26.08.-01.09.2019

  • Zufällig mal was gespielt...


    #ResArcana zu zweit. Nettes Spiel. Kurze Spielzeit und ein bisschen Abwechslung im Startaufbau. Gerne wieder. :7_10:


    Abends mit Nachbarn beim Grillen #6nimmt . Kann man mal spielen. Zu fünft ist ok. Mehr wird zu chaotisch. Die Sonderkarten halte ich für überflüssig. :6_10:


    Was könnt ihr berichten?

    "We are the unknowns. Lower your shields and surrender your ships. We will add your biological and technological distinctiveness to our own. Your culture will adapt to service us. Resistance is futile."


    Meine Spiele: Klick mich

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  • #Qwinto


    Für uns das bessere Qwixx. 8/10



    #Piratenkapern


    Kleines Zockerspiel von Amigo. Macht für zwischendurch Mal Spaß, ist aber sehr, sehr seicht. 6/10



    #RaceForTheGalaxy


    Ein tolles Kartenspiel mit Engine-Building-Elementen. Wenn man sich erstmal durch die Symbolik durchgekämpft hat, erwartet einen ein flottes Kartenspiel mit relativ wenig Interaktion, aber einigem an Tiefe. 9/10

    Ich spüre die Macht in mir.


    Könnte aber auch Hunger sein.

  • zuletzt gespielt:


    Railroad Ink (blau)


    1x zu zweit. Ganz nett.


    Res Arcana (dreimal zu zweit)


    Einmal mit Anfangszuteilung von Karten.


    Dann haben wir mal eine Miniserie von 2-3 Spielen begonnen.


    Im ersten Spiel werden die Artefaktkarten gedraftet, zweimal jeweils vier Karten.

    Im zweiten Spiel bleiben alle Karten aus dem ersten Spiel im Spiel, jeder behält seinen Magier. Die 16 Artefaktkarten werden offen ausgelegt. Startspieler wählt eine, dann abwechselnd je zwei, schließlich bekommt der Startspieler die letzte, so dass alle wieder 8 Artefaktkarten haben.

    Das erste Spiel hat meine Frau gewonnen, das zweite ich, so dass jetzt die Serie noch ein drittes Spiel hat, das über den Gesamtsieg entscheidet.

    In diesem dritten Spiel behält wieder jeder seinen Magier und außerdem die acht Artefaktkarten, die er in zweiten Spiel gehabt hat.


    Und dann:


    Snowdonia Deluxe Master Set (3x solo)


    Snowdonia ist zwar mein Allzeit-TOP2-Spiel, die letzte Partie liegt aber schon 2 1/2 Jahre zurück.


    Also erstmal wieder reinfinden.

    Die alte Soloregel, die im Grundspiel enthalten war, gibt es auch jetzt noch, sie wird allerdings eher zutreffend als "Training Mode" bezeichnet. Diesen Modus habe ich als Gelegenheit benutzt, die alte Soloserie, die aus 7 Spielen mit jeweils einer Lok (erst die #1, dann #2 usw) besteht, endlich mal abzuschließen mit den Loks #6 und #7. Recht entspannt, man spielt ja letztlich ohne Gegner nur um Punkte.


    Dann habe ich mich der neuen Soloregel zugewandt, Botdell. Damit kann man, einschließlich Grundspiel, 7 der insgesamt 18 Szenarien solo spielen. Gewählt habe ich dafür das Grundspiel, das reicht ja erstmal an Neuem.

    Botdell ist kein Automa, der kartengesteuert Aktionsfelder besetzt und nichts weiter macht.

    Eine gewisse Kartensteuerung gibt es hier auch, es wird nämlich eine der drei durch Marker auf Karten als nächstmöglich angezeigten Aktionen durch einen Würfelwurf bestimmt.

    Die Regeln sind nicht sonderlich komplex, aber auch nicht sonderlich intuitiv.


    Beispiel:

    Sobald Loks erworben werden können, Botdell kauft keine, wird vor dem Einsetzen von Arbeitern geprüft, ob Botdell seinen dritten Arbeiter aus dem Pub holt. Hat er keine Kohle, macht er das -natürlich- nicht. Scheint die Sonne und hat er mindestens 2 Kohle, nimmt er den dritten Arbeiter. Scheint die Sonne nicht und hat er mindestens 1 Kohle, muss er würfeln; bei einer geraden Zahl nimmt er den dritten Mann.


    Hat der Würfelwurf einen Aktionsbereich bestimmt und ist dort ein Einsatzfeld frei, setzt Botdell dort ein. Handelt es sich jedoch um einen Aktionsbereich mit zwei Einsatzfeldern und sind beide frei, ist die jeweilige Priorität von Botdell zu beachten. Beim Lagerplatz geht er auf Feld zwei, um Startspieler zu werden oder zu bleiben. Beim Geröllabbauen geht er auf Feld eins, wenn er ein Stationsfeld abräumen kann, sonst auf Feld zwei. Beim Bauen geht er stets auf Feld eins.


    Bei der Ausführung von Aktionen ist meist eine ganze Prioritätenliste abzuarbeiten.

    Beispiel Lagerplatz:

    Hat Botdell keine Kohle, nimmt er eine, falls vorhanden,

    ansonsten nimmt er Eisenerz, solange er nicht fünf hat.

    Hat er schon fünf, nimmt er Eisenerz, bis er ein mehrfaches von 3 Eisenerz hat,

    ansonsten nimmt er Stein, bis er vier Stein hat.

    Hilfsweise nimmt er in sich wiederholender Abfolge 1 Kohle, 1 Stein, 1 Eisenerz (die Beschränkung, nicht mehr als 1 Kohle je Aktion gilt für ihn nicht).


    So ähnlich geht das bei anderen Aktionen auch.

    Dann gibt es noch, falls nichts geht und dieser Ersatz ausdrücklich vorgesehen ist, auch noch eine "No Effect Procedure", die regelt, was Botdell macht, wenn er nichts machen kann. Eine Liste mit fünf, teils untergliederten, Unterpunkten.


    Kann man alles lernen, geht aber nicht so schnell. Ich musste also recht oft in der Regel nachschauen, wie das denn nun war in gerade dieser Situation. Dann scheint sich so mancher damit auch schwer zu tun, wie man bei BGG schon sehen kann. Ich denke lieber erstmal selbst.


    Am Ende zählt Botdell fast normal, aber eben nur fast. Er bekommt Punkte für leere Felder auf Stationen, die das Spiel gesperrt hat. Er bekommt Punkte für Schienen, die das Spiel gebaut hat. Er darf bis zu drei nicht genutzte Stahl bei der Wertung von Auftragskarten so nutzen, als wären es gelegte Schienen. Er bekommt Punkte für übrig behaltene Ressourcen usw.


    Während des Spiels habe ich mich wiederholt gefragt, wie man das denn schaffen soll. So war das wirklich spannend. Man gewinnt ja nur, wenn man am Ende mehr Punkte hat als Botdell, bei Gleichstand verliert man.


    Am Schluss war es hauchdünn 156:147. 9 Punkte Differenz wegen Lok #4 Snowdon.


    Also, ich fand's spannend, aber gewöhnungsbedürftig. Immer wieder nachschauen wegen der Prioritäten kann man nur durch Lernen auf Dauer vermeiden.

    Spielerische Grüße Ernst-Jürgen


    Allzeit-TOP 5: 1. Viticulture - Compl. Coll. Ed., 2. Martians - A Story of Civilization, 3. Scythe, 4. Snowdonia, 5. Prehistory

  • Habe mal meinen Pile of shame abgebaut.


    #Valetta - Fanden meine Frau und ich sehr cool. Schnell erklärt und schnell gespielt. Warum ist das so schnell untergegangen?


    Ansonsten die üblichen Verdächtigen auf der Sonnenterrasse bei uns.

    #MysteryRummyJacktheRipper, #Sticheln , #Azul , #Livingstone


    Wir hatten eigentlich ständig Besuch. Und dann muss der halt mal herhalten.



    Der Gernspieler

    Wenn immer der Klügere nachgibt, wird nur dummes getan!

  • Nach einer spielearmen Woche mit lediglich einer Dominion Partie mit meinen Eltern, gab es diese Woche wieder zwei Spieleabende zu zweit. Am ersten Abend bei samy0r ging es los mit…

    Die Alchemisten
    Das war neu für mich und hat mir gut gefallen. Der Einstieg war etwas schwierig bis ich so halbwegs verstanden hatte, worum es eigentlich geht und wie das Experimentieren funktioniert.
    Wenn man dann drin ist, schon eine schöne Kombination aus Workerplacement, Deduktion und Experimentieren über die App, die dann auch so ein bisschen das Besondere des Spiels ausmacht. Am Ende sogar knapp gewonnen, weil mein Mitspieler zwar alle acht Zusammensetzungen der Zutaten gelöst hatte, sich aber bei einer Publikation wohl vergriffen hat. Das Spiel erfordert halt schon höchste Konzentration^^

    Railroad Ink
    Bleibt neben Welcome To mein Lieblingsspiel der Kategorie Roll and Write. Lief ziemlich rund und endete mit einem 61-57 Sieg. Liegt mir aber auch gut mit einer 90% Siegquote.

