukunft für Schwerkraft umsetzen darf und ob er die Übersetzungen dann weiterhin selbst übernimmt.


    OT: Die grundlegenden Probleme sind imho: Zu wenig Geld für gute Übersetzungen und zu wenige Leute, die es wirklich können. Für Letzteres muss man zwei Sprachen wirklich gut beherrschen, didaktisch fit sein und sich im Spielebereich auskennen. Diese Qualitäten dürften dann doch eher selten in einer Person zusammentreffen. Aber das ist ein Thema für einen anderen Thread ;)

  • Die grundlegenden Probleme sind imho: Zu wenig Geld für gute Übersetzungen und zu wenige Leute, die es wirklich können. Für Letzteres muss man zwei Sprachen wirklich gut beherrschen, didaktisch fit sein und sich im Spielebereich auskennen. Diese Qualitäten dürften dann doch eher selten in einer Person zusammentreffen.

    Und ich behaupte immer noch, dass die Verlage 50% der Übersetzungsfehler ausmerzen könnten, wenn sie die Spiele den Übersetzern mal vorlegen und sie erstmal spielen lassen würden. Die Asmodees haben ja mal gesagt, warum das oft nicht möglich ist.


    Ich glaube also, dass es nicht immer wirklich die Schuld des Übersetzers ist. Wenn ganze Abschnitte fehlen, können auch falsche Versionen im Umlauf gewesen sein. Und bei einzelnen Wörtern kann es eben daran liegen, dass der Übersetzer nicht gespielt hat. Er hat also korrekt übersetzt (im sprachlichen Sinne) nur macht es spielerisch keinen Sinn.


    Siehe Warhammer "Angriff" und "Attacke", da kann man schnell mal daneben greifen.


    Naja und Fehler werden sie halt auch mal machen. Ich würde also erstmal bei den Verlagen ansetzen und DANN bei den Übersetzern

  • KAnn mich an eine Diskussion erinnern im Spielbox-Forum, also ewig lang her...Da wurde FK auch für eine Übersetzung aus dem Englischen kritisiert. Das Beispiel für seine mangelhafte Übersetzungskunst hatte sich mir eingebrannt: So sollte der Term "Tile" im Regelheft durchgehend als "Kachel" übersetzt worden sein...


    Spieltitel weiß ich nicht mehr, es war aber definitiv nicht "Azul"....^^

  • Und ich behaupte immer noch, dass die Verlage 50% der Übersetzungsfehler ausmerzen könnten, wenn sie die Spiele den Übersetzern mal vorlegen und sie erstmal spielen lassen würden.

    Exakt. Das ist natürlich die Basis. Wenn die fehlt, trägt den Verlag immer die Hauptschuld.

    Bzgl. Änderungen am Originaldokument:

    Als kleine Verteidigung sei aus eigener Erfahrung allerdings angemerkt, dass einen Übersetzer für fehlende oder gar falsche Passagen oftmals gar keine Schuld trifft, weil gerne mal das Originaldokument geändert wird ohne die entsprechende Revision weiter zu reichen bzw. nachträglich noch Änderungen am übersetzten Text von anderen Personen vorgenommen werden. Mein Lieblingsbeispiel dazu aus "On the Underground" (JKLM):
    Aus "The Underground Map, copyright Transport for London and adapted with their kind permission" wird "Das Unterirdische Diagramm, sichern Sie den Transport für London und mit ihrer freundlichen Erlaubnis angepaßt Urheberrecht".
    Eben jene deutsche Regel (-übersetzung) stammt aus FKs Feder, das obige Zitat vermutlich eher nicht


    So sollte der Term "Tile" im Regelheft durchgehend als "Kachel" übersetzt worden sein...

    Müsste Age of Steam gewesen sein. Soll ich nachgucken? ;)

  • Och Gottchen. Solange etwas immer gleich übersetzt wird, kann man doch noch damit leben, auch wenn's mitunter komisch klingt (so auch etwa das "Erfolg" für "explore" bei Above and Below / Oben und Unten. Schwierig wird's doch erst, wenn Schlüsselbegriffe uneinheitlich übersetzt werden, wichtige Regeln sinnentstellend übersetzt werden oder ganze Passagen einfach weggelassen werden, damit der Platz im Deutschen noch reicht. Das kriegt F.K. eben auch problemlos hin.

  • Sorry, die Übersetzung einer Spielregel ist scho ein bissl mehr, als das, was du als mit "Das kriegt F.K. eben auch problemlos hin." beschrieben hast.


    Geht hier um die Textsorte "Instruktion/Bedienungsanleitung". Auch wenn "explore" durchgehend mit "Erfolg" übersetzt wurde, ist das schlicht und einfach durchgehend falsch und ein dicker Klopps. War das der Kollege? Ohweia...

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  • Sorry, die Übersetzung einer Spielregel ist scho ein bissl mehr, als das, was du als mit "Das kriegt F.K. eben auch problemlos hin." beschrieben hast.


    Geht hier um die Textsorte "Instruktion/Bedienungsanleitung". Auch wenn "explore" durchgehend mit "Erfolg" übersetzt wurde, ist das schlicht und einfach durchgehend falsch und ein dicker Klopps. War das der Kollege? Ohweia...

    Ich habe die starke Vermutung Du hast MetalPirate falsch verstanden. Er meinte glaube ich, dass der Übersetzer auch problemlos solche schweren Schnitzer fabriziert.

  • Regeln einfach wegzulassen, das sind die echt dicken Klöpse, da braucht man über einzelne komische Wortübersetzungen gar nicht erst streiten.

    Hatte ich auch mal bei einem Spiel. Hab ich erst geschnallt, als ich mir die englische Anleitung auch durchgelesen hab (mir kam es halt komisch vor). Hab den Übersetzer dann angeschrieben und er meinte, dass da verschiedene Regelversionen im Umlauf waren und er die auch nur vom Verlag gestellt kriegt. Deswegen meinte ich vorhin, dass nicht unbedingt der Übersetzer was dafür kann.

  • Wenn ich alleine bei dem aktuellen Keyper Dinge lese wie: "Das Hopfenfeld verarbeitet 1 Weizen zu 1 beliebigen Tier." Dann ist das nicht nur sprachlich schrecklich, es ist thematisch falsch. Und nicht einmal der Mechanismus "Tauschen" wird durch verarbeiten richtig beschrieben. Klar, bei den Handwerksgebäuden kann man mit "verarbeiten" noch leben wie bei: "Der Edelsteinhändler verarbeitet 1 beliebigen Edelstein zu 1 beliebigen Edelstein.". Aber auch hier, warum verarbeitet der Edelsteinhändler? Ist es nicht so, dass Händler eher handeln oder tauschen?! Sowas stört mich massiv in Anleitungen. Das mag im englischen ein und das selbe Wort gewesen sein. Im deutschen passt es nicht, es durch das immer gleiche Wort zu ersetzen.


    Dazu kommt, dass die Anleitung Mal wieder sprachlich mehr als Missverständlich, wenn nicht teilweise unvollständig ist. Und bei solchen Anleitungen brauch ich mittlerweile gar nicht mehr schauen wer es als "Übersetzer" war, das sehe ich schon allein an den Formulierungen und den Fehlern. Es ist zu 95% Ferdinand Köther. Da ist mir mittlerweile auch egal, ob es der Verlag verbockt, denn der Herr Köther lässt es ja jedes Mal mit sich machen. Der Anspruch an die eigene Arbeit kann also nicht all zu hoch angesetzt sein.

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