    Memoarrr
    Zwei Partien zum Abschluss des Abends, die erste mit einfachen Regeln entschied ich für mich, anschließend mit Expertenregeln ging bei mir gar nichts mehr zusammen. Wenn die Erinnerungen aus der ersten Partie sich mit denen der aktuellen vermischen, wird’s schwierig.


    Barrage
    Der zweite Spieletag mit einem anderen Kumpel startete mit unserer Erstpartie Barrage. Hat sowohl mir als auch meinem Kumpel gut gefallen. Materialtechnisch im Spiel auch alles gut... abgesehen von den Wassertropfen, die man nur rumschieben, aber nicht aufnehmen kann. Naja war aber fast schon lustig, so ne Art Running Gag dann :S Die süßen kleinen Betonmischer und Bagger fanden wir super, hatten überhaupt kein Problem, die zu händeln. Wären die größer, würden sie auch nicht mehr ins Rad passen.

    Ich habe den Fehler gemacht, ihm die neutralen 2er und 3er Dämme zu überlassen. Das kombiniert mit der Spezialfähigkeit, dass jede Produktion mindestens 4 Energie bringt war schon stark und er erfüllte so einen Auftrag nach dem anderen. Da mischte ich zu spät mit und der Aufbau meiner eigenen Strukturen dauerte letztlich zu lang.



    Zu zweit spielt sich Barrage recht locker, auch wenn man selbst dabei schon merkt, dass man seinen Mitspielern schon übel mitspielen kann. Besonders schön fanden wir, dass die Regeln im Prinzip wirklich überschaubar sind, man so schnell drin ist. Klassischer Fall von einfach zu lernen, schwierig zu meistern. Wir haben noch ohne Patentamt gespielt und versehentlich auch ohne die Spezialfähigkeiten unserer Völker. Freue mich auf die nächste Partie. Ersteindruck reicht locker zu einer BGG 8/10.

    Neom
    Knapper 102-97 Sieg. Zu zweit (wie auch solo) immer noch gut, wenn auch nicht so packend wie mit drei Leuten oder vor allem zu viert und fünft.

    Underwater Cities
    Auch hier gab es endlich mal wieder einen Sieg (123-102) für mich nach einer Reihe von knappen Niederlagen und das sogar mit persönlichem Highscore.

    Mein Kumpel war zu sehr darauf fokussiert, Spezialistenkarten zu spielen, um über die entsprechende Metropole ordentlich zu punkten. Das ist aber einfach zu aufwändig und der Aufbau der Städte leidet zu sehr, so litt er auch lange unter Geldmangel. Bei mir lief es dagegen von Beginn an ziemlich rund, schnell sechs Tunnel gebaut und zwei Regierungsaufträge erledigt, dazu die einzigen beiden lohnenden Spezialistenkarten abgegriffen (15 Punkte über Geld und 8 über symbiotische Städte).



    Wir haben übrigens die (blauen) Metropolen gedraftet, hat mir als Variante gut gefallen. Für die braunen muss ich mir auch noch was einfallen lassen, grade die mit den Spezialistenkarten ist einfach zu schwach.


    #DieAlchemisten #RailroadInk #Memoarrr #Barrage #Neom #UnderwaterCities

    Meine Top 11 (in loser Reihenfolge):

    Terra Mystica - Gaia Project - Ein Fest für Odin - Tzolk'in - Agricola - Clans of Caledonia - Orleans (inkl. Handelserweiterung) - Great Western Trail - Heaven & Ale - Auf den Spuren von Marco Polo - Scythe

  • Gestern haben ein Kumpel und ich zu zweit #Root ausprobiert. Ich hab's erst letzte Woche bekommen und musste gleich auf den Tisch. Ich dachte, dass die Regeln komplexer sind, und mit der deutschen Regel kommt man ganz gut zurecht, wie ich finde. Wir starteten, wie empfohlen mit den Katzen und den Vögeln (Horst Dynastien find ich tatsächlich etwas komisch;)), welche ich hatte. Wir Die Regeln sind erstaunlich einfach, wobei die Katzen wirklich intuitiver sind. Die Tücken des Programmiermechanismus mit dem Vogel-Dekret muss man erst mal erkennen, macht aber viel Spass. Was ich super finde ist, dass Root sofort auf den Punkt kommt. Da werden nicht erst ewig seine Fähigkeiten oder sein Gebiet aufgebaut, sondern es geht gleich konfrontativ ab. Als "Horst" muss man aber auch gleich schauen, dass man die Katzen einschränkt und sich ausbreitet. Mein Kumpel hat das nicht so raus gehabt und hat erst spät angefangen, seine Siegpunkte mit dem Bauen zu machen. Ihm war es auch irgendwie zu aggressiv, die Partie endete dann 30-22 für mich, nach ca. 60 min. Wie in der Anleitung vorgeschlagen haben wir dann die Fraktionen getauscht, und eine zweite Partie gespielt. Er meinte, dass die Vögel stärker sind. Naja, was soll ich sagen, die zweite Runde ging ganz klar an die Katzen, 30-15, und hat auch nur 40 minuten gedauert. Ich bin hellauf begeistert (nicht nur, weil ich gewonnen habe), das Spiel ist mal was ganz anderes. Ich hab jetzt voll Bock die anderen Fraktionen auszuprobieren, ich glaube auch, dass es mit 3 oder 4 Leuten noch cooler ist. Leider teilt mein Kumpel die Begeisterung nicht und ich hab auch die Befürchtung, dass es anderen auch so geht. #Root ist halt doch ein konfrontatives Spiel, das mag nicht jeder. Ich jedenfalls find es super und gebe als Ersteindruck 9/10. Hat jemand Erfahrung mit der Solo-Variante aus der Erweiterung oder anderen Solo-Varianten gemacht? Funktioniert das?


    Letzte Woche kam nach sehr langer Pause mal wieder #TerraMystica auf den Tisch. Seit ich GajaProject habe, haben wir es leider nicht mehr gespielt. Bis dato dachte ich auch, GP hat TM für mich abgelöst, aber die Partie hat mir wieder super gefallen. Terra Mystica ist im Mehr-Personenspiel deutlich stärker, weil interaktiver. GajaProjekt ist halt solo spielbar und zu zweit sehr gut, aber TM ist das bessere Spiel und mir liegt das Fantasy-Setting mehr. Die Erweiterung werde ich mir in Essen auf jeden Fall anschauen. Die Partie haben wir zu dritt gespielt (Hexen, Konstrukteure, Fakire), und war nach ca. 100 min durch. Ich war strategiemäßig etwas eingerostet und ich habe mit den Hexen mit 119 Punkten verloren (Konstrukteure 129, Fakire 127. Fazit: #TerraMystica immer noch ein Top-Spiel, das öfter gespielt werden muss 10/10

    Favorites: Terra Mystica-Mage Knight-Tzolk'in-Viticulture-Spirit Island-Robinson Crusoe

  • Eine weitere Runde #VillageAttacks gespielt. Ich kann mich einfach nicht so richtig mit dem Spiel anfreunden. Durch die Würfel ist man in seinen Aktionen zumindest gefühlt sehr stark beschränkt. Das Probieren der Fertigkeiten der einzelnen Monster fand ich noch ganz interessant, aber bei nur fünf Monstern im Grundspiel auf Dauer doch etwas wenig. Meinen Mitspielern hat das Spiel besser als mir gefallen.


    Da ich gerade die Hörbücher The Reckoners von Brandon Sanderson höre und Koboldkoenig in seinem Video das Spiel #TheReckoners positiv erwähnte, war mein Interesse sofort geweckt. Also kaufte ich mir das Spiel, las am Wochenende die Regeln und spielte heute meine erste Runde.

    Und nach der ersten Partie ist meine Meinung etwas gespalten. Das Spiel finde ich bis jetzt super. Seit #TooManyBones war ich von keinem Spiel mehr so begeistert. Das kann sich natürlich in zukünftigen Partien noch ändern, aber bis jetzt bin ich sehr begeistert von dem Spiel.

    Von dem Material bin ich allerdings weniger begeistert. Die Qualität des Materials ist gut, alles sehr übersichtlich gestaltet, aber Kunststoff, Kunststoff und noch mehr Kunststoff. 15 Kunststoff Boards + Ablage + Chips + Figuren + Würfel …. Das Material trifft einfach nicht meinen Geschmack.

    Trotzdem bis jetzt finde ich ein super Spiel und Danke an den Koboldkoenig für die Empfehlung in seinem Video.

  • Heute meine 2. Partie #GaiaProject Solo mit den Terranern gegen die Geoden mit dem normalen Automa. Zu Beginn des Spiels hatte ich etwas mühe mich "breit" zu machen: Hatte akuten Mangel an allem. Dann mit mehr Einkommen hats gut gefunzt und ich habe noch einiges reissen können. Die Geoden sind schlussendlich mit 85 zu 101 untergegangen, da ich in beiden Wertungsplättchen besser abgeschnitten habe und wir vor der Endwertung ungefähr gleichauf waren.

    Das Spiel hat einiges zu bieten und ich finde es spannend wie das Ausbreiten, die Macht-Geschichte und die Forschung angenehm aufgebohrt und angereichert wurden im Gegensatz zu #TerraMystica . Habe jetzt nicht so einen krassen "Film" erlebt wie andere hier im Forum beschreiben, aber das Spiel gefällt mir jedenfalls ganz gut :up:... jetzt muss ich mir noch eine willige Truppe Mitspieler organisieren und dass Teil mal aufn Tisch werfen.

    -- Man hört nicht auf zu spielen weil man alt wird. Man wird alt, weil man aufhört zu spielen !--

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  • #BrassBirmingham hatte heute abend die Ehre, als erstes mit den neuen Brettspielchips gespielt zu werden. 2er Partie und ich habe mal etwas ausprobiert: Im ganzen Spiel gerade mal drei Industrie-Plättchen mit Verkaufswaren geflippt: einmal Level 2 Güter und je einmal Level 1+3 Töpferwaren. Sonst nichts. Nur auf Brauereien, Kohle, Stahl und Verbindungspunkte gesetzt. Auch früh einfache Kohle-, Stahl- und Brauerei-Plättchen weg-develop-t. Auch ein paar mal Doppelschienenbau, um das eigene Bier zu vertrinken. Durchaus auch auf Kredit; mein Einkommen war meistens niedriger als das meiner Frau. Die Anschlüsse an die Händler habe ich komplett meine Frau machen lassen, was natürlich auch ihr fast alles Gratis-Händlerbier samt Boni beschert hat.


    Hat mit 162:142 am Ende gereicht, aber das war am Ende schon etwas wackelig. Wenn man seine letzte Level-4 Brauerei oder das letzte Stahlwerk deutlich vor Spielende auf den Plan legt, wird man verwundbar, weil man nichts mehr nachlegen kann und dem Gegner die Kontrolle über diese Waren und ihren Preis gibt. Level 2 Güter (doppelt vorhanden!) braucht kein Bier zum Liefern und Level 3 Töpferei braucht kein Stahl zum Bau, d.h. man kann sowas schon spielen, aber das Ganze ist anfällig dafür, Knüppel zwischen die Beine geschmissen zu bekommen. Mit ihrem höheren Einkommen und Eisenwerken in Reserve hätte mein Frau den Eisenpreis hoch halten und mich damit etwas ärgern können.


    Interessant war wie immer, insbesondere im 2er, der Raum Birmingham. Ich war überwiegend in der linken Spielplanhälfte vertreten, meine Frau in der rechten. Sie hat eine klassische Cotton Mill Strategie gespielt. Damit kriegt man aber Birmingham nicht wirklich wertvoll, das geht nur mit Gütern und da hat der Güterspieler die Wertigkeit in der Hand, denn Güter bieten zwischen 0 und 2 Verbindungspunkte. Wer die Mehrheit der Verbindungen nach Birmingham hat, der darf Güter nicht komplett ignorieren, um notfalls selbst dort bauen zu können.


    Oxford im Südosten hatte keinen Händler, der südliche Händler mit dem Develop-Bonus (Glouchester?) den Alleskäufer und den Güterkäufer. Baumwoll-Ankäufer am Westrand. Wäre der irgendwo anders gewesen, hätte eine reine Cotton-Strategie wohl besser funktioniert. Insgesamt mal wieder ein Fall, wo man sieht, wie wichtig kleine, aber feine Setup-Variationen bei Spielen sein können. Ich mag Brass Birmingham! Bestes Spiel aus 2018 für mich.

  • #BrassBirmingham hatte heute abend die Ehre, als erstes mit den neuen Brettspielchips gespielt zu werden.

    Und? Nur ein schlapper Halbsatz nach dem ganzen "Theater"? Nicht so erfreut? Haptik, Optik, passt zum Spiel, fehlende Werte, was auch immer?

    Stattdessen schilderst du deine 0815 "Strategie"... :lachwein::sonne:

    :lachwein::lachwein::lachwein:

    Macht dir die Sonne zu schaffen?



    Der Gernspieler

    Wenn immer der Klügere nachgibt, wird nur dummes getan!

  • Und? Nur ein schlapper Halbsatz nach dem ganzen "Theater"? Nicht so erfreut?

    Sogar extrem erfreut! Nicht mehr bei Brass Lancashire/Birmingham bei den mitgelieferten Iron Clays andauernd die 5er in fünf 1er kleinwechseln zu müssen, war ein wichtiger Auslöser, das eigene Chipdesign zu forcieren.


    Aber es will doch langsam keiner mehr hören, dass ich meine eigenen Chips toll finde... :sonne:

  • #IsleofSkye

    Nach langer Zeit kam das Spiel wieder auf den Tisch, mir persönlich gefällt es wirklich gut, meiner Spielpartnerin leider weniger.

    Lag vielleicht auch an meinem Sieg in der letzten Runde. Wird zumindest mit ihr nicht mehr auf den Tisch kommen.


    #Santorini

    Das Wochenende wurde desweiteren genutzt um vier Partien Santorini zu spielen.

    Durch die kurze Spieldauer, mag das die Spielpartnerin mehr. :)

    Aber auch zwei Siege trugen zum Spielspaß bei ;)

    Mir gefiel Cronos gut, der durch eine weitere Siegbedingung (5 abgeschlossene Gebäude) diese Partie für sich entscheiden konnte.



    #CenturyDieGewürzstrasse

    Ein weiteres Spiel, welches gefühlt seit Ewigkeiten nicht mehr auf den Tisch gekommen ist (14 Monate seit der letzten Partie für meine Spielpartnerin).

    Damals hat ihre "Spielkarriere" mit mir so richtig begonnen, und sie hatte das Spiel als "sehr kompliziert" in Erinnerung. (Das hat sich mittlerweile geändert)

    Als Startspieler oblag es mir, einen dezenten Token meine Karawane zieren zu lassen:


    Im Spiel selbst verfolgte meine Spielpartnerin die Strategie schnell, relativ günstige, Zielkarten zu erwerben.

    Ich entschied mich für teurere Karten, die auch Gold und Silber einbrachten.


    So war es nicht überraschend, dass meine Spielpartnerin mit einem Zug das Spiel beendete und ich musste bangen wie viele Punkte sie schlussendlich "erwirtschaftet" hatte.

    Nach der Auswertung standen ihre 73, meinen 77 Punkten gegenüber. Ein banger Sieg für die Qualitäts-Karawane ;):thumbup:


    #Nemesis

    Endlich war es wieder so weit, gestern verschlug es uns wieder auf die Nemesis. Zu zweit, im normalen Semi-kooperativen Modus traten wir erneut gegen die Xenos an.

    Für diese Partie entschieden wir uns (erneut) für den Soldaten und die Pilotin:


    Noch voller Tatendrang und mir voller Gesundheit ...


    Die Wege der Beiden trennten sich sogleich, da die Pilotin Triebwerk 3 prüfen wollte, während der (mürrische) Soldat den Zustand von Triebwerk 1 prüfen wollte.

    Die ehrliche Pilotin bestätigte die Funktionsfähigkeit von Triebwerk 3, was der Soldat jedoch nicht ganz glauben wollte. Deshalb ging er weiter zu Triebwerk 2 und prüfte dieses ebenfalls. So eine untreue Seele!


    In dieser Partie stand dem Soldaten das Glück nicht so ganz zur Seite wie in der Vergangenheit! (Vielleicht weil er es nicht ganz ehrlich mit seinem Crewmitglied meinte? :/)

    Bereits in der zweiten Runde fand er einen Jäger vor, zumindest dieser konnte unter Zuhilfenahme von "Dauerfeuer" in den Xeno-Himmel befördert werden ...



    "Friss Blei du Monster!"


    ... und da der Soldat sich einfach nicht lautlos bewegen kann, löste er bereits im Nachbarraum eine weitere Begegnung aus ... die Königin!



    "Bloß weg von hier!"


    Die Pilotin bekam mit, dass der Soldat in Schwierigkeiten war und kam ihm zu Hilfe:



    In der nächsten Runde glückte ihm die Flucht dann zwar, aber eine schwere Wunde zeugte von nun an von der Begegnung mit der Königin!

    (4 statt 5 Karten in der Hand halten)


    Die Pilotin konnte währenddessen unbeschwert die Koordinaten prüfen, wie der Zufall es wollte, war die Nemesis bereits auf dem Weg in Richtung Erde!

    Jetzt galt es am (Unternehmens-) Ziel zu arbeiten!

    Also:

    1. Das Nest finden
    2. Ein Ei schnappen
    3. Das Labor finden
    4. Die Xeno-Schwäche mit dem Ei entdecken
    5. Entweder friedlich in den Kälteschlaf gehen, oder, und das war mein bevorzugter Plan, mittels Rettungskapsel in Sicherheit verschwinden!


    Am Weg zu 1.) tappte die Pilotin jedoch in einen verschleimten Raum, igitt ist das eklig!

    Und auch noch eine Larve haftete sich an die Pilotin ... darum würde sie sich später kümmern!

    Nur ein paar Räume weiter wartete das erste Alien auf die Pilotin:



    Aber wofür hat man eine Schrotflinte mit zwei Munitionsmarkern?

    Dem Jäger todesmutig in das Maul geblickt, die Schrotflinte angelegt und ob des Rückstoßes kurz die Augen schließen ... (der Würfel wird geworfen)

    ... die ganze Ladung ging in die Wand neben den Xeno Jäger!


    Ein zweiter Versuch, die Hand zitterte bereits in ängstlicher Vorwarnung ... dieser ging zu tief und der Boden vor dem Xeno Jäger sprühte funkenreich.


    Die Pilotin wusste, dass sie in einem Nahkampf nicht viel gewinnen konnte und floh ... und auch sie zierte ab diesem Zeitpunkt eine schwere Wunde.

    Ihren Arm hatte es erwischt!

    Die Entscheidung, ob sie das Ei oder die leere Schrotflinte fallen lassen sollte fiel ihr sehr leicht ... weg mit diesem unnützen Teil! (Schrotflinte)


    Die Flucht führe die Pilotin dann mit etwas Glück direkt ins Nest, womit 2.) ihres Plans erfüllt war.

    In der darauffolgenden Runde, konnte 3.) ebenfalls abgeschlossen werden.



    "Wo ist nun dieses Labor?!" fragte sie sich!

    Noch als sie sich diese Frage stellte, wurde automatisch eine Rettungskapsel durch das Schiff abgefeuert ... "Mist, bleibt nur noch eine übrig!" dachte sie sich.


    Kameraschwenk zum Soldaten


    Während die Pilotin in weit entfernten Teilen des Schiffes unterwegs war, verfolgten den Soldaten ein Jäger nach dem anderen ... mittlerweile hatte er bereits zwei schwere Wunden, als er im Nahkampf noch eine weitere hinzubekam.


    Drei schwere Wunden und als die Runde vorbei war, entschied sich der Jäger noch für einen weiteren Angriff (Xeno Angriffs Phase).

    Das war zu viel für den wackeren Kämpfer ...


    Leb wohl die schöne Welt!


    Die Pilotin war auf sich alleine gestellt, und das Labor war auch bereits entdeckt ... also indirekt, es war der einzige Raum welcher noch nicht erkundet wurde.

    Blöderweise befand sich ein Xeno Jäger darin, wie könnte es anders sein?!

    Unbewaffnet, und mit noch einigen Runden Zeit, entschied sich die Pilotin auf Zeit zu spielen und sich mit einigen Gegenständen heilen.

    Zwei weitere Runden zogen ins Land, leider waren keine Such-Karten dabei, aber zumindest eine schwere Wunde konnte verbunden werden und in der Dusche konnte der Schleim abgewaschen werden.


    Dann jedoch war die Pilotin zu laut und es kam zu der ersten Begegnung mit einer Brutbestie im Evakuierungsbereich!



    Bereits der Überraschungsangriff versetzte der inzwischen verzweifelten Pilotin eine zweite schwere Wunde.


    In der Xeno-Angriff Phase kam es dann hierzu:



    Und damit war das Spiel zu Ende!


    Meine Spielpartnerin verriet mir noch, dass es ihr Ziel war das Schiff explodieren zu lassen (Triebwerk 2 und Triebwerk 1 waren von ihr beschädigt worden).


    Alles in allem war es ein äußerst unglückliches Spiel, mit viel Würfelpech und, zumindest für mich, Pech bei der Suche nach dem Labor.

    Wäre ich darauf ein paar Runden früher gestoßen, wäre die Xeno-Schwäche entdeckt worden (Biss fügt nur eine leichte Wunde zu) und die Evakuierung mittels der verbleibenden Rettungskapsel wäre zumindest in Reichweite gewesen. :/


    Der Spielspaß war dennoch hoch! :thumbup:

    Einmal editiert, zuletzt von StormsoN ()

  • Wir waren zu fünft bei der Premiere von ACIS, #AncientCivilisationOfTheInnerSea . Der neueste Streich von GMT, angesiedelt in der Antike rund ums Mittelmeer, spielbar mit bis zu 6 Spielern. Sofort nistete sich bei mir der Gedanke an ein Time of Crisis 2.0 ins Hirn, ich war gespannt!

    Zum Material gibt es nicht allzuviel zu sagen - jeder hat 50 Holzscheiben in Spielerfarbe, weitere in weiß und schwarz für temporäre Alliierte und Barbaren, dann noch ein paar Statusmarker und 7 Cuben für die Weltwunder, ein Stapel Event-Aktions-Wunder Karten sowie das Board. Schriftlich begleitet wird das ganze mit dem Regelheft sowie ein Playbook mit Szenarien und Übersichten für den Ablauf. Alles soweit solide wie gewohnt.


    Gespielt wird über max. 4 Epochen mit je 4 Unterabschnitten, wovon 2 Epochen auf jeden Fall gespielt werden. Am Ende der 2 und der 3. kann es ein "Sudden Death" geben, abhängig von einer Kartennummer die gezogen wird. Zeigt sie in Epoche 2 eine 2 ist Schluss, in der 3. bei einer 2 oder 3!? Was soll das denn?

    Wie o.a. schon erwähnt, Time of Crisis 2.0 war meine nicht weg zu bekommende Eingebung...


    Auch der Rest zeigte sich wenig innovativ - man siedelt als antike Zivilisation auf dem Board mittels seiner Scheiben (1 und man ist präsent, bei 2 hat man schon Kontrolle und vermehrt sich, 3 bilden eine Stadt und geben Punkte sowie Platz für Wunder. Nach Erhalt und Platzierung seiner neuen Bevölkerung zeigt das Spiel mit dem ausspielen der Karten dann sein wahres Gesicht: :butcher: ist angesagt und zwar in recht brachialer Form! Geschätzte 67% der Karten prügeln bei den lieben Mitspielern Bevölkerungssteine weg und/oder zaubern Barbaren ins Gebiet. So langsam dämmerte es mir - Time of Crisis 2.0 war es nicht, eher ein noch unkalkulierbareres #Kemet kam zum Vorschein. Mann oh Mann, was hier alles "geboten" wird: Erdbeben, Vulkanausbrüche, Piraten, Barbarenüberfälle, Spione, Pest, Dürre... alles was das "Haudrauf-Herz" so begehrt. Und sowas kommt nicht nur ab und zu, sondern quasi jede Runde. Hm...Zivilisationen führen und entwickeln geht irgendwie anders.


    Prinzipiell war es das, man prügelt mittels der Karten aufeinánder ein, spielt extrem mit dem Königsmacher-Effekt da es zum abrupten Ende kommen kann und hofft immer das beste. Taktische Finessen/Varianz/Tiefgang sind - wenn überhaupt - nur rudimentär vorhanden. Von einem GMT-Spiel erwarte ICH heutzutage einfach mehr! Time of Crisis 2.0, wie konnte ich nur so naiv sein...;)

    Generell funktioniert es auch und man hat durchaus Spass dabei, aber die Erwartungshaltung ist eine andere. Für diese Art von Spiel, der ich generell nicht abgeneigt bin, ziehe ich wie gesagt ein #Kemet vor. Soweit meine Eindrücke, die von meinen Mitspielern selbstredend abweichen können...

    Bitte senden Sie mir Ihre E-Mail doppelt, ich brauche eine für´s Archiv :/

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  • Zurück vom Spieletreff. Da konnte ich zum allerersten Mal #Flügelschlag spielen. Als 3er. War besser als erwartet, aber selbst kaufen muss ich das trotzdem nicht. Vor ein paar Jahren hätte ich es vielleicht gekauft, aber mittlerweile habe ich genügend bessere Spiele zuhause. Aber mitspielen: jederzeit gerne wieder. War ganz okay. Ich sag mal 7/10. Punkteabrechnung am Ende mit Kings & Queens Brettspiel-Chip anstelle des Ausfüllens der Tabelle. Mit 83-82-ca.70 ganz knapp gegen den Besitzer des Spiels gewonnen.


    Das Spiel hat mir ein paar zuviel Glückelemente drin, und zwar am Ende der Kette, das ist der Punkt. Also nicht nur Glück, welche Karten man bekommt, um damit selbst etwas zu machen. Dann ist der Fokus immer noch auf dem eigenen Können, so wie etwa bei TFM, wo es auch noch die zusätzliche Pufferwirkung des begrenzten Kapitals zum Ausspielen der Karten gibt.


    Bei Flügelschlag schlägt das Glück dagegen ganz direkt auf die Punkte durch. Beispielsweise beim Jagen mit Raubvögeln. Aber während das als "1 Punkt kriegen oder nicht kriegen" noch okay ist (und in diesem Falle auch noch halbwegs gut thematisch begründbar), ist das in der letzten Runde beim Auftauchen von Karten der Sorte "kostet nichts zum Ausspielen und bringt beim Ausspielen eine 1-aus-2 Auswahl von Bonuskarten" nicht mehr das Fall. Das hatten wir in unserer Partie. Das kann weitgehend zufällig alles von 0 bis 8 Punkten bedeuten, von "geht beides nicht mehr" bis "toll, das habe ich eh schon erfüllt". Für den Besitzer des Spiels waren es mit dieser Vogelkarte 3 Punkte. Bei mehr hätte er wohl gewonnen.


    Vielleicht kann man das nach der Erstpartie auch noch nicht so gut einschätzen, aber allzu interaktiv kam mir Flügelschlag jetzt auch nicht vor. Da hätte ich gern mehr Interaktion. Im Prinzip hat doch jeder für sich vor sich hinoptimiert. Ja, es gibt die Karten mit den rosanen Reaktionstexten. Erhalte X, wenn ein Mitspieler Y macht. (Wie skaliert das eigentlich auf unterschiedliche Spielerzahlen?) Aber kann man das wirklich zielgerichtet nutzen? Erstens muss man die passenden Karten überhaupt erstmal kriegen und zweitens ändert das jetzt auch nicht soooo viel, weil die meisten Spieler von allem ein bisschen machen. Sowohl Futter als auch Eier als auch neue Karten braucht man ziemlich regelmäßig.


    Selbst wenn man die Aktivierungen von einem davon dauerhaft einsparen möchte, geht das auch wieder nur mit etwas Kartenglück und Karten, die einem z.B. immer wieder bei der Aktivierung neue Karten bringen, in diesem Falle idealerweise im Wasser, wo man sowieso neue Karten bekommt (das war so ein bisschen mein Engine Building Ansatz heute, in Kombination mit "Karten aus der Hand unter Vögel schieben"-Aktivierungen). Für meinen Geschmack darf ein Spiel ruhig etwas interaktiver sein. Weniger Multiplayer-Solitär-Puzzelei. Wenigstens haben wir mit den Rundenwertungen gespielt, wo es um Rangfolgen geht. Sonst wäre das noch weniger Interaktion gewesen.


    Wie gesagt: schwaches gut, auch besser als erwartet, aber das muss ich nicht selbst besitzen.




    Anschließend noch zwei Runden #Lama. In der ersten Runde bin ich selbst als Erster mit 40+ Minuspunkten geplatzt, die zweite Runde konnte ich mit den wenigsten Minuspunkten knapp für mich entscheiden, weil ich einen einmal herausgearbeiteten Vorsprung (nachdem ich mit ein bisschen Risiko 10 Minuspunkten abgeben durfte) dann mit eher defensiver Spielweise nach Hause gerettet habe. #Lama ist schneller, einfacher Spaß -- mit einem kleinen bisschen mehr Taktik dabei als man beim ersten Eindruck oberflächlich denken könnte. Insbesondere die Überlegung, ob man aussteigen soll, kann wirklich knifflig sein.


    Natürlich haben wir auch Lama mit den neuen Chips gespielt. Die passen hervorragend dazu, natürlich auch weil die mitgelieferten dünnen Plastikchips zwar funktional sind, aber eben kein bisschen mehr als das. (Bei dem Preis von Lama völlig okay, bevor das jemand missversteht!) Man kann entweder nur die 1er und 10er Chips als 1:1 Ersetzung nutzen, oder man macht es sich etwas einfacher und nimmt 1-2-5-10, jeweils so wie man es braucht, aber mit dem Wissen, dass man beim Schluss-Machen nur 1 oder 10 Punkte abgeben darf.


    Lama spiele ich immer wieder gern. Mehr als ein schöner Absacker ist es nicht, aber als solcher gehört es für mich zu den meistgespielten Spielen des letzten Jahres. Das sind wirklich gut inverstierte 6-8 Euros. Kann ich nur empfehlen.

  • Also ich habe Flügelschlag nicht, daher aus der Erinnerung: Erhalte X wenn Gegner Y macht gilt AFAIR nur einmal pro Runde (jedenfalls kann ich mich nur an solche Karten erinnern). Egal wie viele Spieler Y machen, gibt es nur 1x den Bonus. Insofern dürften sich Skalierungsprobleme da in Grenzen halten. Vermutlich sind solche Karten etwas mächtiger bei 4 Mitspielern, weil die Wahrscheinlichkeit steigt, dass ein Mitspieler sie auslöst.

    In meiner Erstpartie hat übrigens jeder einen gewissen Schwerpunkt bei den Vögeln gesetzt. Also klar braucht jeder von allem was, aber es gab signifikante Abweichungen bei den Spielern in der Ausprägung.

    Mir hat es ansonsten auch ganz gut gefallen. Soooo riesig fand ich jetzt die Glückskomponente auch nicht - für ein Kennerspiel, was zudem noch mit einer Spielzeit von rund einer Stunde angenehm flott ist, IMHO akzeptabel. Ich werde es mir auch kaufen und hoffe, dass der doch recht positive Ersteindruck erhalten bleibt :-)


    Viele Grüße,

    Andreas.

  • Hallo Matthias,

    Da konnte ich zum allerersten Mal #Flügelschlag spielen.

    Zwei Partien auf dem #Thalhäusl waren aus den besagten Gründen eigentlich die Ursache mal wieder #Deus aufzutischen. Mein Umfeld beklagt da zwar auch das Nachzieh-Glück. Aber hier habe ich das Gefühl, dass nicht passende Karten noch verwertet werden können. Das Insel-Geschehen befriedigt alle Interaktionsbedürfnisse.
    #Flügelschlag Aufmachung mag zwar nett sein, aber ohne Tier-Lokalisierung hat das Spiel bedingt durch seinen Mechas für mich keinen Kaufgrund.

    Liebe Grüße
    Nils (reicht der eine komische amerikanische Vogel täglich in den Medien vollkommen.)

  • #Flügelschlag Aufmachung mag zwar nett sein, aber ohne Tier-Lokalisierung hat das Spiel bedingt durch seinen Mechas für mich keinen Kaufgrund.

    Ja, so einen ähnlichen Eindruck hatte ich auch. Sämtliche Vögel im Spiel kommen in den USA vor. Eine kleine Teilmenge davon auch zusätzlich in Europa, eine paar andere kann man zumindest einordnen ("XYZ-Eule", "ABC-Bussard", etc.), auch wenn man mit diesen Ami-Versionen von Eulen oder Bussarden noch nie zu tun hatte. Die Hälfte der Karten bleibt trotzdem irgendwie ziemlich fremd, was dann auch dazu beiträgt, das Spiel als stark mechanisch geprägt wahrzunehmen. Alle möglichen Kombinationen der immer gleichen Effekte irgendwie auf Karten verteilt, und auf den Karten ist dann halt irgendein komisches Vogelbildchen drauf...

  • Wir haben auch Interesse an dem Spiel und es gefällt uns. Haben uns aber selbst als "Vorgabe" gesetzt, dass es erst gekauft wird wenn eine Erweiterung mit deutschen/europäischen Vögeln erscheint. So wie ich es aber gehört habe ist das wohl nur eine Frage der Zeit, da es das Ziel ist für jeden Kontinent ein Deck zu veröffentlichen.

    Gruß Dominik

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  • #watsonundholmes


    Und erneut eine Watson & Holmes-Sitzung. Diesmal haben wir drei Fälle durchgezogen! Yours truly hat keinen einzigen gewonnen. Keinen. Ich war teilweise sogar soweit weg von der Lösung, dass ich mich frage, was ich da überhaupt gemacht habe. Ah wobei - den ersten Fall haben wir allesamt versemmelt, ABER ich war immerhin am nächsten an der Lösung dran, ok ok, Ehrenrettung.



    Leider erinnere ich mich nicht mehr, um welche Fälle genau es sich gehandelt hat und das Spiel liegt bei Freunden. Es waren auf jeden Fall entweder 5, 6, 7 oder 6, 7, 8. Schlimmstenfalls 7, 8, 9. ^^ Hab keine Liste im Netz gefunden, von den Titeln könnte ich es ableiten.

    Bei den beiden folgenden Fällen, keine Chance. Lustig war zwischendrin der eine, bei dem man


    Ich war nicht mal im Ansatz soweit, Holmesie aufzusuchen, und das, obwohl ich ZWEIMAL diese geniale Personenkarte gezogen hatte, die mich a) davor schützt, meine Karte laut vorlesen zu müssen und b) ermöglicht eine Karte eines Gegners ebenfalls zu lesen, ohne dass er laut für alle vorliest. Mycroft, glaub ich. Es hat einfach nichts gebracht. Ich bin so doof. Die richtigen Verbindungen wollten sich in meiner Fantasie partout nicht herstellen. Dafür durfte ich die Anfangs- und Auflöse-Texte vorlesen. Das immerhin hat geklappt. :|


    Das Spiel schafft es immer noch, einen wirklich in die Geschichte eintauchen zu lassen, sowohl dadurch, wie die Texte geschrieben sind, als auch durch die Aufmachung. Ja, so RICHTIG schön ist quasi nur die Fallmappe, das Spielbrett, wenn man so will, bietet kaum was. Aber irgendwie reicht das, die schönen Grafiken auf den Markern und den Spielfiguren helfen auch! Es kommt eine tolle Sherlock-Atmosphäre mit minimalem Einsatz zustande. Was bin ich froh, das Teil angeschafft zu haben :) Finde es vom Umfang her auch völlig in Ordnung, dass man es nach einmal Durchspielen quasi nicht mehr nutzen kann, bzw. je nach Gedächtnisleistung früher oder später vielleicht doch. ^_^ Aber eigentlich nicht, wenn es durch ist ist es durch. An den Fällen hat man aber wirklich viel und lange Vergnügen.



    #HeroRealms


    Nach dem häppchenweise Erarbeiten der Regel ("Ach, Punkte verfallen nicht, und ich darf mit einer Karte - falls möglich - mehrere gegnerische killen UND mit dem Rest auch noch an den Lebenspunktepool?" "Ach, man darf auch Karten opfern, die kein Opfernsymbol haben?" "Ach, DARAUS besteht also der Marktstapel, interessant!" Danke an die "geduldige" Bandida und des Weiteren erbitte ich diskretes Schweigen) und einer Testpartie gegen mich selbst konnte ich den ganzen Tag an nichts anderes mehr denken. Selten wollte ich ein Spiel so unbedingt mit meinem Mann spielen können wie dieses. Fragen wie "Ob er es mitspielt?", "Ob es ihm gefällt?", "Ob der ersten Runde weitere folgen?", "Ob er mal wieder eine Regel unlogisch findet und das Spiel zu hassen beginnt?", "Ob er, falls es ihm nicht gefällt, beim nächsten Spieletreffen in größerer Runde doch nochmal mitspielt, und es ihm DANN gefällt?" haben von morgens bis abends meinen Kopf gefüllt.


    Alle möglichen Szenarien wurden durchdacht, das Verklickern der Regeln nervös innerlich wiederholt durchexerziert, um die optimale Herangehensweise zu entwickeln, dazu kam die drängende Lust, das Spiel zu spielen - selten stand ich unter so einem Druck, von der einen Seite Spielwut (das, was sich durchs Regelstudium und die Regellernpartie erahnen ließ, hat mir so unglaublich gut gefallen), von der anderen die Angst, dass dieses Spiel, das soviel Potenzial für uns hat, bei ihm durchfallen könnte, weil er mitunter too quick to judge ist.


    Abends hatte ich alles auf dem Tisch aufgebaut und wartete angespannt darauf, dass sein Blick die Szenerie streift und ob die Reaktion Ignorieren, Genervtsein oder Neugier sein würde... Mit einem erstaunlich offenen "Spielen wir eine Runde?" platzte meine erste Nervositätsblase und ich will den geneigten Leser jetzt nicht weiter strapazieren, aber alle anderen Angstblasen wurden in rasanter Abfolge ebenfalls abgestochen.


    Nicht nur hat er mich in den ersten beiden Partien souverän geschlagen, nein, mein Wenigspieler und Spiele-gern-mal-ohne-echten-Grund-total-doof-Finder fordert mich seitdem täglich mehrfach zu Hero Realms oder, wie es seiner Meinung nach heißt, "Kampf der Titanen" auf, hat schon nach den ersten Partien an meiner Kaufstrategie rumgemäkelt, gibt Supertipps wie "Spiel bitte besser", kann sich in manchen Situationen nicht zusammenreißen und kommt mit "darf ich dir einen Tipp geben?" und "darf ich was sagen?"-Generve um die Ecke, hat, ohne große Spielerfahrung, von selbst hate picks, harte Wächter-Strategien und weitaus bessere Kauftaktiken als ich entwickelt, entlässt mich manchmal nicht eher vom Tisch, als bis ich zugegeben habe, dass er der Babo ist, und hatte gestern am Ende der letzten Partie ÜBER 50 lifepoints. Den Abend davor saß ich irgendwann völlig erschöpft und quengelnd am Tisch, aber MUSSTE noch eine weitere Partie mitmachen, weil er mir seine Überlegenheit so deutlich einhämmern wollte (Notiz an mich: Kein Trashtalk mehr bei ersten Müdigkeitszeichen). Immerhin gewinne ich (noch) jede dritte, vierte, MANCHMAL auch jede zweite Partie.


    So, ich habe nun also neue Empfehlungen für folgende Bereiche zu vermelden:


    Kartenspiele: Hero Realms

    Spiele für 2: Hero Realms

    Schnelle-Verklopp-Spiele: Hero Realms

    Spiele für den Urlaub: Hero Realms

    Spiele für Anfänger: Hero Realms

    Kleine Fantasyspiele: Hero Realms

    Ich hab nicht genug Geld für Magic: Hero Realms

    Deckbauspiele: Hero Realms

    Spiele mit einfachen Regeln: Hero Realms

    Schnelle-Losspiel-Spiele: Hero Realms

    Strategische Kartenspiele: Hero Realms

    Taktische Kartenspiele: Hero Realms

    Gatewayspiele: Hero Realms

    Spiele für unter 20 Euro: Hero Realms

    Spiele zum Verschenken: Hero Realms

    Ärgerspiele: Hero Realms



    Ich breche mal ab.

    Die Sucht ist auf jeden Fall real und das Teil ständiger Begleiter.


    Hero Realms beim Museumsuferfest:


    Hero Realms am Pinta Beach:


    Hero Realms in gewohnter Umgebung:


    "Hero Realms im Schwimmbad" ist gestern knapp an mir vorbeigegangen, weil er glücklicherweise nach dem Abendessen und ein paar Partien dann doch zu müde war, aber ich wette, das kommt noch.


    Danke an alle, die dieses Spiel jemals empfohlen haben!

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  • #Flügelschlag

    Ich bin ja mal gespannt, ob es dieses Jahr im Weihnachtsgeschäft ein Rennen zwischen SdJ und KSdJ geben wird. Ob der Handel versuchen wird, den optischen Leckerbissen an dem "Nur das Eine" vorbei zuschieben? Ob ein Kunde den Unterschied merkt? Neben einander gestellt, wird der Kunde vermutlich doch nur ein Bedürfnis verspüren. Dürfte ja auch ein wirtschaftlicher Vorteil für den Händler sein.

    LG Nils

  • #watsonundholmes


    Das Spiel schafft es immer noch, einen wirklich in die Geschichte eintauchen zu lassen, sowohl dadurch, wie die Texte geschrieben sind, als auch durch die Aufmachung. Ja, so RICHTIG schön ist quasi nur die Fallmappe, das Spielbrett, wenn man so will, bietet kaum was. Aber irgendwie reicht das, die schönen Grafiken auf den Markern und den Spielfiguren helfen auch! Es kommt eine tolle Sherlock-Atmosphäre mit minimalem Einsatz zustande. Was bin ich froh, das Teil angeschafft zu haben :) Finde es vom Umfang her auch völlig in Ordnung, dass man es nach einmal Durchspielen quasi nicht mehr nutzen kann, bzw. je nach Gedächtnisleistung früher oder später vielleicht doch. ^_^ Aber eigentlich nicht, wenn es durch ist ist es durch. An den Fällen hat man aber wirklich viel und lange Vergnügen.

    So ist es. Bekomm allerdings Chronicles of Crime nach dem ersten Fall nicht wieder auf den Tisch - solange noch Fälle übrig sind, wird Watson und Holmes gewünscht. Atmosphärisch ist es einfach besser (soweit wir das nach einem Minifall CoC beurteilen können)


    Zu den Spoilern: hättest mal schreiben sollen, auf welche konkreten Fälle diese sich beziehen. Hab eben beim Zitieren schnell die Box gelöscht, die wird dabei sichtbar!!!

    "So viele Spiele... wann hast Du denn damit angefangen?" - "Wann hast Du damit aufgehört?"

  • Zu den Spoilern: hättest mal schreiben sollen, auf welche konkreten Fälle diese sich beziehen. Hab eben beim Zitieren schnell die Box gelöscht, die wird dabei sichtbar!!!

    Oh, ok, mach ich gerne, aber ist es dann nicht eigentlich sinnvoller, NICHT dazuzuschreiben, um welche Fälle es geht?? :/:/

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  • Da kam viel Feines in den letzten zehn Tagen auf den Tisch. Das Neueste zuerst:


    Barrage

    Ein Clubkollege hat „gebacken“ und Glück gehabt, was das Material betrifft. Alles bestens spielbar. Wir sind also Wasserkraftproduzenten und bauen auf dem von Wasserfällen und -läufen durchzogenen Spielplan Staudämme, Kraftwerke und Rohrleitungen. Von „oben“ kommt unregelmäßig Wasser ins Spiel, das man auffangen und in seine Kraftwerke umleiten soll. Wobei nur Staudammbesitzer die Fluten ablassen und in möglichst eigene Kraftwerke umleiten dürfen; dann gibt’s Energie und indirekt Geld.
    Aufträge sind zu erfüllen, Worker zu „placen“ und die Bauaktionen verschwinden in ein Radsegment, welches mitsamt der nötigen Baumaterialien Stück für Stück gedreht werden kann. Erst nach einer kompletten Umdrehung steht alles wieder zur Verfügung. Man kann natürlich Sonderaktionen kaufen und alles sonst, was so zu einem WP-Spiel dazu gehört. Von uns vier Neulingen waren zwei sichtlich überfordert.
    Ich würde es schon in „Brass“-Schwierigkeitsstufen heben, weil es jede Menge zu bedenken gibt und vieles verzwickt zusammenhängt. Ich scheine das grundsätzlich mal Richtige getan zu haben: unten Staudämme und Kraftwerke zu bauen. Die fangen nämlich überschüssiges Wasser auf und so konnte ich auch mit billigen Leitungen Geld machen. War anfangs unspektakulär, reichte aber letztlich zu einem deutlichen Sieg nach knapp vier Stunden. Ist sicher vieles mehr zu optimieren, wenn man mal durchblickt, aber für den Anfang war’s ok.

    Eine echte Option für Fans komplexer Optimierspiele; ob es in die Klassen von Brass, GWT, Tzolkin und wie alle meine Lieblinge heißen, hineinkommt, wird sich zeigen. Und ehrlich gesagt: so riesige Lust auf weitere Spiele habe ich ob mancher technischer Mängel dann doch nicht.


    Mombasa

    Ein Erklärbär hat uns drei Newbies dieses wunderbar komplexe, aber auch interaktive Eurogame nahegebracht. Karten kaufen, auf den vier Städteleisten voranschreiten; expandieren (sonst gibt’s keine Punkte) und dann noch möglichst sowohl auf der Buch- als auch der Diamantenleiste vorwärts kommen. Es geht nicht, ohne Schwerpunkte zu setzen. Ich war auch aufgrund meiner Startoptionen auf der Kairoleiste weit voran und so mittel auf der Mombasaleiste; zwei haben einander auf Capetown vorangetrieben bis ans Ende und der vierte war überall ein bisschen, aber vor allem auf der Diamantenleiste voran. Die Bücherleiste schien wegen der Auslage nicht sehr interessant, nur einer baute daran und erreichte immerhin 30 Punkte und somit den zweiten Platz. Natürlich gewann der Kenner, ich war mit meinem Kairoschwerpunkt doch recht weit zurück auf Platz drei und der Allrounder mit Diamanten war Letzter.

    Dieses Spiel schreit nach weiterer Erkundung! Das Besondere ist sicher die interessante, nicht aggressive Interaktivität. Wird sicher sehr bald wieder von uns gespielt. Ein weiterer Pfisterhöhepunkt!


    Amul

    Ein neues, kleineres Pegasus-Kartenspiel, das auf Set Collection basiert. Das Thema zwischen arabischen und mongolischen Stämmen, die Artefakte, Gold und … Kamele usw. sammeln, ist ziemlich irrelevant. Spielt sich locker runter, aber so richtigen Durchblick kann man da nicht bekommen, zu zufällig die Auslage und wann man drankommt, eine Karte einzusammeln. Wobei manche Karten nur punkten, wenn sie ausgespielt werden und andere, wenn sie in der Hand bleiben. Ist sicher mit mehr als drei Spielern lustiger. Nicht gerade der Burner.


    Ähnlich,aber etwas besser fand ich

    Biblios

    Auch hier werden schöne Karten mit ähnlichen Artefakten gesammelt. Allerdings geht es nur darum, Farben zu sammeln und kann ab und zu den Grundwert von 3 für jede gesammelte Kartenfarbe zu korrigieren; also die Farbe, von der man viele hat, im Wert rauf, andere runter setzen. Als Absacker durchaus brauchbar.


    Notre Dame

    Fast schon ein Klassiker, dieses Stefan Feld-Spiel. Genial die Paris-Planteile, die je nach Spieleranzahl um ein drei-, vier- oder fünfseitiges Notre Dame-Plättchen gelegt werden. Dann draftet man Karten, die die Arbeiter in die verschiedenen Stadtfelder platzieren. Im Krankenhaus kann man sich vor der Pestplage schützen, ansonsten kann man Geld, Punkte, Kutschenfahrten usw. lukrieren; und vor allem kann man in Notre Dame selbst spenden und punkten. In jeder Runde liegen bestimmte Persönlichkeiten auf (in der Jubiläumsedition um etliche mehr), die man „bestechen“ und somit spezielle Boni bekommen kann. Der Draftingmechanismus ist wirklich interessant und alles spielt sich wesentlich flockiger als andere Feldspiele; fanden wir zumindest und hatten viel Spaß in den ca. 45 Minuten.


    Vor den Toren von Loyang

    Und dann mal wieder einen Rosenberg ausprobiert. Ein früherer, ohne großen Spielplan, Hungersnöte usw. Man hat ein kleines Tableau, das aussieht wie ein Winkellineal. Sonst gibt es nur Spielkarten, die die Felder, die Marktstände, die Käufer und etliche Helfer simulieren. Man baut also seine diversen Gemüse an und verscherbelt sie an Käufer, die man aber erst bekommen muss. Dazu gibt es eine recht originelle Art, die Karten zu erlangen, so eine Art Drafting. Am Ende sollte man auf der Wohlstandsleiste möglichst weit vorangekommen sein. Tiebreaker ist übrigens Restgeld und das war bei unserem Dreierspiel recht witzig: alle hatten gleich viele
    Punkte und das Restgeld betrug 16, 15 + 14! Reduziert auf das wesentliche eines Anbauspiels, aber originell und sehr spannend!


    Dominion

    Mit der Empires-Erweiterung. Was habe ich dieses Spiel vermisst! Merkte ich zumindest, als es dann so richtig anlief. Welche Karte zu welchem Zeitpunkt kaufen? Was ist in dieser Auslage unnötig, was wesentlich? Wann beginne ich Punktekarten zu kaufen? Und jedes Spiel läuft anders ab. Ich liebe es und hab’s viel zu lange links liegen lassen. Überlegener Sieg by the way…

    3 Mal editiert, zuletzt von papadjango ()

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  • Zu den Spoilern: hättest mal schreiben sollen, auf welche konkreten Fälle diese sich beziehen. Hab eben beim Zitieren schnell die Box gelöscht, die wird dabei sichtbar!!!

    Oh, ok, mach ich gerne, aber ist es dann nicht eigentlich sinnvoller, NICHT dazuzuschreiben, um welche Fälle es geht?? :/:/

    Nun ja, zu Fällen, die ich schon gespielt habe, darf man doch gefahrlos den Spoiler anschauen - sonst erst nach dem Spielen aller Fälle

    "So viele Spiele... wann hast Du denn damit angefangen?" - "Wann hast Du damit aufgehört?"

  • Ein paar Tage ausspannen mit meiner Frau im Bayrischen Wald.


    Alle Spiele die ich mithatte wurden auch gespielt.



    1*gespielt #7WondersDuell
    Dauerbrenner für 2 Spieler. Unser 27 Spiel und es steht 15:12 für meine Frau.
    Es gibt nur wenige Spiele wo meine Frau in der Historie vorne liegt das ist
    eines davon.



    5* gespielt #RevolteInRom
    Für 2 Spieler . Habe ich knapp vor dem Urlaub am Flohmarkt gekauft. Leicht
    zugänglich, manchmal etwas zu viel glückbehaftet durch Würfel. Man verbessert
    ständig seine Kartenauslage die einem der Gegenspieler auch immer wieder mal
    kaputtmacht. Der besondere Kniff für mich an dem Spiel ist das man beim
    Rundenstart leere Plätze mit Siegpunkten bezahlen muss. Hat man keine
    Siegpunkte mehr verliert man das Spiel. Kleines Spiel aus 2005 gefällt ganz
    gut.



    1*gespielt #AgricolaDieBauernUndDasLiebeVieh
    Das große Agricola heruntergebrochen auf die Tiervermehrung. Ein paar
    Sonderhäuser würzen dieses tolle Spiel. Durch die wenigen Arbeiteinsetzfelder
    entsteht eine schöne Rivalität um diese. Eins der besten kleinen 2er Spiele das ich
    besitze.



    1*gespielt #Jambo
    Flohmarktfund, was sich 2005 im Rennen um das Spiel des Jahres gegen Revolte in
    Rom durchgesetzt hat. Mir hats gar nicht gefallen, fades Kartenzieh Glückspiel.



    1* gespielt #13Tage
    In so einem kleinen Spiel so viel Thema und Spannung ein Ritt auf einer
    Kanonenkugel ist nichts dagegen.



    2*gespielt #Hochverrat Der Prozess gegen Louis Riel

    Ich möchte es so gern mögen aber die so sehr ungleichen
    Gewinnchancen zerstören das Spielgefühl. Entgegen dem geschichtlichen Vorbild
    gewinnt hier die Verteidigung fast immer das Spiel. Unser insgesamt 24 Spiel
    endete zum 24 mal mit einem Sieg für die Verteidigung. Um als Ankläger einmal
    das Spiel für sich zu entscheiden war es nötig den Kartenziehstapel zu
    sortieren. Das haben wir jetzt wirklich einmal gemacht und so konnte auch
    wirklich einmal der Ankläger gewinnen. Hier hat meines erachtens die Redaktionelle
    Bearbeitung komplett versagt.

  • Gestern kam stmountain vorbei, um einen alten Klassiker zu spielen: #OperationTannhäuser


    Wir haben 2 Runden mit den Regeln der 2. Edition gespielt. Diese machen das Spiel um einiges "runder", als ich es damals in Erinnerung hatte.


    Gespielt wurde der "Death-Match"-Modus mit den 5 Standard-Helden aus dem Grundspiel; die erste Partie fand im Castle statt.



    Das Reich kam von links ins Spiel und hat sich direkt im Raum vor dem Eingang breit gemacht. Eigentlich ein Fehler, da Barry Daniel Brown in den Raum gestürmt kam mit seinem Flash-Maschinengewehr - aber außer ein paar Kratzer war nichts passiert - puhhh; das schreit nach Rache. Eva ( oder doch Mart) zerlegt Barry in Zusammenarbeit mit dem Stosstruppler. Davon erholten sich die Allierten nicht mehr, lediglich der Schocktruppler wurde noch von John MacNeal zerschossen. Als Karl danach mit seiner Handgranate Tala aus dem Spiel genommen hat (und auch John hat 'nen Kratzer abbekommen) war das Spiel entschieden.


    Das schrie nach einer Revanche - dieses mal ging es um die Vorherrschaft im Krater. Wir blieben bei unseren Fraktionen, die Ausrüstung wurde jetzt aber nicht ausgewürfelt, sondern ausgesucht (jedes Teammitglied hat 3 bzw. Truppler 2 Ausrüstungspackete).



    Kurze Zusammenfassung:

    Es lief perfekt für mich als Reich-Spieler, ich hatte Dank "Generalleutnant" Hermann von Heizinger +4 auf dem Ini-Wurf und dieser wurde immer gewonnen. Dazu lief Eva zu Höchstform auf, indem sie sowohl Barry als auch Commando Alpha (oder Delta?) mit je einer Attacke aus dem Spiel genommen hat (7 Treffer waren nicht zu verteidigen). Auch sonst lief es super (für mich) - ich glaube, ich habe mir mein Würfelglück von meiner Tochter zurück geholt...


    Uns haben die beiden Spiele viel Spaß gemacht, es lief schnell und flüssig und wir haben uns gefragt, warum bis heute niemand (?!) auf das geniale Pfad-System aufgesprungen ist.

  • #HeroRealms – schade. #StarRealms ist natürlich unendlich viel cooler. :sonne:

    (Pun intended.)


    Ich hatte auch immer das Gefühl, die Wahl zu haben zwischen "einem Ticken besser" (Star Realms) und "einem Ticken für mich interessanter" (*Fantasy* Realms ^_^ Ich mag Sci-Fi auch, aber für Brettspiele etwas weniger). Hinzu kam, dass Star Realms wohl LEICHTEST komplexer ist/sein soll. Und bei meinen speziellen Spielbedürfnissen für das 2er-Spiel fällt bei mir dann immer die Wahl auf das weniger komplexe, erstmal. Nun, da es ihm super gefällt, könnte man über Star Realms als Upgrade nachdenken. Aber ich glaube, zuerst einmal wird in die HR-Charakterdecks investiert.


    Zu den Spoilern: hättest mal schreiben sollen, auf welche konkreten Fälle diese sich beziehen. Hab eben beim Zitieren schnell die Box gelöscht, die wird dabei sichtbar!!!

    Oh, ok, mach ich gerne, aber ist es dann nicht eigentlich sinnvoller, NICHT dazuzuschreiben, um welche Fälle es geht?? :/:/

    Nun ja, zu Fällen, die ich schon gespielt habe, darf man doch gefahrlos den Spoiler anschauen - sonst erst nach dem Spielen aller Fälle

    Ach so, ach so, so meinst du das... okok. Ich dachte, "wenn man zitiert und die Box dann eh sieht, macht es doch auch keinen Unterschied mehr bzw. ist sogar besser, es nicht zu wissen". Alles klar, also es geht um die drei, von denen beim letzten der Gärtner der Mörder ist.

    Kleiner Scherz. Ich änder es im Originalpost.

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  • 2*gespielt #Hochverrat Der Prozess gegen Louis Riel

    Ich möchte es so gern mögen aber die so sehr ungleichen
    Gewinnchancen zerstören das Spielgefühl. Entgegen dem geschichtlichen Vorbild
    gewinnt hier die Verteidigung fast immer das Spiel. ... Hier hat meines erachtens die Redaktionelle
    Bearbeitung komplett versagt.

    Bist du in Essen? Ich fordere dich gerne zu einer Partie auf und möchte dir zeigen auch mit der Anklage zu gewinnen ist möglich.

  • Rughnegg


    Geiler Bericht zu Tannhäuser :love: Da freu ich mich richtig, dass mal mit meinem Kumpel auszuprobieren...

    Top 10 (jeweils ohne Reihenfolge)

  • papadjango

    Danke für den interessanten Bericht. Das bestärkt mich darin Barrage links liegen zu lassen (trotz Autor und interessanten Mechanismen) und lieber (noch) öfter Mombasa zu spielen.

    Habe lange überlegt Barrage zu kaufen, lasse es aber bleiben weil es anscheinend interessantere Spiele in Essen geben wird.

    "Wo kämen wir denn hin, wenn alle sagten, wo kämen wir hin, und niemand ginge, um einmal zu schauen, wohin man käme, wenn man ginge!" (Kurt Marti)
    Top 17:
    1 Gaia Project — 2 Mombasa — 3 Nippon — 4 Auf den Spuren von MP — 5 Orleans — 6 Tzolkin

    7 Bora Bora — 8 Lorenzo — 9 Great Western Trail — 10 Underwater Cities — 11 Trajan — 12 Concordia

    13 Blackout — 14 Das tiefe Land — 15 Die Burgen von Burgund — 16 Terramara — 17 Caylus

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